LEHREN MIT ENERGIE: MATERIALIEN
UND ANREGUNGEN FÜR SPANNENDEN UNTERRICHT IN DER SCHULE

In der Rubrik Nice 2 know erfahren Sie nützliche und kuriose Fakten rund um das Thema Energie.

Nice 2 know


Entdecken Sie in der Rubrik Nice 2 know überraschende, nützliche und kuriose Fakten rund um das Thema Energie. 14-täglich wird das energetische Kuriositätenkabinett erweitert. Schön zu wissen!


Wussten Sie,

... dass sich ein Londoner Fitnessstudio selbst mit Strom versorgt?

Das Fitness-Center „Terra Hale“ in Shepherd’s Bush gilt wohl als nachhaltigstes der Welt: Es wird nämlich zu 100 Prozent mit eigens produziertem Strom versorgt – und der stammt von den Sportlern! Beim Spinning beispielsweise gibt es die zusätzliche Angabe „Watts to Grids“, die den Sportlern anzeigt, wie viel Strom sie bereits erzeugt haben. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist und steht an anderer Stelle zur Verfügung. Aber nicht nur das: Der Gründer des Centers, Michal Homla, legt großen Wert auf Umweltschutz; die komplette Ausstattung besteht aus recycelten Materialien, die Trennwände sind aus Altholz und luftfilternde Pflanzen sorgen für eine gesunde Raumluft. Bis jetzt existieren allerdings erst nur zwei weitere, kleinere Ableger in Fulham und Notting Hill.

... dass der Einsatz von Lieferdrohnen große Fortschritte macht?

Das US-Startup Zipline hat sich auf die Herstellung von Lieferdrohnen spezialisiert; bereits vor zwei Jahren testete das Unternehmen seinen Drohnen-Lieferdienst in Afrika, wo die Technologie zum Transport von Blut und Medikamenten zu abgelegenen Medizinzentren eingesetzt wurde. Nun hat das Unternehmen die schnellste Lieferdrohne der Welt entwickelt. Bei Geschwindigkeiten von bis zu 128 km/h kann die Drohne rund 1,75 Kilogramm Gewicht über einen Weg von 160 Kilometern transportieren. Durch die Erfahrungen in Afrika konnte das Logistik-System des Belieferungsprozesses optimiert werden: Die Zeitspanne zwischen dem Eintreffen der Bestellung und dem Abheben der Drohne konnte von zehn auf eine Minute verkürzt werden. Ziel des Unternehmen ist es, die Möglichkeiten der Lieferung von medizinischen oder anderen dringend benötigter Güter auszubauen, um so weltweit mehr Leben retten zu können.

... dass das biologische Alter von Großtransformatoren bestimmt werden kann?

Mithilfe einer neuen Software-Lösung vom Energieversorgungsunternehmen innogy kann nun das Alter von sämtlichen Großtransformatoren genauer prognostiziert werden. Bisher musste der Zustand jedes Transformators einzeln bewertet werden, durch die neue Technik sind nun detaillierte Analysen eines gesamten Transformator-Kollektivs möglich, gleichzeitig werden aber auch individuelle Werte zu jedem Transformator anhand von historischen Analysedaten ermittelt und bereitgestellt. Durch die genaueren Vorhersagen können in Zukunft Wartungen, Reparaturen und der Austausch noch gezielter vorgenommen werden. Damit eröffnen sich Stromnetzbetreibern nicht nur deutschland-, sondern auch weltweit große Einsparpotentiale.

... dass eine neue Methode der Luftfilterung erfunden wurde?

Seit 2016 arbeitet das Umweltinstitut der chinesischen Akademie der Wissenschaft an einer neuen Methode, mit der Smog aus der Luft über der Stadt Xian gefiltert werden kann. Dazu hat der Wissenschaftler Cao Junji einen 60 Meter hohen Filterturm in Xiang entworfen, der im Sommer täglich rund zehn, im Winter zwischen fünf und acht Millionen Kubikmeter Luft filtern kann. Dazu wird Luft am Fuße des Turms unter einem gewächshausähnlichem Glasdach erwärmt, wodurch sie aufsteigt. Dabei passiert sie mehrere Filteranlagen und tritt anschließend nach oben aus. In den Turm gelangt die Luft durch Unterdruck, der am Boden entsteht. Ein 50 Meter hoher Turm könnte nach Angaben des Wissenschaftlers sogar bis zu 22 Milliarden Kubikmeter Luft filtern. Bei diesem Vorgang können rund 90 Prozent der problematischen Feinstaubpartikel und zu 80 Prozent Sulfate und Nitrate herausgefiltert werden.

... dass sich Deutschland eine chinesische Stadt als Vorbild für Elektromobilität nehmen kann?

Die Millionenstadt Shenzhen im Süden Chinas hat sich in den letzten Jahren zum Vorbild in Sachen Elektromobilität entwickelt. Um dem Problem der verschmutzten Luft entgegenzuwirken, wurden fast alle dieselbetriebenen Busse in der Stadt durch Elektro-Busse ersetzt. Den 13 Millionen Einwohnern stehen nun rund 16.500 neue Busse zur Verfügung, die jeweils eine Reichweite von ca. 250 Kilometern haben. Selbst unter harten Bedingungen wie heißem Wetter oder den morgendlichen Pendelzeiten funktionieren die Busse einwandfrei. Dies liegt auch daran, dass die Stadt die Betriebsweise der Busse an die Anforderungen der Elektromobilität angepasst hat: An Bushaltestellen, die sowieso als Pausenplatz genutzt werden, existieren Lademöglichkeiten und Fahrpläne wurden so angepasst, dass Ladepausen und Buswechsel fest eingeplant sind. Wird Strom an manchen Ladestationen nicht benötigt, kann dieser zudem von Privatleuten für ihre Elektroautos genutzt werden. Das chinesische Projekt kann beispielhaft auf Städte auch in anderen Ländern übertragen werden.

... dass Kerosin aus Sonnenlicht entwickelt wurde?

Das 2005 gegründete Unternehmen Think-Tank Bauhaus Luftfahrt hat einen solar-thermochemisch erzeugten Treibstoff für Flugzeuge entwickelt. Dafür seien laut Angaben der Forscher nur Wasser, aus der Luft gewonnenes CO2 und Sonnenlicht nötig. Beim sogenannten „Sunlight-to-Liquid-Verfahren“ wird Sonnenlicht in einen Reaktor geleitet, wodurch dort ein thermochemischer Prozess stattfindet. Dabei entsteht ein „Synthesegas“, eine Mischung aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid, die in flüssige Kohlenwasserstoffe – den Solar-Treibstoff - umgewandelt wird. Zwar könnte diese Technik Berechnungen zufolge in Zukunft Treibhausgase um etwa 80 Prozent reduzieren, jedoch stehen ihrer Verwirklichung noch einige Punkte im Weg, zum Beispiel der verhältnismäßig hohe Preis pro Liter und die noch nicht ausgereifte Entwicklung des Verfahrens. Bis diese Technik also zum Einsatz kommen könnte, wird noch mindestens ein Jahrzehnt vergehen.

... dass es ein Heizkraftwerk für unterwegs gibt?

In der Natur kochen ist ein großartiges Erlebnis! Nicht überall ist es möglich, ein richtiges Lager- bzw. Kochfeuer zu entzünden. In diesem Fall greift man gerne auf einen Gas- oder Benzinkocher zurück. Der BioLite Campstove ist jedoch ein mit Holz oder vergleichbarer Biomasse (trockene Gräser, Laub, Äste etc.) befeuerter Kocher, der durch einen eingebauten Thermogenerator Strom für ein Belüftungssystem erzeugt. Dank dieser Belüftung erreicht der Kocher eine Leistung von bis zu 5,5 kW, weit mehr als die meisten Gas- oder Benzinkocher. Im Prinzip wird im unteren Teil der Brennkammer, Holzgas erzeugt, welches dann im oberen Teil unter Sauerstoffzufuhr verbrannt wird. Diese Art der Verbrennung ist besonders effizient und hat einen hohen Wirkungsgrad. Fast schon nebenbei erzeugt der BioLite Campstove auch eine stabilisierte 5 Volt Spannung. Über eine USB-Buchse können Smartphones, GPS-Geräte, Akkus, DigiCams oder sonstige 5 Volt Verbraucher mit 2-4 Watt (Herstellerangaben) geladen werden.

... dass eine biologisch abbaubare Batterie entwickelt wurde?

Angesichts des immer weiter steigenden Einsatzes von Batterien hat der japanische Kommunikationskonzern NTT nun eine umweltfreundliche Batterie entwickelt: Die fast vollständig abbaubare Batterie besteht aus ökologischen Materialien, die – im Gegensatz zu herkömmlichen Batterien – nicht toxisch sind. Bei der neuen Batterie wird Luft als Kathode eingesetzt und auch die anderen Bestandteile werden aus pflanzlichen Materialien und Düngerkomponenten hergestellt. In einem Experiment konnte das Unternehmen beweisen, wie schonend die abbaubare Erfindung wirklich ist. Die Bestandteile der umweltfreundlichen Batterie wurden – feingemahlen – Senfspinatpflanzen beigemischt, ebenso die Bestandteile einer herkömmlichen Batterie. Das Ergebnis: Während die biologisch abbaubare Variante den Wuchs der Pflanze nicht beeinträchtigte, tat dies sehr deutlich die herkömmliche. Ziel des Unternehmens ist es nun, die Batterie zukünftig in Form von Sensoren in der Natur anzubringen, um Vulkane, Pflanzen und Tiere zu erforschen. Bei Verlust der Batterie hätte ihre Zersetzung dann nämliche keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt.

... dass auf dem Baldeney See in Essen das deutschlandweit erste Schiff mit Methanol-Antrieb schippert?

In Essen, der „Grünen Hauptstadt Europas 2017“, wurde das nachhaltige Projekt „greenfuel“ gestartet. In diesem Projekt forschen Wissenschaftler von innogy an einer Möglichkeit, sowohl konventionelle als auch grüne Energie besser speichern und so nutzbar machen zu können. Mithilfe von flüssigem Methanol könnte dies in die Tat umgesetzt werden. Es besteht aus CO2 aus der Luft, Wasser und grünem Strom und wird als normaler Treibstoff genutzt, der in einer Brennstoffzelle in Energie umgewandelt wird. Der Vorteil von Methanol ist, dass durch den Verbrauch von Methanol nur genauso viel CO2 wieder freigesetzt wird wie bei der Herstellung aus der Umgebungsluft genommen wurde. Dadurch ist man mit diesem Kraftstoff CO2 neutral unterwegs. Methanol könnte helfen, neue Bereiche auf erneuerbare Energien umzustellen und die CO2-Emissionen zu senken. Schon jetzt testet innogy Methanol in Verbindung mit Brennstoffzellen an zwei Autos, einem Stadthaus und an dem Ausflugsschiff „MS innogy“ auf dem Baldeney See in Essen.

... dass Reisen mehr CO2-Ausstoß verursacht als angenommen?

Wissenschaftler um Arunima Malik von der University of Sydney in Australien haben den Einfluss von Tourismus auf den globalen CO2-Ausstoß untersucht und herausgefunden, dass dieser eine größere Rolle spielt als bisher angenommen. Im Gegensatz zu älteren Untersuchungen anderer Forscher bezogen die Wissenschaftler nicht nur die naheliegenden Faktoren wie das durch Flüge verursachte Kohlendioxid mit in ihre Berechnungen ein, sondern auch, wie viel CO2 beispielsweise beim Essengehen im Restaurant oder durch den Verkauf von Souvenirs entsteht. Dadurch kamen die Wissenschaftler auf einen Wert von rund acht Prozent, der fast viermal so hoch ist wie die bisher berechneten Kalkulationen. Zudem ergab die Untersuchung, dass den größten Beitrag zum CO2-Ausstoß die wohlhabenden Staaten wie die USA, China, und auch Deutschland leisten. Ziel der Wissenschaftler ist es nun, Staaten und Bürger darauf aufmerksam zu machen und die Treibhausgas-Emissionen durch Reisende mit in das internationale Klimaabkommen aufzunehmen.

... dass die erste elektrische Straße eröffnet wurde?

In Schweden in der Nähe von Stockholm wurde vor Kurzem die erste elektrische Straße eröffnet. Über eine Strecke von zwei Kilometern können dort nun E-Autos und E-Trucks während der Fahrt aufgeladen werden. Dazu dockt ein beweglicher Arm unten an das Auto an, der automatisch wieder getrennt wird, sobald die Ladestrecke zu Ende ist. Mit Straßen dieser Art und der Elektromobilität will Schweden seinen CO2-Ausstoß in der Zukunft um 90 Prozent reduzieren und bis 2030 auch die Nutzung fossiler Brennstoffe auf 30 Prozent senken. Zudem ist das System 50 mal günstiger als eine Straßenbahnstrecke, ein Kilometer soll circa eine Million Euro kosten. Mit 500.000 Kilometern der innovativen Straße könnte Schweden in Zukunft seinen Transportbereich größtenteils mit sauberer Energie gestalten.

... dass in Kalifornien Solardächer Pflicht werden?

Kalifornien hat als erster Bundesstaat ein neues Gesetz zur Nutzung von erneuerbaren Energien erlassen: Alle Häuser in dem Bundesstaat, die ab dem 1. Januar 2020 gebaut werden, müssen über eine Photovoltaikanlage am Haus verfügen. Ausnahmen werden in einzelnen Fällen gemacht, beispielsweise bei zu starkem Schatten über dem Gebäude oder wenn das Dach ungeeignet ist. Kritiker werfen ein, dass die sowieso sehr hohen Baukosten im Sonnenstaat dadurch noch weiter steigen würden, jedoch rentiert sich die Investition auf lange Sicht; Berechnungen zufolge könnten in den ersten zehn Betriebsjahren rund 50.000 bis 60.000 US-Dollar eingespart werden. Dieser Wert liegt deutlich über dem der zusätzlichen Baukosten – diese belaufen sich auf circa 25.000 bis 30.000 US-Dollar. Heute bezieht Kalifornien bereits 16 Prozent seines Stroms aus Solarenergie, Ziel des Staates ist es, bis zum Jahr 2030 die Hälfte der Energie aus sauberen, erneuerbaren Quellen zu beziehen.

... dass der Strom in Deutschland fast zur Hälfte aus erneuerbaren Energien gewonnen wird?

Vor kurzem hat die Bundesnetzagentur die neuesten Daten des Strommarktdatenportals „Smard“ untersucht. Die Auswertung zeigt, dass die bis zur 19. Kalenderwoche realisierte Stromerzeugung in Deutschland zu rund 40 Prozent auf den Einsatz erneuerbarer Energien zurückzuführen ist. In den ersten vier Monaten des Jahres wurden insgesamt 201,53 Terrawattstunden Strom erzeugt, davon gehen circa 82 TWh auf das Konto von erneuerbaren Energien. Spitzenproduzent ist die Braunkohle mit einem Anteil von 23,9 Prozent, allerdings liegt Windenergie mit 22,7 Prozent Anteil relativ dicht dahinter und auch Biomasse und Photovoltaik kommen zusammen auf über 13 Prozent.

... dass sich die Solarenergie auf Rekordniveau befindet?

Im Globalen Investment-Report für Erneuerbare Energien 2018 wurden erstaunliche Zahlen veröffentlicht: Im Jahr 2017 ist der Solarenergiesektor so stark gewachsen wie noch nie zuvor. Obwohl erneuerbare Energien noch längst nicht die Hauptquelle der Energiegewinnung sind und Investitionen in den USA und Europa im vergangenen Jahr merklich zurückgegangen sind, geben die Zahlen zum Jahr 2017 Zuversicht. Die Kapazität stieg weltweit um 98 Gigawatt an und allein durch Solarenergie wurde mehr Leistung installiert als für Kohle, Gas und Kernkraft zusammen. Grund dafür ist die fast weltweit steigende Ausgabebereitschaft, vor allem China investierte rund 58 Prozent mehr in den Sektor, weltweit stiegen die Investitionen um 18 Prozent an. In Mexiko lagen die Investitionen im vergangenen Jahr sogar beim Achtfachen. Diese Zahlen zeigen, dass der Ausbau im Bereich der erneuerbaren Energien deutlich zunimmt.

... dass Kerosin aus Zuckerrohr hergestellt werden kann?

Schon seit längerer Zeit experimentieren Forscher mit Alternativen zur Herstellung von Biosprit. Nun wurden Zuckerrohrpflanzen gentechnisch so modifiziert, dass sie durch einen veränderten Stoffwechsel anstatt Zucker Öl produzieren. Forscher um Deepak Kumar von der University of Illinios in Urbana-Champaign analysierten den Anteil an Öl in der Pflanze, um herauszufinden, wie rentabel ihr Anbau sein würde. Das Ergebnis: Bei einem Ölanteil von fünf Prozent in der Pflanze lässt sich viermal so viel Biokerosin pro Hektar Anbaufläche herstellen wie aus Soja. Bei einem Ölanteil von 20 Prozent in der Pflanze, was zukünftig möglich sein könnte, wäre es sogar fünfzehnmal mehr Biokerosin. Zudem kann die Pflanze auch – im Gegensatz zu Mais oder Soja – auch in kälteren Regionen angebaut werden und verursacht in der Produktion erheblich geringere Kosten als andere erneuerbare Kerosine aus beispielsweise ölhaltigen Getreiden oder Algen.

... dass der weltweit erste schwimmende Windpark besser funktioniert als zuerst gedacht?

Seit rund sieben Monaten ist der erste schwimmende Windpark vor der Küste Schottlands nun in Betrieb und es konnte bereits eine erste positive Bilanz für die Versuchsanlage gezogen werden: Da die Windräder heftigen Stürmen und mehr als acht Meter hohen Wellen standhielten, hat sich ihre Praxistauglichkeit bisher bestätigt. Zudem lag ihre Nutzungsrate zwischen Oktober und Januar bei 65 Prozent. Verglichen mit klassischen Offshore-Windkraftanlagen liegt die Nutzungsrate des schwimmenden Windparks damit bei fast 20 Prozent mehr. Ein weiterer Vorteil der schwimmenden Windfarm ist der, dass die Konstruktionen geografisch viel flexibler einsetzbar sind, sodass auch an Stellen im Ozean Windparks existieren können, an denen der Energiegewinn deutlich höher wäre als in Gebieten mit flachen Gewässern. Vor allem in Asien, Nordamerika und Europa könnten die schwimmenden Windparks den Energiegewinn durch erneuerbare Energien deutlich ankurbeln.

... dass Bakterien Strom produzieren können?

Forscher vom CUTEC-Forschungszentrum der Technischen Universität Clausthal haben vor Kurzem eine neue Möglichkeit der Energiegewinnung entdeckt: In zwei Metallcontainern auf dem Gelände der Kläranlage in Goslar befinden sich Biobrennstoffzellen. Diese verwandeln chemische Energie in elektrische, jedoch im Falle der Kläranlage mit Hilfe von Bakterien. Die Flüssigkeit aus den Abwasserkanälen bietet großes Energiepotential, da sie rund vier bis fünf mal so viel Energie enthält wie für den Betrieb der Anlage nötig ist. Die Bakterien verdauen die kalorienreiche Flüssigkeit und setzen dabei Elektronen frei, die mit Hilfe einer Elektrode abgesaugt und dann als Strom genutzt werden können. Da im Abwasser sowieso Bakterien enthalten sind und diese sich automatisch auf der Elektrode niederlassen, ist diese Art der Stromgewinnung ein einfacher und effizienter Nebeneffekt der Abwasserreinigung.

... dass sich einer Analyse zufolge das deutsche Stromnetz sehr positiv entwickelt?

Das Fazit des Innovationsreports Systemdienstleistungen der Deutschen Energie-Agentur zum deutschen Stromnetz ist durchaus positiv. So wurde bestätigt, dass in unserem Stromnetz eine hohe Innovationsdynamik herrscht, die die stabile und zuverlässige Stromversorgung trotz schwankender Veränderungen im Energiesystem wiederspiegelt. Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung bezeichnet diesen Fortschritt als versteckte technische Revolution. Denn obwohl in den letzten Jahren immer wieder große Veränderungen im deutschen Stromnetz vorgenommen wurden, blieb die Qualität und Zuverlässigkeit der Stromversorgung auf dem gleich hohen Niveau. Zudem zeigt der Report, dass auch zukünftig die Anforderungen an die Netze durch die vermehrte Nutzung von vielen kleinen Kraftwerken wie die Photovoltaik anstelle von wenigen großen Anlagen steigen werden und inwiefern bestimmte Bereiche darauf ausgerichtet werden müssen.

... dass CO2 in Zukunft vielleicht in Energie umgewandelt werden kann?

Die Firma Gensoric hat eine Anlage entwickelt, die Kohlendioxid aus der Umgebungsluft filtert und in den Energieträger Methanol verwandelt. Im besten Falle könnten dadurch Erdöl und Erdgas in Zukunft ersetzt, Heizungen befeuert und Autos angetrieben werden. Denn die chemische Verwandlung von CO2 zu Methanol hat zwei enorme Vorteile: Zum einen kann das CO2 sinnvoll weiterverwendet werden, sodass Autofahrer nicht auf den Luxus des Gebrauchsguts Auto verzichten müssen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Zum anderen kann das aus der chemischen Verwandlung entstandene Methanol in Form von Energie vielfältig im Alltag eingesetzt werden, zum Beispiel um die eigenen vier Wände zu beheizen.

... dass wahrscheinlich bald multifunktionales Tanken möglich sein wird?

Forscher des Zentrums für Sonnenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg arbeiten derzeit an einer
Multi-Energie-Zapfsäule, mit der alternative Lademöglichkeiten für Autos entstehen sollen. Über diese Säule kann nachhaltiger Strom aus erneuerbaren Energien wie Windkraft oder Photovoltaik direkt in Batterien von Elektroautos geladen werden. Bei erhöhtem Strombedarf kann eine stationäre Großbatterie zugeschaltet werden, bei einem Stromüberschuss wird dieser in Wasserstoff umgewandelt und gespeichert. Damit könnten dann zusätzlich Brennstoffzellenfahrzeuge betankt werden. Ist auch der Wasserstoffspeicher gefüllt, wird dem Wasserstoff Kohlendioxid zugeführt. Aus dem Gemisch entsteht schließlich Methan, das zum Betanken von Erdgasfahrzeugen genutzt werden kann. Erstmals getestet werden soll die Zapfsäule im Jahr 2020.

... dass im Jahr etwa 200kg CO2 vermieden werden können, wenn fürs Wärmen statt eines Heizstrahlers eine Decke genutzt wird?

Laut Umweltbundesamt stößt jeder Heizstrahler so viel CO2 aus wie ein Kleinwagen. Dabei ist es egal, ob elektrische oder Gas-Heizstrahler eingesetzt werden - in puncto Energieverbrauch und CO2-Emissionen nehmen sie sich nicht viel. Wenn es sich draußen mit Decken statt mit einem elektrischen Heizstrahler (1 kW) gemütlich gemacht wird, vermeidet das über das Jahr verteilt etwa 200 kg CO2-Emissionen. Satte 70 Euro extra pro Jahr kostet ein Heizstrahler bei regelmäßigem Betrieb. Dafür kann man sich eine luxuriöse Wolldecke leisten – oder einen ganzen Satz günstiger Fleece-Decken für die Gäste.

... dass Leipziger Forscher mit Fenstern Strom erzeugen wollen?

Derzeit arbeiten Forscher um den Leipziger Professor Marius Grundmann sowie Forscher aus Michigan an durchsichtigen Solarzellen, die in Fenster eingebaut und so Strom erzeugen können. Doch obwohl die amerikanischen Forscher in ihrer Entwicklung weiter vorangeschritten sind, gibt es in ihrer Technik einen Nachteil: Denn die entwickelte Solarzelle selbst ist nicht durchsichtig, sondern nur das umliegende Material. Deshalb arbeitet Grundmann derzeit an einer Methode, die der von Handy- oder Computerbildschirmen ähnelt: Dazu verwenden die Forscher ein Material, das durchsichtig ist, aber trotzdem Licht absorbieren kann. Dafür kann jedoch nur der kleine Teil des ultravioletten Spektralbereiches genutzt werden, da das restliche Lichtspektrum die Solarzelle einfach durchströmt. Bei herkömmlichen Solarzellen ist es andersherum. Gerade deshalb und weil der ultraviolette Bereich hochenergetisch ist, sieht Grundmann großes Potential in der neuen Methode. So könnten nicht nur Fenster, sondern auch beispielsweise Windschutzscheiben in Zukunft zur Energiegewinnung genutzt werden. Allerdings wird es noch einige Jahre dauern, bis die Technik marktreif ist.

... dass eine Schmetterlingsart als Vorbild für neue Solarzellen dient?

3malE: Schmetterlingsart als Vorbild für Solarzellen

Wissenschaftler vom Karlsruher Institut für Technologie haben sich für eine Technik in der Photovoltaik an einer Schmetterlingsart orientiert. Denn obwohl Dünnschicht-Solarzellen aus amorphem Silizium weitaus weniger Material für ihre Herstellung benötigen und so geringere Produktionskosten verursachen als kristalline Varianten, haben sie nur einen geringen Wirkungsgrad, da viel Licht an der Oberfläche reflektiert und dadurch verloren geht. Um dennoch das volle Potential dieser Methode ausschöpfen zu können, haben sich die Wissenschaftler bei der Herstellung einer Solarzelle an den Flügeln des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ orientiert. Diese sind nämlich pechschwarz und besitzen winzige, unregelmäßige Löcher. Bei Computersimulationen konnten die Forscher für unterschiedliche Lochgrößen die Stärke der Lichtabsorption messen und stellten die besten Werte bei der Lochgröße fest, welche die Schmetterlingsart aufweist. Zudem stieg das Absorptionsvermögen im Vergleich zu einer nicht durchlöcherten Siliziumoberfläche um 100 Prozent, bei schrägem Lichteinfall sogar um 200 Prozent.

... dass vielleicht bald eine neue Form der erneuerbaren Energie zum Einsatz kommt?

Forscher um Ozgur Sahin von der Columbia University in New York beschäftigten sich mit der Frage, inwiefern Verdunstung als eine neue Form der erneuerbaren Energie genutzt werden könnte, nachdem vor zwei Jahren eine vielversprechende Entdeckung gemacht wurde: Wissenschaftler entwickelten ein Nano-Material, das sich aufgrund von sich ändernder Luftfeuchtigkeit wie ein Muskel ausdehnen und zusammenziehen kann. Diese Bewegung kann dann als Motor fungieren und beispielsweise einen Generator antreiben. Die Untersuchungen um Ozgur Sahin ergaben, dass allein durch die Verdunstung über Seen und großen Wasserreservoiren 325 Megawatt Energie erzeugt werden könnte, d.h. rund 69% der produzierten elektrischen Leistung in den USA. Ein klarer Vorteil der Energiegewinnung durch Verdunstung gegenüber Sonnen- oder Windenergie ist, dass die Verdunstung einen konstanten Faktor darstellt. Während Sonnen- und Windenergie nicht ständig verfügbar sind, steht die Verdunstung immer zur Verfügung. Zudem könnte das dadurch aufgefangene Wasser sinnvoll für trockene Staaten wie Kalifornien oder Arizona verwendet werden. Um die Technologie in Zukunft einsetzen zu können, bedarf es allerdings weiteren Untersuchungen.

... dass Solardächer sogar billiger als normale Dächer sein können?

Elon Musk hat mit Tesla neue Solardächer entworfen, die aus Solarschindeln bestehen. Nach Angaben des Unternehmens würden seine Solardächer nicht nur länger halten, sondern auch kostengünstiger als herkömmliche Dächer sein. Zwar liegt der Einkaufspreis der Solarschindeln deutlich über dem eines normalen Dachziegels – eine Schindel wird rund das 20-fache kosten – dennoch behauptet Musk, die Solardächer seien insgesamt gesehen günstiger. Der große Unterschied im Einkaufspreis werde nämlich durch die Liefer- und Installationskosten ausgeglichen: Während herkömmliche Dachziegel schwer und zerbrechlich und deshalb aufwendig zu transportieren sind, wiegen Teslas Solarschindeln nur ein Fünftel eines normalen Ziegels, zudem sind sie deutlich leichter zu installieren. Die Solarschindeln bestehen aus gehärtetem Glas und werden in vier verschiedenen Stilen erhältlich sein, um so potentielle Kunden nicht durch umweltfreundliche Energie, sondern auch durch ein zeitloses, hochwertiges Design zu überzeugen.

... dass Batterien für Elektroautos zukünftig nur noch wenige Minuten laden sollen?

Derzeit arbeitet Toshiba an einem Akku, den man deutlich schneller als herkömmliche Batterien aufladen kann. Durch den Einsatz eines neuen Anodenmaterials soll der Akku nach Angaben des Herstellers bei einer Ladezeit von nur sechs Minuten eine Reichweite von rund 320 Kilometern reichen. Damit wäre die Reichweite ungefähr drei mal so hoch wie die der herkömmlichen Stromspeichertechnik. Die neue Anode besteht aus Titan-Nioboxid und verfügt über eine doppelt so hohe Kapazität wie normale Batterien. Weitere Vorteile: Das Risiko der Überladung soll sich durch die neue Technik senken, zudem sagt Toshiba aus, dass der Akku selbst nach 5000 Ladezyklen noch rund 90 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität besitzen wird. Erscheinen werden die neuen Akkus voraussichtlich 2019.

... und dass es Batterien gibt, die sich kabellos aufladen lassen?

Die Firma Ossia präsentierte auf der diesjährigen International Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, einer der weltweit größten Fachmessen für Unterhaltungselektronik, eine neue Form der Batterie. Die Cota Forver Battery sieht aus wie eine herkömmliche AA-Batterie, wird allerdings anders aufgeladen: In der Batterie befindet sich ein Empfänger-Chip. Wenn die Leistung der Batterie abnimmt, schickt dieser Chip ein Signal an einen Sender und dieser wiederum schickt Energie in Form von Radiofrequenzsignalen an die Batterie. Der Sender ist verhältnismäßig klein und unauffällig und kann somit gut und unsichtbar im Raum mit den anderen Empfängern in Form von Batterien platziert werden. So können zahlreiche Geräte wie Rauchmelder oder Fernbedienungen problemlos aufgeladen werden und das Wechseln von Batterien erweist sich als überflüssig. In Zukunft will das Unternehmen seine Technologie nicht nur für Smartphone-Hüllen und Power Banks, sondern auch für Smartphones ausbauen.

... dass eine Technik entwickelt wird, mit der Elektroautos und Wohnhäuser ihren eigenen Strom produzieren können?

Forscher um Professor Peter Jomo Walla der TU Braunschweig arbeiten derzeit an einer Methode, mit der beispielsweise E-Autos und Wohnhäuser in Zukunft ihren eigenen Strom produzieren können. Dazu haben die Forscher eine neue Kunststoff-Folie entwickelt, die mit Farbstoffen gespickt ist. Diese wird langgezogen, sodass einfallendes Licht besser aufgenommen werden kann. Dieses wird anschließend an eine Photovoltaikanlage, die nicht mit Silizium, sondern mit Gallium oder Indium ausgestattet ist, weitergeleitet. Durch diese Stoffe können 20 Prozent mehr des einfallendes Lichts effizient genutzt werden, zudem schlägt die neue Methode der Forscher in Verbindung mit der kostengünstigen Kunststoff-Folie eine Brücke zwischen günstigen, aber ineffzienten und effizienten, aber teuren Methoden. Derzeit arbeiten die Forscher jedoch noch an der Stabilität der Farbstoffe, damit ihre Methode in Zukunft auch großflächig Anwendung finden kann.

... dass Steine möglicherweise bald als kostengünstige Stromspeicher fungieren?

3malE: Steine als Stromspeicher

Windkraft und Solaranlagen sind zwar effiziente Methoden der Energiegewinnung, jedoch fehlen bis jetzt ausreichende Lösungen für die Speicherung der gewonnenen Energie. Deshalb arbeitet das Unternehmen Siemens momentan an einer neuen, kostengünstigen Speichermethode: Isolierte Steinhaufen werden mit einem Heizgebläse auf über 600 Grad Celsius erhitzt, Wärmeenergie kann dadurch für rund eine Woche lang dort gespeichert werden und misst dabei nur einen Temperaturverlust von 15 Grad Celsius. Wird Energie benötigt, wird die warme Luft in eine Dampfturbine geleitet, die einen Generator antreibt. Momentan wird dieses Verfahren in einer Testanlage in Hamburg getestet, zudem erforschen die Beteiligten, in welcher Form die Steine am effektivsten die Wärme speichern können.

... dass Londons Busse bald mit Kaffeesatz betrieben werden?

3malE: Londons Busse fahren mit Kafeesat

Die Firma Bio-bean hat neben den sogenannten „Coffee Logs“, zum Heizen verwendbare Briketts aus altem Kaffeesatz, nun eine neue Methode entwickelt, mit welcher der in großen Mengen produzierte Kaffeesatz sinnvoll verwertet und die Klimabilanz der Stadt verbessert werden kann. Gemeinsam mit Shell wurde ein Prozess entwickelt, in dem aus altem Kaffeesatz Öl gewonnen wird. Gemischt mit anderen Ölen und Fetten wird dieses Öl klassischem Diesel hinzugefügt. Dadurch könnten Berechnungen des Unternehmens zufolge die Klimaemissionen der Busse um circa zehn bis 15 Prozent gesenkt werden. Ziel des Unternehmens ist es, zukünftig sowohl die städtischen Busse als auch Lastwagen und Transporter mit dem Bio-Kraftstoff zu betreiben. Momentan werden Überlegungen angestellt, wie die benötigten Kaffeesätze am effektivsten gesammelt werden können.

... dass es einen Solar-Fahrradweg gibt?

Bereits im Jahr 2014 wurde in Holland der erste Solar-Fahrradweg gebaut. Der 70 Meter lange Weg besteht aus rechteckigen Betonmodulen, in die Silizium-Solarzellen eingebettet sind. Darüber befinden sich zwei Schichten aus Sicherheitsglas. Die an dem Projekt Beteiligten sind mit den Ergebnissen der ersten sechs Monate durchaus zufrieden. Die „SolaRoad“ hat allein innerhalb dieses Testzeitraums über 3000 Kilowattstunden Strom erzeugt. Hochgerechnet könnte mit dem erzeugten Strom ein Singlehaushalt ein Jahr lang mit Strom versorgt werden, so der SolaRoad-Sprecher Sten de Wit. Die Beteiligten erhoffen sich zudem höhere Werte in den Sommermonaten, wenn die Sonne länger und öfter scheint. Schöpft man das volle Potential der gesamten Verkehrsflächen in Deutschland aus, so könnte Hochrechnungen zufolge theoretisch fast die Doppelte Menge des eigentlich gebrauchten Stroms durch die Solarzellen auf Straßen produziert werden.

... dass CO2 als Dünger im Gewächshaus eingesetzt werden kann?

In der Schweiz wird ein Gewächshaus mittlerweile mit CO2 gedüngt. Dieses sorgt nach Angaben der Betreiber des Gewächshauses für ein bis zu 20 Prozent schnelleres Wachstum bei Tomaten, Gurken oder Salat. Die Anlage, die CO2 direkt aus der Luft filtert, liegt in unmittelbarer Nähe des Gewächshauses auf dem Dach einer Müllverwertungsanlage. Filtern kann diese Anlage rund 900 Tonnen CO2 pro Jahr, was ungefähr den Emissionen entspricht, die 200 Autos im Jahr ausstoßen. Die benötigte Energie für den Betrieb der Anlage wird dabei zu 80 Prozent über die Abwärme der Müllverbrennungsanlage gewonnen. Geplant sind in Zukunft noch weitere Branchen, in denen diese Technik Anwendung finden soll, zum Beispiel in der Lebensmittel- und Getränkebranche, dem Energiesektor und der Automobilindustrie. Ziel des Start-Ups Climeworks, das solche Filteranlagen herstellt, ist es, bis 2025 ein Prozent der globalen CO2-Emissionen mit dieser Technik aus der Luft zu filtern.

... dass ein effizientes Hybridspeicherkonzept entwickelt wurde?

Der deutsche Batteriehersteller BMZ hat in Kooperation mit anderen Unternehmen Forschungen zur Entwicklung eines Hybridspeichers betrieben. Ziel der Unternehmen ist es, die Leistung von Elektroautos deutlich zu verbessern. Anders als bei herkömmlichen Batterien basiert der neue Hybridspeicher auf der Kombination aus Hochenergie- und Hochleistungszellen, wodurch die Batterie ohne elektronische Zwischenwandler betrieben werden kann. Um eine höhere Reichweite zu erzielen, setzen die Entwickler auf eine Wärmepumpe, die Batterie und Fahrzeug auf einer bestimmten Temperatur konstant hält. Zudem soll ein optimales Kühlsystem für einen sicheren Betrieb, konstante Leistung und eine hohe Lebensdauer sorgen. Getestet werden soll das neue Konzept voraussichtlich ab 2019.

... dass Gras die Funktion von Solarzellen verbessern kann?

Forscher der US-University von Pittsburgh haben etwas Erstaunliches herausgefunden: Durch den Einsatz von Nanogras-Glas kann die Effizienz von Solarzellen gesteigert werden. Es mag zwar paradox klingen, entspricht aber der Wahrheit: Durch die starke Trübung im Glas erhöht sich auch die Lichtdurchlässigkeit. Dabei verhindern die Nano-Grasstrukturen, dass Licht von der Oberfläche der Solarzelle reflektiert wird. So trifft mehr Licht auf das Halbleitermaterial, welches dann in der Solarzelle in Strom umgewandelt wird. Mit der richtigen Grashöhe von circa 4,5 Mikrometern lassen sich so vielleicht schon in naher Zukunft Solarzellen effizienter und mit geringen Herstellungskosten nutzen. Momentan wird das Glas noch auf seine Haltbarkeit und selbstreinigende Eigenschaften getestet.

... dass in Deutschland der erste Brennstoffzellen-Zug fährt?

Anfang November ist in Wolfsburg der erste Brennstoffzellen-Zug in den Bahnhof eingefahren. Der „Cordia iLint“ wird nicht mit Diesel, sondern mit gasförmigem Wasserstoff betrieben. Eine Brennstoffzelle wandelt den Wasserstoff in Strom um und betreibt so den Zug – übrig bleiben Wasser und Sauerstoff. Ab 2021 sollen in Niedersachsen 14 solcher umweltfreundlichen Züge zwischen Cuxhaven und Buxtehude fahren und somit herkömmliche dieselbetriebene Züge ersetzen. Der Vertrag für die niedersächsische Landesnahverkehrsgesellschaft wurde nach Einfuhr des Zuges unterzeichnet. Bis diese Technik das Ruhrgebiet erreicht, werden allerdings wahrscheinlich noch Jahrzehnte vergehen, da diese Regionen mit Oberleitungen ausgestattet sind und die Züge erst nach und nach ausrangiert und durch neue ersetzt werden.

... dass es noch dieses Jahrzehnt fliegende Taxen geben soll?

