In der Rubrik Nice 2 know erfahren Sie nützliche und kuriose Fakten rund um das Thema Energie.

Nice 2 know


Entdeckt in der Rubrik Nice 2 know überraschende, nützliche und kuriose Fakten rund um das Thema Energie. 14-täglich wird das energetische Kuriositätenkabinett erweitert. Schön zu wissen!


Wusstet ihr,

..., dass ein Kunstherz in einem 3D-Drucker hergestellt wurde?

Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich entwickelten ein Kunstherz aus Silikon, welches sehr nah an das echte Menschenherz ran kommt. Das Silikonherz aus dem 3D-Drucker schlägt und pumpt wie ein normales Herz. Es wiegt 390 Gramm und hat ein Volumen von 679 Kubikzentimetern, wie ein echtes Herz besitzt es eine rechte und linke Herzhälfte, die durch eine zusätzliche Kammer getrennt werden. Die ersten Tests des Kunstherzes sind gut gelaufen, allerdings hält es nur ca. 3.000 Schläge durch, danach reißt das Material. Verbessert man allerdings die Reißfestigkeit, könnte die Entwicklung weiter voranschreiten und im medizinischen Bereich einen Meilenstein setzen.

..., dass die Nacht hell erleuchtet werden kann?

Auch ohne künstliches Licht, ist der Nachthimmel manchmal in einem diffusen Licht getränkt, dass liegt an einem Phänomen Namens „Airglow“. Bei diesem Phänomen spaltet sich in der höheren Atmosphärenschicht molekularer Sauerstoff durch die Sonnenkraft in einzelne Sauerstoffatome. Setzen sich diese Atome wieder zusammen, wird Energie freigesetzt, die als grünes Licht sichtbar wird. Durch Strömungswellen in der Atmosphärenschicht, konzentrieren sich die Sauerstoffatome an einem Ort und werden als leuchtendes Band am Himmel sichtbar. Allerdings sind solche Lichter nur selten zusehen, da die Luftverschmutzung in der Atmosphäre so hoch ist, dass sie einfach überdeckt werden.

..., dass Schlafmangel unsere Synapsen im Gehirn zerstört?

Neue US-amerikanische Forschungsstudien zeigen, dass zu wenig Schlaf schwere gesundheitliche Folgen haben kann. So steigt beispielsweise bei Risikopatienten, die unter Bluthochdruck, Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, dass Herzinfarktrisiko auf das Doppelte. Zu wenig Schlaf heißt unter sechs Stunden. Ein Experiment mit Mäusen zeigte, dass Schlafmangel außerdem auch die Synapsen im Gehirn zerstört, denn im Schlaf schrumpfen die Synapsen und verlieren Teile ihrer Proteine. Das ist gut, denn es schafft Platz für das Wachstum am nächsten Tag. Wenn wir zu wenig schlafen, bleibt dieser Prozess aus und führt dazu, dass die Synapsen zerstört werden. Diese Schäden können langfristig wirken und auf die Dauer könnte Schlafmangel ein Auslöser für Demenzerkrankungen sein.

..., dass unser Geruchssinn die Kontrolle über unser Körpergewicht beeinflusst?

Wie gut der Geruchssinn ist, hängt auch davon ab, ob wir gerade hungrig oder satt sind. Ein Forscherteam hat anhand von Mäusen herausgefunden, dass der Geruchssinn das Körpergewicht beeinflusst, denn der Verlust des Riechvermögens führt bei Mäusen zu einem verstärkten Fettabbau. Denn selbst bei fettreicher Nahrung blieben die Tiere schlank, sie setzen stattdessen vermehrt Energie in Form von Wärme frei und bauten dabei Fettdepots ab. Die Geruchssignale regulieren das Körpergewicht, indem sie beeinflussen, wie viel Körperfett gespeichert oder abgebaut wird. Denn bei den Tieren, deren Geruchssinn künstlich verbessert wurde, sah man, dass sie schneller zur Fettleibigkeit neigten als die anderen Tiere. Ob dieser Effekt allerdings bei Menschen genauso ist, ist noch unklar.

..., dass eine Sonnenbrille erfunden wurde, die Strom erzeugt?

Forscher aus Karlsruhe haben organische Solarzellen entwickelt, die so klein sind, dass sie sogar in einer Sonnenbrille verbaut werden können. Die Solarzellen basieren auf Kohlenwasserstoff-Verbindungen und sind somit flexibler und leichter, als jede Solarzelle zuvor. Die Zellen befinden sich zwischen zwei Glasschichten der Sonnenbrille; die dazugehörige Elektronik befindet sich im Bügel, dort wird die Energie gemessen und verteilt. Sogar unter Raumbeleuchtungen funktionieren die organischen Solarzellen und liefern noch bis zu 200 Mikrowatt Leistung, womit laut Forschern beispielsweise ein Hörgerät oder Schrittzähler versorgt werden kann. Die organischen Zellen können transparent sein oder in verschiedenen Farben hergestellt werden.

..., dass zuckerhaltige Getränke den Hunger anregen?

Bei einer Studie des US Department of Agriculture bekamen Probanden zwei Mahlzeiten, zu denen einmal ein zuckerhaltiges Getränk serviert wurde und einmal nicht. Es zeigte sich, dass die Probanden nach der Mahlzeit mit der Limonade früher wieder Hunger verspürten als nach der Mahlzeit, zu der sie Wasser zu trinken bekamen. Außerdem stellten die Forscher fest, dass süße Getränke den Fettabbau hemmten und die Fettverbrennung um rund acht Prozent verringerten. Das ist zusätzlich ein Beleg dafür, dass zuckerhaltige Getränke die Fettansammlung und die Anfälligkeit für Übergewicht verstärken.

..., dass Stress uneigennütziger macht?

In einem Experiment haben Forscher der Universität Regensburg festgestellt, dass gestresste Menschen im Alltag oft selbstloser handeln als nichtgestresste. Sie haben festgestellt, dass wir unter Stress eher bereit dafür sind Nachteile in Kauf zu nehmen, um anderen zu helfen. Warum das allerdings so ist, ist noch unklar. Überforderung, Zeitdruck und ständige Informations-Überflutung sorgen dafür, dass Menschen kaum mehr zur Ruhe kommen und dadurch vergesslicher werden und die Sinneswahrnehmung beeinträchtigt wird. Allerdings kann akuter Stress auch positive Effekte haben, denn die Neigung zu selbstlosem, hilfsbereitem Verhalten wird gestärkt. Die Probanden, die während des Experiments unter Stress standen, hatten durch selbstlose Entscheidungen eine bessere Stimmung und erlebten mehr positive Emotionen als nichtgestresste Teilnehmer.