In der Rubrik Nice 2 know erfahren Sie nützliche und kuriose Fakten rund um das Thema Energie.

Nice 2 know


Entdeckt in der Rubrik Nice 2 know überraschende, nützliche und kuriose Fakten rund um das Thema Energie. 14-täglich wird das energetische Kuriositätenkabinett erweitert. Schön zu wissen!


Wusstet ihr,

... dass weltweit mehr Menschen ein Smartphone besitzen als eine Toilette?

Ein Report der UN besagt, dass zwar rund sechs Milliarden Menschen ein Smartphone, jedoch nur 4,5 Milliarden eine Toilette besitzen. Laut einer Umfrage nutzen allein in Deutschland 54 Millionen Menschen bereits ab einem Alter von 14 Jahren regelmäßig ein Smartphone. Auch der Anteil der Senioren, die von den internetfähigen Geräten Gebrauch machen, stieg innerhalb eines Jahres von elf auf 39 Prozent. Weltweit ist das Smartphone die sich am schnellsten verbreitete Technologie und über die letzten Jahre hat es sich damit definitiv zu einem unverzichtbaren Begleiter etabliert. Kein Wunder, dass deshalb auch rund drei Viertel aller Handynutzer angeben, mit ihrem Smartphone auf die Toilette zu gehen und Jugendliche freiwillig Sex, Alkohol und Fernsehen gegen ihr Smartphone eintauschen würden.

... dass Musik unsere Gehirnfunktion im Alter stärkt?

Dass Musik einen positiven Effekt auf unsere Seele hat, ist bekannt. Aber Forscher um Peter Schneider der Universität Heidelberg fanden heraus, dass sogar die Entwicklung unseres Gehirns davon profitieren kann. Außerdem hören Kinder besser zu, sind aufmerksamer und seltener hyperaktiv, wenn sie ein Instrument spielen. Ein Instrument zu spielen führt außerdem zu positiven Entwicklungen im Gehirn, welche bis ins hohe Alter anhalten. So haben Forscher beispielsweise rausgefunden, dass Senioren, die früh ein Instrument erlernten, auch im Alter davon profitierten, denn sie erkennen Sprachleute zwei- bis dreimal schneller als Senioren die kein Instrument spielen können. Musik wirkt sich außerdem auf unsere Gesundheit aus, unser Herz wird gestärkt und der Blutdruck sinkt.

... dass Spinnen sich nicht an ihrem Faden drehen?

Woran das liegt, versuchen Forscher der Universität für Wissenschaft und Technologie in Wuhan und der Queen Mary Universität in London momentan heraus zu finden. Denn Spinnenseide hat eine erstaunliche Fähigkeit, der Verdrehung zu widerstehen. Sie haben festgestellt, dass die Torsionsenergie, welche die Spinne in schnelles Drehen versetzen würde, sich schneller in der Spinnenseide zerstreut. Denn im Gegensatz zu anderen synthetischen Fasern, verformt sich Spinnenseide bei der Verdrehung leicht und dadurch werden bis zu 75 Prozent der Torsionsenergie im Faden freigesetzt. Der Dreheffekt wird schneller ausgebremst und die Spinne verfällt nicht in ein unkontrolliertes Taumeln. Die Seide der Spinne besteht aus einer komplexen physikalischen Struktur, die aus einem Kern aus Fibrillen umhüllt von einer Art Haut besteht. Allerdings sind weitere Forschungen nötig um das Phänomen komplett aufzuklären, wenn man jedoch weiß wie sie funktioniert, kann man diese Effekte vielleicht auch in andere synthetische Seile einbauen, wie Hubschrauber-Rettungsseile oder Fallschirmschnüre.

... dass Gedanken ans Essen das Hungergefühl senken?

2010 führte Carey Morewedge von der Carnegie Mellon Universität ein Experiment durch, in dem er Teilnehmer einer Gruppe bat, im Geist 33 Schokolinsen zu essen. Danach wurden diesen Teilnehmern und solchen, die zuvor nicht geistlich etwas zu sich genommen hatten, reale Schokolinsen angeboten. Die Teilnehmer, die im Kopf bereits Schokolinsen gegessen hatten, aßen erheblich weniger. Erklären konnte Morewedge dieses Phänomen anhand des Prinzips der Habituation: Durch die geistliche Nahrungsaufnahme gewöhnten sich die Teilnehmer bereits an den Reiz des Schokolinsen-Essens. Deshalb trat dieser Reiz beim Angebot der Linsen nur noch geschwächt auf und die Teilnehmer verspürten ein geringeres Bedürfnis die Schokolinsen zu essen.

... dass Tränen unterschiedliche Strukturen haben?

Die Fotografin Rose-Lynn Fisher nahm über hundertmal Bilder von Tränen auf. Bei einem Blick durchs Mikroskop stellte sie fest, dass sich die Tränen abhängig von dem Grund des Weinens in ihrer Struktur unterschieden. Tränen, die aus Freude entstanden waren, wiesen eine andere Struktur auf als solche, die durch Trauer oder beim Zwiebelschneiden entstanden waren.

... dass es auch blaue und grüne Eisberge gibt?

Auf dieses Phänomen kann man in der Antarktis treffen. Lichtstrahlen, die auf einen Eisblock stoßen, brechen sich in diesem. Der im Eis erzeugte Farbfilter nimmt nur bei kurzen Wellenlängen die jeweilige Farbe auf. Da Rot und Gelb lange Wellenlängen besitzen, werden diese Farben vom Eis verschluckt, Grün und Blau hingegen besitzen kurze Wellenlängen, bleiben im Eis stecken und verursachen so einen türkis-blauen Effekt. Grünlich schimmernde Eisberge können zudem durch Algen, die grüne Streifen im Eis hinterlassen, entstehen.

... dass man aus Kuhfladen Vanillearoma gewinnen kann?

Diese erstaunliche Entdeckung machte 2007 eine japanische Chemikerin, Mayu Yamamoto. Sie erhitzte etwas Kuhfladen mit der vierfachen Menge Wasser auf 250 Grad Celsius und erhielt kleine Mengen an Vanillin. Das liegt daran, dass das Vanillin und das sogenannte Lignin, ein Stoff, den Kühe durch ihre Nahrung aufnehmen und unverdaut wieder ausscheiden, chemisch miteinander verwandt sind. Große Mengen an Vanillin können aber nicht durch diese Methode gewonnen werden.