3mal: Fliegende Taxen

Mit dem Spruch „Closer than you think“ bewirbt jetzt das Unternehmen Uber seine neue Innovation: Bis 2020 will das Unternehmen fliegende Taxen einführen, den sogenannten Uber Elevate. Dabei soll die NASA das Kontrollsystem für den Luftverkehr bereitstellen. In einem veröffentlichten Video wird gezeigt, wie zukünftige Taxifahrten für Personen aussehen sollen: Wie auch beim normalen Uber-Service würden Taxen über eine App gebucht, dann würde den Kunden ein Pickup-Punkt mitgeteilt. Mithilfe von zahlreichen anderen Unternehmen aus diesem Bereich arbeitet Uber nun an der Entwicklung der elektrisch betriebenen Taxen. Diese sollen sich nämlich an den sogenannten „vertical take-off and landing (VTOL)“-Luftfahrzeugen orientieren, welche in der Lage sind, wie ein Helikopter vertikal zu starten und zu landen. Denn diese Technik ist nicht ist nicht nur weniger aufwendig, sondern erlaubt auch weitaus mehr Pickup-Punkte in Städten. Erstmals soll die neue Technik in Dallas-Fort Worth, Dubai und Los Angeles zum Einsatz kommen.

... dass Smartphones so viel Strom verbrauchen wie Kühlschränke?

3malE: Smartphones verbrauchen soviel Strom wie Kühlschränke

Forscher des Borderstep Institute, eine gemeinnützige Forschungseinrichtung in Berlin, haben errechnet, dass ein Smartphone insgesamt mehr Strom als ein moderner Kühlschrank verbraucht. In seiner Studie „The Cloud Begins with Coal“ errechnete der Forbes-Kolumnist und CEO von Digital Power, Mark Mills, dass ein Kühlschrank rund 322 Kilowattstunden jährlich verbraucht, während die Menge für den Verbrauch eines iPhones bei rund 361 Kilowattstunden liegt. Grund für den hohen Verbrauch sind seiner Meinung nach nicht nur der alltägliche Verbrauch des Gerätes, sondern vor allem Wi-Fi- oder UMTS-Verbindungen oder auch andere Hintergrundprozesse. Mills rechnet zudem aus, dass kabellose Technologien insgesamt deutlich mehr Energie verbrauchen als verkabelte.

... dass die höchste Windkraftanlage der Welt in Deutschland steht?

Seit Oktober 2017 steht in Gailsdorf in der Nähe von Stuttgart mit einer Höhe von 246,5 Metern die höchste Windkraftanlage der Welt. Die Anlage ist Teil eines Windparks, der insgesamt vier Windräder umfasst und ab dem Frühjahr 2018 grünen Strom in die deutschen Stromnetze einspeisen wird. Im Unterschied zu anderen Windparks in Deutschland sind diese Windräder mit einem modernen Pumpspeicherkraftwerk ausgestattet, das eine effizientere Produktion und Speicherung der erneuerbaren Energien als bei herkömmlichen Windparks ermöglicht. Zudem nutzt das größte Windrad eine Wasserbatterie und bietet damit ein einzigartiges Speicherkonzept für Windenergie. Durch die erhöhte Größe des Windrades können außerdem Windturbulenzen häufiger ausgeschlossen und eine höhere Windausbeute erzielt werden

... dass eine Pumpe entwickelt wurde, die Wärme effizient speichern kann?

Forscher am Georgia Tech, USA, haben zusammen mit Kollegen der Universitäten Stanford und Purdue eine Pumpe auf Grundlage von Keramik-Materialien entwickelt, die bei Temperaturen von bis zu 1.400 Grad Celsius betrieben werden kann. Damit trägt die Pumpe zur effizienteren Speicherung von erneuerbaren Energien bei, da bisherige Systeme nur bei deutlich niedrigeren Temperaturen betrieben werden können. Durch die hohen Temperaturen, die aufgrund von geschmolzenem Material wie Zinn erzeugt werden, lässt sich mehr Wärmeenergie in mechanische oder elektrische umwandeln, wodurch auch die Gesamteffizienz zunimmt. Ziel der Entwicklung der Pumpe ist es, in Zeiten mit hoher Nachfrage nach Strom und gleichzeitig geringer Stromproduktion, wie beispielsweise nach Sonnenuntergang, die gespeicherte Energie zurück ins Netz zu speisen.

... dass Google effiziente Maßnahmen zum Schutz von Klima und Umwelt ergreift?

Durch den hohen Stromverbrauch seiner Rechenzentren verursacht Google einen bedeutenden Anteil der weltweiten Klimaemissionen, sein Stromverbrauch liegt bei rund 1,1 bis 1,5 Prozent des weltweiten Bedarfs. Um diesen Anteil zu verringern, ergreift der Konzern nun vier Maßnahmen: Google will innerhalb diesen Jahres komplett auf erneuerbare Energien umsteigen, zudem sollen an die Autos für den Dienst Google Street View spezielle Sensoren angebracht werden, die Daten zur Luftqualität aufnehmen. Entstehende Abfälle des Konzerns sollen zukünftig entweder recycelt oder verbrannt werden, um so Müllkippen zu entlasten. Die Hälfte der Rechenzentren hat dieses Ziel bereits erreicht, der Rest soll noch zeitnah folgen. Ziel von Google ist es außerdem, den Stromverbrauch – trotz des Umstiegs auf erneuerbare Energien – weiter zu senken.

... dass eine schwimmende Windfarm existiert?

In Schottland wurde eine im Meer schwimmende Windfarm erbaut, die in Zukunft rund 20.000 schottische Haushalte mit Strom versorgen soll. Da Windfarmen auf dem Meer bisher immer im Boden verankert werden mussten, konnten diese lediglich bis zu einer Wassertiefe von 60 Metern errichtet werden. Damit ein größerer Anteil der Meeresfläche für Windfarmen genutzt werden kann, hat die norwegische Firma Statoil die schwimmende Windfarm entwickelt. Diese Innovation wird derzeit noch weiter ausgearbeitet, damit die Kosten für die Energieproduktion auf der schwimmenden Windfarm künftig sinken. Zudem ist eine Speicherlösung namens Batwind in Planung, die aus Wind erzeugte Energie effizient speichert.

... dass eine neue Art der Kleidung den Energieverbrauch in Gebäuden senken kann?

Forscher der Stanford University in Kalifornien haben eine Folie entwickelt, mithilfe derer man eine neue Art der Bekleidung herstellen kann. Ziel der Forscher war es, nicht die Innenräume der Gebäude, sondern die Menschen in ihnen zu wärmen und zu kühlen und so Energie einzusparen. Mit der neuen Folie kann ihnen dies gelingen: Die eine Seite der Folie ist mit einer Kupferschicht überzogen, die andere mit einer Kohlenstoffschicht. Trägt man die Kupferseite auf der Innenseite, lässt die Folie eigentlich austretende Körperwärme nicht nach außen, die Kohlenstoffschicht lässt Körperwärme entweichen. So können Menschen sowohl höhere als auch niedrigere Temperaturen aushalten und Heizungen bzw. Klimaanlagen auf niedrigeren Stufen betrieben werden. Nach Angaben der Wissenschaftler können so allein durch die Senkung der Temperatur um einen Grad Celsius rund zehn Prozent des Energieverbrauchs eingespart werden.

... dass Dubais Polizei vielleicht schon bald durch die Luft fliegt?

Dubais Polizei arbeitet gemeinsam mit der russischen Firma Hoversurf an einer Methode, wie Polizisten in Dubai zukünftig lange Staus einfach umgehen können. Dazu entwickelten sie eine Mischung aus Hoverboard, Drohne und Motorrad. Das quad-ähnliche Flugobjekt kann bis zu fünf Meter hoch fliegen, da eigentliche Reifen durch vier Rotoren ersetzt wurden, zudem ist es mit einem Elektromotor ausgestattet. Zwar sollen Geschwindigkeiten von bis zu siebzig Stundenkilometern möglich sein, jedoch muss es nach höchstens 25 Minuten oder sechs Kilometern wieder aufgeladen werden. Mithilfe eines Benzinmotors wären aber auch einstündige Flüge möglich. Zudem ist das Flugobjekt zum selbstständigen Schweben in der Lage und kann sein vorgegebenes Ziel selbst erreichen. Wenn derzeitige Tests gut verlaufen, könnte das Modell schon in wenigen Jahren auf den Straßen eingesetzt werden.

... dass in Aachen derzeit neue Elektroautos zur Benutzung in Städten hergestellt werden?

Unabhängig von den großen deutschen Automobilfirmen bringt nun die eGo Mobile AG, eine Ausgründung der RWTH Aachen, den e.Go Life auf den Markt. Das Elektroauto wird in drei verschiedenen Varianten erhältlich sein, die sich jeweils in Preis und Leistung unterscheiden. Mit 15.900 Euro ist die Basisversion, der Life 20, vergleichsweise preiswert. Jedoch besitzt er lediglich eine Motorleistung von 20 kW, also rund 27 PS, und hat so zusammen mit der Batteriekapazität eine Reichweite von rund 136 Kilometern. Er erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 104 Stundenkilometern. Für rund 4.000 Euro mehr ist dagegen der Life 60 erhältlich, der über eine längere Reichweite und eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 160 km/h verfügt. Zielgruppe sind dabei vor allem städtische Pendler, aber auch Menschen, die beruflich oft innerstädtische Strecken zurücklegen müssen.

... dass Bernstein bei Reibung elektrisch aufgeladen wird?

Dieses Phänomen entdeckte erstmals Thales von Milet um circa 500 vor Christus. Er rieb den Stein mit einem weichen Tuch und stellt anschließend fest, dass er leichte und kleine Körper anzog. Zwar konnte von Milet dieses Phänomen damals nicht begreifen, mit dem heutigen Wissen im Bereich der Physik lässt sich diese Anziehung durch Reibung allerdings erklären: Wenn zwei verschiedene Materialien aneinander gerieben werden, findet zwischen ihnen ein Ladungsaustausch statt. Das negativ geladene Material wird positiv und das positiv geladene wird negativ. Dadurch entsteht um den Gegenstand herum ein elektrisches Feld, das andere Körper anzieht. Das heutige Wort „elektrisch“ leitet sich übrigens vom griechischen Wort „elektron“ ab, das ins Deutsche übersetzt „Bernstein“ heißt.

... dass es eine Schule gibt, die mithilfe von Computerspielen Lerninhalte vermittelt?

Diese High School liegt in New York und trägt den Namen „Quest to Learn“. Dort werden klassische Lehrmethoden eher abgelehnt und größtenteils Computerspiele eingesetzt, um den Schülern Lerninhalte zu vermitteln, den Lernerfolg zu messen oder um den Unterricht zu vereinfachen. Der Lehrplan beruht auf verschiedenen Spielprinzipien, die den Schülern selbstständiges Arbeiten ermöglichen. Durch diese alternative Lehrmethode verbesserten sich nicht nur die generellen Leistungen der Schüler im Vergleich zu ihren Nachbarschulen, sondern auch ihre Fähigkeiten in Bezug auf kritisches Denken, das Lösen komplexer Aufgaben und Teamwork. Grund dafür sollen die Eigenschaften des Lernens sein: In den Spielen gibt es klare (Lern-) Ziele, die Schüler erhalten regelmäßiges Feedback über ihre Leistungen und haben Raum für ihre Kreativität. Eltern und Schüler selbst berichteten sogar schon, dass sich viele Schüler auf ihre Hausaufgaben freuen.

... dass CO2 aus der Luft versteinert werden kann?

Die Schweizer Firma „Climeworks“ hat eine Anlage entwickelt, die in der Lage ist, Kohlendioxid zu versteinern. Die Methode wurde bereits als Pilotversuch durchgeführt, nun wird sie erstmals mit Direct-Air-Capture (DAC) auf Island getestet. Die Anlage filtert CO2 aus der Umgebungsluft, dann wird das Treibhausgas in Wasser gelöst und in den circa 400 bis 800 Meter tiefen Untergrund gepumpt, der von hydrothermalen Quellen durchzogen ist. Durch das poröse Basaltgestein im Untergrund entsteht eine chemische Reaktion, die Kohlendioxid innerhalb von weniger als zwei Jahren in Carbonat umwandelt, woraus festes Gestein entsteht. Von dieser Technik erhoffen sich die Forscher eine Bremsung des Klimawandels, denn sie kann überall dort eingesetzt werden, wo es Basaltgestein gibt.

... dass Haushaltsroboter in Deutschland immer beliebter werden?

Das liefern Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1.007 Bundesbürgern im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom. Haushaltsroboter sind bereits in 15 Prozent deutscher Haushalte vertreten und fast die Hälfte aller Befragten gab an, sich in Zukunft einen Roboter als Haushaltshilfe vorstellen zu können; nur 26 Prozent lehnten dies ab. Dabei gaben acht von zehn Befürwortern des Roboters an, ihn primär für Aufgaben wie Staubsaugen oder Wischen nutzen zu wollen. Aber auch für Gartenarbeiten und die Überwachung der eigenen vier Wände würde knapp die Hälfte der befragten Bundesbürger die Haushaltshilfen verwenden. Bereiche, in denen die Haushaltshilfen deutlich weniger gewünscht sind, sind zum Beispiel das Helfen beim Lernen, der Nachhilfe oder in der Pflege von alten oder kranken Angehörigen im Haushalt.

... dass Menschen, die Videospiele spielen, Vorteile beim Lernen haben?

Wissenschaftler um Sabrina Schenk von der Ruhr-Universität Bochum haben anhand eines Experimentes herausgefunden, dass Videospieler eher dazu in der Lage sind, unbekannte Situationen schneller zu erfassen, neues Wissen zu generieren und Wissen zu kategorisieren. Vor allem in Situationen mit hoher Unsicherheit schnitten die Teilnehmer, die sich mehr als 15 Stunden pro Woche mit actionbasierten Videospielen beschäftigten, bedeutend besser ab als solche, die nur hin und wieder spielten. Zudem wurde herausgefunden, dass Videospiele das Arbeitsgedächtnis stärken und die Reaktionszeit verkürzen. Bewiesen konnten diese Phänomene anhand eines Blicks in das Gehirn der Probanden: Während des Lernens in dem Experiment war der Hippocampus, eine Hirnregion, die für Lernprozesse und das Gedächtnis verantwortlich ist, bei Videospielern deutlich aktiver als bei den Teilnehmern, die nur selten spielten. Da man also durch Videospiele diese Hirnregion trainieren kann, hoffen die Forscher, diese Technik auch in Zukunft bei älteren Menschen anwenden zu können, um ihre Gedächtnisleistung zu verbessern. Grundsätzlich sollte man aber hinzufügen, dass zu viel Zeit für Videospiele vielleicht auch bei dem ein oder anderen Lernenden das Gegenteil bewirken kann.

... dass Flugzeuge vielleicht bald mithilfe von Haushaltsmüll betrieben werden können?

An dieser Innovation arbeitet derzeit British Airways. In Kooperation mit der Firma Velocys, die sich auf erneuerbare Kraftstoffe spezialisiert, will die Airline eine Abfallanlage errichten, die aus Haushaltsabfällen Bio-Kraftstoff für Flugzeuge erzeugt. Kalkulationen ergeben, dass dadurch jährlich rund 60.000 Tonnen CO2 eingespart werden können, zudem würden riesige Mengen an Abfall zukünftig nicht mehr auf den Mülldeponien landen, sondern sinnvoll genutzt werden. Die Anlage soll genug Kraftstoff für alle Flüge von London nach San Jose und von London nach New Orleans produzieren. Ziel der Unternehmen ist es, bis zum Jahr 2050 die CO2-Produktion der Airline um die Hälfte zu reduzieren. Momentan befindet sich das Projekt noch im Bereich der Machbarkeitsstudie; die für den Prozess nötige Mülltrennung ist kompliziert. Ob sich dieses Verfahren in Zukunft durchsetzen kann, ist noch nicht sicher, fest steht aber, dass es ein durchaus bedeutender Schritt im Bereich des Umweltschutzes und der Reduzierung der Klimaemissionen ist.

... dass es einen Pilz gibt, der Plastik natürlich zersetzt?

Der Wissenschaftler Sehroon Khan vom World Agroforestry Center hat mit seinen Kollegen aus China und Pakistan einen Pilz entdeckt, der auf natürliche Weise Plastik zersetzt. Gefunden wurde der sogenannte Fungus Apergillus Tubingensis auf einer Müllkippe in Islamabad. Er wächst auf Plastikoberflächen und sondert dann ein Sekret ab, das die chemischen Verbindungen des Plastiks zwischen den Polymeren löst. Er ist sogar in der Lage, den Kunststoff mechanisch zu zerbrechen. Mit dieser Methode können so Mengen an Plastikmüll innerhalb weniger Wochen zersetzt werden, was sonst mehrere Jahre dauern und der Umwelt immens schaden würde. Nun wollen Forscher den Pilz näher untersuchen, damit er vielleicht schon bald regulär auf Müllkippen zum Einsatz kommen kann.

... dass es sandabweisende Handtücher gibt?

Und zwar von dem australischen Label „Tesalate“. Diese Handtücher sind momentan sehr beliebt, denn sie sind nicht nur leicht und trocknen schneller als andere Handtücher, sie sind zudem auch noch sandabweisend. Wie das funktioniert? Das Material sorgt dafür, dass das Handtuch sandfrei bleibt. Es besteht aus einem Mikrofaserstoff, der sich zu 80 Prozent aus Polyester und zu 20 Prozent aus Polyamide zusammensetzt. Durch die im Vergleich zu herkömmlichen Handtüchern kurzen Fasern haben Sandkörner keinen Halt und perlen an der Oberfläche ab. Zudem bewirken diese Fasern auch die schnelle Aufnahme von Wasser und dass dieses aber auch wieder genauso schnell trocknet wie es aufgenommen wurde. Da diese Handtücher momentan nur in Australien hergestellt werden, lässt es sich auch nur im Internet bestellen. Allerdings kann man zwischen zahlreichen Mustern und Designs auswählen.

... dass tätowierte Menschen weniger schwitzen?

US-Forscher um den deutschen Kriminalbiologen Dr. Mark Benecke haben in Michigan den Einfluss von Tattoos auf die Schweißproduktion eines Menschen untersucht. In ihrem Experiment brachten sie die Teilnehmer mithilfe des Stoffes Pilocarpin-Nitrat künstlich zum Schwitzen. Dann untersuchten sie entweder Hautflächen, die tätowiert waren oder solche, die es nicht waren. Nachdem sie den an den jeweiligen Körperstellen aufgetretenen Schweiß mit einem Pad aufgesaugt hatten, wurde er in einer kleinen Röhre verdünnt. Das Ergebnis: Nicht tätowierte Menschen produzierten 0,35 Milligramm Schweiß pro Quadratzentimeter, Tätowierte dagegen nur 0,18 Milligramm pro Quadratzentimeter, also nur ungefähr die Hälfte des Schweißes, den nicht Tätowierte produzieren. Die Gründe für diesen Einfluss von Tattoos auf die Schweißproduktion konnten bislang noch nicht von Forschern erklärt werden, jedoch vermutet man einen Zusammenhang mit dem Immunsystems des Körpers.

... dass eine Banane mehr Gene hat als ein Mensch?

Vor vier Jahren haben Forscher vom französischen Agrarforschungszentrum CIRAD in Montpellier das Erbgut der Wildbananensorte Musa acuminata, die aus Asien stammt, entschlüsselt. Dabei fanden sie heraus, dass die Banane über 36.500 Gene besitzt – der Mensch dagegen nur rund 22.500. Mit dieser wertvollen Erkenntnis können Forscher nun weiterarbeiten, um zu ermitteln, wie man Bananenplantagen beispielsweise besser vor Schädlingen, Pilzkrankheiten oder anderen Faktoren, die die Bananenproduktion gefährden könnten, schützen kann.

... dass die Tageszeiten, zu denen wir essen, einen Einfluss auf unser Gewicht haben?

Eine Studie der Loma Linda University in Kalifornien hat über sieben Jahre lang die Essgewohnheiten von mehr als 50.000 Amerikanern untersucht. Dabei fanden sie heraus, dass diejenigen Menschen, die die größte Mahlzeit des Tages morgens zu sich nahmen, einen kleineren Bod Mass Index besaßen. Einen anderen Versuch führte Daniela Jakubowicz vom Wolfson Medical Center in Tel Aviv durch: übergewichtige Frauen aßen 12 Wochen lang die gleichen Mahlzeiten, jedoch wurde die größte Mahlzeit des Tages von einer Hälfte morgens und von der anderen Hälfte abends gegessen. Die Frühstücks-Gruppe verlor deutlich mehr Körperfett. Erklären können Forscher dies mit dem Hormon Insulin, was morgens am aktivsten arbeitet und Zucker nützlich für die Energiegewinnung macht; Kalorien werde also morgens statt in Fett in Energie umgewandelt. Damit kommen die Forscher zu dem Entschluss, dass meistens nicht die Menge oder die Inhaltsstoffe, sondern die Zeit der Nahrungsaufnahme eine Rolle spielt.

... dass ein Blauwalbaby pro Stunde dreieinhalb Kilogramm zunimmt?

Unglaublich, aber wahr: Bei seiner Geburt wiegt ein Blauwal bereits zweieinhalb Tonnen und ist sieben Meter lang. Pro Stunde nimmt er rund dreieinhalb Kilogramm an Körpergewicht zu, pro Tag sind das 84 Kilogramm. Die braucht er aber auch, um gesund zu wachsen. Ein ausgewachsener Blauwal wiegt nämlich bis zu 200 Tonnen und wird über 30 Meter lang. Allein die Zunge eines Blauwals wiegt ungefähr so viel wie ein ausgewachsener Elefant. Dieses Gewicht erreichen die Riesen über ihre Nahrung: An einem Tag fressen sie bis zu 4.000 Kilogramm Krill und mit nur einem Maul voller Nahrung nimmt der Blauwal circa 480.000 Kilokalorien zu sich.

... dass weltweit mehr Menschen ein Smartphone besitzen als eine Toilette?

Ein Report der UN besagt, dass zwar rund sechs Milliarden Menschen ein Smartphone, jedoch nur 4,5 Milliarden eine Toilette besitzen. Laut einer Umfrage nutzen allein in Deutschland 54 Millionen Menschen bereits ab einem Alter von 14 Jahren regelmäßig ein Smartphone. Auch der Anteil der Senioren, die von den internetfähigen Geräten Gebrauch machen, stieg innerhalb eines Jahres von elf auf 39 Prozent. Weltweit ist das Smartphone die sich am schnellsten verbreitete Technologie und über die letzten Jahre hat es sich damit definitiv zu einem unverzichtbaren Begleiter etabliert. Kein Wunder, dass deshalb auch rund drei Viertel aller Handynutzer angeben, mit ihrem Smartphone auf die Toilette zu gehen und Jugendliche freiwillig Sex, Alkohol und Fernsehen gegen ihr Smartphone eintauschen würden.

... dass Musik unsere Gehirnfunktion im Alter stärkt?

Dass Musik einen positiven Effekt auf unsere Seele hat, ist bekannt. Aber Forscher um Peter Schneider der Universität Heidelberg fanden heraus, dass sogar die Entwicklung unseres Gehirns davon profitieren kann. Außerdem hören Kinder besser zu, sind aufmerksamer und seltener hyperaktiv, wenn sie ein Instrument spielen. Ein Instrument zu spielen führt außerdem zu positiven Entwicklungen im Gehirn, welche bis ins hohe Alter anhalten. So haben Forscher beispielsweise rausgefunden, dass Senioren, die früh ein Instrument erlernten, auch im Alter davon profitierten, denn sie erkennen Sprachleute zwei- bis dreimal schneller als Senioren die kein Instrument spielen können. Musik wirkt sich außerdem auf unsere Gesundheit aus, unser Herz wird gestärkt und der Blutdruck sinkt.

... dass Spinnen sich nicht an ihrem Faden drehen?

Woran das liegt, versuchen Forscher der Universität für Wissenschaft und Technologie in Wuhan und der Queen Mary Universität in London momentan heraus zu finden. Denn Spinnenseide hat eine erstaunliche Fähigkeit, der Verdrehung zu widerstehen. Sie haben festgestellt, dass die Torsionsenergie, welche die Spinne in schnelles Drehen versetzen würde, sich schneller in der Spinnenseide zerstreut. Denn im Gegensatz zu anderen synthetischen Fasern, verformt sich Spinnenseide bei der Verdrehung leicht und dadurch werden bis zu 75 Prozent der Torsionsenergie im Faden freigesetzt. Der Dreheffekt wird schneller ausgebremst und die Spinne verfällt nicht in ein unkontrolliertes Taumeln. Die Seide der Spinne besteht aus einer komplexen physikalischen Struktur, die aus einem Kern aus Fibrillen umhüllt von einer Art Haut besteht. Allerdings sind weitere Forschungen nötig um das Phänomen komplett aufzuklären, wenn man jedoch weiß wie sie funktioniert, kann man diese Effekte vielleicht auch in andere synthetische Seile einbauen, wie Hubschrauber-Rettungsseile oder Fallschirmschnüre.

... dass Gedanken ans Essen das Hungergefühl senken?

2010 führte Carey Morewedge von der Carnegie Mellon Universität ein Experiment durch, in dem er Teilnehmer einer Gruppe bat, im Geist 33 Schokolinsen zu essen. Danach wurden diesen Teilnehmern und solchen, die zuvor nicht geistlich etwas zu sich genommen hatten, reale Schokolinsen angeboten. Die Teilnehmer, die im Kopf bereits Schokolinsen gegessen hatten, aßen erheblich weniger. Erklären konnte Morewedge dieses Phänomen anhand des Prinzips der Habituation: Durch die geistliche Nahrungsaufnahme gewöhnten sich die Teilnehmer bereits an den Reiz des Schokolinsen-Essens. Deshalb trat dieser Reiz beim Angebot der Linsen nur noch geschwächt auf und die Teilnehmer verspürten ein geringeres Bedürfnis die Schokolinsen zu essen.

... dass Tränen unterschiedliche Strukturen haben?

Die Fotografin Rose-Lynn Fisher nahm über hundertmal Bilder von Tränen auf. Bei einem Blick durchs Mikroskop stellte sie fest, dass sich die Tränen abhängig von dem Grund des Weinens in ihrer Struktur unterschieden. Tränen, die aus Freude entstanden waren, wiesen eine andere Struktur auf als solche, die durch Trauer oder beim Zwiebelschneiden entstanden waren.

... dass es auch blaue und grüne Eisberge gibt?

Auf dieses Phänomen kann man in der Antarktis treffen. Lichtstrahlen, die auf einen Eisblock stoßen, brechen sich in diesem. Der im Eis erzeugte Farbfilter nimmt nur bei kurzen Wellenlängen die jeweilige Farbe auf. Da Rot und Gelb lange Wellenlängen besitzen, werden diese Farben vom Eis verschluckt, Grün und Blau hingegen besitzen kurze Wellenlängen, bleiben im Eis stecken und verursachen so einen türkis-blauen Effekt. Grünlich schimmernde Eisberge können zudem durch Algen, die grüne Streifen im Eis hinterlassen, entstehen.

... dass man aus Kuhfladen Vanillearoma gewinnen kann?

Diese erstaunliche Entdeckung machte 2007 eine japanische Chemikerin, Mayu Yamamoto. Sie erhitzte etwas Kuhfladen mit der vierfachen Menge Wasser auf 250 Grad Celsius und erhielt kleine Mengen an Vanillin. Das liegt daran, dass das Vanillin und das sogenannte Lignin, ein Stoff, den Kühe durch ihre Nahrung aufnehmen und unverdaut wieder ausscheiden, chemisch miteinander verwandt sind. Große Mengen an Vanillin können aber nicht durch diese Methode gewonnen werden.

..., dass man vielleicht bald per Gesichtserkennung bezahlen kann?

An dieser Möglichkeit arbeiten momentan Mitarbeiter des großen chinesischen Konzerns „Alibaba“, der unter anderem als Handelsplattform für Unternehmen dient. Nach dem gegründeten Bezahldienst „Alipay“ will der Konzern nun das Bezahlen in Zukunft einfacher machen. Dazu muss man als Kunde lediglich sein Gesicht vor eine 3D-Kamera halten. Diese folgt einem bestimmten Algorithmus und misst verschiedene biometrische Daten, wie zum Beispiel die Augenfarbe und die Größe der Augen. Ist die Messung abgeschlossen, muss der Kunde nur noch seine Handynummer eingeben und die Zahlung erfolgt. Bis jetzt ist der Algorithmus zwar so weit ausgearbeitet, dass er in täuschender Absicht vorgehaltene Bilder und Videos von realen Personen unterscheiden kann und diese nicht akzeptiert, dennoch wird die neue Erfindung momentan noch in einem Fastfood-Restaurant in China getestet. Sollten bei weiteren Tests keine großen Probleme auftreten, könnte diese Methode zumindest in China schon bald eine gängige Art des Bezahlens werden.

..., dass Liebe Schmerzen lindern kann?

US-Wissenschaftler um Sean Mackey von der Stanford University School of Medicine in Kalifornien führten ein Experiment mit Studenten, die sich in einer Beziehung befanden, durch, um zu erfahren, ob Liebe ähnliche Auswirkungen auf das Schmerzempfinden hat wie beispielsweise Suchtmittel wie Opium oder Kokain. Dazu baten die Forscher die Versuchsteilnehmer, ein Bild von ihrem relativ neuen Partner und eins eines Bekannten, den sie als ebenso attraktiv erachteten, mitzubringen. Während die Teilnehmer durch einen Wärmestimulator in der Handfläche leichten Schmerz erfuhren, wurden ihnen abwechselnd die beiden mitgebrachten Bilder gezeigt. Aufzeichnungen ihrer Gehirnaktivität zeigen, dass das Betrachten des Partners – genauso wie Ablenkung durch Fragen – den Schmerz deutlich linderten; im Gegensatz zum Betrachten der bekannten attraktiven Person. Die Forscher konnten auch beobachten, dass die Schmerzlinderung durch Liebe in archaischen Hirnarealen entstanden war, die Schmerzlinderung durch Ablenkung dagegen in höher entwickelten Regionen des Großhirns. Zudem zeigte sich, dass auch süße Düfte und lustige Filme Menschen weniger schmerzempfindlicher machen.

..., dass ein sich selbst desinfizierendes Stethoskop erfunden wurde?

Beim Abhören von Patienten in Arztpraxen und Krankenhäusern können oft Keime an Stethoskopen zurückbleiben, die von Patient zu Patient weitegetragen werden. Für dieses Problem hat in diesem Jahr die 16-jährige Schülerin Rieke-Marie Hackbarth eine Lösung erfunden: Das sich selbst desinfizierende Stethoskop. Sie entwickelte eine elektronische Reinigungstechnik, mit der Desinfektionsmittel als feiner Nebel auf die Stethoskopmembran gesprüht wird. Das Gerät hat die Schülerin bereits patentieren lassen und zahlreiche Auszeichnungen gewonnen, darunter auch den Wettbewerb „Jugend Forscht“.

..., dass jeder Deutsche am Tag rund 4.000 Liter Wasser verbraucht?

J. A. Allan vom King’s College in London hat den Begriff „virtuelles Wasser“ erfunden, um den direkten und indirekten Wasserverbrauch eines Menschen, den man auch als „Wasser-Fußabdruck“ bezeichnen kann, zu bestimmen. Dabei werden nicht nur die Liter Wasser berücksichtigt, die man am Tag durch Trinken, Duschen, die Toilette oder die Spülmaschine verbraucht, sondern auch der indirekte Wasserverbrauch. Wenn man beispielsweise eine Tomate isst, dann hat man in dem Moment nicht nur ein paar Milliliter Wasser zu sich genommen, sondern insgesamt rund 13 Liter: Denn damit eine Tomate richtig wachsen und reifen kann, benötigt sie große Mengen an Wasser. Das Gleiche gilt auch für alle anderen Gemüse- und Obstsorten, die angebaut werden. Besonders hoch ist der Wasserverbrauch bei der Produktion von Fleisch: Rinder und Schweine trinken nicht nur viel, sondern fressen auch unter anderem Gras, das zusätzlich bewässert werden muss. So kommen auf ein Kilogramm Steak 14.000 Liter Wasser. Laut der UNESCO benötigt sogar die Produktion von einem DIN A4 Blatt zehn Liter Wasser, die eines Baumwoll-T-Shirts rund 2.000.

..., dass Fett an Oberschenkeln, dem Gesäß und der Hüfte sogar gut für den Körper sind?

Wissenschaftler um Konstantinos Manolopoulos von der Universität Oxford haben durch mehrere große Populationsstudien herausgefunden, dass Fett im unteren Körperbereich, also an Beinen, Gesäß und Hüfte, einen positiven Effekt auf den Körper und die Gesundheit hat. Aufgrund von Untersuchungen verschiedener Blutwerte kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass Fettansammlungen in eben diesen Bereichen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes schützen können. Zudem fangen diese die schädlichen Fettsäuren aus dem Bauchfett auf und hindern diese an der Verteilung im Körper. Dadurch verbessern sich nicht nur Blutwerte, auch Blutgefäßverkalkungen und -versteifung treten seltener auf. Weitere positive Nebeneffekte: die Produktion von nützlichen Hormonen, Schutz der Arterien sowie eine bessere Kontrolle des Blutzuckerspiegels.

..., dass Espressomaschinen Umweltchemikalien extrahieren können?

Dass Espressomaschinen Aromastoffe aus dem Kaffeepulver herausziehen können, war Forschern bisher klar. Nun fanden jedoch Francesc Esteve-Turrillas und seine Kollegen von der Universität Valencia heraus, dass sich auch Chemikalien aus anderen Proben mithilfe von Espressomaschinen extrahieren lassen. Besonders wichtig ist diese Entdeckung für das Extrahieren von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, die in der Umwelt zu finden sind und als krebserregend gelten. Bisher wurden zwar einige Methoden gefunden, um diese aus Bodenproben zu extrahieren, diese sind jedoch entweder sehr kostspielig oder dauern rund 16 Stunden. In ihrem Experiment stellten die Forscher fest, dass die Espressomaschine nach nur elf Sekunden die erhoffte Schadstofflösung herauszog, sogar bis zu 100 Prozent. Zukünftig wollen die Forscher untersuchen, ob sich das labortaugliche Gerät auch für das Extrahieren von beispielweise Pestiziden oder Arzneistoffen eignet.

..., dass es Sterne gibt, die um einiges größer sind als die Sonne?

Der bisher größte Stern, der Forschern bekannt ist, heißt UY Scuti. Derzeit wird geschätzt, dass er rund 1700-mal größer als die Sonne ist, genaue Werte liegen aber noch nicht vor. Sicher weiß man jedoch, dass ein oder mehrere Sterne existieren, die 1500-mal so groß sind wie die Sonne. Selbst der Polarstern ist 37-mal größer als die Sonne. Im Vergleich zu diesen Riesen im Universum scheint die Erde wirklich klein zu sein, wenn man bedenkt, dass der Umfang der Sonne das 110-fache des Umfangs der Erde beträgt. Damit würden mehr als eine Million Erdkugeln in die Sonne passen. Größe, Helligkeit und Gewicht eines Sterns sind jedoch abhängig von zahlreichen Faktoren der astrophysikalischen Vorgänge in seinem Inneren.

..., dass ein Kunstherz in einem 3D-Drucker hergestellt wurde?

Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich entwickelten ein Kunstherz aus Silikon, welches sehr nah an das echte Menschenherz ran kommt. Das Silikonherz aus dem 3D-Drucker schlägt und pumpt wie ein normales Herz. Es wiegt 390 Gramm und hat ein Volumen von 679 Kubikzentimetern, wie ein echtes Herz besitzt es eine rechte und linke Herzhälfte, die durch eine zusätzliche Kammer getrennt werden. Die ersten Tests des Kunstherzes sind gut gelaufen, allerdings hält es nur ca. 3.000 Schläge durch, danach reißt das Material. Verbessert man allerdings die Reißfestigkeit, könnte die Entwicklung weiter voranschreiten und im medizinischen Bereich einen Meilenstein setzen.

..., dass die Nacht hell erleuchtet werden kann?

Auch ohne künstliches Licht, ist der Nachthimmel manchmal in einem diffusen Licht getränkt, dass liegt an einem Phänomen Namens „Airglow“. Bei diesem Phänomen spaltet sich in der höheren Atmosphärenschicht molekularer Sauerstoff durch die Sonnenkraft in einzelne Sauerstoffatome. Setzen sich diese Atome wieder zusammen, wird Energie freigesetzt, die als grünes Licht sichtbar wird. Durch Strömungswellen in der Atmosphärenschicht, konzentrieren sich die Sauerstoffatome an einem Ort und werden als leuchtendes Band am Himmel sichtbar. Allerdings sind solche Lichter nur selten zusehen, da die Luftverschmutzung in der Atmosphäre so hoch ist, dass sie einfach überdeckt werden.

..., dass Schlafmangel unsere Synapsen im Gehirn zerstört?

Neue US-amerikanische Forschungsstudien zeigen, dass zu wenig Schlaf schwere gesundheitliche Folgen haben kann. So steigt beispielsweise bei Risikopatienten, die unter Bluthochdruck, Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, dass Herzinfarktrisiko auf das Doppelte. Zu wenig Schlaf heißt unter sechs Stunden. Ein Experiment mit Mäusen zeigte, dass Schlafmangel außerdem auch die Synapsen im Gehirn zerstört, denn im Schlaf schrumpfen die Synapsen und verlieren Teile ihrer Proteine. Das ist gut, denn es schafft Platz für das Wachstum am nächsten Tag. Wenn wir zu wenig schlafen, bleibt dieser Prozess aus und führt dazu, dass die Synapsen zerstört werden. Diese Schäden können langfristig wirken und auf die Dauer könnte Schlafmangel ein Auslöser für Demenzerkrankungen sein.

..., dass unser Geruchssinn die Kontrolle über unser Körpergewicht beeinflusst?

Wie gut der Geruchssinn ist, hängt auch davon ab, ob wir gerade hungrig oder satt sind. Ein Forscherteam hat anhand von Mäusen herausgefunden, dass der Geruchssinn das Körpergewicht beeinflusst, denn der Verlust des Riechvermögens führt bei Mäusen zu einem verstärkten Fettabbau. Denn selbst bei fettreicher Nahrung blieben die Tiere schlank, sie setzen stattdessen vermehrt Energie in Form von Wärme frei und bauten dabei Fettdepots ab. Die Geruchssignale regulieren das Körpergewicht, indem sie beeinflussen, wie viel Körperfett gespeichert oder abgebaut wird. Denn bei den Tieren, deren Geruchssinn künstlich verbessert wurde, sah man, dass sie schneller zur Fettleibigkeit neigten als die anderen Tiere. Ob dieser Effekt allerdings bei Menschen genauso ist, ist noch unklar.

..., dass eine Sonnenbrille erfunden wurde, die Strom erzeugt?

Forscher aus Karlsruhe haben organische Solarzellen entwickelt, die so klein sind, dass sie sogar in einer Sonnenbrille verbaut werden können. Die Solarzellen basieren auf Kohlenwasserstoff-Verbindungen und sind somit flexibler und leichter, als jede Solarzelle zuvor. Die Zellen befinden sich zwischen zwei Glasschichten der Sonnenbrille; die dazugehörige Elektronik befindet sich im Bügel, dort wird die Energie gemessen und verteilt. Sogar unter Raumbeleuchtungen funktionieren die organischen Solarzellen und liefern noch bis zu 200 Mikrowatt Leistung, womit laut Forschern beispielsweise ein Hörgerät oder Schrittzähler versorgt werden kann. Die organischen Zellen können transparent sein oder in verschiedenen Farben hergestellt werden.

..., dass zuckerhaltige Getränke den Hunger anregen?

Bei einer Studie des US Department of Agriculture bekamen Probanden zwei Mahlzeiten, zu denen einmal ein zuckerhaltiges Getränk serviert wurde und einmal nicht. Es zeigte sich, dass die Probanden nach der Mahlzeit mit der Limonade früher wieder Hunger verspürten als nach der Mahlzeit, zu der sie Wasser zu trinken bekamen. Außerdem stellten die Forscher fest, dass süße Getränke den Fettabbau hemmten und die Fettverbrennung um rund acht Prozent verringerten. Das ist zusätzlich ein Beleg dafür, dass zuckerhaltige Getränke die Fettansammlung und die Anfälligkeit für Übergewicht verstärken.

..., dass Stress uneigennütziger macht?

In einem Experiment haben Forscher der Universität Regensburg festgestellt, dass gestresste Menschen im Alltag oft selbstloser handeln als nichtgestresste. Sie haben festgestellt, dass wir unter Stress eher bereit dafür sind Nachteile in Kauf zu nehmen, um anderen zu helfen. Warum das allerdings so ist, ist noch unklar. Überforderung, Zeitdruck und ständige Informations-Überflutung sorgen dafür, dass Menschen kaum mehr zur Ruhe kommen und dadurch vergesslicher werden und die Sinneswahrnehmung beeinträchtigt wird. Allerdings kann akuter Stress auch positive Effekte haben, denn die Neigung zu selbstlosem, hilfsbereitem Verhalten wird gestärkt. Die Probanden, die während des Experiments unter Stress standen, hatten durch selbstlose Entscheidungen eine bessere Stimmung und erlebten mehr positive Emotionen als nichtgestresste Teilnehmer.

..., dass der weltweit erste Aufzüge ohne Seiltechnik in Deutschland steht?

Eine neue Ära wird von Thyssen-Krupp aufgestellt, der weltweit erste Aufzug ohne Seile. Mit Hilfe der Magnetbahntechnik fahren die Aufzüge bei der Präsentation im baden-württembergischen Rottweil nicht nur aufwärts sondern auch seitwärts. Der klassische Aufzug verliert dadurch wohlmöglich seine Monopolstellung, denn das neu entwickelte Konzept bietet eine noch nie da gewesene Flexibilität. Viele Kabinen können unabhängig voneinander vertikal und horizontal in einem Gebäude unterwegs sein und ein spezielles mehrstufiges Bremssystem sorgt für einen besonderen Schutz der Aufzüge. Durch die revolutionäre Aufzugtechnik eröffnen sich gleichzeitig völlig neue architektonische Möglichkeiten. Im East Side Tower, einem neuen Hochhaus in Berlin, wir der erste seillose Aufzug in Betrieb genommen.

..., dass Urin auf dem größten Festival Europas für Strom sorgte?

Die in England entwickelte Technologie „Pee Power“ wurde beim diesjährigen Glastonbury Festival mit über 170.000 Besuchern erstmals in einem Großeinsatz getestet. Spezielle Brennstoffzellen in den Toilettenanlagen wandeln mithilfe von Mikroorgansimen die organischen Substanzen des menschlichen Urins in Energie um. Diese Verfahren existiert zwar schon seit 2013, durch Weiterentwicklung dieser Technik ist sie jetzt aber auch für Großeinsätze geeignet. Tausend Liter Urin, die täglich von den Festival-Besuchern geliefert werden, erleuchten Displays und laden Akkus auf. Die Einsatzmöglichkeiten sind allerdings riesig und könnten in der Dritten Welt viel bewirken. Ein weiteres Großprojekt für die Urin-Verstromung soll in Kürze in Uganda vorgestellt werden.

..., dass Finnland sämtliche Schulfächer abschaffen möchte?

Das wäre eine echte Revolution. Statt Frontalunterricht in traditionalen Einzelfächern mit Auswendiglernen will Finnland in den nächsten vier Jahren Bildung in themenbezogenen Projekten vermitteln. Die Schüler sollen sich das Wissen selbst aneignen und sich dem Unterrichtsstoff auf unterschiedliche Weise nähern. So kann aus einem klassischen Geschichtsthema gleichzeitig ein Mathematik-, Wirtschafts- oder Erdkundethema werden. Auf diese Weise möchte Finnland den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht werden. Eine längere Übergangsfrist führt vorerst Schüler ab 16 Jahren an das neue System heran, jedoch sollen auch die Jüngeren im Laufe der Zeit an das selbstständige Lernen gewöhnt werden. Da die Lehrer zukünftig fachübergreifend arbeiten müssen, wurden sie entsprechend geschult. Auch in Deutschland experimentieren bereits viele Schulen in diese Richtung und verstärken seit Jahren die Projektarbeit.

..., dass Bakterien die Titanic auffressen?

Und das scheinbar schneller als gedacht. Bereits in einigen Jahren könnte von den Überresten des berühmten Schiffs nichts mehr übrig sein. Grund hierfür sind Bakterien, die sich von Elektronen im Eisen ernähren und so die Verrostung des Rumpfes beschleunigen. Das Wrack liegt in 3,8 Kilometer Tiefe bei einer Wassertemperatur von vier Grad im Atlantik. Forscher, die die Mikroben bereits vor einigen Jahren entdeckten, gingen davon aus, die Bakterien würden warmes Wasser bevorzugen und das Schiff sei so geschützt. Doch offenbar verhalten sich die Mikroorgansimen anders als gedacht. Die Bakterien verursachen Lochfraß, der das Wrack instabil werden lässt, bis es schließlich irgendwann in sich zusammen fällt. Allerdings dürfte der Zerfall des unteren Teils des Schiffes noch lange andauern, denn dieser besteht aus sehr dickem Material, durch das sich die Bakterien nicht so leicht durchfressen können. Die Meeresbiologen des Alfred-Wegener-Instituts warnen jedoch, dass der Eisenfraß auch moderne Unterwasserbauten wie Öl- und Gaspiplines bedrohe.

..., dass momentan die größte je in Deutschland geschwommene Freiwasser-Schwimmstaffel stattfindet?

Unter dem Motto „Das Meer beginnt hier“ durchschwimmen rund 250 Amateursportler nacheinander den deutschen Teil der Elbe. Die mit 575 Kilometern längste Freiwasser-Schwimmstaffel Deutschlands ist Teil des Wissenschaftsjahres 2016/17. Begleitet wird die Staffel von drei Booten sowie mehreren Forschern, die  unter anderem das Hochwasserrisiko und die Wasserqualität untersuchen. Dass man überhaupt wieder in der Elbe schwimmen kann, ist keine Selbstverständlichkeit.  Ende der 80er Jahre galt die Elbe als reinste Giftsuppe. Damalige EG-Grenzwerte wurden beispielsweise bei Quecksilber um das 250-fache überschritten. Mittlerweile hat sich der Fluss einigermaßen erholt, so dass seltene Fischarten und Wasservögel wieder heimisch geworden sind.

..., dass Kohlensäure im Wasser angeblich dick macht?

Besser gesagt soll Kohlensäure das Hungergefühl anregen. Laut einer Studie, sorgt das CO2 für eine Weitung des Magens und einen daraus resultierenden Druck auf Zellen, die das Hormon Ghrelin ausschütten.  Dieses Hormon regt das Hungergefühl an, und ist neben vielen anderen Hormonen verantwortlich für die Appetitregulation.  Ghrelin sorgt allerdings nicht nur für ein gesteigertes Hungergefühl, sondern sorgt auch dafür, dass wir uns wohl und glücklich fühlen.

..., dass es einen Sonnenschutz gibt, der bis zu vier Monate hält?

Forscher aus Spanien haben einen UV-Filter entdeckt, den Algen zum Schutz vor Sonneneinstrahlung nutzen und den Lichtschutzfaktor von kommerziellen Sonnenschutzmitteln erheblich verbessern.  Organismen, die an Orten mit starker ultravioletter Strahlung leben, synthetisieren ihren eigenen Sonnenschutz. Ergebnisse einiger Forschungen zeigten, dass die neue Schutzsubstanz  nicht nur äußerst stabil ist, sondern den Lichtschutzfaktor einer herkömmlichen Sonnencreme von 30 auf 73 steigen ließ. Sie legten eine Probe  der neuen Creme vier Monate lang auf das Dach des Forschungszentrums und stellten fest, dass  trotz der starken Strahlung der spanischen Sommersonne keine Zersetzung der Probe statt fand. Bis die Creme auf dem Markt ist dauert es allerdings noch, denn es müssen erst alle toxikologischen Untersuchungen stattfinden um festzustellen, dass sie auch nicht gesundheitsschädigend ist.

..., dass Flamingos ihren Einbeinstand ganz ohne Muskelkraft ausüben?

Zwei amerikanische Biomechaniker gingen dem neuromechanischen Rätsel auf den Grund, wie es schlafende und gar tote Flamingos schaffen, stundenlang die einbeinige Balance zu halten. Die Kernthese ihrer Forschung besagt, dass die Vögel über einen speziellen Arretiermechanismus verfügen, der ihnen den Einbeinstand – im Gegensatz zum zweibeinigen Stehen – ganz ohne Muskelaktivität ermöglicht. Die spezielle Anatomie des Flamingos führt dazu, dass sich das stehende Bein nach innen neigt um den Körperschwerpunkt auf den Fuß zu legen sobald das andere angehoben wird. Das Einrasten der verschiedenen Beingelenke in eine Gleichgewichtslage hält den Vogel stabil. Sie stehen auf einem Bein also wesentlich besser als auf zweien.

..., dass es ein schwimmendes Fitnessstudio gibt, das Energie erzeugt?

Das sogenannte Trimm-dich-Boot ist ein aktuelles Projekt aus Paris. Ein 20 Meter langes Fitnessboot fährt über die Seine und bietet Platz für 45 Personen auf Fahrrädern oder Crosstrainern. Die Sportler produzieren einen Teil des Stroms, der das Boot antreibt und die Fitnessgeräte mit Energie versorgt, selbst. Die fehlende Energie sollen Photovoltaik-Paneele erzeugen und in Batterien zwischenspeichern. Transparente Anzeigen informieren die Sportler über die generierte Strommenge und geben Auskunft über den Zustand der Seine und allgemeine Umweltdaten. Drüber hinaus sorgt ein Panoramadach für einen tollen Ausblick auf die Pariser Kulisse.

..., dass der Sauer-Sensor unserer Zunge auch den neutralen Reiz von Wasser wahrnimmt?

Forscher fanden heraus, dass der Sauer-Sensor auf unserer Zunge die Funktion des Wasser-Detektors übernimmt und wir Wasser schmecken können. Bisher war immer unklar, wie wir den neutralen Geschmack von Wasser überhaupt erkennen, da die bekannten Sensoren lediglich zwischen süß, salzig, sauer, bitter und umami, dem typischen Proteingeschmack von Fleisch, unterscheiden können. Die Forscher identifizierten zunächst die Nervensignale, die beim Wassertrinken erzeugt werden und blockierten anschließend nacheinander die einzelnen Geschmackssensoren. Erst bei der Blockade des Sauer-Sensors verschwand das Nervensignal und es kam zu einem völligen Verlust der Wasserreaktion. Die für das Saure zuständigen Geschmacksknospen besitzen eine Doppelfunktion. Möglich wird dies, weil das Wasser den Speichel verdünnt und der Ionengehalt der Mundflüssigkeit dadurch verändert und der Sauer-Sensor aktiviert wird.

..., dass der Klimawandel unseren Schlaf beeinträchtigt?

Eine Studie aus den USA belegt, dass neben Stress, Lichtverschmutzung und Lärm auch der Klimawandel vermehrt unseren Schlaf beeinflusst. Daten von 765.000 Bürgern, die an einer neunjährigen Gesundheitsstudie teilnahmen, wurden mit den Temperaturdaten in dieser Zeit verglichen und zeigten einen deutlichen Zusammenhang zwischen untypischen warmen Nächten und unruhigem Schlaf. Schon ein Grad über den Normalwerten führte zu drei durchwachten Nächten pro 100 Personen und Monat mehr. Das Forscherteam sagt, dass durch den Klimawandel die Anzahl an Nächten mit anormal hohen Temperaturen steigen und die Anzahl der schlaflosen Nächte sich häufen werden.

..., dass der Wind Musik transportieren kann?

Ein Schall-Phänomen führt dazu, dass man z.B. die Musik eines Straßenmusikanten plötzlich wieder hört, auch wenn man schon lange an ihm vorbei gegangen ist. Möglich machen dies Windstöße, die den Schall der Musik transportieren können. Schallwellen breiten sich nämlich nicht nur ringförming in ihrem Trägermedium aus, sondern wandern auch mit ihm, wenn es sich bewegt. Sichtbar wird dieser Effekt, wenn man einen Stein in einen Fluss wirft. Die Wellenringe breiten sich im Trägermedium kreisförmig aus, werden aber auch gleichzeitig vom fließenden Wasser weiter getragen. Strömende Luft ist das Medium des Schalls, sie trägt den Gesang des Musikers mit sich und so können wir auch auf weite Entfernung teilweise noch einmal ein paar Musikfetzen zu hören bekommen.

..., dass das erste Nano-Autorennen der Welt stattfand?

Schauplatz des Rennens war Toulouse. Vier Molekular-Maschinen, die aus maximal 100 Atomen bestanden, traten gegeneinander an. Als Rennstrecke diente eine 100 Nanometer lange Goldoberfläche, die zwei kleine Kurven und Erhebungen hatte. Die Motoren der winzigen Fahrzeuge nutzten die elektrischen Impulse der Sonden eines Rastertunnelmikroskops und übersetzten sie in atomare Bewegung. Damit das allerdings alles funktioniert, musste die Rennstrecke auf unfassbare -269 °C abgekühlt werden.

..., dass es einen künstlichen Stern gibt, dessen Licht 10.000-mal stärker als das der Sonne ist?

Das Technologiezentrum Jülich forscht seit einiger Zeit an einem Projekt, mit dem sie umweltfreundlich Flugzeugtreibstoff herstellen wollen. Synlight, die größte künstliche Sonne der Welt hat mit ihren rund 150 Xenon Hochleistungslampen eine 10.000-mal intensivere Strahlung als normales Sonnenlicht. Bis zu 3500 Grad können sie heiß werden und bringen eine Strahlungsleistung von bis zu 380 Kilowatt. Die Lampen sind wie die Waben eines Bienenstocks angeordnet und messen eine Höhe von 15 Metern. Nur eines dieser 7-Kilowatt-Strahler mit einem Durchmesser von einem Meter würde ausreichen, um den Projektor eines Großkinos zu betreiben. Selbst das von den Wänden reflektierende Licht ist so kraftvoll, dass Forscher Abstand halten müssen. Das Licht der künstlichen Sonne soll unter anderem die Luftfahrt umweltfreundlicher machen.

..., dass aus Altglas langlebige Batterien hergestellt werden können?

Denn Glas ist nichts anderes, als Siliziumdioxid, welches theoretisch direkt in der Batterieproduktion eingesetzt werden könnte. Labortests ergaben, dass Knopfzellen mit den aus Altglas produzierten Nanosilizium-Anoden deutlich leistungsstärker als normale Batterien sind. Diese Batterien können bis zu vier Mal so viel Energie speichern als konventionelle Batterien, laden außerdem schneller und sind stabiler. Der größte Vorteil allerdings ist, dass sowohl die Material- als auch Herstellungskosten besonders gering sind. Eine Glasflasche reicht für hunderte Nanosilizium-Elektroden aus.

..., dass Heizungen und Klimaanlagen vielleicht in Zukunft überflüssig werden?

Weltweit suchen Forscher nach Methoden Gebäude energiesparender und umweltschonender zu klimatisieren. An der Universität Jena wurde nun eine neue Variante intelligenter Fassaden und Fenster entwickelt, die Heizungen und Klimaanlagen überflüssig machen könnten. Glasmodule, in deren Inneren winzige parallellaufende Kanäle mit zirkulierender Flüssigkeit integriert sind, regulieren die Raumtemperatur von selbst.  Die transparente Speicherflüssigkeit auf Wasserbasis dient als Puffer- und Speichermedium für Wärme. Sobald Sonne auf das Glas trifft, erwärmt sich die aus einem kühleren Reservoir hindurchströmende Flüssigkeit und leitet die Wärme ab, somit bleibt es hinter den Fenstern und Fassade angenehm kühl. Im Winter strömt die Flüssigkeit aus dem Gebäudeinneren (oder aus einer Wärmepumpe) durch die Glasmodule und sorgt für behagliche Wärme. Temperaturschwankungen werden auf diese Weise in wenigen Minuten ausgeglichen. Die Module können sowohl als Fensterverglasung als auch direkt in Gebäudefassaden eingesetzt werden.

..., dass ein neuer Brandschutz für Akkus entwickelt wurde?

Forscher haben ein neues Batteriebauteil entwickelt, das künftig Akkubrände verhindern soll. Dieses setzt bei Überhitzung des Akkus automatisch ein Flammschutzmittel frei. Das Bauteil ersetzt den herkömmlichen Separator, ist ebenfalls mikroporös, reagiert aber im Falle einer Überhitzung sofort und schüttet das gängige Flammschutzmittel Triphenylphosphat TPP aus. Eine Polymerschicht mit niedrigem Schmelzpunkt schirmt das TPP vom Elektrolyt ab. Wenn der Akku überhitzt, schmelzen die Fasern des Polymers und das eingekapselte TPP wird freigesetzt. In Tests wurde bewiesen, dass die Flammen innerhalb von 0,4 Sekunden gelöscht waren. Das neue Bauteil schränkt weder die Akkuleistung, noch den nötigen Ionenaustausch in dem Gerät ein.

..., dass Forscher eine „sehende Hand“ entwickelt haben?

Ein Forscherteam der Newcastle University arbeitet an einer intelligenten Alternative zur herkömmlichen Handprothese. Mit einer Kamera ausgestattet, soll die Prothese die aufgenommenen Bilder mit Hilfe künstlicher Intelligenz analysieren und die richtige Greifposition einnehmen. Durch Deep Learning ermittelt die Kamera auch bei unbekannten Objekten den jeweils passenden Griff. Benutzer von herkömmlichen Prothesen können bislang nur einfache Kommandos durch elektrische Aktivität der Muskeln an die Kunsthand weitergeben. Die „sehende Hand“ hingegen soll, ähnlich wie beim intuitiven Griff der menschlichen Hand, das Greifen schneller und mit weniger Konzentration ermöglichen. Bei ersten Tests erlangte der Prototyp eine Quote von bis zu 90 Prozent korrekter Greifbewegungen.

..., dass Raupen Plastikmüll fressen?

Polyethylen ist nicht nur der am häufigsten verwendetet Kunststoff für Plastiktüten und Lebensmittelverpackungen, sondern eine extreme Belastung für die Umwelt. Eine zufällige Entdeckung zeigte nun, dass Polyethylen auch die Leibspeise der Wachsmotte-Larven ist. Diese ernähren sich normalerweise von Wachs aus Bienenstöcken, das aus Polymer besteht und der chemischen Struktur von Polyethylen nicht unähnlich ist. Der Forscher Bertocchini entnahm einem befallenen Bienenstock die Raupen und verwahrte sie in einem Plastikbeutel, der schon nach kurzer Zeit zahlreiche Fraßlöcher aufwies. Dies war der Beginn seines Forschungsprojektes zur Entwicklung neuer Verfahren zur Entsorgung von Plastikmüll. Durch den Raupenextrakt wird das Polyethylen chemisch gespalten und als Abbauprodukt Ethylenglykol freigesetzt. Der Reaktionsmechanismus soll nun erforscht werden um den biochemischen Prozess des Plastikabbaus aufzuklären und für biotechnologische Verfahren nutzen zu können.

..., dass Trinkwasser aus trockener Wüstenluft gefiltert werden kann?

Rund 13.000 Kubikkilometer Wasser befinden sich in unserer Atmosphäre, wovon nur ca. 2 Prozent in Wolken und Nebel konzentriert sind. Die Luftfeuchtigkeit ist somit eine signifikante Trinkwasserquelle, die im Prinzip überall angezapft werden kann. Kalifornische Wissenschaftler entwickelten daher einen Werkstoff aus metallorganischen Substanzen (MOF), mit dem sie einen porösen Kupferschaum beschichteten und der selbst bei einer Luftfeuchte unter 20 % Trinkwasser sammeln kann. Nanometer kleine Poren fangen das Wasser ein und konzentrieren es. Die Wärme der Sonneneinstrahlung lässt das gesammelte Wasser an den Kühlrippen des Wasserkollektors kondensieren und so in wenigen Stunden etwa ¼ Liter Wasser pro Kilogramm MOF-Substanz „abzapfen“. Modellberechnungen zufolge können so ca. 0,5 Liter Wasser pro Quadratmeter Kollektorfläche gesammelt werden. Da sich die MOF-Werkstoffe für den Wasserkollektor günstig produzieren lassen und dieser außer Sonneneinstrahlung keine weitere Energieversorgung braucht, könnten schon bald größere Pilotanlagen zum Einsatz kommen.

..., dass ein Marsch die geistige Fitness fördern kann?

Dass Sport nicht nur gut für die körperliche sondern auch für die geistige Fitness, wissen wir bereits. US-Forscher fanden nun heraus, warum das so ist: die regelmäßigen Erschütterungen, die bereits beim langsamen Gehen entstehen, lösen Druckwellen aus, welche die Blutgefäße stoßweise durchlüften. Da die Hirndurchblutung von zyklischer Druckänderung in der Aorta abhängt, wirken sich die durch Erschütterung entstehenden Druckwellen positiv auf den Blutfluss im Gehirn aus. Strammes Gehen oder Joggen verstärken diese Wellen in den Arterien und verbessern die Blutversorgung.

..., dass man die Fingerabdrucksicherung deines Handys leichter knacken kann als man dachte?

Der Grund dafür ist, dass das System fehleranfälliger ist als man annahm, denn bei dem Scan werden nur Teilabdrücke deines Fingers genommen. Forscher haben in einigen Tests einen MasterPrint erstellt, der in 65 % der Fälle die Sicherungsfunktion überlisten konnte. Der MasterPrint stimmte mit den anderen Teilabdrücken möglichst oft überein, stellte man ihn jedoch in den Vergleich mit vollständigen Abdrücken, stimmte er nur mit 0,1 % überein. Je mehr Abdrücke hinterlegt sind, desto fälschungsanfälliger ist das System.

..., dass laut einer Eiszeit-Studie Mammuts an nassen Füssen starben?

Nicht nur das Vordringen des Menschen, sondern auch ein erheblicher Klimawandel war ein entscheidender Faktor. Genau genommen soll das Schmelzwasser am Ende der letzten Eiszeit verantwortlich für das Aussterben gewesen sein, da es den Boden zu einem Schwamm machte. Durch die ständige Gletscherschmelze verwandelte sich die Tundra in riesige Gebiete von Sümpfen und Torfmooren. Für die tonnenschweren Pflanzenfresser wurden diese Gebiete nicht nur wertlos, sondern sogar gefährlich. Auch die tauglichen Biotope für leichtere Huftiere wurden stark verkleinert. Der Rückgang der Population der Weidetiere zog auch das Aussterben der größeren Raubtiere nach sich.

..., dass es bald schon das 5G-Netz geben soll?

Ab 2020 soll weltweit das 5G-Netz eingeführt werden, es bietet eine hundertmal höhere Datenrate, bei tausendfach höherer Kapazität und niedrigem Energieverbrauch. Das Netz ermöglicht es, Daten mit einer Geschwindigkeit von einem Gigabit pro Sekunde herunter zu laden. In den USA sollen in 11 Regionen bereits in 2017 die ersten Testnetze eingeführt werden. Und auch in Deutschland soll es bald die erste Teststadt geben. 2020 soll das Netz dann überall eingeführt werden.

..., dass es einen Thermodrucker gibt?

Dieser Drucker arbeitet mit Hitze und begegnet uns im Alltag öfter als wir denken. Beispielsweise als Kassen-, Barcode- oder Ticketautomaten. Der Druckkopf ist mit verschiedenen Heizelementen ausgestattet, welche die Farbelemente frei setzen. Entweder sitzen diese Farbelemente direkt auf dem Papier oder auf einem Farbband, welches über das Papier bewegt wird. Für diesen Drucker benötigt man ein Spezialpapier mit einer extra Schutzschicht, denn gewöhnliches Papier würde bei dieser enormen Hitze verbrennen. Der Nachteil an dem Spezialpapier ist, dass es enorm teuer ist und für einen normalen Haushalt kaum in Frage kommt. Ein Vorteil allerdings ist es, dass der Drucker in seiner Herstellung sehr billig und langlebig ist.

..., dass es einen Hotel-Roboter gibt, der die Gäste begrüßt und ihnen hilft?

Die Technologien der Künstlichen Intelligenz treten immer mehr in unserem Alltag auf, beispielsweise der digitale Assistent Siri. Immer mehr Systeme werden entwickelt, welche die Buchhaltung einer Firma erledigen, die Logistik des Warenverkehrs steuern oder bei Versicherungen über Zahlungen entscheiden. Auch heute schon, treten wir immer häufiger mit der Künstlichen Intelligenz in Berührung, mit Chat-Bots im Internet, die als Kundendienst dienen, aber auch als Roboter-Concierges in Hotels oder Geschäften. Der Roboter-Concierge „Connie“ in der Hotelkette „Hilton“ begrüßt die Gäste, gibt ihnen Tipps für den Aufenthalt und weiß Bescheid über Land und Leute. Die umfangreiche Wissensdatenbank macht es möglich, Zusammenhänge zu verstehen und entsprechende Reaktionen auf Fragen und Ereignisse zu formulieren.

..., dass es vielleicht bald eine Sonnencreme geben wird, die den ganzen Tag hält?

Forscher wollen das bisherige Problem, dass nämlich die Schutzmoleküle der Sonnencreme im Laufe des Tages zerstört werden, beheben. Dafür haben sie die Sonnencreme in ihre Bestandteile zerlegt und einzelne Moleküle unter künstlicher Sonneneinstrahlung beobachtet. In weiteren Tests soll herausgefunden werden, welche Moleküle sich am besten für den Schutz eignen. Diese werden dann so optimiert, dass sie den gesamten Tag halten.

..., dass es bald Drohnen geben könnte, die Blumen bestäuben?

Da die Bestände von Bienen weltweit schrumpfen und die Bestäubungsleistung sinkt, setzen Forscher alles daran, einen vernünftigen Ersatz zu finden. Sie haben deshalb eine Mini-Drohne entwickelt, die durch ein raffiniertes Haftverfahren Pollen von Blüte zu Blüte transportiert. Die Drohne ist nur etwa vier cm groß und wird durch vier Propeller angetrieben. Damit die Pollen an der Drohne haften, wurde sie mit einem speziellen ionischen Gel versehen, dass mittels elektrostatischer Effekte die Pollen aufnehmen und wieder abgeben kann. Die Entwicklung ist noch ausbaufähig. Durch künstliche Intelligenz sollen Drohnen zukünftig noch verbessert werden, so dass sie ihren eigenen Bestäubungsweg abfliegen könnten. Allerdings sollten wir erst einmal alles daran setzen, Bienen und anderen Insekten das Überleben zu sichern.

..., dass Gehirnjogging-Spiele die Gedächtnisleistung nicht wie angenommen steigern?

Nach Aussagen der Anbieter von Gehirnjogging-Apps sollen diese Spiele unser Gedächtnis und die allgemeine Gehirnleistung verbessern. Eine neue Studie aus Florida widerlegt diese These nun und stellt fest, dass Gehirnjogging keinen nachweisbaren Effekt auf die Gedächtnisleitung hat. Die Forscher ließen eine Testgruppe Gehirnjogging-Spiele spielen und eine andere normale Kreuzwort- oder Zahlenrätsel lösen. Bei allen Probanden war somit das Arbeitsgedächtnis gefordert. Allerdings hatte das trainierte Arbeitsgedächtnis keinerlei messbare Auswirkung auf die allgemeine Gedächtnisleistung. Wer seine geistigen Fähigkeiten verbessern möchte, sollte lieber Aerobic-Stunden nehmen. Diese haben nämlich einen nachgewiesen positiven Effekt auf unser Gehirn.

..., dass glattes Haar fast doppelt so viele Knoten bildet als lockiges?

Als Knoten gelten Verflechtungen, an denen ein Kamm hängen bleibt. Anhand eines haarigen Experiments erklärte ein Forscher dieses Paradoxon in einem mathematisch-geometrischen Modell. Zunächst bat der Forscher Frisöre die Knoten in den Haaren ihrer Kunden zu zählen und entwickelte anschließend ein geometrisches Modell mit den Ergebnissen der Zählungen. Das überraschende Resultat, dass glattes Haar fast doppelt so viele Knoten aufwies als lockiges, erklärte der Forscher an dem flacheren Winkel, in dem glattes Haar einander kreuzt. Dadurch verhaken sich die Schuppen leichter und es entstehen Knoten.

..., dass Computerprogramme, die anhand von Text-Datensätzen sprechen lernen, Vorurteile übernehmen?

Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch, wie Siege bei bekannten Spielen wie Poker oder Go belegen. Allerdings sind Computerprogramme nur so neutral wie das Material, mit dem sie trainiert werden. Ein aus der Psychologie bekannter Assoziationstest offenbarte nun, dass Computerprogramme, die anhand von Text-Datensätzen Sprache lernen, sämtliche darin enthaltenen Stereotypen übernehmen und so rassistische Vorurteile oder Geschlechter-Klischees zeigen. Wissenschaftler überlegen nun, wie man diese „Verzerrungen“ aus den Datensätzen entfernen kann.

..., dass das Anpiksen von Eiern diese beim Kochen nicht vor dem Kaputtgehen schützt?

Ostern ist zwar schon vorbei, aber der Mythos, dass Eier vor dem Kochen angepikst werden müssen, um nicht kaputt zu gehen, bleibt. Ein großes Eier-Koch-Experiment einer Wissenschaftssendung hat diese Annahme nun widerlegt. Von rund 3.000 Eiern gingen rund 10% kaputt, wenn sie angepikst waren, gegenüber lediglich 12% bei den nicht angepiksten Eiern. Diese Werte unterscheiden sich statistisch gesehen minimal. Gefärbte Eier aus Fabriken werden übrigens auch nicht angepikst.

..., dass Wissenschaftler einen Frosch entdeckten, dessen Schleim Grippeviren abtötet?

Im Hautsekret einer Froschart, die nur im Süden Indiens vorkommt, entdeckten Forscher eine Substanz, die Influenzaviren unschädlich machen kann. Das zumindest belegen Versuche mit Labormäusen, wobei nicht nur die Virenstämme erfolgreich ausgeschaltet wurden, sondern die Tiere auch vor tödlichen Varianten geschützt wurden. Die Forscher betonen jedoch, dass ihre Entdeckung noch weit davon entfernt ist als Grippeschutzmittel auf den Markt zu kommen, da noch zahlreiche Tests notwendig sind.

..., dass frühkindlicher Kontakt mit Hunden vor Allergien und Übergewicht schützen kann?

Hunde und andere Vierbeiner sorgen dafür, dass sich die Darmflora von Babys in den ersten Lebensmonaten verändert. Selbst im Mutterleib profitiert das Immunsystem von den pelzigen Familienmitgliedern. Es reichern sich Mikroben im Darm an, die Forschern zufolge mit einem geringeren Risiko zahlreicher Allergien und Übergewicht in Verbindung zu bringen sind. Für ihre Studie wurden 746 Kinder untersucht und deren Mütter vor und nach der Geburt begleitet. Zu vermuten ist, dass der gesundheitsfördernde Effekt vom Tier durch die Mutter auf das ungeborene Kind übertragen wird. Das Mikrobiom entwickelte sich nämlich auch dann sehr positiv, wenn der Hund oder die Katze kurz vor der Geburt abgegeben wurde.

..., dass Weltraumschrott die Raumfahrt eines Tages unmöglich machen könnte?

Auch wenn sie winzig klein sind, können sie massiven Schaden anrichten, da Weltraumschrott-Teile mit ca. 40.000 km/h im All unterwegs sind. Laut Simulation existieren momentan rund 150 Millionen Weltraumschrott-Partikel im Orbit. Davon sind 750.000 Trümmer zwischen einem und zehn Zentimeter groß und 18.000 Teile sogar über zehn Zentimeter. Im Sommer 2016 traf ein nur 5 Millimeter großer Trümmer den Erdbeobachtungssatelliten „Sentinel 1-A“ und verursachte eine 40 Zentimeter große Delle. Ab einer Größe von rund zehn Zentimetern kann ein Satellit zerstört werden. Laut Astrophysiker Donald J. Kessler könnte es in 100 Jahren bereits zu gefährlich sein, ins All zu fliegen. Forscher haben zwar schon einige Ideen den Schrott durch verschiedene Techniken einzusammeln, doch in die Tat wurden sie bislang nicht umgesetzt.

..., dass Rosen als Stromspeicher genutzt werden?

Eine Forschergruppe hat eine sogenannte Cyborg-Rose entwickelt, sie dient als elektrochemischer Kondensator. Dazu haben die Forscher eine normale Rose mit Hilfe eines Polymers umgewandelt. Die Pflanze saugt das leitfähige Polymer auf und bildet im Inneren ein verzweigtes Leitungsnetz. Im Stiel entsteht dabei von ganz alleine die Struktur für den elektrochemischen Kondensator. Die Rose kann mit ihrem Strom beispielsweise Sensoren antreiben, außerdem hat sie den Vorteil, dass man sie hunderte Male laden und entladen kann. Und die Forschung sieht in ihr großes Potenzial für die Zukunft als grüner Stromspeicher und als Stromlieferanten.

..., dass ein Computer erstmals einen Menschen im Poker besiegt hat?

Erstmals hat es eine künstliche Intelligenz geschafft, gegen einen Menschen im Pokerspiel Heads-Up No-Limit Texas Hold’em zu gewinnen. Dies ist so faszinierend, da es besondere Strategien benötigt, da die Karten nicht wie sonst offen, sondern verdeckt liegen. Die Maschinengehirne holen dank neuer Techniken und lernfähigen neuronalen Netzen enorm auf. Die neuen Maschinen sind außerdem dazu in der Lage, intuitiv zu handeln oder sogar zu „bluffen“, diese Fortschritte sind weitere Meilensteine für die künstliche Intelligenz.

..., dass es bald möglich sein kann Akkus binnen Minuten aufzuladen?

Grund dafür ist ein Stoff, das pseudokapazitative Material, das Wissenschaftler optimiert haben, um die Speicherkapazität zu erhöhen. Die sogenannte Pseudokapazität bietet einen verlockenden Ansatz für Schnellladeakkus. Die Wissenschaftler wollen die große Energiedichte von Batterien mit den kurzen Ladezeiten von Kondensatoren in einem Stromspeicher vereinen, so dass ein schnellerer und effizienterer neuer Stromspeicher entsteht. Die pseudokapazitativen Materialien sollen als Ersatz zu Schnellladeakkus bzw. normalen Stromspeichern dienen, und zukünftig u.a. die Elektromobilität optimieren.

..., dass das Ampelmännchen eine Geschlechtsumwandlung mitmachen soll?

In der australischen Stadt Melbourne startet das Projekt als Zeichen der Gleichberechtigung. Rund 8.000 Euro wurden investiert, um bei einigen Fußgängerampeln in der Innenstadt die Ampelmännchen gegen Ampelweibchen zu tauschen. Statt einer Hose tragen sie nun einen Rock. Diese Aktion wirbt für mehr Gleichberechtigung und wird – natürlich – auch kontrovers diskutiert.

..., dass eine Kamera entwickelt wurde um einen Lichtblitz zu fotografieren?

Um einen Lichtblitz in seinen einzelnen Teilen zu fotografieren, reichen die modernen Techniken nicht aus. Deshalb haben Forscher der Universität Washington eine Kamera entwickelt, die pro Sekunde 100 Milliarden Aufnahmen macht. Sie haben die Szene auf drei Arten gleichzeitig fotografiert um ein anschaubares Ergebnis zu bekommen. Diese Methoden zeigen großes Potenzial für die Zukunft, allerdings muss man sie erst einmal weiter testen.

..., dass das Himalaya-Königreich Bhutan erst 1999 als letztes Land der Welt das Fernsehen einführte?

Ein Auslöser für die Einführung des Fernsehens in das kleine und sehr traditionsbewusste Himalaya-Königreich war offenbar die Verstimmung vieler Bürger, ein Jahr zuvor die Fußball-Weltmeisterschaft (in Frankreich) nicht selbst am Fernsehen verfolgt haben zu können.

..., dass jeder Mensch das Potenzial zum „Superhirn“ hat?

Forscher fanden heraus, dass Menschen die sich besonders schnell und besonders viel merken können, kein größeres Gehirn haben. Sie haben lediglich manche Hirnareale stärker verknüpft als andere. Diese Verknüpfungen lassen sich jedoch ganz einfach trainieren und zwar mit der Mnemotechnik. Dabei geht man im Geiste einen Weg entlang und ordnet gewissen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten ein Wort zu. Außerdem beeinflussen natürliche Faktoren wie Alter, Geschlecht, individuelle Erfahrungen, Gene und vieles mehr unser Wissen.

..., dass in einem Zellkern zwei Meter lange DNA-Stränge stecken?

Wer strickt oder häkelt, kennt vermutlich das Problem: der lange Faden verfängt und verknotet sich. Daher könnte man denken, dass sich die DNA-Stränge mit einer Länge von zwei Metern ebenfalls verknoten. Das ist allerdings nicht der Fall, wie Forscher der Universitäten Wien und Cambridge herausfanden. Denn die Zellen des Erbguts verstauen in einem winzigen Zellkern diese langen DNA-Stränge ohne auch nur einen Knoten.

..., dass Wassertropfen im Tal mehr spritzen als in hohen Bergen?

Das liegt an einer ultradünnen Luftschicht, die sich zwischen Tropfen und Oberfläche bildet. Diese Luftschicht funktioniert wie eine Bremse und verhindert, dass sich das Wasser des Tropfens schnell auf der Oberfläche verteilen kann. Nur rund einen Mikrometer ist die Luftschicht dick, was einer Dicke entspricht die 50 Mal dünner als das menschliche Haar ist. Durch den absinkenden Luftdruck in den Bergen, kann die Luft schneller entweichen und führt dazu, dass das Wasser in den Bergen weniger spritzt.

..., dass es möglich ist Live-Aufnahmen zu manipulieren?

Mit einer neu entwickelten Software ist es möglich, Realbilder in Echtzeit zu verändern. So können beispielsweise die Oberflächenstruktur als auch die Farbe eines Objekts mittels dieser Software geändert werden. Die Software wertet die Farbe und Reflexion für jeden Pixel der Aufnahme aus. Das Ergebnis ist eine fotorealistische Wiedergabe, die jedoch manipuliert ist. Das Verfahren dieser Software funktioniert so schnell, dass sogar Live-Aufnahmen verändert werden können.

..., dass es bald singende Plakate geben soll?

Ein Ingenieursteam der Universität Washington möchte eine smarte Stadt erzeugen, in der alltägliche Gegenstände wie Plakate, Straßenschilder oder sogar T-Shirts zu uns „sprechen“. Sie übertragen die Information zu uns ins Auto oder auf unser Smartphone. Das entwickelte System soll sich in vorhandene Radiosignale klinken und deren Nebenfrequenz zur Übertragung nutzen. Energie wird für diesen Vorgang kaum benötigt.

..., dass es einen Roboter gibt, der kochen kann?

In Bremen bringen Forscher Robotern das Kochen bei. Die Maschinen müssen Befehle erlernen und aus ihren Fehlern lernen. Die Bewegungsabläufe werden nach und nach programmiert, so dass die Roboter immer etwas mehr hinzu lernen. Die Maschinen können sich so flexibel auf neue Situationen einstellen. Um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen, beantwortet der Roboter einen Fragenkatalog, denn er handelt nicht wie wir Menschen instinktiv. Weltweit beginnen Forscher nun, Robotern das selbständige Lernen beizubringen.

..., dass es Möglichkeiten gibt dein WLAN-Signal zu verbessern?

Viele Faktoren stören das Signal des WLANs, so z.B. fremde Netzwerke, dicke Wände oder ein nicht ausreichendes Signal. Doch mit ein paar Tricks kann man dies verbessern. Der Router sollte so zentral wie möglich stehen, da das Signal nach 15 Metern meist verschwindet. Und man sollte den Router etwas höher stellen. Wenn das alles nicht hilft, kann man sich einen Repeater kaufen, der das WLAN-Signal verstärkt. Aus gesundheitlichen Gründen jedoch sollte man den Router nie direkt neben sich stellen.

..., dass unser Gesicht bald unser Personalausweis sein könnte?

Es hängen immer mehr Überwachungskameras im öffentlichen Raum. Ein neues System der „intelligenten Videoüberwachung“ soll im Laufe der Zeit dazu führen, dass es nicht nur unsere Gesichter, sondern auch typische Verhaltensmuster von beispielsweise Taschendieben erkennen soll. Momentan ist dieses System allerdings noch zu fehlerhaft, um es dauerhaft einzusetzen. Es wird allerdings zukünftig verbessert, so dass es als Hilfsmittel der Kontrolle und Überwachung genutzt werden kann. Das Programm „Seamless Traveller“ soll schon dieses Jahr an australischen Flughäfen in Betrieb genommen werden und die Passkontrolle durch einen Gesichts- und Augenscan ersetzen.

..., dass Cornflakes nicht nur köstlich sondern auch magnetisch sind?

Cornflakes sind tatsächlich magnetisch. Wer das nicht glaubt kann es zuhause selbst mit einigen Cornflakes, einer Schüssel Wasser oder Milch und einem sehr starken Magneten ausprobieren. Grund dafür ist das in den Cornflakes enthaltene Eisen. Dieses, für den Körper wichtige Spurenelement, wird den Cornflakes in Form eines feinen Eisenpulvers bei der Herstellung zugesetzt und macht deshalb magnetisch.

..., dass ein neues Programm den Anteil der Taxis auf ein Bruchteil reduzieren könnte?

Einfach bei anderen im Taxi mitfahren anstatt ewig auf ein eigenes zu warten? Das wäre doch mal eine Idee! Und damit würde man sogar die Umwelt schützen. Welche Probleme es weltweit in Sachen Umwelt gibt, wissen wir alle, die Bedrohung ist real. So könnte man mit einem neuen Computerprogramm, das Forscher derzeit für den Taxibetrieb in New York testen, „Fahrgemeinschaften“ bilden und einfach in ein Taxi einsteigen, das in die gewünschte Richtung fährt. Somit wären viel weniger Autos unterwegs und die Abgase würden sich selbstverständlich auch verringern. Das Programm kann Fahrgäste praktisch auf Taxis verteilen und eine gute Fahrtroute einplanen. Zudem könnte es ja auch ganz nett sein bei der Gelegenheit neue Leute zu treffen…

..., dass es einen Riesenplaneten gibt, der so leicht ist, dass er in Wasser schwimmen würde?

Der Planet HAT-P-1 ist der bisher größte bekannte Exoplanet mit der geringsten Dichte. Diese beträgt etwa ein Viertel der Dichte von Wasser. Das macht ihn so locker und leicht, dass er – wie auch der Saturn - in Wasser schwimmen würde, hätte man ein Glas mit einem Durchmesser von mindestens 400.000 Kilometern. Der Gasplanet HAT-P-1 ist rund 450 Lichtjahre von der Erde entfernt und umkreist seinen Heimatstern in nur viereinhalb Tagen.

..., dass es einen heuschreckenartigen Roboter namens Hector gibt?

Hector hat 6 Beine und ist eine Neuheit in der Kategorie Roboter. Er ist das erste Exemplar, das nach dem Vorbild eines Insekts gebaut wurde und läuft anstatt zu fahren. Roboter wie Hector können auf unwegsamem Gelände sehr nützlich sein, wo alle rollenden Maschinen versagen. Hector wäre theoretisch bald in der Lage fremde Planeten zu erkunden oder im Militär behilflich zu sein. Seine Beine können sich unabhängig voneinander bewegen und so mehrere Aufgaben auf einmal übernehmen. Seit Jahrzehnten träumen Forscher schon von krabbelnden oder rennenden Maschinen und wenn alles gut läuft, könnten Kreaturen wie Hector in ein paar Jahren schon ein alltäglicher Anblick sein.

..., dass es Forschern gelungen ist, Muskeln aus Textilgewebe herzustellen?

Künstliches Muskelgewebe, das aus normalem Textilstoff hergestellt werden kann ist dünn und flexibel wie Kleidung und ließe künftig ganz neue Exoskelette (Stützroboter) entstehen. Möglich wird dies durch eine Polymerbeschichtung der gewebten oder gestrickten Textilstoffe. Unter Strom verändert das Spezialpolymer und je nach Webart zieht sich das Gewebe zusammen oder dehnt sich aus. Die Textilstrukturen, die beim Weben oder Stricken entstehen haben Einfluss auf die Stärke der ausgeübten Kraft des Gewebes und ermöglichen so eine maßgeschneiderte Funktion des Textilmuskels.

..., dass es in der Robotik gelungen ist, ein meisterhaftes Sprungtalent zu entwickeln?

Salto heißt der kleine Sprungroboter und stellt seine technischen Kollegen weit in den Schatten. Als Vorbild dienten die Galagos, winzige Primaten aus dem Tierreich, die aus dem Stand bis zu zwei Meter hoch springen können. Durch „Power modulation“ einer besondere Abprall- und Absprungtechnik, entwickeln sie darüberhinaus eine 15-mal größere Spitzenkraft als ihre Muskeln allein produzieren könnten. Erstmals ist es Forschern nun gelungen dieses Prinzip in der Robotik nachzubauen.

..., dass der engste Knoten der Welt aus knapp 200 Atomen besteht?

Britische Forscher haben einen Super-Knoten erschaffen. Er besteht aus 192 Atomen und insgesamt 8 Überkreuzungen. Der Knoten ist 20 Nanometer (Millionstel Millimeter) klein. Er entstand aus einer Reihe chemischer Reaktionen und Wissenschaftler gehen davon aus, dass durch das „verknoten“ von kohlenstoffbasierten Molekülketten neue Materialien entwickelt werden können.

..., dass ein Glas Wasser schneller überschwappt als ein Glas Bier?

Ursache für den Unterschied ist der Kontakt zwischen Bierschaum und Glas. Katastrophale Kapillarkräfte nennen Forscher dieses Phänomen. Durch diese Kräfte widerstehen die Bläschen direkt an den Wänden des Glases der Bewegung und üben beim Überschwappen Gegenkräfte aus. Da die Dämpfung bei kleinen Bewegungen extrem schnell steigt, wird sie von Physikern als “katastrophal“ bezeichnet. Durch den Schaum lässt es sich mit Bier also sehr viel einfacher durch die Gegend laufen als mit anderen Getränken.

..., dass ein spezieller Scanner ein geschlossenes Buch lesen kann?

Gerade für wertvolle, alte Bücher, die man am besten gar nicht berühren sollte, ist dieser neuartige Scanner eine tolle Erfindung. Der Scanner nutzt Terahertz-Strahlung, die auch bei Nackt-Scannern an Flughäfen zum Einsatz kommt. Absorption oder Reflektion der Strahlung bei bedruckten oder unbedruckten Papierflächen verhalten sich unterschiedlich und treffen auf eine Sensorfläche. So lassen sich einzelne Buchstaben auslesen. Zwar liegt das Limit des Prototypen erst bei neun Seiten, aber die Forscher sind zuversichtlich, dass durch bessere Sensoren und Verstärkung der Strahlungsquelle ein noch tieferer Blick ins Buch realisiert werden kann.

..., dass in Stuttgart das weltweit erste Passagierflugzeug mit reinem Brennstoffzellenantrieb gestartet ist?

Das viersitzige Passagierflugzeug fliegt völlig emissionsfrei, da es allein mit einem Wasserstoffbrennstoffzellen-Batterie-System angetrieben wird. Der benötigte Wasserstoff wird mit Hilfe von Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Das Flugzeug erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 200 Km/h bei einer Motorleistung von 80 Kilowatt. Diese Art des Antriebes ist für große Passagierflugzeuge zwar noch nicht denkbar, könnte sich aber kleinen Maschinen durchaus lohnen.

..., dass Forscher ein natürliches Höchstalter des Menschen herausgefunden haben?

Demnach liegt die Obergrenze des Alterns bei 125 Jahren. Die menschliche Lebensdauer ins Unendliche zu steigern ist wohl nicht möglich, dass haben Forscher anhand von Datenanalysen heraus gefunden. Sie betonen auch, dass diese Grenze bereits vor zwei Jahrzehnten erreicht wurde. Vergleicht man die Lebensdauer von 1928 mit heute sieht man gravierende Unterschiede: 1928 lag das maximale Alter noch bei 65 Jahren, doch seit dem 20. Jahrhundert steigt die maximale Lebensdauer kontinuierlich an. Gründe dafür sind zum Beispiel eine gesündere Ernährung, verbesserte Formen der Medizin sowie weniger körperliche Arbeit durch die Fortschritte der Technik.

..., dass die kürzeste je gemessene Zeitspanne 19 Nachkommastellen hat?

Forschern ist es gelungen, auf 0,85 Attosekunden genau zu messen, wie lange ein Elektron braucht um aus einem Heliumatom geschleudert zu werden, wenn es von einem Lichtteilchen (Photon) getroffen wird. Eine Attosekunde ist ein Milliardstel einer Milliardstel Sekunde mit 19 Nachkommastellen. Eine derart hohe Präzision ist in der Zeitmessung bisher noch nie erreicht worden.

..., dass länger gähnende Lebewesen mehr im Kopf haben?

Je länger ein Säugetier gähnt, desto opulenter ist wohl sein Gehirn, dass haben Forscher nachgewiesen. Denn wer länger gähnt, hat mehr Nervenzellen in der Großhirnrinde. Die menschliche Gähnzeit beträgt im Durchschnitt ungefähr sechseinhalb Sekunden und Menschen verfügen über ca. 21 Milliarden Nervenzellen. Der Zusammenhang dieser beiden Faktoren ist allerdings noch nicht zu 100 Prozent geklärt. Die Forscher vermuten, dass es mit der Temperaturregulierung des Gehirns zusammenhängt, da durch das Gähnen die Durchblutung im Gehirn angeregt wird. Allerdings ist noch nicht bewiesen, dass Leute die länger gähnen schlauer sind.

..., dass LEDs nicht nur die energiesparendsten Lampen sind, sondern die wenigsten Mücken anziehen?

In einem Experiment stellten Forscher an 18 Standorten in England Insektenfallen auf, die nachts jeweils von einer Reihe LEDs, Glühlampen und Energiesparlampen beleuchtet wurden. Im Umfeld der Glühlampen wurden viermal mehr Insekten gefangen als bei den LEDs und doppelt so viele wie bei den Energiesparlampen. Wurden nur Stechmücken berücksichtigt, wurden 80 % von Glühbirnen, 15% von Energiesparlampen und nur ca. 2% von LEDs angelockt. Den großen Unterschied des Lockeffekts zwischen Glühbirne und LED erklären die Forscher mit der Wärmestrahlung der Glühbirne. Gerade Mücken nutzen thermische Reize um ihre Wirte zu finden.

..., dass die Oberfläche unseres Smartphones äußert persönliche Dinge über uns preisgibt?

Genauer genommen sind es die chemischen Rückstände unserer Haut, die auf dem Handy zurückbleiben und selbst persönlichste Dinge, wie Medikamentenkonsum, Ess- und Trinkgewohnheiten, Gebrauch von Kosmetika oder Einsatz von Haarfärbemitteln preisgeben. Durch die Kombination dieser chemischen Rückstände lassen sich nicht nur persönliche Profile der Handybesitzer erstellen, sondern einige Handys konnten bei Experimenten dem Besitzer zugeordnet werden. Selbst nach mehreren Monaten bleiben diese Rückstände auf dem Handy nachweisbar. In der Kriminalermittlung könnte die Analyse der chemischen Rückstände wertvolle Informationen über den Täter liefern.

..., dass Forscher den kleinsten Transistor der Welt konstruiert haben?

Wegen quantenphysikalischer Störeffekte ist das Limit der Miniaturisierung von Silizium-Transistoren bald erreicht. US-Forscher haben nun einen Prototypen konstruiert, der statt Silizium das Halbleitermaterial Molybdänverbindung und als Gate ein Kohlenstoffröhrchen von nur einem Nanometer Länge nutzt. Dieses ist 50.000 Mal dünner als ein menschliches Haar. Momentan haben die kleinsten Modelle auf dem Markt eine Länge von 20 Nanometern.

..., dass “Beamen” von Quanteninformationen bereits möglich ist?

Forschern ist es erstmals gelungen in städtischen Glasfasernetzen Quanten-Informationen rund sechs Kilometern weit zu teleportieren. Die Experimente der Forscher belegen, dass Quanten-Teleportation nicht nur im Labor, sondern auch unter realen Bedingungen möglich ist. Allerdings ist die Menge der gebeamten Informationen winzig. Nichtsdestotrotz ist der erste Schritt in Richtung Quanten-Internet gemacht.

..., dass auch Hummeln eine einfache Intelligenz besitzen und in der Lage sind Aufgaben zu lösen?

Wir wissen mittlerweile, dass viele Tierarten in der Lage sind Werkzeuge zu nutzen oder Aufgaben zu lösen. Experimente mit Hummeln ergaben, dass auch Insekten mit sehr kleinen Gehirnen dazu in der Lage sind. In mehreren Versuchen ist es Forschen gelungen Hummeln beizubringen an einer Schnur zu ziehen, um an eine künstliche Zuckerwasserblüte zu gelangen. Zwei Hummeln schafften es und gaben ihre Entdeckung an ihre Artgenossen durch Vormachen weiter. Das Wissen verbreitete sich immer weiter und aus Lehrlingen wurden Lehrer.

..., dass eine innere Uhr im Körper uns am Abend noch mal an das Trinken erinnert?

Der Grund ist relativ simple, gewisse Zellen im Körper schütten Botenstoffe aus, die uns an das Trinken erinnern. Besonders groß ist diese Ausschüttung vor der Nacht, denn der Körper will sich während der langen Schlafphase vor eine Dehydration schützen, da er während der Schlafperiode nicht “nach tanken“ kann. Es spielt dabei auch keine Rolle, wie viel wir über den Tag verteilt getrunken haben, denn der Körper löst dieses natürliche Signal von ganz alleine aus, es dient als reine Schutzmaßnahme.

..., dass ein spezieller Bodenbelag durch die Reibung unserer Schritte Strom erzeugen kann?

Forscher entwickelten einen Nanogenerator aus Holzzellstofffasern, einem Abfallprodukt der Papierherstellung, der durch Reibung und Druck Energie erzeugen kann. Triboelektrik heißt die Technik, die dahinter steckt und die wir von der statischen Elektrizität, die durch Reibung auf unserer Kleidung entsteht, kennen. Diese Technologie ist in jedem Boden integrierbar und könnte in Einkaufszentren oder Stadien für eine hohe Stromproduktion sorgen.

..., dass Herbstlaub zu Aktivkohle verarbeitet werden kann?

Schätzungsweise bleiben 34 Millionen Tonnen Laub und Grasschnitt in Nordwest-Europa ungenutzt. Mit einem speziellen Verfahren wollen Forscher aus dem ungenutzten Laub, das jährlich unter hohen Kosten entsorgt wird, wertvolle Aktivkohle herstellen. Dazu muss das Laub vorerst gereinigt und unter Hitzeeinwirkung verkohlt werden. Anschließend wandelt heißer Wasserdampf die Biomasse in poröse Aktivkohle, die zum Beispiel zur Filterung von Wasser in Kläranlagen genutzt werden kann.

... dass Studenten ein Programm entwickelt haben, das berechnen kann, wer vermutlich als nächstes in der TV-Serie „Game of Thrones“ sterben wird?

Der Algorithmus des Programms sagte bereits in der Vergangenheit 74 % aller Todesfälle richtig voraus. Die Anwendung, die von den Studenten der Technischen Universität München entwickelt wurde, durchsucht das Internet nach Daten über Game of Thrones und bereitet die Ergebnisse auf. Auf der Seite got.show kann man sich nicht nur die Prognosen und Statistiken ansehen, sondern auch mit Hilfe einer interaktiven Karte die Game of Thrones-Welt erkunden. Die Werkzeuge dieses Programms sind Data Mining und Algorithmen des maschinellen Lernens.

..., dass die größten Goldvorkommen nicht in der Erde, sondern in unserem Müll liegen?

Elektroschrott enthält 40 bis 50 mal mehr Gold als die meisten Lagerstätten. Doch dieses Gold zurückzugewinnen ist sehr aufwendig und meistens mit giftigen Chemikalien verbunden. Forscher haben nun eine ungiftige, chemische Verbindung entdeckt, die das Gold effizient und selektiv aus dem Elektroschrott herauslösen kann. Hierbei handelt es sich um ein primäres Amid, das einer salzsauren Aufbereitungslösung zugefügt wird. Diese Art der Extraktion ist deutlich effizienter, umweltfreundlicher und kostengünstiger.

..., dass Forscher das berühmte Pac-Man-Spiel aus Mikroben nachgebaut haben?

Norwegische Mikrobiologen nahmen sich das Kultspiel Pac-Man zum Vorbild und erweckten es zum Leben. Dafür bauten die Wissenschaftler das Pac-Man-Labyrinth im Labor nach und füllten es mit unterschiedlichen Mikroben, die sich durch die Gänge jagen und gegenseitig fressen. Augentierchen und Wimperntierchen sind hierbei als Pac-Man tätig, während Rädertiere die ‚Gespenster’ sind. Es handelt sich bei diesem dreidimensionalen Mikrobenlabyrinth allerdings nicht nur um eine Spielerei, sondern es lässt die natürlichen Bedingungen der Mikrobenwelt besser simulieren.

..., dass Forscher der Universität Delft ein Speichermedium vorgestellt haben, das zehn Terrabyte Daten auf nur einem Quadratzentimeter aufnehmen kann?

Mit Hilfe von einzelnen Chloratomen, die sich auf einer Kupferfläche zu einem regelmäßigen Gittermuster anordnen, ist diese gigantische Speicherdichte möglich. Einen Haken hat die atomare Speichereinheit allerdings: das Gittermuster, das zum Abspeichern einzelner Bits nötig ist, bleibt nur bei sehr tiefen Temperaturen stabil. Desweitern dauert es eine Ewigkeit um Bits auszulesen oder zu schreiben.

..., dass sich Löcher und Risse in Kleidungsstücken durch Tintenfischprotein selbst beseitigen könnten?

Das sogenannte SRT-Protein aus Tintenfischarmen, das Spinnenseide ähnelt, verfügt über flexible Regionen an beiden Enden, die in Anwesenheit von Wasser fest zusammen haften. In Verbindung mit dem Kunststoff PSS bildet das Protein eine stabile Doppelschicht auf verschiedenen Stoffarten. Schäden in derart beschichteten Textilien lassen sich mit warmem Wasser und leichten Druck ganz einfach wieder beseitigen. Für die Praxis eignet sich diese Technik allerdings noch nicht. Dafür müsste die Proteinhaut erkennen, wo ein Riss oder Loch ist und nur dort eine Verbindung schaffen. Denn sonst erhält man einen Klumpen nach der ersten Wäsche.

..., dass man mit Luftpolsterfolie nicht nur herrlich spielen, sondern auch einen Dampfgenerator bauen kann?

Der Low-Tech-Dampfgenerator besteht aus einem mit Luftpolsterfolie bedeckten Schwamm. Dieser kann sich allein durch natürliches Sonnenlicht auf 100 grad Celsius erhitzen und so Wasserdampf erzeugen. Dabei benötigt er weder Linsen noch Spiegel, um das Licht optisch zu fokussieren. Die Knallfolie dient als Isolation des Dampfgenerators, lässt ausreichend Licht durch ihre transparente Oberfläche und kann die produzierte Wärme in ihren Polstern speichern. Dieser kleine Dampfgenerator könnte zum Beispiel zukünftig kostengünstig Wasser erhitzen.

..., dass mit der Spieletechnik Augmented Reality, die auch Pokémon Go nutzt, Schmerzen bekämpft werden können?

Ärzte und Wissenschaftler haben die ersten Erfolge mit dem Einsatz von Augmented Reality (erweiterte Realität) bei der Behandlung von Schmerzen erzielt. Bei Phantomschmerzen beispielsweise, die häufig bei Patienten mit Amputationen auftreten, erscheint ein virtuelles Körperteil an der Stelle, wo die Gliedmaße fehlt. Auch bei der Therapie von chronischen Schmerzen konnte die Schmerzwahrnehmung durch das visuelle Feedback dieser Technik beeinflusst werden.

..., dass Schimmelpilze wertvolle Metallrohstoffe aus alten Lithium-Ionen-Akkus extrahieren können?

Normalerweise sind hohe Temperaturen und giftige Chemikalien nötig, um die wertvollen Metalle aus Altbatterien und Akkus zu extrahieren. Mit Hilfe von Schimmelpilzen können bis zu 85 % des Lithiums und 48 % des Kobalts aus alten Batterien und Akkus kostengünstiger und vor allem umweltfreundlicher wiedergewonnen werden. Durch die von den Pilzen selbstproduzierten Säuren ist das Lösen der Metalle möglich.

... dass Meeresrauschen bis zu 100 Dezibel laut werden kann?

Das entspricht etwa dem Lärm einer Kreissäge und wird dennoch von den meisten Menschen als angenehm empfunden. Eine Überlagerung von Schallwellen mit unterschiedlichen Frequenzen erzeugt das Rauschen. Allerdings entstehen diese Schallwellen nicht beim Auftreffen der Brandung auf das Ufer sondern immer dann, wenn die Wellen sich brechen. Dabei vermischen sich Milliarden von Luftbläschen in verschiedener Größe, die durch den Druck des Wassers verformt werden und zu schwingen beginnen. Die unterschiedliche Größe der Bläschen erzeugt unterschiedlich hohe bzw. tiefe Töne, die wir als Rauschen wahrnehmen.

... dass Schwertfische Schmiermittel benutzen um schneller schwimmen zu können?

Sie gehören zu den schnellsten Fischen der Meere und rasen mit bis zu 100 km/h durchs Wasser. Forscher fanden nun heraus, dass ihnen mithilfe einer Öl-Drüse diese Leistung gelingen könnte. Die Haut, am Kopfe des Tieres, wird durch das austretende Öl regelrecht geschmiert und wasserabweisend gemacht, sodass sich der Widerstand beim Schwimmen dramatisch reduzieren und die Fische schneller werden lässt.

... dass ein flexibler Nanogenerator entwickelt wurde, der tragbare Elektronik auf Schritt und Tritt mit Strom versorgen könnte?

Dieser Nanogenerator könnte handelsübliche Akkus rein theoretisch überflüssig machen, denn die Technologie liefert Strom bei jedem Schritt. Möglich macht dies ein flexibler Gummiballon, der aus nanometergroßen Strukturen und einer Salzlösung als Elektrode besteht. Beim Zusammenpressen und Dehnen des Ballons entstehen elektrostatische Effekte, die sich als schwacher Wechselstrom nutzen lassen. In Schuhsohlen könnte dieser Nanogenerator beim Gehen permanent Strom liefern.

... dass auch die Zellen von Pflanzen elektrische Signale nutzen um miteinander zu kommunizieren?

Dass beim Menschen Reize in Nerven und Gehirn mittels elektrischer Signale übertragen werden, ist nicht neu. Aber auch Pflanzen nutzen neben chemischen Botenstoffen elektrische Signale zur Übertragung von Informationen an andere Teile der Pflanze. Forscher haben nun herausgefunden mit welchem Sensor Pflanzen elektrische Felder wahrnehmen und wo dieser sitzt. Es handelt sich dabei um einen Teil des Ionenkanals, der bei fast allen Lebewesen vorkommt.

... dass die als angenehm empfundene Dauer des direkten Blickkontakts bei 3 Sekunden liegt?

Dabei sind Alter, Geschlecht oder Attraktivität erstaunlicherweise völlig irrelevant. Ausschlaggebend ist vielmehr die Pupillenweitung des Gegenübers. Denn sie gilt als Zeichen des Vertrauens und der Freude. Verengte Pupillen hingegen werden als Signal von Angst oder Aggression wahrgenommen. So registrieren wir unbewusst Anzeichen auf Stimmung, Vertrauenswürdigkeit und Absichten unseres Gegenübers.

... dass Fregattvögel einen cleveren Energiespartrick nutzen, um wochenlang non-stop fliegen zu können?

Sie sind die Könige des Ausdauerfluges, können wochenlang ohne Pause in der Luft bleiben und legen mehrere hundert Kilometer am Tag zurück. Ihr Energiesparmodus beruht dabei auf einem simplen und gleichzeitig cleveren Trick: Sie nutzen die Aufwinde der Cumuluswolken als Fahrstuhl, der sie ohne Mühe in luftige Höhen transportiert. Die Winde befördern die Vögel bis zu 1600 Meter hoch. Von dort gleiten sie ganz langsam wieder abwärts und können dabei mithilfe von Seitenwinden eine Strecke von 60 Kilometern bewältigen. Ohne nur einmal mit den Flügen zu schlagen, werden sie vom nächsten Aufwind wieder nach oben befördert.

...dass Forscher einen schwimmenden Roboter entwickelt haben, der mit lebenden Zellen angetrieben wird?

Was wie Science Fiction klingt, ist an der Harvard University in Cambridge zur Realität geworden. Forscher entwickelten einen autarken Mini-Roboter, der sowohl aus künstlichen als auch biologischen Teilen besteht. Der Körper des gerademal 16 Millimeter langen Roboters ähnelt einem Mini-Rochen und schwimmt auch so. Er besteht aus transparentem Kunststoff, einem Skelett aus Gold und einem Antrieb aus rund 200.000 lebenden Muskelzellen von Ratten. Die Zellen wurden gentechnisch so verändert, dass sie auf optische Reize reagieren und sich schrittweise zusammenziehen. Dies führt dann zu einer rhythmischen Vorwärtsbewegung.

... dass Espressomaschinen Umweltchemikalien genauso gut extrahieren können wie herkömmliche Chemiemethoden?

Konventionelle Extraktionswege brauchen bis zu 16 Stunden um organische Schadstoffe aus Bodenproben heraus zu lösen. Die Espressomaschine hingegen nur elf Sekunden. Daher sind diese in Chemielaboren schon jetzt unverzichtbar. Forscher füllen die leeren Kaffeekapseln mit fünf Gramm einer Bodenprobe, setzen die Kapsel in die Espressomaschine, brühen die Probe mit Wasser und einem organischen Lösungsmittel auf und extrahieren so bis zu 100 % der Schadstoffe.

... dass es tatsächlich hilft auf die heiße Suppe zu pusten, damit sie abkühlt?

Wenn man auf seine heiße Suppe pustet, dann wird die feuchte Luftschicht an der Oberfläche durch trockene getauscht. Der Nettoeffekt der Verdunstung ist dann größer und lässt die Suppe abkühlen. Allerdings hängt die Wirkung vor allem von der Größe der Oberfläche im Verhältnis zum Volumen ab. Es bringt also nichts über einen vollen Suppentopf zu pusten. Ein Löffel hingegen stellt ein ideales Verdunstungsgefäß dar.

... dass Flugzeuge auch einen positiven Einfluss auf unser Klima haben können?

Genau genommen sind es die durch Flugverkehr entstehenden Kondensstreifen, die sich auf Cirruswolken in der Atmosphäre auswirken. Entdeckt haben Forscher dieses Phänomen: wo viel Flugverkehr herrscht, sind Cirruswolken heller und reflektieren das auf sie einstrahlende Sonnenlicht deutlich stärker. Das hat zur Folge, dass die durch Cirruswolken bedingte kühlende Wirkung auf die Erde verstärkt wird.

... dass sich Stromausfälle berechnen lassen?

Forscher des Max-Planck-Instituts in Göttingen haben eine mathematische Formel entwickelt, mit der man die Vorhersage von Stromausfällen besser einschätzen kann. Schwachstellen im Stromnetz sollen so schneller und einfacher aufgedeckt und künftige Blackouts vermieden werden. Grundlagen für die Berechnung sind die Netzstruktur und die aktuelle Auslastung der Leitungen in einem bestimmten Abschnitt des Netzes. Aufwändige Simulationen, mit denen ermittelt wird, wie das Stromnetz beim Ausfall einer einzelnen Leitung reagiert, könnte nun durch mathematische Berechnungen ersetzt werden.

... dass man Strom aus Gummi und Wasser erzeugen kann?

Chinesische Forscher belegen jetzt, dass so etwas mit Hilfe eines triboelektrischen Nanogenerators funktionieren kann. Die Zauberformel hierbei ist die Reibungselektrizität bzw. der triboelektrische Effekt, der die elektrische Aufladung zweier Materialien durch gegenseitigen Kontakt bewirkt. So kann aus der Bewegung eines nanostrukturierten Kunststoffs und des darin eingebetteten Wassers immerhin so viel Strom erzeugt werden, um LEDs und einfache Sensoren zu versorgen. Der spezielle Kunststoff ist flexibel formbar. Dadurch kann er als winzige Stromquelle eingesetzt werden, wie zum Beispiel als Armband, Kissen oder Schuhsohle.

... dass in Israel der höchste Solarturm der Welt gebaut wird?

Ende 2017 soll der Aschalim-Turm in der Negev-Wüste in Betrieb gehen und 120.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen. Um ihn herum werden auf 3000 Hektar – das entspricht ca. 430 Fußballfelder – rund 55.000 verstellbare Spiegel verteilt, welche die Sonnenstrahlen konzentriert zur Spitze des Turm reflektieren. Selbst in 30 Kilometern wird das 240 Meter hohe Bauwerk dank seiner glänzenden Beschichtung zu sehen sein. Mit künftig 121 Megawatt Stromerzeugung spart er jährlich ca. 110.000 Tonnen Treibhaus-Emissionen ein.

... dass zukünftig auch der letzte Tropfen Shampoo mühelos aus der Flasche laufen wird?

Dank Y-förmiger Nanopartikel aus Quarz bleibt zukünftig keine Seife mehr auf der Innenseite der Flasche haften und gleitet mühelos und rückstandsfrei heraus. Im Vergleich zu anderen Ansätzen ist die neue Beschichtung weniger aufwendig und günstiger in der Herstellung.

... dass sich der Fettgehalt von Schokolade durch Strom um 20 % reduzieren lässt?

US-Forscher haben eine Methode entwickelt, mit der sich gut schmeckende und vor allem fettarme Schokolade ganz leicht herstellen lässt. Sie lassen einfach die Kakaobutter weg und leiten die flüssige Schokolade so durch ein elektrisches Feld, dass sich ihre Mikrostruktur verändert und ihre Fließfähigkeit steigt. Durch diese Methode kann man ganz problemlos den Fettgehalt um 20 Prozent senken und den Geschmack erhalten.

... dass unser künstliches Nachtlicht die Natur beeinflusst?

Das beweist jetzt eine Langzeitstudie. Unser Kunstlicht beeinflusst nicht nur die innere Uhr und die Gesundheit des Menschen, auch Tiere und Pflanzen tragen Folgen davon. In vielen dicht besiedelten Gebieten überdeckt und stört unser künstliches Licht längst den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus. Steht ein Laubbaum an einem von Nachtlicht geprägten Standort, bildet er im Frühjahr rund sieben Tage eher die ersten grünen Spitzen.

... dass Frankreichs Straßen zukünftig Strom erzeugen sollen?

Dafür verantwortlich sollen Photovoltaik-Paneelen sein, die in den nächsten fünf Jahren mehr als 1.000km Straße bedecken werden. Die Platten bestehen aus Solarzellen die witterungsbeständig sind und einem großen Druck Stand halten. Die Paneele sind nur 7mm dick und sammeln Solarenergie über einen hauchdünnen Film aus polykristallinem Silizium, welches zur Erzeugung von Elektrizität dient. Laut Prognosen sollen 20qm2 ausreichen um einen Haushalt mit Strom zu versorgen und die Strecke von einem km soll sogar die öffentliche Beleuchtung einer Stadt mit 5.000 Einwohnern übernehmen oder gar die Verkehrsampeln betreiben.

... dass ein Elektro-Rennwagen einen neuen Beschleunigungsrekord erreicht hat?

30 Schweizer Studenten der ETH Zürich und der Hochschule Luzern haben innerhalb eines Jahres einen Elektro-Rennwagen entwickelt und gebaut. Das Fahrzeug beschleunigt innerhalb von 1,513 Sekunden auf weniger als 30 Metern von Null auf Hundert, somit wurde ein neuer Weltrekord in diesem Bereich aufgestellt. Kein Serienfahrzeug mit Verbrennungsmotor erreicht eine vergleichbare Beschleunigung. Dank Kohlenfaser-Werkstoffen wiegt das Fahrzeug nur 168kg. Das Elektrofahrzeug verfügt über Allradantrieb, 200 PS und 1.700 Newtonmeter Drehmoment. Zusätzlich wird beim Bremsvorgang die Bremsenergie über Elektromotoren zurück in die Batterie gespeist wodurch bis zu 30% der verbrauchten Energie wiedergewonnen werden.

... dass das Prinzip von selbsttönenden Brillengläsern der Belichtung eines Schwarz-Weiß-Fotos gleicht?

Silberbromid oder auch Silberchlorid werden ins Brillenglas eingearbeitet, zerfallen bei UV-Licht in ihre Bestandteile und werden zu Silber. Das wiederum bildet kleine Kristalle, die dem Glas eine graue, schwarze oder braune Tönung verleihen. Bei einem Schwarz-Weiß-Foto wird diese Reaktion nach der Belichtung fixiert – beim Brillenglas lässt sich diese verlangsamt wieder umkehren. Warmes Wasser beschleunigt die Rückreaktion allerdings.

... dass die Jahreszeit unsere Farbwahrnehmung beeinflusst?

Nicht nur unsere Stimmung und unser Geschlecht sorgen für unterschiedliche Farbwahrnehmung - auch die Jahreszeit spielt eine große Rolle. Und das ausgerechnet bei der Primärfarbe Gelb, die als unbeeinflussbar von Geschlecht, Kultur und Emotionen galt. Eine englische Psychologin fand heraus, dass wir im Winter das Gelb rötlicher sehen als im Sommer. Im Sommer hingegen ist unser Gelb grünlicher. Verantwortlich für Veränderung unseres Farbsinns ist die Anpassung an die saisonale Vegetation unserer Umwelt.

... dass der Weltrekord eines Hoverboard-Flugs bei 2.252 Metern liegt?

Das reichte locker für einen Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde. Auf einem schwebenden Untersatz mit Selbstantrieb stellte der Franzose Franky Zapata einen neuen Weltrekord auf, der die bisherige Bestmarke um das Achtfache überbot.

... dass Bäume nachts einschlafen?

Mittels einer Laser-Scan-Technik haben Forscher heraus gefunden, dass Bäume sich nachts hängen lassen. Durch die Ausmessung am Tag und in der Nacht konnten sie feststellen, dass sich die Position der Blätter und Äste um fast 10cm verändert hat. Die tiefste Position haben sie einige Stunden vor Sonnenaufgang, kurz bevor sie wieder in ihre Ausgangsposition zurückkehren. Allerdings ist nicht klar, ob sie letzten Endes durch die Sonne oder ihre eigene innere Uhr geweckt werden.

... dass eine künstliche zweite Haut entwickelt wurde?

Forscher haben nach vielen Tests ein hautähnliches Material gefunden, das als Hautimitat genutzt werden kann. Dieses Polymer-Material strafft und schützt die Haut vor vielen äußerlichen Faktoren wie extremen Temperaturen, Giftstoffen, Strahlungen und Verletzungen. In puncto Elastizität übertrifft dieses Material die Haut sogar. Das Material wird in zwei dünnen Schichten auf die Haut aufgetragen und hält 24 Stunden. Die „zweite Haut“ ähnelt stark dem Aussehen von natürlich junger Haut und dient außerdem als intensiver und lang anhaltender UV-Schutzmantel.

... dass der Sommer 10 Tage früher beginnt als noch vor 50 Jahren?

Eine Analyse der europäischen Wetterdaten hat belegt, dass eine Verschiebung der Jahreszeiten stattfindet. Grund dafür könnte die steigende CO2-Konzetration in der Atmosphäre sein. In einer Studie teilten Forscher den Ablauf der Jahreszeiten vereinfacht in ein Sommer- und ein Winterhalbjahr ein, und fanden heraus, dass sich der meteorologische Sommerbeginn von 1960 bis 2010 um 10 Tage nach vorne geschoben hat. Bis zum Ende diesem Jahrhunderts könnte sich das Ganze um insgesamt 20 Tage nach vorne verschieben. Damit wäre der meteorologische Sommerbeginn dann schon bereits Ende März. Ebenfalls trägt das immer früher einsetzende Abschmelzen der kühlenden Schneedecke in Osteuropa zu einer solchen Verschiebung der Jahreszeiten bei.

... dass auch blinde Menschen anhand der Stimme die Körpergröße eines Mannes bestimmen können?

Polnische Psychologinnen haben herausgefunden, dass von Geburt an blinde Menschen auch ohne visuelle Vorkenntnis ebenfalls in der Lage sind, anhand der Stimme eines Mannes dessen relative Körpergröße zu bestimmen. Bei einer Studie mit blinden und sehenden Menschen sollten die Probanden anhand von zwei verschiedenen Männerstimmen deren ungefähre Größe bestimmen. Das Ergebnis zeigte, dass die Trefferquote bei beiden Testgruppen im Schnitt gleich war. Die Vermutung, dass blinde Menschen aufgrund eines besseren Gehörs besser abschneiden, hat sich somit nicht bewahrheitet. Die nächste Studie soll anhand von Frauenstimmen durchgeführt werden.

... dass Studenten ein Programm entwickelt haben, dass berechnen kann, wer vermutlich als nächstes in der TV-Serie „Game of Thrones’ sterben wird?

Der Algorithmus des Programms sagte bereits in der Vergangenheit 74 % aller Todesfälle richtig voraus. Die Anwendung, die von den Studenten der Technischen Universität München entwickelt wurde, durchsucht das Internet nach Daten über Game of Thrones und bereitet die Ergebnisse auf. Auf der Seite got.show kann man sich nicht nur die Prognosen und Statistiken ansehen, sondern auch mit Hilfe einer interaktiven Karte die Game of Thrones-Welt erkunden. Die Werkzeuge dieses Programms sind Data Mining und Algorithmen des maschinellen Lernens.

... dass die Seide der Bananenspinne das giftige Blei, Quecksilber und Kadmium in einer Batterie ersetzen könnte?

Eine kolumbianische Forscherin entwickelte eine ‚Biomembran’ aus der Seide der Bananenspinne. Kombiniert mit zwei weiteren nicht toxischen Elementen erschuf sie einen perfekten und vor allem umweltfreundlichen Leiter für Batterien. Aber nicht nur in Batterien kann die Bananenspinnen-Seide zum Einsatz kommen. Durch ihre hohe Widerstandsfähigkeit könnte sie auch als Grundlage für kugelsichere Kleidung dienen.

... dass es eine Mikroelektronik inklusive Stromversorgung gibt, die sich ohne Funktionsverlust um ca. 30 % dehnen lässt?

Diese Elastizität ermöglicht es, die Elektronik direkt auf der Haut zu tragen und beispielsweise beim Sport die Körpertemperatur zu messen, speichern und drahtlos zu übermitteln. Auch unter Wasser kann die Gerätschaft getragen werden, da sie komplett von Kunststoff umschlossen ist.

... dass dein Gehirn Nachtwache hält?

Dieses Phänomen nennt man First Night Effect, das bedeutet, dass deine linke Gehirnhälfte in einer neuen Umgebung in der Nacht wacher bleibt als deine rechte. Bei diesem Phänomen handelt es sich vermutlich um einen Überlebensinstinkt, den sowohl einige Tiere als auch wir Menschen besitzen. Forscher haben einige Tests durchgeführt und festgestellt, dass alle Testpersonen in einer fremden Umgebung schlechter einschliefen und Geräusche deutlich stärker wahrnahmen und davon dementsprechend schneller wach wurden. Allerdings müssen noch weitere Tests durchgeführt werden, um zu sehen, ob sich dieses Ereignis durch alle Schlafphasen zieht oder nur durch vereinzelte Phasen.

... dass man die Spannung einer Filmszene in der Raumluft messen kann?

Wissenschaftler haben in verschiedenen Filmvorstellungen die Luft in den Kinosälen analysiert und festgestellt, dass jeder Film ein charakteristisches Muster in der Luft hinterlässt. Neuerdings lässt sich also bestimmen, ob eine Szene spannend, lustig oder eher langweilig ist. Die Forscher können sogar anhand der Analyse die abgespielte Szene im Nachhinein erkennen und Rekonstruieren. Die eindeutigsten Ergebnisse gab es bei spannenden oder lustigen Szenen. Somit wurde das all bekannte Sprichwort „Es liegt Spannung in der Luft“ als richtig bewiesen.

... dass man Holz magnetisieren kann?

Forscher haben ein Stück Holz in einer sehr sauren Lösung eingeweicht und anschließend in eine starke Lauge gelegt. Das Resultat dieses Handelns ist die Fällungsreaktion. Es bildet sich sowohl außer- als auch innerhalb des Holzes eine Art schwarzer Schnee der sich an jeder Holzzelle absetzt. Das sind Eisenoxid-Nanopartikel, die für die Magnetisierung zuständig sind. Entlang der Faserrichtung ist die Magnetisierung am stärksten. Allerdings ist dieser Magnet eher für kleinere Anwendungen wie Spielzeug oder Möbel geeignet.

... dass das äußerst seltene Edelgas Xenon in der Eifel gefunden wurde?

Ein Wissenschaftler hat durch Zufall eines der seltensten Elemente der Erde, das Edelgas Xenon, in seinen Wasseranalysen entdeckt. Vor Milliarden von Jahren kam es zu einem Zusammenprall zwischen einem Himmelskörper und der Erde, dadurch wurde das Gestein des Weltalls zu einem Teil der Erdkruste. Normalerweise befindet es sich 30 bis 40 Kilometer unter der Erdkruste. Wahrscheinlich gelangte es durch die Gase eines Vulkans in der Eifel an die Erdoberfläche und ist dann in das Wasser der Viktoriaquelle übergegangen.

... dass Elektroschrott eine wahre Goldgrube ist?

Die Metall-Rohstoffe, die in Produkten enthalten bleiben, kann man relativ einfach und ohne Qualitätsverlust recyceln. Weltweit fallen jährlich mehrere Millionen Tonnen Elektroschrott an. Allerdings kommen für die Herstellung mancher Bauteile giftige Substanzen zum Einsatz, welche den Recyclern viele Probleme bereiten. Handys sind eine wahre Goldgrube! Eine Tonne Handyschrott hat einen Gesamtwert von ca. 10.000 Euro. Das Problem ist allerdings, dass von den jährlich verkauften Handys nur ca. 5% den Weg zum Recycling finden. Die Recycler sind allerdings zuversichtlich und hoffen, dass in naher Zukunft die Menschen mehr Engagement zum Thema Recyceln zeigen.

... dass sich die Körperfunktionen bei Menschen in einem Team synchronisieren können?

Forscher fanden heraus, dass je besser ein Team zusammenarbeitet, desto stärker synchronisieren sich die Körperfunktionen der Mitglieder und je wohler sie sich fühlen, desto ähnlicher waren ihre Emotionen und Gefühle. Das beste Beispiel hierfür sind Chorsänger. Während des Singens synchronisieren sich Atmung und Herzschlag. Es wurde eine Studie durchgeführt, bei der Teamarbeit gefordert war. Bei jedem einzelnen Teilnehmer wurden auf gewisse körperliche Merkmale geachtet. Je mehr die Gruppe im Einklang war, desto ähnlicher waren auch ihre körperlichen Merkmale. Man konnte also sehen, ob die Mitglieder zufrieden waren oder sich unwohl fühlten. Das Erlernen von neuem wiederum brachte die Körperfunktionen aus dem Takt. Nach dieser Studie kann man sagen, dass die Körperfunktionen ein Gradmesser für die Verbundenheit innerhalb des Teams ist.

... dass man mit Hilfe von Sonnenlicht Salzwasser entsalzen kann?

Forscher haben herausgefunden, dass man mit einem Material aus Aluminium sehr günstige Entsalzungsanlagen herstellen kann. Dazu wird eine dünne Aluminiumfolie mit Phosphorsäure behandelt, sodass eine stark poröse Schicht mit Mikrometer kleinen Poren entsteht. Auf dieser dünnen Schicht deponierten sie Nanopartikel aus Aluminium, die zu Aluminiumoxid oxidierten. Da dieses Material so leicht ist, dass es auf Salzwasser schwimmen kann, absorbiert es das direkt einstrahlende Sonnenlicht und heizt sich somit sehr schnell auf bis zu 100 Grad Celsius auf. Diese hohen Temperaturen steigern die Verdunstungsrate des Wassers und der aufsteigende Dampf kann in einer kleinen Kammer kondensiert werden. Der Dampf tropft von der Kammer als trinkbares Wasser mit geringem Salzgehalt in ein Reservoir. In Zukunft soll diese Entsalzungsmethode gerade in privaten Haushalten genutzt werden.

... dass einige Säugetiere Magnetfelder „sehen“ können?

Grund dafür ist ein Sensormolekül namens Cryptochrom 1 im Auge des Tieres, welches die Neigung der Magnetfeldlinie wahrscheinlich sichtbar macht. Zu diesen Tieren gehören Zugvögel, Füchse, Wölfe, Bären, Orang-Utas und Hunde. Dieser sechste Sinn könnte bei den Tieren Grund dafür sein, warum gerade Hunde meist eine bestimmte Himmelsrichtung beim Gassigang bevorzugen. Es gibt jedoch auch Alternativen. So ist schon seit längerem bekannt, dass beispielsweise Nagetiere oder Fledermäuse diese Magnetfelder ebenfalls wahrnehmen, jedoch nicht durch das Cryptochrom 1, sondern durch mikroskopisch kleine Körnchen eines magnetischen Minerals, die wie ein Sensor funktionieren.

... dass das erste Prinzip des Computers bereits 1832 erfunden wurde

1832 entwickelte der Engländer Charles Babbage das erste Prinzip der analytischen Maschine, der Vorläufer des heutigen Computers. Die Maschine besaß bereits ein Rechenwerk, Steuerwerk, einen Speicher, eine Ein- und Ausgabe und eine Programmsteuerung. 1945 wurde dann der erste elektronische Rechner ENIAC (Electronic Numercial Intergrator Analyzor and Computer) in den USA in Betrieb genommen. INTEL fertigte 1971 den ersten Mikroprozessor an und nur drei Jahre später kam der erste PC - der MITS Altair 800 - auf den Markt.

... dass man eine Seifenblase einfrieren kann?

Bei genügend Kälte, ca. minus 25 Grad, kann die dünne Wasserhaut der Seifenblase zu Eis gefrieren. In der klaren Seifenhülle bilden sich Eiskristalle, die sich mit feinen, verästelten Mustern über die gesamte Kugeloberfläche ziehen. Dieser Prozess kommt durch kleine Unregelmäßigkeiten, sogenannten Kristallisationskeimen auf der Oberfläche zustande. Zerstört man die Blase, so zerbricht sie in viele kleine feine Flocken, die langsam zu Boden rieseln. Dieses Schauspiel ist in der Natur allerdings kaum zu sehen, da ein winziger Windstoß reicht um die Seifenblase zu zerstören.

… dass ein Computerprogramm das Brettspiel Go besser spielt als die amtierenden Champions?

Im Duell Mensch-Maschine führt die künstliche Intelligenz: das Computerprogramm AlphaGo hat den amtierenden Champion Sedol Lee aus Südkorea beim Brettspiel Go besiegt. AlphaGo wurde von Google DeepMind entwickelt und besiegte bereits im Oktober 2015 den mehrfachen Europameister Fan Hui. Zum ersten Mal überhaupt und zehn Jahre früher als gedacht, meisterte damit eine künstliche Intelligenz dieses komplexe Brettspiel besser als ein professioneller Go-Spieler.

Nach dem Spiel zeigte sich Lee Sedol überrascht von der Spielstärke der Google-KI: "Ich hätte nicht gedacht, dass es dazu fähig wäre, ein so gutes Match zu spielen", so der Go-Profi. "Selbst als ich hinten lag, habe ich nicht geglaubt, dass ich verlieren würde."

… dass es ein Material gibt, das auf Knopfdruck seine Form, Größe und Festigkeit verändern kann?

Ein Haus, das in einen Rucksack passt oder eine Wand, in der auf Knopfdruck ein Fenster entsteht: klingt nach Science Fiction, aber vielleicht nicht mehr lange. US-Forscher von der Harvard University haben ein Material entwickelt, dessen Nanostruktur durch Strom, Wärme oder Wasser gezielt verändert werden kann. Wie bei der Origami-Technik erzeugt eine Mischung aus Falten und Verweben dreidimensionale Formen, die flexibel verknüpft sind. Die Forscher verbanden 64 solcher winziger Gebilde zu einem ein Zentimeter großen Kubus, der seine Form ändern, größer werden oder sich ganz flach zusammenlegen kann.

… dass es Ameisen gibt, die ihre Feinde zu Freunden umprogrammieren?

Crematogaster Mimosae ist ein interessanter Name für ein sehr interessantes Tier. Die afrikanische Ameisenart ist bekannt, weil sie sogar ausgewachsene Elefanten oder Giraffen von ihren „Hausbäumen“ verjagen kann. Dafür stürzt sich eine ganze Armee der aggressiven Ameisen vom Baum auf die Blattfresser herab. Aber auch gegen andere Ameisenstämme haben sie eine besondere Verteidigungsstrategie entwickelt: sie können eine Art Waffenstillstand ausrufen. Dies erfolgt durch eine Übernahme der Duftstoffe durch die gegnerischen Gruppen.

... dass beim Händewaschen ohne Seife selbst das heißeste Wasser nichts nützt um Bakterien zu beseitigen?

Ein Test der Regensburger Universität ergab, dass das Händewaschen ohne Seife mit warmen Wasser zwar effektiver ist als mit kaltem, wenn es um die Beseitigung von fettigem Schmutz geht, da warmes Wasser mehr Energie enthält und somit eine schnellere Fett-Wasser-Emulsion entsteht. Letztendlich ist jedoch das Händewaschen mit Seife am sinnvollsten, denn sie bildet eine Brücke zwischen den Fett- und Wassermolekülen. Um Bakterien auf den Händen zu beseitigen sollte man grundsätzlich Seife benutzen und die Hände mindestens 30 Sekunden waschen, denn wenn es um Bakterien geht, bringt reines Wasser überhaupt nichts, egal welche Temperatur es hat.

...dass die weltweit dünnste Solarzelle so leicht ist, dass sie auf einer Seifenblase schweben kann?

In den USA wurde die dünnste und leichteste Solarzelle weltweit entwickelt. Sie ist gerademal ein Fünfzigstel so dick wie ein menschliches Haar und erzeugt sechs Watt Strom pro Gramm. Das entspricht aufs Gewicht bezogen 400 Mal mehr als bei herkömmlichen Glassolarzellen. Diese ultradünne Solarzelle könnte theoretisch auf jedem Material - von Kleidung über Zeitschriften-Cover bis Luftballons - eingesetzt werden, ohne sie zu bemerken. Allerdings handelt es sich hierbei erst um einen Prototypen.

... dass Forscher eine Mikrobe entdeckt haben, die normalerweise kaum biologisch abbaubare PET-Flaschen in nur sechs Wochen komplett zersetzen kann?

Ideonella sakaiensis heißt das Bakterium, das am liebsten PET verspeist. Dazu nutzt es zwei bis dato unbekannte Enzyme und zerlegt das Plastik in zwei Schritten in seine Grundbestandteile. Gerade mal sechs Wochen dauert es, bis das Plastik biologisch komplett abgebaut ist. Wenn man bedenkt, dass jährlich über 300 Millionen Tonnen Kunststoff - darunter ca. 50 Millionen Tonnen Polyethylenterephthalat (PET) - weltweit produziert werden, die kaum abbaubar sind und sich nach Jahrzehnten noch in Meeren und Gewässern befinden, ist diese Entdeckung revolutionär.

... dass Hautzellen einem schwachen elektrischen Feld folgen?

Normalerweise sind, anders als bei vielen Tieren, elektrische Felder für Menschen nicht sicht- oder spürbar. Es sei denn, sie sind stark genug um unsere Haare aufzustellen. Anders sieht es bei unseren Hautzellen aus. Durch einen Mechanismus können sich die Zellen bei der Wundheilung nach einem schwachen elektrischen Feld ausrichten um zur verletzen Stelle zu wandern. Bei dem Mechanismus handelt es sich um einen molekularen Sensor, der aus zwei Teilen besteht und die Zelle je nach Richtung eines elektrischen Feldes wandern lässt.

... dass die Entwicklung der Brille über 500 Jahre dauerte?

Der heutige Aufbau der Brille brauchte viele Jahre und viele Entwicklungsstufen. Zu allererst gab es einen Lesestein, der aus einer halbkugeligen Plankonvexlinse bestand, dies war etwa um 1240. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts gab es dann die Nietbrille, die Linsen wurden flacher geschliffen und näher an das Auge gelegt. Etwa in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die Bügelbrille erfunden, die beiden gefassten Gläser wurden nun mittels eines Bügel bzw. Bogen zusammen gehalten. Danach folgte die Mützenbrille, das Monokel, die Stirnreifenbrille, die Gelenkbrille, der Zwicker, die Fadenbrille, das Lorgnon und Anfang des 18. Jahrhunderts entstand dann die heute bekannte Ohrenbrille, die mittels zweier Bügel einen festen Sitz am Kopf hat.

... dass eine Smartphone App entwickelt wurde, die vor Erdbeben warnen soll?

Die App soll Erdstöße erkennen und die Menschen vor einem möglichen Beben warnen. In erdbebenreichen Regionen gibt es ein dichtes Netz an Messstationen, die sofort Alarm schlagen; die App dient lediglich zur Ergänzung. Smartphones besitzen Beschleunigungssensoren, so genannte Accelerometer, sie dienen dazu, dass das Smartphone erkennt, ob es vertikal oder horizontal gehalten wird und das Display dementsprechend anpasst. Diese Sensoren können auch die seismischen Wellen eines Bebens registrieren und dann, mit Hilfe der App, die Menschen in der Umgebung warnen. Am schwierigsten war es die App so zu programmieren, dass sie die Beben von alltäglichen Bewegungen unterscheiden kann. Allerdings gibt es die App vorerst nur für das Android Betriebssystem.

... dass das erste Auto wohl doch nicht von Carl Benz stammt?

Die Quellen des ersten fahrbaren Automobils gehen bis 1796 zurück, da soll Nicholas Joseph Cugnot im Auftrag des französischen Kriegsministeriums das erste dampfgetriebene Fahrzeug gebaut haben. Es sollte dazu dienen, die schweren Kriegsgeschütze zu transportieren. Allerdings war sein Gefährt nicht fahrtüchtig und er setzte es bei der Probefahrt vor eine Kasernenmauer. 1885 baute Carl Benz sein Motor angetriebenes Dreirad und meldete 1886 Patent an; von da an galt dies als die Geburtsstunde des Automobils. Jedoch haben mehrere Personen dazu beigetragen ein fahrbares Automobil zu konstruieren, Carl Benz meldete lediglich als erster Patent an und galt von da an als Erfinder des Automobils.

... dass es ein passives WiFi gibt, das 10.000-mal weniger Strom als herkömmliche Systeme benötigt?

Vier US-Forscher haben das sogenannte passive Wi-Fi erfunden, das 10.000-mal weniger Strom als herkömmliche Systeme verbraucht. Der Grund: die Forscher haben die digitale Technologie von der analogen getrennt. Der analoge Teil, der das Trägersignal für die Datenübertragung produziert, verbraucht enorm viel Strom. Dies wird nun von einem externen Gerät, welches direkt in die Steckdose gesteckt wird, übernommen. Somit verbrauchen Smartphones, Tablets, Computer und Co. nur noch einen Bruchteil an Energie. Jedes Gerät kann diese Signale empfangen und verarbeiten. Schon jetzt gilt die Erfindung der US-Forscher als eine der technologischen Durchbrüche dieses Jahres. Ob sich das neue System durchsetzt, wird sich allerdings erst in der kommenden Zeit zeigen.

... dass sanfter Strom die fiese Betäubungsspritze beim Zahnarzt überflüssig machen kann?

Viele Menschen bekommen regelrecht Panik, wenn sie an eine bevorstehende Zahnarztbehandlung denken. Allein die Vorstellung an das schmerzhafte Piksen der Betäubungsspritze lässt einige Menschen einen weiten Bogen um die Praxen machen. Forscher haben nun eine Methode entwickelt, die das Lokalanästhetikum mit Hilfe eines leichten Stroms unter die Haut bringt und somit für eine ausreichende Schmerzblockade sorgt. Man spürt lediglich ein leichtes Kribbeln. Diese Methode ist nicht nur viel risikoärmer, sondern auch sehr viel kostengünstiger, und könnte Millionen Patienten die schmerzhafte Spritze ersparen.

... dass der erste Taschenrechner 1,5 Kilo wog?

Er war so dick wie ein Wörterbuch und schwerer als eine Cola-Flasche. Im Frühling 1967 ging der erste Prototyp auf den Markt. Der Rechner konnte sechsstellige Zahlen addieren, subtrahieren, dividieren und multiplizieren und das bis zu vier Stunden am Stück, ohne die Batterien zu wechseln. Das Ergebnis spuckte der Rechner auf einem Stück Thermopapier aus. Im Laufe der Jahre wurde das Gerät immer weiter entwickelt, wurde immer kleiner und taschentauglich.

... dass 1826 bereits das erste Foto geschossen wurde?

1826 gelang es dem Franzosen Joseph Nicéphore Niepce das erste beständige Bild anzufertigen. Der erste Rollfilm wurde 1889 entwickelt, von da an war es möglich auch mehrere Fotos hintereinander zu schießen. 1920 wurde die erste Kamera mit Suchobjektiv entwickelt und 30 Jahre später, 1950, etablierte sich die erste Spiegelreflexkamera. 1936 war es erstmals möglich Fotos in Farbe zu schießen. Im Laufe der Jahre, wurde die Kamera immer mehr optimiert, so dass 1963 die erste Kamera mit automatischer Schärfeeinstellung vorgestellt wurde. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts war der Rollfilm nicht mehr nötig, denn durch die weitere Entwicklung der Digitalisierung war es von nun an möglich, die Bilder auf digitalen Datenträgern zu speichern.

... dass Alexander Graham Bell gar nicht der wirkliche Erfinder des Telefons ist?

Bell ist sozusagen der lachende Vierte, er hatte seine Idee mit den Ideen anderer verknüpft und es als seine Erfindung ausgegeben. 1876 beantragte er, genau am selben Tag wie Elisha Grey, das Patent für seinen Apparat. Da er Grey zuvor kam, erhielt er den Zuschlag. Jahre lang versuchten andere Erfinder, unter anderem Antonio Meucci, der eigentliche Erfinder des Telefons, zu beweisen, dass der Telefonapparat ihre Erfindung sei, dies wurde jedoch stets zurück gewiesen und somit wurde Bell, jedoch zu Unrecht, als Erfinder des Telefons geehrt.

... dass es Fitnessparks gibt, wo du deinen eigenen Strom erzeugen kannst?

Vorerst gibt es diese Sportparks nur in England, Studenten können hier durch die Nutzung der Geräte beispielsweise ihr Smartphone laden, die überschüssige Energie fließt dann in das Netz des Unigebäudes. In Deutschland gibt es bis lang nur ein Fitnessstudio dieser Art, auch hier können die Sportler während des Trainings ihr Handy laden, der nicht genutzte Strom fließt in die Lichtanlage des Kardiobereichs. Bis lang ist die Technik in diesem Bereich allerdings nicht ausreichend genug, sodass sich diese Art Fitnessstudio in Deutschland noch nicht etabliert hat.

... dass es ein Fahrradkino gibt?

In einigen Städten in Deutschland gibt es Open Air Fahrradkinos, hier müssen ca. 10 Besucher auf jeweils einem Fahrrad sitzen und strampeln. Wenn sie nicht mehr können, klingeln sie und werden dann von einem anderen Kinobesucher abgelöst. Wird zu wenig gestrampelt, wird die Leinwand dunkel und der Ton schlecht, dass ist das Zeichen für die Besucher, dass sie noch mehr strampeln müssen. Für die Kinobesucher ist es eine interessante Erfahrung den Strom selber produzieren zu müssen. Fährt man dazu noch gerne Fahrrad, ist das Fahrradkino eine optimale Möglichkeit Spaß und Bewegung miteinander zu verbinden.

... dass es bald Schwimmbarrieren geben soll, die den Müll aus dem Meer fischen?

In ungefähr vier Jahren sollen die Barrieren offiziell in den Betrieb gehen. Sie werden ca. 100 Kilometer lang sein und sich in V-Form über das Meer bewegen. Die Schwimmbarrieren bestehen aus luftgefüllten Planken an deren Unterseite ein harter Schirm senkrecht ins Wasser ragt. Der Müll, der durch die Strömung gegen diese Barrieren getrieben wird, sammelt sich im Zentrum des V in einem Behälter. Diese Behälter werden regelmäßig von Schiffen entleert und der angeschwemmte Müll entsorgt. Für die Lebewesen sind diese Barrieren kein Hindernis da sie durch die Strömung ohne Probleme unter ihnen hindurch gedrückt werden. Kleinere Tests in einem Probebecken laufen schon und bald sollen in den Niederlanden und in Japan größere Tests im offenen Meer folgen.

... dass man Licht kühlen kann?

Das erscheint zunächst paradox, wenn man an einen Laser denkt, der Licht in seiner konzentriertesten Form abgibt und damit höchst energiereich ist. Forschern ist es nun gelungen, einen Tropfen Salzlösung nicht aufzuheizen, sondern dessen Temperatur um 15 Grad zu senken. Es ist ebenfalls möglich, bestimmte Kristalle mit dieser Methode herunter zu kühlen, und das war der Schlüssel zu ihrem Ergebnis. Sie erzeugten einen kleinen Kristall aus Yttrium-Lithiumfluorid (YLF) und setzten ihn in eine Salzlösung, die beispielsweise der Flüssigkeit in Zellen und Geweben entspricht. Die Forscher bestrahlten den Kristall mit einem Infrarot-Laser, dieser Prozess entzog sowohl dem Kristall als auch der umgebenden Salzsäure die Wärme. Vorerst funktioniert dieser Prozess jedoch nur mit einem kleinem Kristall und etwas Flüssigkeit, die Forscher jedoch sind sich einig, dass sich dieser Prozess bald optimieren wird.

... dass Spiderman Schuhgröße 145 haben müsste, um nicht von der Wand zu fallen?

Im Tierreich gibt es eine Vielzahl von kletterfähigen Tierarten. Sie reichen von der Milbe bis hin zum Gecko. Allerdings steht die Größe der Haftflächen der Tiere im Verhältnis zu deren Körpergewicht, denn je großer sie sind und je mehr Gewicht sie auf die Wage bringen, desto mehr Fläche benötigen sie, auf der sie die Haftorgane platzieren können. Damit ein Mensch die Wand hochlaufen könnte wie ein Gecko, bräuchte er mindestens Schuhgröße 145, und insgesamt 40 Prozent unserer gesamten Körperfläche müsste in Haftfläche verwandelt werden. Rechnet man nur die Vorderseite des Körpers, so wären es sogar 80 Prozent die in Haftfläche verwandelt werden müsste. Jedoch gibt es auch Tiere, die diese natürlichen Begrenzungen austricksen, zum Beispiel Frösche, sie haben ihre Nanostruktur so modifiziert, dass sie bei der gleichen Fläche eine bessere Haftung haben.

... dass Süßwassermuscheln unentbehrliche Mini-Kläranlagen sind?

Eine einzige Muschel kann bis zu 40 Liter Wasser am Tag filtern und reinigen. Das macht sie zu einem kostbaren Teil des Ökosystems. Denn dort, wo die Gewässer sauber sind, gesellen sich auch andere Lebewesen an. Hinzu kommt noch, dass letztlich auch der Mensch von dem Ökosystem der Muscheln profitiert. Muschel ist jedoch nicht gleich Muschel, es gibt Arten die sich schnell in den Gewässern anpassen und dort überleben können, andere Arten wiederrum sind sehr anspruchsvoll und brauchen zum Überleben gewisse Wasserqualitäten und auch bestimmte Fischarten, die zu ihrer Verbreitung dienen.

... dass eine australische Bienenart ihre Pollen per Headbanging sammelt?

Insekten wenden die verschiedensten Techniken an, um möglichst viele Pollen zu sammeln. Viele Insekten nutzen ihre Flügelmuskeln, um die Blüten in Schwingung zu versetzen. Nicht so die australische Pelzbiene. Sie schlägt ihren Kopf, wie ein Heavy-Metal-Fan, rasend schnell auf und ab. Diese Headbanging-Biene könnte auch beim Pflanzenanbau nützlich sein, wenn es um eine Alternative der mechanischen Bestäubung in Gewächshäusern geht.

... dass die Fläche des kleinsten gedruckten Farbbildes dem Querschnitt eines menschlichen Haares entspricht?

Das Bild zeigt Clownfische, die nur unter dem Mikroskop zu erkennen sind. Hergestellt wurde das Farbbild mit einem Tintenstrahldrucker und misst lediglich 0,0092 Quadratmillimeter. Damit könne es der Druck in ins Guinness Buch der Rekorde schaffen. Für die gute Qualität des Bildes sorgen Quantenpunkte, die je nach Größe in unterschiedlichen Farben leuchten, es wurden mehrere Lagen von roten, grünen und blauen Quantenpunkten übereinander gedruckt, der Abstand zwischen zwei Pixeln beträgt lediglich 500 Nanometer, das entspricht 0,0005 Millimeter. Gelungen ist dies den Forschern der ETH-Zürich und einer Firma Namens Scrona AG, die auf Kleinstdrucke spezialisiert sind.

... dass Lemmy Kilmister, der verstorbene Frontmann von Motörhead, Namensgeber eines der vier neuentdeckten Elemente des Periodensystems werden soll?

Anfang Januar wurden vier neue Elemente entdeckt, welche die siebte Zeile des Periodensystem der Elemente nun vervollständigen. Noch sind die Elemente namenlos. Nach dem Willen zig tausender Motörhead-Fans soll eines der Elemente zum Gedenken an den Anfang Dezember 2015 verstorbenen Frontmann Lemmy Kilmister auf den Namen ‚Lemmium’ getauft werden. Namen neuer Elemente weisen oft auf berühmte Personen oder Orte hin.

... dass der Kühlschrank erst seit ca. 1950 zur Standardausstattung in den Haushalten gehört?

Die Entwicklung des Kühlschranks geht bis ins 18. Jahrhundert zurück. 1748 wurde die erste künstliche Kühlung vorgestellt, ab 1834 wurde sie kommerziell vermarktet. Jedoch hatte der Kühlschrank sich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht in die privaten Haushalte etabliert, die Leute griffen zu Eisblöcken und einer Holzkiste in der sie ihre Lebensmittel kühlten, daher stammt auch der Begriff „Eisschrank“. Erst 1930 nach vielen weiteren technischen und chemischen Weiterentwicklungen gehört der Kühlschrank zur Standardausstattung in den Haushalten der USA. 1950 etablierte er sich dann auch in Deutschland.

... dass Computerspiele wie ‚Super Mario’ Hirnregionen wachsen lässt?

Wissenschaftler des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung ließen zwei Monate lang ihre Probanden mindestens 30 Minuten ‚Super Mario 64’ spielen und stellten deutliche Strukturveränderungen und Wachstum bestimmter Hirnregionen fest. Nicht nur die räumliche Orientierung und das Erinnerungsbild, sondern auch strategisches Planen und feinmotorische Fähigkeiten konnten verbessert werden. Auch bei Ego-Shooter-Spielern konnte eine Steigerung der Konzentration und Entscheidungsfähigkeit festgestellt werden. Daddeln macht also doch nicht dumm.

... dass die Erdrotation durch die Eisschmelze an den Polen verändert wird?

An dem Beispiel eines Eiskunstläufers, lässt sich dieses Phänomen ganz gut verdeutlichen. Zieht der Eisläufer seine ausgetreckten Arme bei einer Pirouette fest an den Körper, beschleunigt sich seine Drehung und umgekehrt. Ähnlich verhält es sich mit der Erdrotation. Durch das klimabedingte Abschmelzen der Eismassen, verteilt sich das Wasser über die gesamten Weltmeere, wodurch das Gewicht von innen nach außen verlagert wird. Ähnlich wie bei dem Eiskunstläufer hat dies zur Folge, dass sich die Drehung der Erde verlangsamt.

... dass jeder Betrachter seinen eigenen Regenbogen sieht?

Der Regenbogen ist ein Phänomen unseres Sehens und hängt vom Standort des Betrachters ab. Wie viel man von dem Regenbogen sieht, hängt vom Winkel der Sonneneinstrahlung ab. Steht die Sonne sehr tief, morgen uns abends, so ist fast ein ganzer Halbkreis zusehen, gegen Mittag, wenn die Sonne hoch steht, ist nur ein kleiner Abschnitt des Kreises zu sehen. Betrachtet man einen Regenbogen aus sehr großer Höhe, beispielsweise aus einem Flugzeug, wird der Regenbogen zu einem Regenkreis, jedoch ist auch das, ein Phänomen unseres Auges.

... dass Fliegen 300 Einzelbilder pro Sekunde unterscheiden können und deshalb so schwierig zu kriegen sind?

Beim Menschen werden schon ca. 20 Bilder pro Sekunde zu einem Film. Aber nicht nur die sagenhafte Fähigkeit derart viele Einzelbilder in der Sekunde zu unterscheiden und der unbegrenzte Rundumblick der Facettenaugen, sondern auch ihr Zentralnervensystem, das zehnmal schneller als das des Menschen ist, macht sie zu Fluchtgiganten. Innerhalb von 200 Millisekunden erkennt sie, woher die Gefahr kommt und bringt Beine und Flügel in die richtige Startposition. Dabei handelt es sich aber nicht um Reflexe, sondern um gezielte Reaktion.

... dass es die dreifarbige Lichtsignalanlage erst seit 1920 gibt?

Die erste Verkehrsampel der Welt, wurde 1914 in Cleveland, USA, in Betrieb genommen, jedoch zeigte sie nur die Farben Rot und Grün. Als jedoch der Verkehr mit den Jahren zunahm, bedingt durch die Industrialisierung, brachte Garrett Morgan die erste dreifarbige Ampel in den Straßenverkehr, von da an zeigte die Ampel die Farben Rot, Gelb und Grün. 1920 wurden sie in Detroit und in New York aufgestellt und ab 1922 wurden sie auch in Europa in Betrieb genommen. Durch die Installation der Ampelanlagen, sollte den Menschen das Leben im Straßenverkehr vereinfacht werden und wie man sieht, hat sich das Prinzip der Lichtsignalanlagen bis heute durchgesetzt.

... dass die Erfindung der Mikrowelle reiner Zufall war?

1945 kam es zu diesem Zufall. Percy Spencer arbeitet in einem Unternehmen welches sich auf Haushaltsgeräte spezialisierte. Ein Gerät hatte es dem wissbegierigen Percy Spencer besonders angetan und zwar das Magnetron, eine Elektronenröhre. Dieses Gerät führte dazu, dass die Mikrowelle entdeckt wurde. Spencer hatte sich mit einem Schokoriegel in der Tasche dem aktiven Magnetron genähert und bemerkt, dass der Schokoriegel in seiner Hose zu schmelzen begann, er sah sofort die Parallelen zwischen den Mikrowellenstrahlen und der Reaktion des Riegels. Im Oktober 1945 meldet er Patent an und die Firma in der er arbeitete brachte die erste Mikrowelle auf den Markt.

... dass Bodenpilze den Weltrekord bei der Beschleunigung halten?

Bodenpilze sind klein, klebrig, leben im Dung und ihre Sporen sind, wenn es um die Beschleunigung geht, die schnellsten der Natur. Sie beträgt zwischen zwei bis 25 Meter pro Sekunde was einer Beschleunigung von 20.000 bis 180.000 g entspricht. Im Vergleich zur Beschleunigung der Sporen sind die anderen Lebewesen ausgesprochen langsam: Eine springende Antilope beschleunigt mit der 1,6-fachen Erdbeschleunigung - gemessen in "g". Flöhe beschleunigen beim Sprung auf 200 g und Quallen schießen ihre Nesselfäden mit immerhin 40.000 g hinaus.

... dass man sich in Hildesheim mit einem Videospiel die Wartezeit an einer Fußgängerampel verkürzen kann?

Zwei Studenten ärgerten sich über die langen Wartezeiten an roten Ampeln und erfanden kurzerhand eine Spielekonsole, mit der man gegen andere wartenden Fußgänger das berühmte Spiel „Pong“, das einem Tennisspiel ähnelt, antreten kann. Bei "Streetpong" hat derjenige gewonnen, der die meisten Treffer bis zur Grünphase erzielt hat. Während der Grünphase für Fußgänger ist das Spiel deaktiviert und schaltet sich erst bei der nächsten Rotphase wieder ein.

... dass unsere Vorfahren sehr viel besser hören konnten als der moderne Mensch?

Wissenschaftler haben anhand von versteinerten Ohrknochen zweier Vormenschen die Anatomie des Hörsystems nachgestellt. Die Analyse ergab, dass unsere Vorfahren erstaunlich gut sehr hohe Frequenzen wahrnehmen konnten. Diese Fähigkeit erleichterte ihnen wahrscheinlich die Kommunikation in der offenen Savanne.

... dass einige Dinosaurier ihre Körperwärme selbst steuern konnten?

Bei Untersuchungen von 70 bis 80 Millionen Jahre alten fossilen Dino-Eiern fanden Forscher heraus, dass einige Dinosaurier durch ihren Stoffwechsel in der Lage waren, ihre Körpertemperatur von innen heraus zu regulieren. Die meisten der heute lebenden Tiere sind wechselwarm und somit von der Umgebungstemperatur abhängig.

... dass es vielleicht bald möglich ist, den Handy Akku innerhalb einer Minute aufzuladen?

Der Lithium-Ionen-Akku ist derzeit das Non-Plus-Ultra, denn keine andere Batterietechnologie speichert so schnell und zuverlässig Energie. Doch vielleicht gibt es bald einen ernsthaften Konkurrenten, der Aluminium-Ionen-Akku. Sie funktionieren im Endeffekt beide gleich, doch der Aluminium Akku bietet durch seine Schaumstruktur eine 75 Mal schnellere Aufladung des Akkus. Ein leerer Smartphone-Akku wäre demnach schon nach ca. einer Minute voll. Doch bis es soweit ist, dauert es noch, denn der Akku muss erst noch auf den Markt gebracht werden.

... dass ein bestimmtes Material auf den Solarzellen thermische Energie ins Weltall abstrahlt?

Je heißer Solarzellen werden, desto weniger effizient wandeln sie Sonnenlicht in Elektrizität um. Allerdings gibt es nun für dieses Problem einen Lösungsansatz und zwar ein transparentes Material, welches das Licht passieren lässt und gleichzeitig thermische Energie ins Weltall abstrahlt. Das System ermöglicht die Passage von Sonnenlicht und erhält damit die Absorption, es kühlt gleichzeitig durch die Abstrahlung der Wärme und verbessert somit den Wirkungsgrad der Solarzelle.

... dass wir ein visuelles Wörterbuch im Kopf haben?

Um Texte zu verstehen, müssen wir längst nicht mehr jedes Wort, Buchstabe für Buchstabe entziffern, denn wir erkennen es als Ganzes und begreifen sofort seine Bedeutung. Unser Gehirn speichert nämlich bekannte Worte als Bilder, so dass wir diese sofort erkennen, wenn wir sie wieder sehen. Wenn wir Worte jedoch zum erst einmal sehen, brauchen wir länger um sie zu lesen und zu verstehen. Es gibt ein bestimmtes Hirnareal, indem dieser Vorgang stattfindet und dieser Bereich ist auch dafür zuständig, dass die neu erlernten Wörter in unserem Gehirn gespeichert bleiben.

... dass Kastanienblätter demnächst vielleicht eine Alternative zum Antibiotikum werden könnten?

In den Blättern der Edelkastanie stecken Inhaltsstoffe mit vielversprechendem medizinischem Potenzial. Hierzulande ist die Kastanie vor allem für ihre essbaren Früchte bekannt. Das Extrakt aus den Blättern der Kastanie macht krankmachende Bakterien unschädlich und löst, anders als beim Antibiotikum, keine Resistenzen aus. Jedoch tötet das pflanzliche Extrakt die Bakterien nicht, sondern nimmt ihnen lediglich die Fähigkeit, gewebeschädigende Gifte zu produzieren.

... dass man allein mit Hilfe der Sonne Stahl schmelzen kann?

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln nutzt die Energie der Sonne mit einem riesigen Solarofen. 159 einzelne Spiegel bündeln das Sonnenlicht in einem Punkt, der etwa so groß ist wie eine 1-Cent-Münze. Die Forscher vom DLR konzentrieren mit dieser Anlage das Licht um den Faktor 5000. So entsteht eine Hitze von ca. 2500 Grad Celsius und diese lässt Stahl mühelos schmelzen.

... dass es achtmal mehr Bäume auf der Welt gibt als bisher angenommen?

US-Forscher wollten wissen, wie viele Bäume es auf der Welt gibt. Auf der Grundlage von Satellitenbildern, Bestandsaufnahmen von Wäldern rund um den Globus und Computerberechnungen haben sie errechnet, dass es mehr als drei Billionen sind. Die Zahl liegt damit etwa achtmal höher als bisher angenommen, schreiben die Wissenschaftler im Fachjournal "Nature". Seit den Ursprüngen der menschlichen Zivilisation habe sich die Zahl der Bäume allerdings fast halbiert.

... dass umweltfreundliche Kristalle das hochgiftige Cadmium in LCD-Bildschirmen ersetzen könnten?

Strahlende Farben ohne Gift: Für das hochgiftige Cadmium in LCD-Bildschirmen könnte es schon bald einen umweltfreundlichen Ersatz geben. Die Quantenpunkte aus dem umweltschädlichen Schwermetall, die für die brillanten Farben sorgen, lassen sich auch aus Indiumphosphid herstellen. Dieses Ersatzmaterial entwickeln deutsche Wissenschaftler derzeit weiter, um dieselben herausragenden Eigenschaften wie bei Cadmium zu erhalten. Die möglichen Anwendungen gehen dabei weit über Fernsehbildschirme hinaus, betonen die Forscher.

... dass Forscher eine skurrile Methode zur Stromerzeugung entdeckt haben? Und zwar Strom durch Schläge.

Strom durchs Draufhauen: Forscher haben eine ungewöhnliche Methode entdeckt, um Strom zu erzeugen – durch Schläge. Denn eine Verbindung aus Eisen und Gallium produziert ein starkes magnetisches Feld, sobald es durch mechanischen Druck verformt wird. Kombiniert man dies mit elektrischen Leitungen, entsteht Strom. Immerhin 80 Megawatt pro Kubikmeter Material lassen sich so durch starke Schläge erzeugen.

... dass sich Pflanzen mit grünen und orangenen Farbstoffen gegen Sonnenbrand schützen?

Bei praller Sonne gelangt eine tausendfach höhere Energiemenge in das System der Pflanze, die sie schwer schädigen oder gar verbrennen könnte. Zu diesem Zweck existieren weitere Farbstoffe, die allerdings nicht grün, sondern orange gefärbt sind. Diese Karotinoide genannten Moleküle ermöglichen einen Trick, der mit dem grünen Chlorophyll allein nicht möglich ist: Grüner und orangefarbener Farbstoff lagern sich zu einem Komplex zusammen. Das Chlorophyll-Molekül überträgt darin die von ihm aufgenommene Sonnenenergie auf das Karotinoid-Molekül. Dieses wiederum wandelt die Energie in harmlose Wärme um und wirkt so wie eine Art Blitzableiter für überschüssiges Sonnenlicht.

Der Komplex zwischen beiden Farbstoffen besteht nur, solange strahlender Sonnenschein herrscht. Sobald auch nur eine Wolke vor die Sonne zieht, trennen sich beide Moleküle wieder. Da sie sich so schnell zusammen finden und wieder trennen können, läuft die Photosynthese stets mit der größtmöglichen Effizienz, ohne dabei außer Kontrolle zu geraten und der Pflanze einen Sonnenbrand einzubringen.

... dass die vermutlich kleinste Landschnecke gerade mal 0,86 Millimeter groß ist?

Forscher haben im Süden Chinas sieben neue Schneckenarten gefunden, die so winzig sind, dass man sie mit bloßem Auge kaum erkennen kann. Die kleinste unter ihnen misst gerade einmal 0,86 Millimeter: Angustopila dominikae, die möglicherweise kleinste Landschnecke der Welt. Sie passt in der Höhe genau in ein Nadelöhr.

... dass eine fleischfressende Pflanze die externe Energie von Regentropfen nutzt um ihre Beute ins Maul zu katapultieren?

Die Kannenpflanze Nepenthes gracilis von der Insel Borneo nutzt gezielt die Energie von Regentropfen, um sich Insekten per Trampolin-Effekt ins "Maul" zu spicken. Es handelt sich um eine ganz neue Kategorie von pflanzlicher Bewegung, sagen die Forscher, denn sie nutzt eine externe Energiequelle. Der Vorteil liegt dabei auf der Hand: Langsame oder gar schnelle Bewegungen wie im Fall der Venusfliegenfalle kosten den Pflanzen Kraft. Der Bewegungsmechanismus von Nepenthes gracilis ist hingegen energetisch kostenlos. Ihre regenreiche Heimat auf der Insel Borneo versorgt sie auch stets ausreichend mit Wasserkraft.

... dass es eine Fahrrad Disko gibt?

Die Greenmusicinitiative beschäftigt sich mit der Förderung von klimaverträglichen Musik- und Entertainmentbranchen. So haben sie im Jahr 2010 die so genannte Fahrrad Disko ins Leben gerufen. Es geht darum, Musik und Energie ohne Stromanschluss zu produzieren. Einzig und allein werden Personen benötigt, die mit ihren Fahrrädern genügend Strom produzieren, so dass der DJ spielen kann. Die Fahrräder werden an die Morgenwelt-Rocks Stage angeschlossen und die Pedalkraft produziert die Energie, die die Bühne und der DJ benötigen. Ist keine Energie mehr vorhaben, endet die Party. Somit kann jeder Partygast mit den Füßen abstimmen, wie lange gefeiert wird, und gleichzeitig etwas zur Energiegewinnung beitragen.

... dass die größte fleischfressende Pflanze Amerikas bis zu eineinhalb Metern lang werden kann?

Drosera magnifica (Prächtiger Sonnentau) nennt sich diese neue Entdeckung, die der Hobbyforscher Reginaldo Vasconcelos vor drei Jahren auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte und die von Experten sofort als neue Pflanzenart identifiziert wurde. Bis zu eineinhalb Metern kann die Pflanze lang werden und ihre fadenförmigen Fangblätter bis zu 24cm lang. Jedoch ist die Pflanze schon jetzt vom Ausserben bedroht.

... dass Kröten als Alarm bei einem Erdbeben dienen könnten?

Bevor ein Erdbeben auftritt, verschwinden Kröten aus der Region sogar während der Paarungszeit für mehrere Tage, das hat nun eine Wissenschaftlerin herausgefunden. Kröten reagieren sehr empfindlich auf die Veränderung des PH-Wertes im Wasser. Der PH-Wert wird durch das Gestein im Wasser beeinflusst, welches Ionen absetzt, wenn der hohe Druck vor einem Beben auf das Gestein wirkt. Um hingegen Menschen vor einem Erdbeben zu warnen, dafür muss diese Entdeckung noch richtig eingesetzt werden.

... dass es vielleicht irgendwann möglich ist, Personen anhand ihrer Schuhsohle zu erkennen?

In Zukunft sollen Personalausweise und Schlüssel überflüssig werden, das zumindest ist der Plan von Forschern aus Pennsylvania. Der Schuh soll in Zukunft als Personalausweis dienen. Durch ein Sensorsystem in der Sohle, auf der alle amtlichen Daten einer Person gespeichert sind, soll es möglich sein, durch Gewichtsverlagerung nach nur drei Schritten, den Träger der Schuhe zu identifizieren. Da die Gangart eines Menschen unnachahmlich ist, ist dieses System zu 99% sicher. Vieles könnte durch die Sohle vereinfacht werden, beispielsweise die Kontrollen am Flughafen. Außerdem hätte die lästige Schlüsselsuche vor der Haustür ein Ende, man würde einfach drei Schritte über die Fußmatte machen und schon öffnet sich die Tür.

… dass bereits 1899 ein Elektroauto den Rekord aufstellte, schneller als 100 km/h zu fahren?

1899 fuhr der belgische Rennfahrer und Konstrukteur Camille Jenatzy als erster Mensch schneller als 100 km/h. Sein torpedoförmiges Gefährt wurde von einem Elektromotor angetrieben. Die Rekordfahrt fand in Achères in der Nähe von Paris statt; dem Auto hatte Jenatzy den Namen "Jamais Contente" (niemals zufrieden) gegeben.

... dass in England ein Haus aus Müll gebaut wurde?

Das Haus wurde von Kunststudenten und jungen Handwerkern unter Anleitung gebaut. Es geht darum, Dinge, die sonst schnell im Müll landen, wieder zu verwerten und ihnen einen neuen Sinn zu geben. Unter anderem sind in diesem Haus Video-Kassetten, Zahnbürsten, Jeans-Verschnitte, Teppichfliesen, Fahrradschläuche und viele andere Dinge verwendet worden. Zu 85% besteht dieses Haus quasi aus Müll oder so genannten Wegwerf-Utensilien. Das Haus ist komplett bewohnbar und wurde auch von den Behörden genehmigt.

... dass unser Gehirn einen Tacho hat?

Die beiden Nobelpreisträger May-Britt und Edvard Moser haben Zellen entdeckt, die dem Gehirn von Säugetieren die Laufgeschwindigkeit vermitteln. Anhand eines Experiments mit Ratten konnten die beiden Forscher nachweisen, wie mit steigender Geschwindigkeit die Aktivität der Nervenzellen zunahm. Diese Zellen nennt man auch Speedzellen.

... dass unser Musikgeschmack viel über unseren Denkstil verrät?

Unsere musikalischen Vorlieben verraten, wie empathisch oder systematisch wir denken. Wie ein Experiment belegt, lässt sich unsere geistige Veranlagung sogar an unserem Musikgeschmack ablesen – und dies unabhängig von Geschlecht oder sonstigem Persönlichkeitstyp, wie die Forscher im Fachmagazin "PLOS ONE" berichten. Diejenigen, die hohe Empathiewerte hatten, bevorzugten sanfte  Musik mit eher traurigem Thema und mieden intensive Stilrichtungen. Systematisch veranlagte Menschen hingegen mochten eher komplexere, laute, intensive und anregende Musik.

... dass winzige Lebewesen dafür verantwortlich sind, dass die Wolken über der Antarktis im Sommer weißer sind?

Wenn im Sommer die Masse des Planktons in den Gewässern um den Südpol besonders groß ist, geraten die Mikroorganismen durch Wind und Wellen in die Luft. Da sie so leicht sind, werden sie in hohe Luftschichten der Troposphäre getragen. Hier dienen sie dann als Kondensationskeime für die Wolkenbildung. Je heller die Wolken sind, umso mehr winzige Tröpfchen enthalten sie. Diese Tröpfchen wiederum, so konnten Wissenschaftler zeigen, bilden sich an den Partikeln, die von den Massen von Plankton in die Luft gelangen. Durch die Meeresorganismen wird die Tropfenkonzentration in den Wolken im Sommer fast verdoppelt und führt dazu, dass wesentlich mehr Sonnenlicht von den Wolken in den Weltraum reflektiert wird.

... dass das Salz im Nudelwasser die Garzeit verringert und somit Energie spart?

Durch das Hinzugeben von Salz wird zunächst der Siedepunkt erhöht. Durch die höhere Kochtemperatur wird die Garzeit erheblich gesenkt. Neben der Einsparung von Energie hat das ‚Salz in der Suppe’ aber noch einen anderen positiven Effekt: Durch das Salzen des Wassers werden der Salzgehalt der Nudeln und des Wassers ausgeglichen. Dadurch bleibt der Geschmack in der Nudel und nicht im Wasser.

... dass ein neues Computerprogramm selbst krakelige Skizzen besser erkennen kann als ein durchschnittlicher Mensch?

Wie erste Tests ergaben, erkennt Sketch-a-Net zu 74,9 Prozent korrekt, was in einer Freihand-Skizze dargestellt ist. Damit liegt seine Trefferquote immerhin 1,8 Prozent höher als die von menschlichen Probanden – ein Rekord für Maschinengehirne.

... dass sich anhand von Nutzungsdauer und GPS-Daten der Handys unser Gemütszustand ablesen lässt?

Allein an der Nutzungsdauer und den GPS-Daten unseres Handys lässt sich ablesen, ob wir depressiv sind oder nicht. Das zumindest legt ein Experiment von US-Forschern nahe. Ihnen gelang es anhand dieser Daten, depressive Probanden mit 87-prozentiger Trefferquote zu identifizieren. Indizien sind unter anderem eine längere Nutzung und weniger Ortsveränderungen, wie die Forscher berichten.

... dass eine neue Software dem Gedankenlesen einen Schritt näher gekommen ist?

Nur anhand der Gehirnströme erkennt die neue Software, welche Wörter oder Sätze ein Proband gerade spricht. Das "Brain-to-Text"-Verfahren wertet anhand von zuvor gelernten Sprachmustern die Hirnströme aus und kann so erstmals kontinuierlich gesprochene Laute, Wörter und ganze Sätze rekonstruieren und per Computer als Text wiedergeben, wie Forscher im Fachmagazin "Frontiers in Neuroscience" berichten.

... dass man mit einfachen Tricks die Stromkosten im Sommer um rund 200 € senken kann?

1. Wäsche an der Leine trocknen.
Trockner verbrauchen durchschnittlich 320 Kilowattstunden im Jahr. Mit dem Trocknen an einer Leine werden dadurch von Juni bis September ca 28 € gespart.

2. Standort des Kühlschranks berücksichtigen.
Nicht zu nah an Wärmequellen wie dem Ofen. Lebensmittel werden bei sieben bis acht Grad ausreichend gekühlt. Jedes weitere Grad, um das die Temperatur gesenkt wird, lässt den Energieverbrauch um sechs Prozent steigen. Hier ist eine Einsparung im Sommer um mehr als 15 € möglich.

3. Gefrierschränke abtauen.
Wer mindestens einmal pro Jahr seinen Gefrierschrank abtauen lässt und die Lebensmittel höchstens auf -18 Grad Celsius einfriert, kann seine Stromkosten auf rund 50 Prozent reduzieren. Von Juni bis September wären dies 11 €.

4. Lüften statt Klimaanlage.
Bis zu 400 Kilowattstunden können in heißen Sommermonaten für die Nutzung der Geräte anfallen. Wenn man auf Lüften, Deckenventilatoren und Rollos zurückgreift spart man bis zu 52 €

5. Standby Stromfresser.
WLAN Router, Kühlschrank, Radiowecker, TV, DVD-Player und Stereoanlage . Verbrauchen Strom während Sie im Urlaub sind. Wer die Stecker zieht, spart ca. 51 €

... dass das Ansehen von Katzenvideos ein anhaltendes Wohlgefühl verursacht und neue Energie liefert?

Eine Forscherin hat das Phänomen der „Katzenvideos“ einmal genauer unter die Lupe genommen. Allein im Jahr 2014 erhielten Katzenvideos auf YouTube fast 26 Milliarden Klicks, zwei Millionen neue Clips von den tollpatschigen, niedlichen oder skurrilen Vierbeinern wurden neu auf YouTube gepostet. Warum sie geguckt werden und von wem, hat eine US-Forscherin nun untersucht - mit interessanten Ergebnissen. Die Videos tun demnach mehr als nur zu unterhalten: sie können unsere Stimmung anhaltend positiv beeinflussen und geben sogar neuen Schwung fürs Weiterarbeiten.

... dass es Forschern mit Hilfe von Laserstrahlen gelungen ist, Blitze zu zähmen?

Eigentlich sind Blitze unberechenbar. Doch jetzt ist es Forschern gelungen, den Pfad elektrischer Entladungen gezielt zu kontrollieren. Mit Hilfe von Laserstrahlen zwangen sie Blitze dazu, bestimmten Bahnen zu folgen. Sogar s-förmige Kurven und Bögen, die Hindernisse umstrahlten, konnten sie so erzeugen. Der Laserstrahl bereitet dem Blitz einen Weg des geringsten Widerstandes, dem die Entladung folgt. Die Fähigkeit, Blitzbahnen zu kontrollieren, eröffnet neue Anwendungen, verbessert aber auch gängige Verfahren, bei denen Lichtbögen und elektrische Entladungen eingesetzt werden, so die Forscher im Fachmagazin "Science Advances".

... dass allein durch Verdunstung Mini-Autos lautlos fahren und sogar kleine Motoren angetrieben werden können?

Wasserkraft mal anders: Ein lautlos fahrendes Mini-Auto, künstliche Muskeln und ein Motor, der eine LED leuchten lässt – sie alle laufen mit der Kraft der Verdunstung. Denn ihr Herzstück ist eine Maschine, die Unterschiede in der Luftfeuchtigkeit als Antrieb nutzt. Konstruiert wurde sie von US-Forschern, die auf diese Weise demonstrieren wollten, dass in der allgegenwärtigen Verdunstung eine große, ungenutzte Kraft steckt, wie sie im Fachmagazin "Nature Communications" berichten.Verdunstung ist ein allgegenwärtiges Phänomen, sie tritt überall da auf, wo Wasser ohne zu Kochen in den gasförmigen Zustand übergeht. Viele Pflanzen nutzen die Kraft der Verdunstung, um ihre Sporenkapseln oder Spaltöffnungen zu öffnen, Tropfen beginnen durch sie zu rollen und zu tanzen und auch im Mikrokosmos funktioniert diese Umwandlung in Bewegung.

... dass aufgeschäumtes Biopolymer bei schweren Unfällen Leben retten könnte?

Schaum statt Druckverband: Eine neue Erfindung könnte künftig einen tödlichen Blutverlust bei Unfällen verhindern. Sie besteht aus einem Biopolymer-Schaum, der einfach in die Wunde gesprüht wird. Dort bildet er zusammen mit den Blutzellen einen zählen Klumpen, der das weitere Ausfließen des Blutes verhindert. In ersten Tests konnten die Forscher 90 Prozent des sonst fatalen Blutverlusts verhindern.

... dass die energiereiche Röntgenstrahlung eines Teilchenbeschleunigers Gemälde auf Echtheit prüfen kann?

Forscher haben drei Portraits des berühmten Komponisten Johann Sebastian Bach mit einer absoluten Hightech-Methode überprüft: Sie durchleuchteten die Bilder mit der energiereichen Röntgenstrahlung eines Teilchenbeschleunigers. Dabei zeigten sich in einem Bild Elemente, die zur angeblichen Entstehungszeit noch nicht in Pigmenten eingesetzt wurden. Zwei andere erwiesen sich dagegen als echt.

... dass Forscher einen Computer entwickelt haben, der nicht mit elektronischen Signalen sondern mit Wassertropfen rechnen kann?

Die meisten Computer verarbeiten die Nullen und Einsen des digitalen Codes in Form elektrischer Signale – Strom fließt oder eben nicht. In optischen Leitern und den ersten Versuchen optischer Computer übernehmen Lichtpulse diese Aufgabe und auch Magnet-Polungen als Bits gibt es schon.

Für logische Operationen benötigt dieser Computer allerdings nur Wassertropfen, ein paar Eisenstäbchen und ein Magnetfeld. Denn bei ihm bestehen die Bits nicht aus elektrischen Signalen, sondern aus Tropfen, die winzige Eisenspäne enthalten. Auf diese Weise magnetisiert, lässt sich die Bewegung dieser Tropfen mit Hilfe von wechselnden Magnetfeldern kontrollieren. Die Tropfen übernehmen damit quasi die Funktion von Elektronen in herkömmlichen Schaltkreisen. Der Schaltkreis selbst besteht beim Tropfencomputer aus kleinen Eisenbälkchen, die zu einer Art Labyrinth angeordnet sind.

... dass die kleinste Glühlampe der Welt nur ein Atom dick ist?

Forscher haben erstmals ein ultradünnes Graphen-Filament – d.h. Kohlenstoffatome in einer bienenwabenförmigen Netzstruktur mit einem Atom Dicke – zum Leuchten gebracht. Sie heizten es durch Strom auf, bis es begann Licht im sichtbaren Bereich abzugeben. Das Besondere daran: weil die Hitze dieser "kleinsten Glühlampe der Welt" extrem lokal bleibt, kann diese in einen Mikrochip montiert werden, ohne ihn zu schädigen. Das bereitet den Weg zu neuen ultradünnen Displays, wie die Forscher im Fachmagazin "Nature Nanotechnology" berichten.

... dass mehr als ein Drittel aller Babys schon Smartphones und Tablets nutzen?

Digitale Kindheit: Mehr als ein Drittel aller Babys wischt und tippt heute schon auf Handys und Tablet herum, bevor sie zu sprechen oder laufen lernen. Mit zwei Jahren nutzt bereits ein Großteil der Kleinkinder digitale Medien – teilweise mehr als eine Stunde am Tag, wie eine US-Studie belegt. Bei Experten weckt dies eher Besorgnis, denn erste Studien sprechen eher für negative Effekte der frühkindlichen Berieselung.

... dass die Flügel des Greta oto Schmetterlings kaum Licht reflektieren und somit extrem durchsichtig und fast unsichtbar sind?

Der hauptsächlich in Mittelamerika vorkommende Glasflügel-Schmetterling (Greta oto) kann mit einem ganz besonderen Trick aufwarten: Wenn er fliegt, ist er für Fressfeinde beinahe unsichtbar. Seine Flügel sind extrem durchsichtig, sie reflektieren selbst bei schrägem Blickwinkel kaum Licht. Je nach Blickwinkel reflektieren seine Flügel nur zwei bis fünf Prozent des einfallenden Lichts. Zum Vergleich: Eine Glascheibe wirft acht bis hundert Prozent zurück. Sie spiegelt daher deutlich stärker und verliert dadurch bei schrägem Winkel auch einen Großteil ihrer Transparenz

... dass eine neu entwickelte Atomuhr so präzise ist, dass sie sogar Einsteins Zeitverzerrung messen könnte?

US-Forscher haben eine Atomuhr konstruiert, die dreimal so präzise wie zuvor ist und selbst in 15 Milliarden Jahren nicht eine Sekunde vor oder nach gehen würde. Die auf Strontium-Atomen beruhende Uhr ist so genau, dass man mit ihr sogar messen kann, ob die Zeit auf Bergen schneller vergeht als im Tal – ein Effekt, den schon Einstein vorhersagte.

... dass ein CERN-Physiker Teilchenspuren in Gitarren-Riffs für ein Heavy-Metal-Stück umwandelte?

Teilchenspuren als Gitarren-Riffs: Ein Physiker des CERN hat seine eigene Version der Daten zur Entdeckung des Higgs-Bosons ins Netz gestellt. Er setzte dafür die im Teilchenbeschleuniger registrierten Massenwerte bestimmter Detektorkanäle in Noten um und machte daraus Musik.

... dass eine neue Technik entwickelt wurde, durch die Roboter fehlende Beine oder andere Schäden selbst zu kompensieren lernen?

Tiere oder Menschen passen ihre Bewegungen meist automatisch an Verletzungen oder Behinderungen an: Ein dreibeiniger Hund kann schnell wieder lernen, sogar zu rennen und zu springen. Bei Robotern aber ist dies anders: Werden sie beschädigt, sind sie bisher weitgehend hilflos. Das aber könnte sich nun ändern. Denn Forscher haben eine Technik entwickelt, durch die Roboter fehlende Beine oder andere Schäden selbst zu kompensieren lernen: Fix tüftelt ein Chip Verhaltenskonzepte aus, um Schäden auszugleichen.

... dass Oktopusse auch mit der Haut sehen können?

Der Oktopus hat eine einzigartige Fähigkeit: Er kann nicht nur die Farbe und das Muster seiner Haut verändern, sondern auch deren Textur. Einerseits passen die Tiere sich so perfekt ihrer Umgebung an um sich zu tarnen. Die hochintelligenten Kopffüßer kommunizieren jedoch auch untereinander über diese Farbwechsel. Ihre außergewöhnliche Vielseitigkeit erhalten die Oktopusse durch sogenannte Chromatophore. Diese pigmentierten Organe in der Haut reagieren auf Signale aus Augen und Gehirn des Tieres und dehnen sich aus oder ziehen sich zusammen, um das Erscheinungsbild der Haut zu verändern. Meeresbiologen entdeckten nun, dass der Oktopus nicht völlig auf seine Augen angewiesen ist: Richteten die Biologen einen weißen Lichtstrahl auf die Haut eines Oktopus, so dehnten sich die Chromatophore an der beleuchteten Stelle aus und wechselten die Farbe. Ging das Licht aus, so nahmen sie wieder die ursprüngliche Erscheinung an.

... dass am Max-Planck-Institut an Materialien geforscht wird, die sich selbst heilen können?

Am Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf arbeitet man schon seit zehn Jahren an Legierungen, die sich selbst heilen, wenn sich in ihnen Nanorisse bilden. Denn die sind die Wurzel allen Übels. Unternimmt man nichts gegen sie, werden die Risse mit der Zeit immer größer und führen zum Bruch des jeweiligen Gegenstands. Inzwischen sind die Max-Planck-Forscher unter anderem durch die Anwendung sogenannter Formgedächtnislegierungen aber auf einem guten Weg. Sie stellen Materialien her, die bereits die Nanorisse flicken.

... dass sich Lautsprecher auf Buchseiten drucken lassen?

Bilder als Lautsprecher: Gedruckte Fotos können Töne von sich geben, denn elektronische Bauteile lassen sich ebenfalls ausdrucken und ins Papier integrieren. Möglich ist dies durch die Drucktechnik, die das Team um den Wissenschaftler Arved Hübler von der Universität Chemnitz im Laufe der letzten Jahre entwickelt und verfeinert hat. Dabei drucken sie elektronische Bauteile mit klassischen Druckverfahren direkt auf Papier. Eine dünne Schicht aus einem piezoelektrischen Polymer beginnt unter elektrischer Spannung zu schwingen und strahlt so Töne ab. Für die elektrischen Signale sind zusätzliche gedruckte, elektrisch leitfähige Schichten nötig. Der so entstandene biegsame Lautsprecher befindet sich zwischen den zwei Teilen einer zusammenlaminierten Papierseite.

... dass eine Fischart das Wärmetauscher-Prinzip nutzt, um seinen Körper warm zu halten?

Wassertiere, Amphibien und Reptilien gehören zu den wechselwarmen Tieren. Deren Körpertemperatur entspricht normalerweise den Umgebungswerten. Damit sparen sie Energie und auch Nahrung zur Produktion eigener Körperwärme. Allerdings bekommen sie bei kaltem Wetter, in der Nacht oder gar im Winter Schwierigkeiten: sie werden langsam und träge, oder verfallen sogar vollständig in Kältestarre. Der Gotteslachs ist unter den Fischen eine sensationelle Ausnahme. Er erwärmt sein Blut, ähnlich wie es Vögel und Säugetiere tun, haben US-Forscher herausgefunden. Seine Körpertemperatur liegt dadurch bis zu fünf Grad höher als die des Wassers. In seinem kalten Lebensraum macht ihn diese Anpassung zu einem besonders flinken Räuber.

... dass neue elektrische Bauteile sich auf Befehl selbst auflösen?

Selbstzerstörung in zwanzig Sekunden: Forscher haben neuartige elektronische Bauteile entwickelt, die sich quasi auf Befehl selbst auflösen. Sie wollen damit Elektroschrott leichter recycelbar machen oder zumindest von den Müllhalden verschwinden lassen. Bislang beginnt diese Selbstzerstörung der Elektronik bei ausreichender Hitze von allein, die Forscher arbeiten aber bereits an anderen Auslöse-Mechanismen.

... dass Forscher eine Kamera erfunden haben, die ihren eigenen Strom erzeugt?

Keine Batterie, kein Ladekabel, keine Solarpanel: US-Forscher haben eine Videokamera erfunden, die sich selbst mit Energie versorgt. Die Bildsensoren der Kamera nutzen das Licht im Raum, um daraus den nötigen Strom zu gewinnen. Solange genügend Licht zur Verfügung steht, kann die Kamera jede Sekunde ein Bild aufnehmen, für immer.

... dass Gähnen nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Vögeln ansteckend ist?

Ein herzhaftes Gähnen steckt an: Ganz besonders von einem Menschen zum anderen, aber auch Schimpansen und sogar Hunde und Ratten lassen sich von Artgenossen und auch von uns zum Gähnen verleiten. Ein Experiment zeigte nun, dass auch Wellensittiche sich untereinander mit ihrem Gähnen anstecken. Damit sind Säugetiere nicht länger die einzigen Tiere mit diesem Verhalten. Da das Gähnen als eine empathische Reaktion gilt, lässt sich daran möglicherweise auch das Einfühlungsvermögen der Vögel näher erforschen, schreiben die Forscher im Magazin "Animal Cognition“.

... dass Forscher Schokolade röntgen, um dem unbeliebten weißen Fettreif vorzubeugen?

Schokolade als Röntgen-Patient: Mit Hightech-Methoden haben Forscher erstmals tief ins molekulare Innenleben der Schokolade geschaut. Die Röntgen-Analysen enthüllten, wie und warum die beliebte Süßigkeit manchmal einen unkleidsam weißlichen Überzug entwickelt, den sogenannten Fettreif. In Echtzeit konnten die Wissenschaftler unter anderem verfolgen, welche Rolle dabei flüssige Fettanteile der Schokolade spielen. Die Beobachtungen sollen helfen, dem Fettreif vorzubeugen.

... dass eine neuartige High-Speed-Kamera tausendfach schneller filmen kann als herkömmliche Modelle?

Filmen mit Femtosekunden-Pulsen: Japanische Forscher haben eine Highspeed-Kamera entwickelt, die tausendmal schneller als die herkömmlichen ist. Sie kann Filme mit einer zeitlichen Auflösung von 4,4 Billionen Bildern pro Sekunde machen – und das bei einer Bildgröße von immerhin 450x450 Pixeln. Selbst ultraschnelle Prozesse wie die Vibrationen von Kristallgittern oder die Explosion eines per Laser verdampften Oberfläche lassen sich damit einfangen.

... dass in einer Tonne Computer-Schrott 70 Kilogramm Kupfer, 140 Gramm Silber und 30 Gramm Gold stecken?

Fernsehgeräte, Handys, Computer und andere elektronische Geräte landen irgendwann im Abfall. Da in solchen Geräten wertvolle Rohstoffe verbaut sind, werden sie recycelt. In extra dafür entwickelten Anlagen wird der Schrott geschreddert, sortiert und eingeschmolzen. Am Ende gewinnen die Recycler daraus Kupfer mit einem Reinheitsgrad von 99,995 Prozent. Das wird dann wieder in Fernsehgeräten, Handys oder Computern verbaut.

... dass es intelligente Fenster gibt, die selbständig lüften?

Das intelligente Fenster "ClimaWin" reguliert die Lufterneuerung im Raum selbstständig. Die Sensoren messen Innen- und Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit und Kohlendioxid-Konzentration. Für einen maximalen Dämm-Effekt ist das Fenster dreifach verglast. Zwischen der äußeren Scheibe und den beiden inneren ist ein größerer Spalt. Wenn die Steuereinheit feststellt, dass gelüftet werden muss, öffnet sie Klappen unterhalb des Rahmens. Je nach Außentemperatur wird die Luft dann unterschiedlich geführt. Solarzellen versorgen die Steuereinheit mit Strom.

... dass ein Kraftwerk für die Hosentasche entwickelt wurde?

Das Kraftwerk für die Hosentasche ist ein Stromerzeuger, in dem fünf kleine Brennstoffzellen stecken und mit preisgünstigem Campinggas betrieben wird. Mit einer Ladung Campinggas kann man z.B. das Handy elf Mal laden. Outdoor-Freunde und vielreisende Geschäftsleute können sich auf das Minikraftwerk freuen, das in Kürze in Dresden vom Band läuft.

... dass man auf einem Laufband, das ohne Strom funktioniert, 30 % mehr Kalorien verbraucht als auf einem herkömmlichen?

Beim Ausdauertraining im Fitnessstudio kann man ordentlich Kalorien abbauen, zum Beispiel auf dem Laufband. Die Erfindung eines Laufbandes, das ohne Strom funktioniert, macht dieses Training noch intensiver. Durch die leicht gebogenen Form der Lauffläche und die innovative Technik im Inneren des Gerätes treibt der Läufer selbst das Laufband an und bestimmt das Tempo durch seine Schritte. Die Erfindung hat bereits den Weg in einige Fitnessstudios gefunden. Dort starteten kleine Testläufe. Dabei verbrauchten Probanden auf dem neuen Laufband fast 30 Prozent mehr Kalorien in der gleichen Laufzeit als auf dem herkömmlichen Trainingsgerät.

... dass der Blumentopf „Flower Nanny“ für mehrere Wochen die Vollzeit-Pflege von Topfpflanzen übernehmen kann?

Der Blumentopf, der sich selber gießt, dürfte vor allem Menschen interessieren, die über einen fehlenden grünen Daumen klagen oder viel unterwegs sind: Die sogenannte "Flower Nanny" versorgt Zimmerpflanzen mit Wasser und übernimmt für mehrere Wochen die Vollzeit-Pflege der Topfpflanzen. Sensoren im Inneren des Topfes messen die Feuchtigkeit der Erde. Automatisch wird die Versorgung der Pflanze danach geregelt. Wichtig ist der integrierte Wassertank, der voll sein muss, damit der Topf sich selbst bewässern kann. Die Erfindung ist für verschiedene Pflanzenarten und deren Bedürfnisse einstellbar.

... dass man mit Magnet-Steckverbindungen Möbel in kürzester Zeit ganz ohne Werkzeug zusammen bauen kann?

Ein junges Team erfindet Möbel, die einfach und schnell aufzubauen sind. Dafür haben sie eine nahezu verschleißfreie Magnet-Steckverbindung entwickelt. So können die Möbel beliebig oft ohne Werkzeug auf- und abgebaut, modular erweitert oder neu zusammengestellt werden. Statt Stifte oder andere Verbindungselemente halten starke Magnete die einzelnen Teile zusammen. Ein Vorteil der Erfindung soll das schnelle Auf- und Abbauen der Möbel sein.

... dass das Fraunhofer-Institut für Bauphysik eine Leuchte gegen Büro-Lärm erfunden hat?

In Deutschland arbeiten rund 13 Millionen Menschen in Büros. Ein großer Anteil davon ist in Mehrpersonenbüros tätig. Dort wird ständig kommuniziert, finden Meetings und Telefonkonferenzen statt. Viele der Bürokräfte klagen über die ablenkende Geräuschkulisse. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik hat gemeinsam mit dem Leuchtenhersteller Nimbus eine Schreibtischleuchte als Geräusch-Maskiermittel entwickelt. Diese kann multifunktional und vom Nutzer individuell eingesetzt werden. Sie überdeckt störende Geräusche am Arbeitsplatz mit "Geräuschevorhängen“, die nicht als störend empfunden werden.

... dass der erste Organismus auf dem Mars ein Salatkopf sein wird?

Ein Studentenprojekt aus England wurde als eines von 10 Universitätsprojekten ausgewählt, die 2018 auf den Mars gebracht werden. Der Flug der privaten Stiftung „Mars One“, dient dazu Nutzlast auf den Mars zu bringen, bevor die ersten Menschen im Jahr 2025 dort ankommen. An Bord der Rakete wird sich unter vielen anderen Projekten auch ein kleines Gewächshaus mit Salatsamen befinden, das von den Studenten der Universität Southampton entworfen wurde. Damit wird das Gemüse, der erste Organismus auf dem Mars, der von Menschen dorthin gebracht wurde. Die gefrorenen Salatsamen werden zusammen mit Wasser, Nährstoffen und einem Kontroll-System zum Mars geflogen. Das Gewächshaus wurde so entwickelt, dass es möglichst viel von der Umwelt auf dem Mars nutzt. So kommen zum Beispiel sowohl die Sonnenenergie auf der Marsoberfläche, als auch Stoffe aus der Mars-Atmosphäre dem Salat zugute. Ein Heizungssystem muss allerdings trotzdem mit an Bord sein, um die Temperatur zwischen 21° und 24° Celsius halten zu können. Eine Kamera wird regelmäßig dokumentieren, wie gut der Salat wächst.

...dass in Sachsen die Glühbirne neu erfunden wurde?

So langsam verschwinden auch die letzten Glühlampen aus den Haushalten. Mit den neuen Energiesparlampen haben sich viele aber immer noch nicht angefreundet. Das soll eine Erfindung aus Sachsen jetzt ändern. Hier wurde die Glühlampe nämlich neu erfunden: Sie geht genauso schnell an, wirft ähnliches warmes Licht und hat die gleiche Form wie die alte. Der Clou: Der Wolfram-Faden im Inneren wurde durch LED-Fäden ersetzt.

... dass Chemiker ein Parfüm entwickelt haben, das besser reicht, je mehr man schwitzt?

Schwitzen ist für unseren Körper eine wichtige Hilfe zur Thermoregulation. Dummerweise aber verströmt der Schweiß nach kurzer Zeit einen unangenehmen Mief. Schuld daran sind Bakterien, die beispielsweise unter unseren Achseln leben. Chemiker haben ein neuartiges Parfum entwickelt, dass sich unserem Schwitzen automatisch anpasst. Ist Schweiß vorhanden, bindet die Substanz die stinkenden Bakterienprodukte und setzt gleichzeitig die Duftstoffe frei. Dadurch wirkt es umso effektiver, je mehr wir schwitzen.

... dass gelegentliches Fast Food gar nicht so schlecht für die Fitness ist, wie sein Ruf?

Protein, Fett, Kohlenhydrate – diese drei Komponenten spielen besonders für Sportler eine große Rolle. Vor allem im Fitnessbereich soll eine gut ausgewogene Ernährung den Muskelaufbau vorantreiben. Fast Food ist in einem solchen Ernährungsplan strikt untersagt – Proteinshakes und -riegel hingegen werden in Massen konsumiert. Michael Cramer von der Universität in Montana hat diese Regel genauer untersucht und kam zu dem Ergebnis, dass Fast Food ähnliche Leistungen hervorbringt, wie eine Fitness-Ernährung.Denn der Körper merkt nicht, woher seine Nährstoffe kommen – ein simples Kohlenhydrat bleibt ein simples Kohlenhydrat, egal, ob es über normales Essen oder eine spezielle Sportlernahrung aufgenommen wird.

... dass ein Grauwalweibchen einen neuen Langstreckenrekord über 22.511 km aufstellte?

Es ist die längste je bei einem Säugetier beobachtete Wanderung: Ein Grauwalweibchen schwamm binnen 172 Tagen eine Strecke von 22.511 Kilometern, das entspricht gut der Hälfte einer Erdumrundung, und wurde dabei per Sender von Menschen beobachtet. Die aktuelle Studie ist allerdings auch aus anderen Gesichtspunkten bemerkenswert: So schwamm das Grauwalweibchen ebenso wie die anderen beobachteten Tiere auf dem Hinweg geradewegs durch das offene Meer und nicht – wie bei ostpazifischen Grauwalen üblich – nahe der Küsten. Dies spreche für die hervorragenden Navigationsfähigkeiten der Wale.

... dass mit dem einzigartigen elektrischen Taxibot am Frankfurter Flughafen die Flugzeuge umweltschonend bewegt werden?

Flugzeuge verbrauchen nicht nur im Flug viel Kerosin, sondern auch am Boden. Denn wenn sie den Weg vom Gate bis zur Startbahn zurücklegen, werden sie ebenfalls von den Triebwerken bewegt. Am Frankfurter Flughafen beträgt diese Strecke rund zwei Kilometer. Bei 1.300 startenden und landenden Flugzeugen pro Tag führt der dabei entstehende Ausstoß zu einer gewaltigen Umweltverschmutzung und verursacht enorme Kosten. Um die Ausgaben und die Belastung für die Umwelt zu reduzieren, kommt in Frankfurt am Main eine weltweit einzigartige Erfindung zum Einsatz: der Taxibot. Dabei handelt es sich um einen Elektro-Schlepper, der die Flugzeuge am Vorderrad bis zur Startbahn zieht. Die Triebwerke des Fliegers sind dabei ausgeschaltet und verbrauchen kein Kerosin.

... dass es ein Gradierwerk für zu Hause gibt?

Asthmatiker und Menschen mit Atemwegsbeschwerden werden in Kurorten mit salziger Meeresluft oder in Gradierwerken therapiert. Mit der Entwicklung von Herbert Sondermann kann man auch zuhause gesunde, salzhaltige Luftpartikel einatmen. Seine Mini- und Micro-Salinen bestehen aus Edelstahl und Schwarzdornzweigen. Er hat sie so konstruiert, dass das salzhaltige Wasser in einem Kreislauf von oben durch die Zweige tropft, unten aufgefangen und dann wieder nach oben geführt wird. Das verdunstete Wasser wird nachgegossen. Bei der Mischung hält sich Herbert Sondermann an das Vorbild großer Gradierwerke: Etwa drei bis sechs Prozent Salz sind im Wasser gelöst.

... dass seit Anfang dieses Jahres Costa Ricas Energiebedarf zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien gedeckt wird?

In den vergangenen drei Monaten erzeugte Costa Rica fast 100 Prozent des im Land konsumierten Stroms durch erneuerbare Energien, vor allem durch Wasserkraft, wie das costaricanische Institut für Elektrizität (ICE) kürzlich bekannt gab. Durch starke Regenfälle während der vergangenen Monate sind die Stauseen gefüllt, die Wasserkraftwerke arbeiten mit maximaler Kapazität. Sie machen 68 Prozent der Energieerzeugung aus, gefolgt von Geothermie, Windkraft, Energie aus Biomasse und Sonnenenergie.

... dass Bolivien das größte urbane Seilbahnnetz der Welt baut?

Am 30. Mai 2014 eröffnete der bolivianische Präsident Evo Morales die "Linea Roja“des Teléferico.Sie ist eine von insgesamt drei Seilbahnlinien, die künftig die beiden Städte La Paz und El Alto verbinden.

Mit einer Gesamtlänge von fast zehn Kilometern, verteilt über 14 Stationen werden zukünftig über 443 Gondeln im 12 Sekundentakt über 17 Stunden täglich Menschen schnell und sicher transportieren und das radikal überforderte Verkehrssystem der beiden Metropolen entlasten.

... dass winzige Singvögel mit einem Köpergewicht von nur 12 Gramm bis zu drei Tage ohne Unterbrechung übers Meer fliegen können?

Streifenwaldsänger begeben sich im Herbst auf den Weg in ihr Winterquartier von Nord- nach Südamerika über den Atlantik - ohne Pause. In nur zwei bis drei Tagen legen sie dabei zum Teil eine Strecke von mehr als 2500 Kilometern zurück, berichtet ein internationales Forscherteam im Fachblatt "Biology Letters" der Royal Society. Einige Vögel schaffen dabei eine Fluggeschwindigkeit von über 80 km/h.

... dass einige Bakterien Eisenminerale wie wiederaufladbare Batterien nutzen?

Die spezialisierten Mikroorganismen können ihre Energie in winzigen magnetischen Nanopartikeln speichern, wie Forscher nun herausgefunden haben. Diese Energie können andere Bakterien bei Bedarf nutzen, erläutern die Forscher in der Fachzeitschrift „Science“. Bei den Bakterien handelt es sich sowohl um eisenoxidierende als auch eisenreduzierende. Sie nutzen die magnetischen Partikel (Magnetit) entweder als Energiequelle oder –speicher. Die Forschergehen davon aus, dass auch viele andere Bakterientypen, die man in der Umwelt findet, wie zum Beispiel vergärende Bakterien, die normalerweise Eisen nicht zur Energiegewinnung verwenden, Magnetit als Batterie verwenden können.

... dass auf dem Mars der erste Marathon zurückgelegt wurde?

Der NASA-Marsrover Opportunity hat als erstes menschengemachtes Gefährt die gut 42 Kilometer der Marathon-Distanz auf einem fremden Planeten zurückgelegt. Mit elf Jahren und zwei Monaten war seine Zeit nicht gerade olympisch, aber dafür umso rekordwürdiger. Das Roverteam der NASA wird jedenfalls ihm zu Ehren nächste Woche einen Marathon-Staffellauf durchführen.

... dass neuartige Leuchtfasern unsere Kleidung bald in buntem Licht erstrahlen lassen könnten?

Die neuen Fasern bestehen aus einem ultradünnen Stahldraht, der mit einer organischen, lichtemittierenden Hülle beschichtet ist. Der große Vorteil: Diese Fasern sind biegsam, robust und ihre Helligkeit ist nahezu unabhängig vom Blickwinkel, wie die Forscher im Fachmagazin "Nature Photonics" berichten.

... dass eine neuartige Kristallfaser aus einem Laserstrahl multispektrales Licht von UV bis Infrarot erzeugt?

Bunter als ein Regenbogen: Physiker haben eine Kristallfaser entwickelt, die aus infrarotem Laserlicht weißes Licht macht. Das erzeugte Spektrum reicht dabei vom Infrarot bis in den kurzwelligen UV-Bereich – ein Weltrekord. Dieses breit aufgefächerte Licht könnte viele Untersuchungen in der biomedizinischen Forschung, der Physik und der Chemie erleichtern oder gar erst ermöglichen, wie die Forscher in "Nature Photonics" berichten.

... dass Energie, die aus Urin gewonnen wird, Flüchtlingscamps mit Licht versorgen könnte?

Grundlage für die Funktion der Technik sind Bakterien, die sich von Urin ernähren und aus diesem Energie gewinnen. Die Organismen dienen als Katalysator, indem sie Bestandteile aus ihrem Stoffwechsel, beispielsweise Acetat, oxidieren, also negativ geladene Teilchen (Elektronen) abspalten. Diese übertragen sie auf eine positiv geladene Leitung, eine Anode. Die Experten glauben, dass die Technik aufgrund der geringen Kosten großes Potenzial für den Einsatz in der Entwicklungshilfe hat. Laut Leropoulos kostet ein Modul für ein Strom-Klo etwa 600 Pfund, umgerechnet etwa 825 Euro.

... dass Ereignisse von Deutschsprachigen anders gesehen und kategorisiert werden als von Englischsprachigen?

Ob wir Deutsch oder Englisch sprechen, beeinflusst, wie wir unsere Umwelt sehen. Im Deutschen fokussieren wir eher auf das Ziel einer Handlung, im Englischen dagegen auf den Verlauf der Handlung selbst, wie ein Experiment belegt. Dieser Effekt zeigt sich sogar bei Zweisprachigen: Sie reagieren anders, ja nachdem, in welcher Sprache sie gerade denken und reden.

... dass eine neue 3D-Drucker-Technologie Druckobjekte aus lebenden Zellen herstellen könnte?

Der 3D-Druck beschränkt sich längst nicht mehr auf Spielzeug oder Ersatzteile. So wird die inzwischen massentaugliche Technologie zunehmend auch in der Medizin eingesetzt. Nicht weniger als Organe aus dem 3D-Drucker will BioBots ermöglichen. Der 5.000 US-Dollar teure Bioprinter des Startups nutzt ein spezielles Extrusionsverfahren, das Druckobjekte aus lebenden Zellen herstellt. Diese werden schichtweise aufgetragen und anschließend unter UV-Licht ausgehärtet. Zwar steht die Technologie noch am Anfang, theoretisch aber, das behaupten die Gründer, sei die industrielle Fertigung von Organen so problemlos denkbar.

... dass die Menschen im Altertum glaubten, bei Finsternissen werden die Sonne oder der Mond von einem Drachen gefressen?

Mit viel Lärm, so der Aberglaube, konnte das Ungeheuer dazu bewegt werden den Himmelskörper wieder auszuspucken. Aus diesem Grund werden die beiden Knotenpunkte von Ekliptik und Mondbahn heute noch Drachenpunkte genannt.

... dass sich Sonne und Mond nie näher kommen als am Abend vor einer totalen Sonnenfinsternis?

Und zwar sind es 363.104 Kilometer. Das sogenannte Perigäum beschert uns die größte Vollmondscheibe des Jahres. Der Mond erscheint dann 14 Prozent größer und ein Drittel heller als normal.

... dass mit Hilfe einer Sonnenfinsternis 1919 die Relativitätstheorie von Albert Einstein bewiesen wurde?

Der zufolge krümmen Massen den Raum und damit auch das ihn durchdringende Licht. Zwei Forschungs-Expeditionen in Nordbrasilien und im Golf von Guinea gelang der Beweis, dass das Licht von unmittelbar neben der Sonne stehenden Sternen doppelt so stark wie bis dahin angenommen von der Sonne abgelenkt wurde.

... dass Sonnenfinsternisse nur bei Neumond stattfinden?

Außerdem sind sie nur von der Erde aus zu beobachten. Weil der Mond 400 mal kleiner als die Sonne und diese 400 mal weiter von der Erde entfernt ist als der Erdtrabant, scheinen aus unserer Perspektive beide Himmelskörper gleich groß. Diese Verhältnisse sind einmalig in unserem Sonnensystem. Dafür sind vom Jupiter aus Eklipsen mit drei Monden zu beobachten.

... dass es auch vom Klima abhängt, ob eine Sprache vielfältige Tonhöhen-Wechsel umfasst?

Die Tonhöhe ist in allen Sprachen ein wichtiger Teil der Kommunikation – in manchen mehr, in anderen weniger. Deutsch oder Englisch beispielsweise bleiben immer noch verständlich, selbst wenn ein Roboter alle Wörter gleich betont. Im chinesischen Mandarin dagegen kann die Betonung den Sinn eines Wortes komplett verändern. Von 629 Sprachen mit komplexen Tonhöhen-Modulationen kamen die meisten in den feuchten Tropen und Subtropen vor. In trockenen und vor allem trocken-kalten Gebieten dagegen gibt es fast nur Sprachen, bei denen die Tonhöhe nur eine untergeordnete Bedeutung spielt. Demnach entwickelten sich die Tonsprachen überall dort, wo es warm und feucht war, weil dieses Klima die Stimmbänder quasi "ölt".

... dass Bienen über elektrische Felder kommunizieren?

Bienen unterhalten sich elektrisch: Sie laden sich beim Fliegen auf – und übertragen ihre Spannung auf Artgenossen. Schwungvolle Tänze leiten die Insekten zu Nahrungsquellen.Die Insekten strahlen im Bienenstock einer Studie zufolge elektrische Spannung auf ihre Artgenossen ab, unter anderem beim sogenannten Schwänzeltanz. Demnach empfangen die Tiere die übertragenen Informationen etwa zu Futterstellen durch spezielle Rezeptoren in ihren Antennen.

... dass Ameisen sich neben Kinderzimmern, Gewächshäusern und Vorratskammern auch sanitäre Anlagen einrichten?

Ameisen organisieren ihre zuweilen riesigen Nester strikt in einzelne Bereiche: Sie haben Kinderzimmer, Gewächshäuser, Vorratskammern und ähnliche Räume. Außerdem halten sie ihr Nest äußerst penibel sauber: Abfälle und auch Leichen von Artgenossen und Jagdbeute befördern sie ordentlich nach draußen. Zudem sterilisieren sie ihren Bau sogar mit Säure, und halten bestimmte Bereiche des Nestes als "stilles Örtchen" frei. Warum die so reinlichen Tiere nicht einfach nach draußen gehen, ist noch unklar.

... dass 2015 das internationale Jahr des Lichts ist?

Mit dem Jahr des Lichts soll einerseits auf die Bedeutung des Lichts als Phänomen hingewiesen werden, gleichzeitig geht es aber auch um die Vielzahl der Technologien und Anwendungen, die wir dem Licht verdanken. Das Spektrum reicht von der Fotografie über Laser, Solaranlagen und nicht zuletzt die Datenkommunikation durch optische Leiter.Nebenbei erwähnt, ist das Jahr des Lichts ist ein guter Zeitpunkt, auch die letzte unserer herkömmlichen Glühlampen durch Energiesparlampen zu ersetzen.

... dass Forscher kleine Klebetattoos entwickelt haben, die Strom aus Schweiß gewinnen?

US-Forscher haben einen Akku entwickelt, der Strom aus unserem Schweiß gewinnt. Er besteht aus einem kleinen, mit einem Sensor und einem Enzym beschichteten Klebetattoo. Das Enzym setzt Elektronen aus dem im Schweiß enthaltenen Laktat frei und erzeugt so elektrischen Strom. Noch reicht dieser nicht aus, um ein Gerät zu laden, aber die Forscher sind zuversichtlich, ihre Technik noch ausbauen zu können.

... dass Forscher einen zweiten Erdkern entdeckten, der nicht nur anders ausgerichtet, sondern auch anders geformt ist?

Der feste innere Kern besitzt eine zweite, deutlich verschiedene Innenkugel. Der innere Kern der Erde ist nicht homogen, sondern zweigeteilt – sein zentraler Bereich ist anders als der Rest. Darauf deuten neue seismische Messungen hin. Das Eisen im neu entdeckten Kernbereich ist demnach anders ausgerichtet und besteht aus einer anderen Kristallform, wie die Forscher im Fachmagazin "Nature Geoscience" berichten.

... dass es in der Ostsee Mikroorganismen gibt, die über eine Art Kabel Strom leiten?

Dänische Forscher haben im Schlamm der Ostsee einzigartige Bakterien entdeckt, die sich offenbar zentimeterlang ausstrecken und Strom leiten. Über eine Art Kabel verbinden die Mikroorganismen zwei unterschiedliche Milieus im Sediment des Meeresbodens. Sie entsorgen Elektronen über die Leitungen aus einer tiefer liegenden Region in eine höhere Schicht.

... dass Bienen über elektrische Felder kommunizieren?

Bienen unterhalten sich elektrisch: Sie laden sich beim Fliegen auf – und übertragen ihre Spannung auf Artgenossen. Schwungvolle Tänze leiten die Insekten zu Nahrungsquellen.Die Insekten strahlen im Bienenstock einer Studie zufolge elektrische Spannung auf ihre Artgenossen ab, unter anderem beim sogenannten Schwänzeltanz. Demnach empfangen die Tiere die übertragenen Informationen etwa zu Futterstellen durch spezielle Rezeptoren in ihren Antennen.

... dass es auch vom Klima abhängt, ob eine Sprache vielfältige Tonhöhen-Wechsel umfasst?

Die Tonhöhe ist in allen Sprachen ein wichtiger Teil der Kommunikation – in manchen mehr, in anderen weniger. Deutsch oder Englisch beispielsweise bleiben immer noch verständlich, selbst wenn ein Roboter alle Wörter gleich betont. Im chinesischen Mandarin dagegen kann die Betonung den Sinn eines Wortes komplett verändern. Von 629 Sprachen mit komplexen Tonhöhen-Modulationen kamen die meisten in den feuchten Tropen und Subtropen vor. In trockenen und vor allem trocken-kalten Gebieten dagegen gibt es fast nur Sprachen, bei denen die Tonhöhe nur eine untergeordnete Bedeutung spielt. Demnach entwickelten sich die Tonsprachen überall dort, wo es warm und feucht war, weil dieses Klima die Stimmbänder quasi "ölt".

... dass Ameisen sich neben Kinderzimmern, Gewächshäusern und Vorratskammern auch sanitäre Anlagen einrichten?

Ameisen organisieren ihre zuweilen riesigen Nester strikt in einzelne Bereiche: Sie haben Kinderzimmer, Gewächshäuser, Vorratskammern und ähnliche Räume. Außerdem halten sie ihr Nest äußerst penibel sauber: Abfälle und auch Leichen von Artgenossen und Jagdbeute befördern sie ordentlich nach draußen. Zudem sterilisieren sie ihren Bau sogar mit Säure, und halten bestimmte Bereiche des Nestes als "stilles Örtchen" frei. Warum die so reinlichen Tiere nicht einfach nach draußen gehen, ist noch unklar.

... dass 2015 das internationale Jahr des Lichts ist?

Mit dem Jahr des Lichts soll einerseits auf die Bedeutung des Lichts als Phänomen hingewiesen werden, gleichzeitig geht es aber auch um die Vielzahl der Technologien und Anwendungen, die wir dem Licht verdanken. Das Spektrum reicht von der Fotografie über Laser, Solaranlagen und nicht zuletzt die Datenkommunikation durch optische Leiter.Nebenbei erwähnt, ist das Jahr des Lichts ist ein guter Zeitpunkt, auch die letzte unserer herkömmlichen Glühlampen durch Energiesparlampen zu ersetzen.

... dass Forscher kleine Klebetattoos entwickelt haben, die Strom aus Schweiß gewinnen?

US-Forscher haben einen Akku entwickelt, der Strom aus unserem Schweiß gewinnt. Er besteht aus einem kleinen, mit einem Sensor und einem Enzym beschichteten Klebetattoo. Das Enzym setzt Elektronen aus dem im Schweiß enthaltenen Laktat frei und erzeugt so elektrischen Strom. Noch reicht dieser nicht aus, um ein Gerät zu laden, aber die Forscher sind zuversichtlich, ihre Technik noch ausbauen zu können.

... dass Forscher einen zweiten Erdkern entdeckten, der nicht nur anders ausgerichtet, sondern auch anders geformt ist?

Der feste innere Kern besitzt eine zweite, deutlich verschiedene Innenkugel. Der innere Kern der Erde ist nicht homogen, sondern zweigeteilt – sein zentraler Bereich ist anders als der Rest. Darauf deuten neue seismische Messungen hin. Das Eisen im neu entdeckten Kernbereich ist demnach anders ausgerichtet und besteht aus einer anderen Kristallform, wie die Forscher im Fachmagazin "Nature Geoscience" berichten.

... dass es in der Ostsee Mikroorganismen gibt, die über eine Art Kabel Strom leiten?

Dänische Forscher haben im Schlamm der Ostsee einzigartige Bakterien entdeckt, die sich offenbar zentimeterlang ausstrecken und Strom leiten. Über eine Art Kabel verbinden die Mikroorganismen zwei unterschiedliche Milieus im Sediment des Meeresbodens. Sie entsorgen Elektronen über die Leitungen aus einer tiefer liegenden Region in eine höhere Schicht.

... dass die Zähne der Napfschnecke das stärkste Biomaterial der Welt sind?

Spinnenseide gehörte zu den festesten biologischen Materialien und ist etwa so zugfest wie die stabilsten kommerziell gefertigten Karbonfasern. Das kann die Napfschnecke noch toppen: Die Festigkeit der Napfschnecken-Zähne ist vergleichbar mit den Fasern, die in kugelsicheren Westen stecken, wie z.B. Kevlar. In Zahlen liest sich das dann so: Im Mittel erreichten die Zähne eine Zugfestigkeit von 4900 Megapascal (MPa). Das wäre in etwa so, als würde man an eine Spaghettinudel einen Mittelklasse-Pkw mit einer Masse von 1,5 Tonnen hängen, ohne dass die Nudel zerreißt. Die Spinnenseide, die bisher den Rekord hielt, kann eine Zugfestigkeit von bis zu 4000 Megapascal erreichen. Der menschliche Zahn kann da nicht mithalten und erreicht nur Werte von 500 Megapascal. Aber wir müssen ja auch keine Steine abraspeln oder Mittelklasse-Pkw ziehen.

... dass das Popp-Geräusch von Popcorn nicht durch das Reißen der Schale sondern durch Wasserdampf erzeugt wird?

Ein Maiskorn enthält den Wissenschaftlern zufolge etwa 20 Milligramm Wasser. Der überwiegende Teil liege in flüssiger Form vor. Die kritische Temperatur für das Aufpoppen liegt bei etwa 180 Grad Celsius. Beim Aufbrechen der Schale lässt der Druck im Korn nach und das Wasser verdampft binnen einer Zehntelsekunde. Dabei formt es das stärkehaltige Innere des Korns zur bekannten Flockenform. Durch die Kopplung eines hochauflösenden Mikrofons mit den Aufnahmen der Kamera fanden die Forscher heraus, dass genau dieses Entweichen des Wasserdampfs das "Popp"-Geräusch verursacht.

... dass ein gigantisches Ballon-Windrad doppelt so viel Leistung wie ein vergleichbarer, auf einem Turm montierter Generator, erreichen kann?

Ein Windrad wird von einem Ballon bis zu 600 Meter über die Erdoberfläche gehoben.
In dieser Höhe sei die Energiedichte des Windes fünf- bis achtmal höher, berichten die Experten von Altaeros Energies, einem am Massachusetts Institute of Technology (MIT) gegründeten Start-up. Der hoch in der Luft schwebende Generator mit dem Namen Buoyant Airborne Turbine, kurz BAT, erreiche eine doppelt so hohe Leistung wie ein vergleichbarer, auf einem Turm montierter Generator, der eine Leistung von 2,5 Kilowatt besitzt, berichten die Experten.

Das Windrad selbst hat einen Durchmesser von 3,7 Metern. Es befindet sich in der Mitte einer 15 Meter langen und 15 Meter breiten Röhre. Die Röhre ist aufblasbar und wird mit Helium gefüllt. Mehrere Seile fixieren den Fluggenerator, über ein Kabel gelangt der erzeugte Strom zur Erde.

... dass Forscher eine Metalloberfläche entwickelt haben, die so wasserabweisend ist, dass Teflon dagegen klebrig wirkt?

Das super-hydrophobe, also extrem wasserabweisende Material, lässt Wassertropfen regelrecht abprallen. Es kommt ohne die sonst übliche chemische Beschichtung aus. Das Team um Chunlei Guo von der University of Rochester hat stattdessen Metall mit einem Laser bearbeitet. Ein Wassertropfen auf einer Teflonoberfläche rutsche erst dann zur Seite weg, wenn man die Oberfläche um 70 Grad kippe. Beim laserbehandelten Stahl reichten hingegen schon fünf Grad.

... dass man Licht auch in der Luft bremsen kann?

Wer Licht verlangsamen will, kann es durch Wasser oder Glas schicken - dort breitet es sich weniger schnell aus. Jetzt aber haben Physiker offenbar geschafft, was bisher als unmöglich galt: Sie haben Photonen in der Luft abgebremst. Albert Einstein machte das Licht einst zum entscheidenden Baustein in seiner Relativitätstheorie. Die Lichtgeschwindigkeit ist immer konstant - das war seine zentrale Annahme. Und bis heute zweifelt kaum ein Physiker daran. Nun aber berichten Forscher der University of Glasgow, sie hätten Photonen in ihrer Bewegung durch Luft abgebremst. Mit einer speziellen Maske habe man den Lichtteilchen eine besondere räumliche Struktur verpasst und so ihre Geschwindigkeit verändert, schreibt das Fachblatt "Science".

... dass Wind eine Lösung sein könnte, große Schifffrachter umweltschonend und energieeffizient über die Ozeane zu bringen?

Für den Antrieb sorgt ein riesiger futuristischer Rumpf, der aus dem Wasser ragt und wie ein großes Segel wirkt. Zusätzlich zur Antriebskraft des Windes wird umweltfreundliches Erdgas eingesetzt. Unterstützt wird das von einem Norweger entwickelte Modell durch eine Software von Fraunhofer-Forschern, die die perfekte Windroute berechnet.

... dass Forscher aus Sägespänen Benzin erzeugt haben?

Sägespäne statt Erdöl: Belgische Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Zellulose aus Holzabfällen und Pflanzenresten effektiv in nutzbare Kohlenwasserstoffe umwandeln lässt. Ein Katalysator, Hitze und Druck zerlegen dabei die Zellulose in einem speziellen Reaktor. Die so erzeugten Kohlenwasserstoffe lassen sich mit herkömmlichen Methoden zu Benzin, aber auch Bausteinen für die chemische Industrie raffinieren.

... dass bioabbaubare Plastikverpackungen zukünftig auch Lebensmittel auf umweltfreundliche Art schützen können?

In Deutschland werden jährlich fast drei Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen entsorgt. Nicht einmal die Hälfte davon wird wiederverwertet. Der Rest wird verbrannt oder landet in der Natur. Daher wird fieberhaft nach Alternativen zu erdölbasierten Kunststoffen gesucht, die sich vollständig biologisch abbauen lassen. Solche Kunststoffe existieren zwar bereits, sie haben aber noch große Nachteile: Sie sind nicht besonders stabil, oder nicht problemlos kompostierbar. Noch höher sind die Ansprüche bei Verpackungen von Lebensmitteln: Wasser, Sauerstoff und Geruchsstoffe lassen die derzeit verfügbaren Bio-Plastik in zu großer Menge einfach durch, daher verderben darin verpackte Lebensmittel zu schnell oder nehmen den Geschmack anderer Lebensmittel an. Das Team um Sabine Amberg-Schwab vom Fraunhofer-Institut für Silicatforschung (ISC) in Würzburg hat eine Lösung für diese Probleme entwickelt: Die Forscher beschichten biologisch abbaubare Folien mit einer zusätzlichen Schicht, wie mit einem Lack. Diese zusätzliche Barriere besteht ebenfalls aus Biopolymeren – sie wird also auch auf natürlichem Weg abgebaut und darf auf den Kompost wandern.

... dass ein faszinierendes Klimaforschungs-Ungetüm die Baumriesen des Amazonas-Dschungels wie Zwerge aussehen lässt?

Vom Boden aus wirkt das Dach des Regenwalds im Amazonas-Becken geradezu unerreichbar. Bis zu 80 Meter ragen die Baumriesen in den Himmel. Neuerdings scheinen sie geschrumpft, denn aus ihrer Mitte im brasilianischen Dschungel hebt sich nun ein Turm: das 325 Meter hohe Amazon Tall Tower Observatory (Atto) soll zwei der großen Geheimnisse der Klimaforschung lösen helfen.

Wie viel Treibhausgase schlucken die Wälder – können sie den Klimawandel mildern, indem sie der Luft Kohlendioxid entziehen? Und wie stark tragen sie zur Bildung von Wolken bei, die Schatten und Kühlung spenden? Die Idee für das faszinierende Ungetüm kam aus Deutschland. Zusammen mit Kollegen des brasilianischen Nationalen Instituts für Amazonasforschung INPA haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz MPI das Atto entworfen.

... dass richtiges Heizen nicht nur Geld spart, sondern auch die Gesundheit erhält?

Bei einem zu großen Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur wächst die Gefahr einer Erkältung. Für Wohnzimmer und Küche empfehlen Experten eine Temperatur von 20 °C, im Bad 21 °C und im Schlafzimmer 14 bis 16 °C. Konstante Temperaturen – erzielt durch richtiges Heizen – sorgen für ein gesundes Raumklima. Um Schimmel zu vermeiden, sollten Sie zwischen unterschiedlich beheizten Räumen die Türen schließen, sonst schlägt sich in dem kälteren Raum die Feuchtigkeit nieder. Außerdem sollten Sie nach dem Duschen und Kochen lüften, um den Wasserdampf aus dem Raum zu bekommen.

... dass vor 8150 Jahren riesige Tsunamis über Nordsee und Atlantik fegten?

Im Nordatlantik vor der Küste Norwegens, wo heute Bergen und Trondheim liegen, waren unterseeische Schlammmassen größer als Island abgerutscht, sie stürzten vom Flachwasser in die Tiefsee. Wie ein Stein in einer Pfütze löste die sogenannte Storegga-Lawine Wellen aus, die sich mit dem Tempo eines Düsenflugzeugs kreisförmig ausbreiteten. Kurz darauf brachen Riesenwellen an die Küsten, sie türmten sich bis zu 20 Meter hoch – und strömten Dutzende Kilometer landeinwärts. Am schlimmsten aber trafen die Wellen das alte Herz Europas: Zwischen Großbritannien und Deutschland, auf dem heutigen Nordseeboden, lag Doggerland, eine Art Steinzeitparadies. Entscheidende Indizien des steinzeitlichen Massensterbens sind Moose. Sie wurden nach den Tsunamis vor 8150 Jahren unter Meeresschlamm begraben, so dass sie luftdicht versiegelt und erhalten blieben. Ihr Zustand verrät, zu welcher Jahreszeit die Riesenwellen zuschlugen.

... dass eine seismische Messstation in Seattle 2011 einen Erdstoß der Stärke 1 bis 2 auf der Richterskala allein durch jubelnde Football-Fans aufzeichnete?

Nun wollen Forscher genau diesen Effekt nutzen, um in Seattle ein Erdbeben-Warnsystem zu testen. Forscher der University of Washington installierten drei Seismometer im Stadion, zwei auf den Rängen und eins auf dem Spielfeld. Es ist nicht das erste Mal, dass sie das tun, aber beim aktuellen Test sollen die Messergebnisse deutlich schneller vorliegen als bisher. Eine neue Software namens "QuickShake" soll Vibrationen innerhalb von drei Sekunden anzeigen. Nach Angaben der Forscher wäre das zehn Mal so schnell wie beim letzten Versuch dieser Art.

... dass eine listige Fleischfressende Pflanze eine Strategie entwickelt hat, um zweieinhalb Mal mehr Beute zu fangen als andere Arten?

Im ersten Moment scheint die Strategie des Beutefangs der Nepenthes rafflesiana äußerst ineffizient zu sein, da sie sich eine Menge Leckerbissen im tropischen Urwald entgehen lässt. Ein Forscherteam um Ulrike Bauer von der University of Bristol hat nun herausgefunden, dass diese zeitweilige Ineffizienz scheinbar gewollt ist. Die Hauptnahrungsquelle von Kannenpflanzen sind Ameisen. Ameisen haben ein ausgeklügeltes Sozialverhalten und lassen zunächst Späherameisen losziehen. Sie schauen, ob der Weg zum Nektar gefahrenfrei ist. Erst wenn diese Ameisen mit eigenen Duftstoffen den Weg als sicher markieren, zieht der Rest des Ameisenvolkes los. Nur bei Regen wird die Falle der Kannenpflanze aktiv und aus dem sicheren Weg über die Pflanze auf einmal eine Rutschbahn. Ganze Heerscharen von Tieren fallen in die Kanne. Zweieinhalb Mal mehr als bei Pflanzen, deren Fangsysteme die ganze Zeit aktiv sind.

... dass es auch fleischfressende Pflanzen gibt, die vegetarischen Kost bevorzugen?

Die sogenannten Karnivoren sind berühmt für ihre Vorliebe für tierische Kost. Doch offenbar gibt es unter den fleischfressenden Pflanzen auch einen Vertreter, der vegetarische Beilagen schätzt, berichten Forscher: Der Wasserschlauch fängt mit seinem raffinierten Fallensystem demnach nicht nur kleine Wassertiere, sondern auch Algen und Blütenpollen ein, um sein Nahrungsspektrum zu bereichern.

... dass wir dieses Jahr gleich zwei kosmische Schattenspiele bewundern können?

Nachdem das Jahr 2014 in Mitteleuropa keine Finsternis brachte, bietet das Jahr 2015 gleich zwei kosmische Schattenspiele. Am 20. März ereignet sich eine totale Sonnenfinsternis, die im deutschen Sprachraum als partielle gesehen werden kann. Zum Höhepunkt werden bis zu 80 Prozent der Sonnenscheibe vom dunklen Neumond bedeckt. In der Nacht vom 27. auf den 28. September taucht der Vollmond vollständig in den Kernschatten der Erde ein. Diese totale Mondfinsternis ist in der zweiten Nachthälfte in voller Länge vom Mitteleuropa aus beobachtbar.

... dass jeder Bundesbürger im Schnitt für rund 26 Badewannen Wasserverbrauch täglich verantwortlich ist?

Angaben des Umweltbundesamts (UBA) zufolge betrug Deutschlands gesamter Wasserfußabdruck im Jahr 2013 etwa 117 Milliarden Kubikmeter Wasser – mehr als der zweieinhalbfache Inhalt des Bodensees. Jedoch wird nur ein geringer Teil dieses Wassers tatsächlich im Haushalt verwendet. Der größte Anteil steckt in landwirtschaftlichen Gütern und anderen Produkten, die häufig aus dem Ausland importieren werden.

... dass die Sprungtechnik von Kängurus extrem energieeffizient ist?

Die Sprungtechnik von Kängurus fasziniert Biologen und Roboterexperten gleichermaßen. Die Tiere bewegen sich nämlich besonders energieeffizient. Sie brauchen für langsames Gehen auf allen vieren in etwa die gleiche Energie wie für Hochgeschwindigkeitssprints. Das macht Kängurus auch zum Vorbild für hüpfende Roboter.

... dass der stürmische Dezember 2014 die Rekordmarke der Windkraft gebrochen hat und dabei sogar der monatlichen Mittelwert aller Atomkraftwerke hierzulande übertraf?

Deutsche Windkraftanlagen haben im Dezember wegen des stürmischen Wetters so viel Strom produziert wie noch nie in einem Monat. 8,9 Milliarden Kilowattstunden Strom seien im Dezember eingespeist worden, teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster unter Berufung auf eine Auswertung von Daten der Strombörse mit. Zum Vergleich: Alle deutschen Atomkraftwerke zusammen erzeugten 2013 pro Monat rund acht Milliarden Kilowattstunden.

... dass der Osten Deutschlands nachts heller leuchtet als der Westen?

Der Osten Deutschlands leuchtet nachts heller als der Westen. Die Lichtemissionen pro Einwohner sind in ostdeutschen Städten deutlich höher, wie Satellitendaten und aus dem Weltraum geschossene Fotos zeigen. Insgesamt produzieren deutsche Städte jedoch viel weniger der so genannten Lichtverschmutzung als US-amerikanische Städte vergleichbarer Größe.

... dass ein Computer erstmals einen Menschen beim Poker geschlagen hat?

Schachcomputer sind unbesiegbar - nun gilt das auch für Pokersoftware. Gegen das von Forschern entwickelte Programm haben Menschen keine Chance, sofern ausreichend viele Partien nacheinander gespielt werden. Alle bisherigen Versuche, das Pokerspiel mit Computern zu knacken, waren gescheitert. Einräumen muss man allerdings, dass bei schlechten Karten das Programm die Runde genauso wie ein Spieler aus Fleisch und Blut verliert. Wird das Spiel aber sehr häufig wiederholt, wodurch sich das Kartenglück gleichmäßig über alle Spieler verteilt, ist die Software nach Aussagen der Forscher unbesiegbar. Dies habe ein Testlauf mit mehr als 60 Millionen Spielen bewiesen.

... dass manche Vögel lange vor Ankunft eines Sturms flüchten?

Manche Vögel spüren schwere Stürme heranziehen und flüchten ein bis zwei Tage vorher. Anscheinend verfügen z.B. die Goldflügel-Waldsänger über ein Frühwarnsystem, das auf den Infraschall von Stürmen reagiere, berichten US-Forscher im Fachblatt "Current Biology". Die Forscher vermuten, dass die Tiere den Infraschall herannahender Unwetter hören. Dieser Schall ist mit einer Frequenz unterhalb von etwa 16 bis 20 Hertz für das menschliche Ohr nicht hörbar, liegt aber genau in dem Frequenzbereich, den Vögel am besten wahrnehmen.

... dass Roboter unser Zuhause vor Einbrechern schützen können?

Rovio ist ein rollender Roboter, der Haus und Wohnung bewachen kann. Mit integrierten Leuchtdioden kann er auf seiner täglichen Patrouille durchs Haus in jede Ecke leuchten. Alle vier Minuten passiert ein Einbruch in Deutschland, weshalb Sicherheits-Roboter wie Rovio immer beliebter werden. Auch andere Roboter schützen das Heim vor Einbrechern auf ihre Weise. So gibt es einen Roboter, der zur künstlichen Intelligenz fähig ist, die Gewohnheiten des Bewohners beobachtet und abspeichert, und sich an diesen Informationen orientiert, bevor er Alarm schlägt. Er ist ausgestattet mit Thermometer, Feuchtigkeitsmesser, Infrarotsensor, einem Mikrofon und einer Weitwinkelkamera. Wird vom Roboter etwas Ungewöhnliches wahrgenommen, werden sofort Audio- und Videodateien an das Smartphone des Bewohners geschickt. Die Kameras können auch über eine Handy-App gesteuert und geschwenkt werden. Neben den Robotern gibt es auch clevere Alarmanlagen, die z.B. Hundebellen imitieren, um die Einbrecher zu vertreiben. Der Nachteil ist allerdings die Datenübertragung, die von Hackern abgegriffen und genutzt werden kann.

... dass ein Abenteurer 2015 mit einem Solarflugzeug die Erde umrunden will?

Bertrand Piccard ist ein Abenteurer und ein Pionier in der Solarflugtechnik. Er möchte mit einem Solarflugzeug, das nur durch reine Sonnenenergie angetrieben wird, in 20 Tagen einmal um die Erde fliegen. Sein Projekt nennt sich „Solar Impulse“ und soll vor allem Forscher und Ingenieure inspirieren auf mehr Solartechnik zu setzen. Sein Flugzeug muss für dieses Vorhaben 64m lang sein und 12.000 Solarzellen auf den Tragflächen einbauen. Diese Solarzellen treiben zum einen die vier Propeller an und zum anderen die Akkus für den Nachtflug. Die maximale Geschwindigkeit, die Piccard damit erreichen kann, liegt zwischen 50 und 100 Stundenkilometern. Auf jedem Kontinent ist ein Stopp vorgesehen, allerdings muss Piccard auch in der Verfassung sein, bis zu vier Tage nonstop zu fliegen, ohne zu schlafen. Dafür hat er nebenbei noch ein praktisches Hilfsmittel erfunden: Er baut in seine Kleidung Sensoren ein, die ihn aufwecken, sobald er einschläft. Die Weltumrundung ist für 2015 geplant.

... dass Asteroiden bald die neue Rohstoffquelle sein könnten?

Der Erde gehen die Rohstoffe aus und es muss für Ersatz gesorgt werden. Doch woher? Forscher sind auf die Idee gekommen, die Erde aus dem All zu versorgen, denn dort schlummern Planeten und Asteroiden mit riesengroßen Rohstoffvorkommen. Zum Beispiel besteht der Edelplanet „55 Concrie“ zu einem Drittel aus Diamanten. Russland plant bereits für 2020, Helium-3 auf dem Mond abzubauen. Die USA möchte Rohstoffe aus Asteroiden gewinnen. Die Idee für den Abbau wird unterstützt von ehemaligen Experten der NASA und finanziell unter anderem vom Google- Gründer Eric Schmidt. In zwei Jahren soll bereits eine Flotte von Teleskopen ins All geschickt werden, um Super-Asteroiden zu finden und anschließend Probenroboter das Gestein untersuchen zu lassen. Für den Abbau und den Transport der Rohstoffe gibt es noch keine Lösung. Doch die Wissenschaftler sind optimistisch, dass in naher Zukunft eine Lösung gefunden werden wird.

... dass sich dein Handyakku in Zukunft über Nacht selber ohne Steckdose aufladen kann?

Bald könnte sich unser Handyakku über Nacht einfach von selbst aufladen! Wie das möglich ist? Forscher haben einen Prototyp einer Batterie entwickelt, die sich bei Temperaturunterschieden selber auflädt. Bislang gelingt dies nur bei einem hohen Temperaturunterschied von 20° Celsius auf 60° Celsius, aber das Prinzip funktioniert. Der Ladeprozess entsteht durch reine Wärmeenergie und nicht durch Elektrizität. Hierbei hilft die besondere Zusammensetzung der Elektroden: Die aktiven Materialien gelbes und rotes Blutlaugensalz sowie der Farbstoff Preußisch Blau verändern bei Temperaturunterschieden ihre Polarität: So ist Preußisch Blau bei 20° Celsius der Minuspol, bei 60° Celsius der Pluspol. Durch das Abkühlen und Erwärmen baut sich Spannung auf, die sich in der Batterie entlädt und somit Strom erzeugt. Der Energiegewinn ist momentan noch sehr gering, soll aber in naher Zukunft alltagstauglich gemacht werden.

... dass Manganknollen die Rohstoffquelle der Zukunft sein könnten?

Manganknollen könnten in Zukunft eine wichtige Rohstoffquelle werden! Die schwarzen Knollen wachsen auf 5000 Meter Meerestiefe und sind reich an Metallen. Neben Mangan und Eisen enthält die Knolle auch Kupfer, Nickel und Kobalt, die vor allem in der  Stahlverarbeitung und Elektroindustrie gebraucht werden. Die enthaltenen Spuren Platin und Tellur können in der Computer- und Handyindustrie zum Einsatz kommen. Manganknollen wären eine gute Alternative zum Erzgestein, da sie pro Tonne auch doppelt so viele Metalle enthalten. Ein Großteil der Knollen befindet sich an der Westküste Mexikos, im Peru-Becken und im Indischen Ozean. Deutschland hat sich schon eine Tiefseelizenz im Pazifik gesichert. Nachteilig ist allerdings die Wachstumsrate (Manganknollen wachsen nur fünf bis zehn Millimeter in einer Million Jahren!) und der Eingriff in die Natur und das natürliche Ökosystem.

... dass man das Überschäumen geschüttelter Getränkedosen durch seitliches Klopfen verhindern kann?

Wer kennt das Problem nicht: Man hat den ganzen Tag eine Cola-Dose in der Tasche und beim Aufmachen spritzt es in alle Richtungen. Was kann man dagegen tun? Die Dose ist nicht bis oben hin mit Cola gefüllt, sondern lässt Platz für einen CO2 gefüllten Raum. Beim Schütteln vermischt sich der CO2-Teil mit der kohlensäurehaltigen Flüssigkeit. Durch das Schütteln bilden sich Blasen, die teilweise nach oben aufsteigen, aber auch an der Innenseite der Dose haften bleiben. Wird die Dose geöffnet, kommt es zum plötzlichen Druckabfall und ein Teil des CO2 strömt heraus. Die Bläschen an der Innenwand nehmen die Flüssigkeit beim Rausströmen mit und so überschäumt und spritzt die Dose. Damit es soweit gar nicht erst kommt, gibt es einen einfachen Trick: Man darf nicht, wie allgemein angenommen, oben auf die Dose klopfen, sondern an die Seiten, damit die Bläschen sich von der Innenwand lösen und nach oben steigen. Bei Light-Getränken funktioniert dieser Trick allerdings nicht, da ein hoher Zuckergehalt die Löslichkeit des CO2 in der Flüssigkeit beschränkt.

... dass Zucker die Herdplatte kaputt machen kann?

Der größte Feind jeder Herdplatte ist Zucker, denn Zucker kann eine Glaskeramikplatte zum zerreißen bringen. Doch wie kann das sein? Eigentlich ist Glas sehr empfindlich und reagiert auf kleinste Hitzeunterschiede. Deswegen dehnt sich die dünne Seite viel schneller aus als der dicke Boden und wäre so als Herdplatte ungeeignet. Durch die geordnete Keramikstruktur in der Glaskeramikplatte werden die Glasmoleküle geordnet und der Mix wird somit stabil und reißt nicht. Doch Zucker macht dem Herd einen Strich durch die Rechnung. Normaler Zucker oxidiert und karamellisiert bei 160°. Bleibt nun ein Rest der leckeren Karamellmasse auf dem Herd kleben, dann zieht sie sich beim Abkühlen zusammen. Die Zugkraft ist hierbei so groß, dass die Glaskeramik reißt.

... dass es schwebende Skateboards gibt?

Ein schwebendes Skateboard ist keine Zukunftsvision mehr, sondern bereits Realität. US-Ingenieure aus Kalifornien haben das sogenannte Hendo-Hoverboard entwickelt. Es gleitet 3cm über dem Boden und kann bis zu sieben Minuten lang schweben. Unter dem Brett befinden sich vier scheibenförmige Magnete, die ein magnetisches Feld erzeugen. Ist der Untergrund leitfähig, besteht er also z.B. aus Kupfer oder Aluminium, dann induziert das Magnetfeld des Boards im Boden Wirbelströme. Diese erzeugen ein weiteres Magnetfeld, das vom anderen abgestoßen wird. So kann das Skateboard schweben. Für die Zukunft sehen die Erfinder viele Einsatzmöglichkeiten: Ganze Häuser könnte man schweben lassen, um sie somit vor Erdbeben zu schützen. Als weitere Idee wird an einem Hoverbike getüftelt. Ein fliegendes Motorrad, das durch Rotoren abheben soll.

... dass in China der elektrische Roller letztes Jahr 9,4 Millionen Mal verkauft wurde?

In den Metropolen Chinas fahren schon längst nicht mehr die Benzinbetriebenen Roller auf den Straßen- sie wurden aus der Stadt verbannt. Dafür erobern jetzt neue Fahrzeuge die Stadt: Die Elektro-Scooter. Sie fahren zwischen 45- 50 km/h und müssen nach 100 Kilometern aufgeladen werden. Dies passiert meist über Nacht mit der eigenen Steckdose an die der tragbare Akku angeschlossen wird. Der Roller ist so beliebt, dass er letztes Jahr 9,4 Millionen Mal verkauft worden ist. Mit einem Preis von 300€ ist der Roller auch noch günstig. Allerdings wurden auf der restlichen Welt vergangenes Jahr nur insgesamt 31.000 Roller verkauft, bei uns in Deutschland gerade einmal 3000. Woran liegt das? Zum einen kostet der Roller bei uns viel mehr. Selbst wenn wir die Roller aus China importieren würden, würde einer noch über 1000€ kosten. Außerdem besteht wenig Interesse, da der Deutsche lieber auf sein Fahrrad als auf einen Elektroroller springt. Weitere Faktoren wie fehlende Auflademöglichkeiten und benötigte Technologien erschweren es dem Scooter, sich bei uns zu etablieren.

... dass Japan einen Super-Magnetzug für 2015 plant?

Über 500 km/h soll die von Japanern entwickelte Magnetschwebebahn fahren können. Damit würde man für die geplante Strecke zwischen Tokio und Osaka nur noch gut eine Stunde brauchen. Preislich könnte das Projekt mit 90 Milliarden Dollar das teuerste Zugprojekt in der Geschichte werden. Die Magnetschwebebahn hebt die Züge ein paar Zentimeter von der Betontrasse ab. Durch die fehlende Reibung entsteht somit auch weniger Verschleiß. Der Bau des Super-Zuges ist für Anfang 2015 vorgesehen. Kritiker bemängeln jedoch die Unmengen an Kosten für ein Projekt, das sich am Ende wahrscheinlich nicht rentieren wird. Außerdem soll die Strecke genau durch die japanischen Alpen führen. 90% der Strecke würde der Zug somit durch Tunnel fahren. Für Kritiker ist diese Zerstörung von Fels und Gestein eine der größten Umweltkatastrophen der Nachkriegszeit. Allerdings hätte man eine Alternativroute, sobald die Küste aufgrund von Tsunami oder Erdbeben unbefahrbar wird. Bis 2045 soll die Bahn fertig gestellt werden.

... dass es in Amerika ein Dorf gibt, das in einem staatlich verordnetem Funkloch liegt?

Ein Leben ohne Smartphone und WLAN: Das wäre heutzutage nicht mehr vorstellbar. Deswegen ist das Dorf Green Bank in der Nähe von Washington auch so besonders. Hier herrscht im Umkreis von 16 km Funkstille, denn hier steht das empfindlichste Radioteleskop der Welt. Dieses Teleskop kann sogar die Energie einer Schneeflocke messen, die auf den Boden fällt. Als die National Radio Quiet Zone 1958 eingerichtet wurde, gab es noch kein drahtloses Internet oder Handy. Was damals noch Gewohnheit war, ist heute eine Rarität und bietet einen Zufluchtsort für alle Handy-Hasser und für diejenigen, die an elektromagnetischer Strahlung leiden. Kopfschmerzen und Herzrhythmusstörungen sind für diese Menschen in Green Bank dank funkfreier Zone kein Thema mehr.

... dass es in Zukunft Schmerzlinderung auf Knopfdruck gibt?

Chronische Schmerzen können vielleicht bald der Vergangenheit angehören! Ein neuartiges Pflaster kann über einen Knopf Strom in Form elektrischer Impulse in den Körper fließen lassen. Die sanften Stromstöße weiten die Blutgefäße, was zur Entspannung und zu einem sofortigen Gefühl der Besserung führt. Der Körper produziert dadurch Botenstoffe, die die Schmerzen soweit hemmen, dass sie nicht mehr spürbar sind. Das alles funktioniert ohne Chemie und hat somit auch keine Nebenwirkungen! Die Technik war schon im alten Rom bekannt. Da dort die modernen Mittel nicht zur Verfügung standen, wurden Zitterwelse zur Behandlung von Migräne genommen. Im heutigen Zeitalter der Smartphones sieht das natürlich anders aus. Das Pflaster lässt sich bequem über eine App steuern, sorgt also tatsächlich auf Knopfdruck für Schmerzlinderung! Allerdings wirkt das Zukunftspflaster nicht überall und zu jeder Zeit. Ausgeschlossen sind zum Beispiel Krebserkrankungen und fiebrige bakterielle Infektionen.

... dass man Fleisch, Leder und Organe im 3-D-Drucker herstellen kann?

Was Bioingenieur Gabor Forgacs verspricht, klingt utopisch, ist aber durchaus machbar: Essbares Fleisch und kostbares Leder aus dem Biodrucker. Das Verfahren nennt sich Biofabrication und die Technik soll sauber, effizient und human sein. So könnte der Ressourcenverbrauch durch Tierhaltung und die Kosten für die Fleischproduktion gesenkt werden. Für das Verfahren werden Rindern oder Schweinen Gewebeproben entnommen und die enthaltenen Stammzellen isoliert. Diese werden dann im Labor modifiziert, so dass sich die gewünschten Zellen entwickeln können. In einem Bioreaktor werden die Zellen dann millionenfach vermehrt. Der Biodrucker setzt schließlich einzelne Tröpfchen, in denen sich jeweils 10000 Zellen befinden, zusammen. Durch Zugabe von Wachstumsfaktoren wachsen Gewebe oder Häute zusammen. Auch die Medizin verspricht sich viel von dem neuen Verfahren: Mithilfe der Drucktechnik könnten Organe für Transplantationen erschaffen werden. Eine erste Minileber wurde bereits gedruckt.

... dass es Roboterschiffe gibt, die ganz ohne Besatzung fahren?

Forscher des Technikunternehmens DNV GL in Hamburg haben ein Schiff entwickelt, das ganz ohne Besatzung und auch noch ohne Benzin fährt. Langfristig könnten solche Schiffe die Kosten senken und Unfälle vermeiden. Durch die autonome Steuerung gebe es auch weniger Personalkosten. Die Roboterschiffe, die durch einen Elektromotor angetrieben werden, sollen vor allem an der norwegischen Küste zum Einsatz kommen und somit Straßentransporte an Land ersetzen. Dadurch könnte die Infrastruktur entlastet werden. Das Schiff kann allerdings mit einer Akkuladung nur 185 Kilometer weit fahren und ist auch etwas langsamer als andere Küstenschiffe. Andererseits kann durch ein senkrechtes Bug Energie gespart und durch fehlendes Personal mehr Ladung transportiert werden.

... dass durch schlechtes Lüften Fogging entstehen kann?

Pro Stunde braucht jeder Mensch circa 30m2 Luft. Hängen zu viel CO2, Hausstaub oder Schadstoffe in der Luft, kann das einen ganz schön träge, müde und unkonzentriert machen. Die Augen tränen, die Haut juckt und die Nasenschleimhäute trocknen aus. Eine schlimme Situation, besonders für Allergiker. Ein anderes Phänomen, das durch schlechte Luft entsteht und das vielleicht vielen nicht bewusst ist, ist das Fogging. Fogging bezeichnet einen Schwarzrußbelag, der sich auf allen Möbeln und Gegenständen ausbreiten kann und eine Vorliebe für Neubauten und sanierte Altbauten hat. Der Grund dafür sind Weichmacher in Fußbodenbelägen, Farben, Möbeln und Textilien, die für den schwarzen Ruß verantwortlich sind. Die beste Prävention gegen Fogging ist das richtige Lüften. Man sollte Stoß- statt Dauerlüften, Innentüre von Schlafräumen offen lassen, Fenster bei zu heißen Tagen zulassen und im Keller bei Hitzeperioden regelmäßig lüften, damit sich kein Schimmel bildet. Auch nach dem Duschen oder Kochen sollten die Türe von Badezimmer und Küche geschlossen werden, damit die Feuchtigkeit nicht nach außen dringen kann.

... dass es Transformator-Autos gibt, die ihre Form verändern und sich zu Autokolonnen zusammenschließen können?

Das EO Smart Connecting Car, das in den Werkstätten des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz entwickelt wurde, ist mehr als ein Auto: Wenn die Parklücke mal wieder zu klein ist, kann sich das Auto einfach selber klein machen bis es nur noch 1,5m lang ist. Der Fahrer wird gleichzeitig hochgehoben. Seine außergewöhnlichste Eigenschaft ist die Bildung des sogenannten „Road-Trains“. Verschiedene EO Smart Connecting Cars können sich zu einer Kolonne zusammenschließen. Und das bietet Vorteile: Die Autos sparen Energie und schaffen mehr Platz auf den Straßen. Die einzelnen Autos kommunizieren untereinander und können auch Energie austauschen. Allerdings gibt es nur eine gemeinsame Steuerung und Navigation. In Zukunft soll das System autonom operieren, um noch effizienter, energiesparender und unfallfreier zu arbeiten.

... dass man in den Bergen keinen vernünftigen Tee zubereiten kann?

Da macht man sich auf zu einer schönen Bergtour und möchte sich nach stundenlanger Wanderung einen leckeren Tee kochen. Doch der schmeckt irgendwie fad. Wieso ist das so?

Um den vollen Geschmack eines Tees genießen zu können, muss der Teebeutel bei mindestens 80°C ziehen. Der Siedepunkt von Wasser hängt vom Luftdruck ab, der in den Bergen allerdings viel geringer ist. Deswegen können sich die Wassermoleküle schneller bewegen und verdampfen schon bei deutlich unter 100°C. Zum Vergleich: Auf Meereshöhe lasten 10 Tonnen auf jedem Quadratmeter, auf dem Mount Everest, also auf über 8000m Höhe, nur noch drei Tonnen (1/3 des normalen Luftdrucks). Der Grund dafür ist der geringere Abstand der Bergspitze zur Atmosphäre. Deswegen siedet das Wasser in den Bergen bereits bei 70°C. Allerdings sind unsere Geschmacksnerven durch den geringen Luftdruck und Sauerstoffgehalt beeinträchtigt, sodass sich das Teekochen trotzdem lohnt!

... dass ein voller Kühlschrank energiesparender ist als ein leerer?

Luft wird schneller kalt als Wasser. Deswegen sollte auch ein leerer Kühlschrank weniger Energie zum Kühlen verbrauchen als ein Kühlschrank voller wasserhaltiger Lebensmittel, oder? Falsch. Zwar muss ein Kühlschrank in den ersten 24 Stunden mehr Energie aufwenden, um die Lebensmittel herunter zu kühlen, aber danach verbraucht er deutlich weniger Strom. Das liegt daran, dass Wasser Kälte besser speichern kann, genauso wie ein Kühlakku. Wenn beim Öffnen des Kühlschranks kalte Luft entweicht, strömt warme hinein, die wieder heruntergekühlt werden muss. Die Lebensmittel im Kühlschrank sorgen dafür, dass die Kälte nicht entweicht, sondern im Kühlschrank gespeichert wird. Pro Jahr spart man mit einem voll gepackten Kühlschrank fünf Euro Stromkosten gegenüber einem leeren.

... dass in Zukunft ein Mikroroboter durch unser Blut schwimmen und Medikamente transportieren kann?

Am Max-Planck-Institut in Stuttgart wurde bereits ein Prototyp eines Mikroroboters in Muschelform entwickelt, der so klein ist, dass er unsere Blutgefäße durchqueren kann. Das Besondere an dem Mikroroboter ist seine einfache Herstellung und die innovative Schwimmbewegung mit der er sich fortbewegt. Der Roboter besteht aus zwei Silikon-Polymer-Schalen, die durch ein Drehgelenk miteinander verbunden sind. Die Einzelteile, wie die 0,3 mm dicke Silikonschale, werden in einem 3D- Drucker hergestellt. Der Schwimmer besitzt Mikromagneten, die über ein externes Magnetfeld gesteuert werden können. Durch schnelles Zuklappen und langsames Aufklappen erhält der Schwimmer seine Antriebskraft. So könnte der Roboter in Zukunft zum Transport und zielgenauen Einsetzung von Medikamenten oder für diagnostische Proben eingesetzt werden.

... dass aus CO2 und Wasser Benzin gemacht werden kann?

Die Firma „Sunfire GmbH“ stellt eine revolutionäre Technik zur Wiederverwendung von CO2 vor: Die von ihnen entwickelte Anlage kann Kohlendioxid in Kraftstoff umwandeln. Dadurch würde der CO2 Ausstoß sinken, man wäre unabhängiger vom Erdöl und könnte Ressourcen schonen und das Klima schützen. Doch wie funktioniert diese Technik? Das Verfahren nennt sich „Power-to-Liquids“ und verwendet Ökostrom, um aus CO2 und H2O ein Synthesegas herzustellen. Dieses Gas wird in einen Synthesereaktor geleitet, in dem die gasförmigen Moleküle zu flüssigen Wasserstoffen (wie Benzin, Diesel oder Kerosin) transformiert werden.

Das Verfahren wurde bereits 1925 in Mülheim entwickelt. Die damals so genannte Fischer-Tropsch-Synthese war allerdings noch nicht wirtschaftlich genug. Das heutige Prinzip hat die alte Technik modifiziert und wirtschaftlich nutzbar gemacht. Durch die Hochtemperatur-Wasserstoff-Elektrolyse kann die Energieeffizienz um 70% gesteigert werden. 2016 soll die Technik industriell verfügbar sein. Das Verfahren würde 85% der CO2-Emissionen einsparen.

... dass es 2015 eHighways für LKW in Amerika geben wird?

Siemens möchte elektrobetriebene LKW auf die Autobahn bringen. Diese sollen sich relativ frei auf einer Autobahn mit Oberleitungen bewegen und andere LKW überholen können, auch wenn auf der Überholspur der Oberleitungsdraht fehlt. Nach über zwei Jahren Gespräch konnte Siemens die südkalifornische Umweltbehörde für Luftreinhaltungspolitik überzeugen und einen Zuschlag für die Installation bekommen. 2015 wird die Teststrecke in der Nähe der Häfen von Los Angeles und Long Beach eröffnet. Anfangs sollen täglich bis zu vier LKW die Strecke befahren. Dies würde deutlich zur Luftreinhaltung beitragen. Für das Überholmanöver hat Siemens den intelligenten „Stromabnehmer“ entwickelt mit der sich der LKW aus der Oberleitung ausklinken, überholen und wieder einklinken kann. Außerdem werden verschiedene Antriebskonzepte ausprobiert, z.B. ein Hybrid aus Diesel- und E-Motor oder einem E-Motor mit Batteriepuffer sowie einem Erdgashybrid.

... dass ein indischer Autohersteller in den nächsten Jahren serienmäßig mit einem Luft betriebenen Auto in Produktion gehen möchte?

Autos, die nicht auf fossile Brennstoffe angewiesen sind, wie z.B. Elektro- oder Wasserstoffautos, sind bekannt. Aber ein Auto, das nur mit komprimierter Luft fährt? Das wäre ein Meilenstein in der Energiewende. Neben dem luxemburgischen Unternehmen MDI, die ihren „Airpod“ bereits vorgestellt haben, möchte jetzt auch der indische Autohersteller Tata mit einem mit Luft betriebenen Auto in den nächsten Jahren in Produktion gehen. Das Auto besitzt nur einen Tank für die komprimierte Luft, die einen Motor mit vier Zylindern antreibt. Die Luft dehnt sich in den Zylindern aus und treibt somit die Räder an. Die Kosten betragen nur 50 Cent für 100 gefahrene Kilometer. Es entsteht keine Schadstoffemission und das Auto soll nur 5000 $ bis 7000 $ kosten. Doch es gibt viele Kritiker, die bemängeln, dass eine Tankfüllung nur für 100km reicht und nicht alle 100km eine Tankstelle mit Kompressor zur Verfügung steht. Und wenn dieser Kompressor mit fossilen Brennstoffen betrieben wird, führe dies zu einer höheren Schadstoffemission als bei einem herkömmlichen Verbrennungsmotor. Außerdem liefere die Luftdrucktechnik eine zu geringe Energie- Effizienz. Befürworter unterstützen den indischen Autohersteller, da das Luftauto gerade für Menschen in Schwellenländern preislich erschwinglich, einfach zu handhaben und für den Stadtverkehr tauglich ist.

... dass Bananen einen besonders niedrigen Reibungskoeffizienten haben und deshalb so rutschig sind?

Das Alltagsphänomen glitschige Banane: Warum wir darauf ausrutschen, hat jetzt ein japanischer Wissenschaftler untersucht. Die Banane hat einen besonders niedrigen Reibungskoeffizienten und ist somit glitschiger als die Schale von einer Zitrone, Mandarine oder einem Apfel. Das liegt daran, dass die Follikel auf der Innenseite der Schale, also kleine Bläschen, beim Zerquetschen in eine glitschige Masse verwandelt werden (der Vorgang wird kolloidale Dispersion genannt). Auch der Neigungswinkel ist entscheidet: Tritt man senkrecht auf eine Banane, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit auszurutschen. Bei einem gewohnten 15° Winkel des Schritts ist es viel gefährlicher. Für diese Forschungsarbeit gewann ein japanischer Wissenschaftler den „IG-Nobelpreis“, ein Preis für Forschung, über die man schmunzeln kann, aber durchaus auch nachdenken sollte.

... dass es ein europäisches Forschungsteam gibt, dass fliegende Autos Wirklichkeit werden lassen will?

Die alltäglichen Staus sollen bald der Vergangenheit angehören: Zusammen mit anderen europäischen Wissenschaftler arbeitet Heinrich Bülthoff, Direktor des Tübinger Max-Planck- Institut für biologische Kybernetik, an einem Modell für ein fliegendes Auto. Er plant einen dreidimensionalen Individualverkehr im Luftraum für ein bis zwei Personen pro Fahrzeug. Zusammen mit der Universität Liverpool, der École Polytechnique Federale de Lausanne, der Eidgenössische Hochschule Zürich, dem Karlsruher Institut für Technologie und dem Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt arbeitet Bülthoff an dem EU- Forschungsprojekt „myCopter“. Bereits jetzt arbeiten neun Rechner an der Modulation von Flugrouten und Straßen. Das Zukunftsauto wird bereits von Studenten in einem Simulator, der aus einer Kabine und einem Metallarm besteht, getestet. Das Fliegen soll genauso einfach sein wie Autofahren. Das Auto soll im Straßenverkehr senkrecht wie ein Helikopter starten und landen. Die Route wird weitestgehend über einen Autopiloten gelenkt. Für die Sicherheit wird es außerdem eine Sperre im Lenkknüppel und einen Unfallschutz geben. In Zukunft könnten wir also mit einem Auto der Größe eines Mittelklassen-Wagens bis zu 500m in die Lüfte steigen.

... dass es in Südkorea einen virtuellen Supermarkt gibt?

Wie bequem es doch wäre, wenn man auf dem Rückweg von der Arbeit seinen Wocheneinkauf noch schnell am Bahnsteig erledigen könnte und das auch noch ohne lästiges Tütenschleppen! Was hier in Deutschland noch utopisch klingt, ist in Südkorea bereits Wirklichkeit. Hier kann man in der Tat in der U-Bahn Station Lebensmittel shoppen! Auf einer virtuellen Wand werden alle Produkte des Supermarkts lebensgroß und bunt gezeigt. Neben jedem Produkt befindet sich ein QR-Code, den jedes Smartphone entschlüsseln kann. Macht man von dem Code ein Bild, löst dies bereits die Kaufaktion aus: Das virtuelle Produkt liegt im virtuellen Einkaufswagen. Jetzt fehlen nur noch die Details, wie Menge oder Gewicht der Lebensmittel und die Lieferadresse. Der ganze Einkauf wird auch sofort online bezahlt und kommt nicht viel später als man selbst zu Hause an. Diese Erfindung brachte dem Supermarkt nach Eröffnung einen Umsatz von 130%!

... dass es in Deutschland bald schwimmende Windkraftanlagen geben wird?

Die Firma Edelstahl und Umwelttechnik Stralsund GmbH präsentierte bereits den Prototypen eines schwimmenden Offshore-Elements. Die Fundamente von herkömmlichen Monopiles oder Tripods sind in einer Tiefe von bis zu 40 Metern verankert, damit sie Sturm und Wellengang sicher überstehen. Das soll aber auch die neue, schwimmende Windkraftanlage können. Außerdem kann sie in einer Wassertiefe von 50m bis 700m mithilfe von Seilen verankert werden. Die straffen vertikal und diagonal verankerten Seile halten Schwimmtanks, die mit Luft gefüllt sind, sowie die Plattform, auf der das Windrad steht. Das kann trotz der schwimmenden Plattform bis zu 100m hoch sein. Die Installations- und Herstellungskosten sind weitaus niedriger und die Installation verursacht weniger Baulärm, sodass die Meeressäuger geschont werden. Neben Portugal, Norwegen und Japan will nun auch Deutschland im Juni/Juli 2015 mit der ersten Anlage an den Start gehen.

...dass die Herstellung von Vintage- Jeans gefährlich für die Umwelt und den Menschen ist?

Sie sind modern und haben den coolen „old school“-Look: Vintage-Jeans. An sich ist das Tragen dieser Hose auch nicht gefährlich, aber ihre Herstellung darf ruhig zum Nachdenken anregen. Zunächst wird ein robuster Baumwollstoff genommen und blau gefärbt. Damit die Hose das typische Vintage-Aussehen erhält, müssen Teile der Farbe aus der Jeans wieder herausgenommen werden. Dies passiert mithilfe von Bimssteinen und Bleichmittel. Das Abwasser, das dabei entsteht, ist pures Gift für die Umwelt. Und auch der Mensch ist betroffen: Durch die spezielle Methode mit einem Sandstrahler entsteht die sogenannte Staublunge. Deshalb ist heutzutage in Europa die Arbeit mit Sandstrahlern verboten. Doch anstatt die Umwelt und den Menschen zu belasten, sollte man lieber auf eine viel clevere und umweltfreundlichere Methode setzen: Forscher der Universität Innsbruck haben Enzyme in Pilzen entdeckt, die leidenschaftlich gerne abgestorbenes Gewebe fressen. Diese Enzyme werden auch Zellulase genannt und sind auch dem Jeansstoff nicht abgeneigt. Einfach noch etwas Salzlösung hinzugeben und die Enzyme machen sich an die Arbeit, die Jeans erhält ihren typischen Vintage-Look!

... dass man in Zukunft beim Schütteln den Geschmack seines Milch-Shakes verändern kann?

Ein Milch-Shake, der seinen Geschmack verändert, je länger man ihn schüttelt, oder eine Pizza, die einen anderen Belag bekommt, je länger sie in der Mikrowelle backt. Das klingt wie Essen aus der Zukunft und so gar nicht real. Doch schon seit einiger Zeit arbeiten Wissenschaftler verschiedener Konzerne an Nanofood (Lebensmittel, die unter bestimmten Reizen ihre Struktur verändern können) und versprechen sich große Gewinne. Einer dieser Forscher ist Manuel Marquez, der für den amerikanischen Konzern „Kraft Foods“ Nanofood entwickeln möchte. Nanopartikel sind noch kleiner als Staubpartikel. Konzentriert in einer Nanokapsel, die zwischen zehn und 100 Nanometer groß ist, finden bis zu 100 Fettmoleküle, Vitamine oder Farbstoffe Platz. Diese Kapseln lösen sich erst durch einen bestimmten Reiz auf, z.B. durch das Schütteln des Milch-Shakes oder der Hitze der Mikrowelle. Hilfreich wären diese Nanopartikel bei der Produktion von vielen Lebensmitteln, z.B. der Kalziumanreicherung in Milch. Schon heutzutage enthält Ketchup Siliziumdioxid in Nanoform, das den Ketchup dickflüssig werden lässt. Das ist allerdings auf dem Produkt nicht gekennzeichnet. Deswegen fordern Verbrauchsverbände eine Kennzeichnung aller Produkte des „Function Foods“. Denn das ist gar nicht mal so ungefährlich: Bei der Verkleinerung von ungiftigen Stoffen können giftige entstehen und das Krebsrisiko erhöhen.

... dass man nicht nur sein Auto, sondern auch seine Lebensmittel mit anderen teilen kann?

In Deutschland schmeißt durchschnittlich jeder von uns im Jahr über 40 kg Lebensmittel weg - einfach so! Und das kostet jeden von uns 300 Euro jährlich. Um diesem unnützen Wegschmeißen entgegenzuwirken, könnten wir doch einfach unsere Lebensmittel teilen, oder nicht? Das dachte sich auch Valentin Thurn, ein Filmemacher aus Stuttgart, und gründete die Online-Lebensmittelbörse „Food- Sharing“. Hier können Bäcker ihre nicht verkauften Brötchen oder Landwirte ihre abzugebenden Eier zur Verfügung stellen. Eine passende App gibt es auch für diejenigen, die abends noch Hunger, aber nichts mehr im Haus haben. Über die App erfährt man, wer in der Umgebung noch etwas abzugeben hat. Die Gelegenheit ließe sich nutzen, um z.B. zusammen zu kochen. Und grundsätzlich ist das eine super Methode, um neue Leute kennenzulernen!

... dass Cola nicht nur zur Entrostung, sondern auch als Rostschutz dient?

Bekannt ist, dass Cola Rost entfernen kann. Doch steckt vielleicht noch mehr dahinter? Eisen reagiert, wenn es an der Luft nass wird, mit Wasser und Sauerstoff. Die Folge ist, dass es oxidiert und abblättert. Das Hausmittel Cola kann helfen: Die in der Cola enthaltene Phosphorsäure entrostet das Eisen, allerdings wird das Eisen matt und grau. Woran liegt das? Der Säureanteil löst zunächst die Eisenionen ab und entrostet somit. Anschließend bildet der Phosphatanteil eine stabile graue Schicht aus Eisenphosphat und schützt somit vor neuem Rost.

... dass Backpulver ein wahrer Lebensretter ist? Es kann Feuer löschen und anschließend den ganzen Dreck wegmachen!

Das im Backpulver enthaltene Natron ist ein wahres Wundermittel. Ein Natronkristall ist eigentlich neutral, aber unter gewissen Umständen, wenn es z.B. erhitzt oder in Wasser aufgelöst wird, zeigen sich seine vielseitigen Eigenschaften. Natron kann prima zum Feuerlöschen eingesetzt werden: Das Pulver wird einfach über die Flamme geschüttet. Bei über 50° C setzt Natron nämlich das Gas Kohlendioxid frei, das normalerweise den Teig für den Kuchen aufgehen lässt. Das Kohlendioxid verdrängt den Sauerstoff und erstickt die Flammen. Das Feuer ist gelöscht, aber es bleibt der Dreck. Auch hier kommt Natron zum Einsatz: Durch das Einreiben von Natron mit einem Scheuerschwamm in die Verkrustungen sowie durch das anschließende Hinzufügen von heißem Wasser, bilden sich Gasbläschen. Diese entstehen, weil sich Kohlendioxid unter der Verkrustung bildet und den Schmutz quasi pulverisiert.

... dass ein Handy-Akku im Kühlschrank gelagert werden kann und so sogar länger hält?

Gewöhnlichen Batterien können einfach in der Schreibtischschublade bei Zimmertemperatur lagern. Bei Akkus sieht das anders aus. Sie müssen die elektrische Ladung immer wieder speichern und sollen viele Ladezyklen überdauern. Bei bestimmten Akkutypen kann daher eine Kältelagerung die Lebensdauer verlängern, z.B. bei Lithium-Ionen-Akkus von Handys oder Laptops. Wichtig für eine lange Lebensdauer dieser Akkus ist es, dass sie nur bis zur Hälfte aufgeladen und dann bei 15° C oder weniger, also im Kühlschrank, gelagert werden. Aber bitte nicht vergessen den Akku in einen Gefrierbeutel zu legen, dadurch werden Schäden durch Kondenswasser vermieden!

... dass es in vielen Ländern verboten ist, im Gleichschritt auf einer Brücke zu marschieren?

In Deutschland und in vielen anderen Ländern ist in der Straßenverkehrsordnung festgelegt, dass man auf Brücken nicht im Gleichschritt marschieren darf - aber wieso? Gleichmäßige Tritte bringen eine Brücke zum Schwingen. Die Brücke hat eine bestimmte Schwingungsfrequenz. Das ist die Geschwindigkeit, in der sich die Brücke hin und her bewegt. Bestimmt wird die Eigenfrequenz durch das Material und die Form des Bauwerks. Die längliche Form der Brücke ist besonders anfällig für Schwingungen. Wenn nun viele Menschen die Eigenfrequenz der Brücke treffen, dann schwingt sich die Brücke wie eine Schaukel hoch und tragende Teile können einstürzen und somit die ganze Brücke. Deswegen hat man vorgesorgt: Moderne Brücken besitzen mittlerweile einen Schwingungsdämpfer, damit Fußgänger durch die Schwingungen nicht ihr Gleichgewicht verlieren. Diese Dämpfer sind Gewichte, die über Federn mit der Brücke verbunden sind.

... dass wir in 2030 wahrscheinlich in selbstgesteuerten Autos unterwegs sein werden?

Ab 2030 können wir wirklich alle in selbstgesteuerten Autos sitzen. Durch verschiedene Systeme, die sich einander ergänzen und miteinander vernetzt sind, kann das Auto einerseits autonom fahren und wird andererseits, z.B. an Ampeln, zentral gesteuert. Das würde helfen, Unfällen vorzubeugen und weniger Energie zu verschwenden. Durch das „taktile“ Internet sollen Übertragungen in Echtzeit möglich sein. Allerdings braucht das Internet heutzutage noch 25 Millisekunden für die Übertragung von Daten, es darf aber nur eine sein, um Unfälle zu verhindern. In zehn Jahren jedoch soll es soweit sein. Schon heute sitzen Autohersteller an dem Projekt: Vor drei Monaten stellte Google das Google Car vor, das weder Pedal noch Lenkrad, dafür aber eine revolutionäre Computersteuerung besitzt. Auch Daimler hält mit der Ausstattung „Intelligent Drive“ (Radar, 360° Kamera und Fußgängererkennung) seiner neuen E- Klasse mit.

... dass Flugzeuge in Zukunft mit Algen-Kerosin fliegen könnten?

Algen produzieren sieben- bis zehnmal so viel Masse wie Landpflanzen. Schon in 20 Jahren sollen Flugzeuge mit diesem pflanzlichen Rohstoff fliegen können. Algen verbrauchen keine Agrarfläche und stellen keine Konkurrenz in der Nahrungsmittelproduktion dar. Sie produzieren viel Masse, sind platzsparend und enthalten 70% fette Öle. Wieso fliegen wir dann nicht schon heutzutage mit Algen-Kerosin durch die Gegend? Das Problem ist die teure Produktion der Algen. Wissenschaftler suchen immer noch nach einer Art Super-Alge, die viel Kohlenstoffdioxid und Sonne aufnimmt. Die Flugzeuge sind schon präpariert, da alle alternativen Kraftstoffe in den Triebwerken verbrannt werden können. Momentan aber kann ein Flieger sich mit einer jährlichen Algenration nur sechs Minuten in der Luft halten.

... dass man auf einer Rolle Tesafilm mehr Informationen speichern kann als auf einer herkömmlichen CD?

Tesafilm besteht aus Polypropylen, das ist ein ganz gewöhnlicher Kunststoff. Mit Hilfe von Lasern lassen sich Punkt für Punkt Codes auf den Streifen schreiben und anschließend auch wieder abtasten und mit einem Messgerät auslesen. Das Ganze nennt man optischen Datenspeicher. Bis zu 3 Gigabyte an Informationen lassen sich auf einer Rolle Tesafilm speichern.

... dass eine unter Strom gesetzte Saure Gurke farbig leuchtet?

Der Strom erzeugt Hitze, die Hitze bringt das Wasser in der Gurke zum Verdampfen und die darin enthaltenen Salze werden ionisiert. Es entsteht also ein Plasma, eine Art Gas, das farbig leuchtet. Für den Alltag ist das natürlich viel zu gefährlich. Also, bitte auf keinen Fall nachmachen!

... dass eine Leuchtstoffröhre unter einer Hochspannungsquelle ohne Kabel und Stecker leuchten kann?

Ein unsichtbares elektrisches Feld rund um diese Hochspannungsquelle kann tatsächlich eine Leuchtstoffröhre zum Leuchten bringen. Eine Leuchtstoffröhre braucht 600 Volt um zu zünden. Es würde zum Beispiel die Spannung zwischen einer Blitz-Plasma-Kugel, ein Klassiker aus den 80iger Jahren, und einer Leichtstoffröhre ausreichen, um jene mit der elektrostatischen Aufladung zum Leuchten zu bringen.

... dass Dampf die Vision eines freischwebenden, dreidimensionalen Displays Wirklichkeit werden lassen könnte?

Viele Videospieler träumen von einem dreidimensionalen, freischwebenden Display. Russische Tüftler haben nun einen Prototypen entwickelt, der diesen Traum mit Dampf verwirklichen will. Über Ultraschall werden feinste Wasserpartikel erzeugt und als transparente Wand nach oben geblasen. Ein handelsüblicher Beamer wirft über einen Spiegel das Bild auf die Dampfwand. Zusätzlich überwachen Infrarot–Sensoren die Oberfläche des Dampfdisplays. Das heißt: die Dampfoberfläche reagiert auf Gesten von Händen und Fingern. Soweit die Theorie. In der Praxis muss es erst mal das Licht gehörig runterfahren, damit man überhaupt etwas erkennt. Und dann sieht man noch nicht wirklich viel, und das auch noch sehr unscharf.

... dass die Lautstärke beim Erhitzen von Wasser durch immer wiederkehrende Im- und Explosionen verursacht wird?

Wenn aus Wasser Dampf wird, dann ist das mit einer enormen Ausdehnung verbunden. Im Grunde ist es wie eine kleine Explosion. Und die kann ziemlich laut werden. Aber das ist nur der Anfang des Lärms. Die Dampfbläschen bleiben nicht am Boden, sondern steigen auf. Dabei geraten sie in kälteres Wasser. Der Dampf in der Blase kühlt sich dabei ab und wird wieder zu Wasser. Die Blase fällt in sich zusammen. Diesen Vorgang nennt man Implosion. So geht das die ganze Zeit. Das Wasser wird erhitzt, explodiert zu Gas, kühlt sich ab, implodiert und wird wieder erhitzt. Physiker nennen diesen Kreislauf Konvektion.

... dass man selbst bei Schritttempo im Windschatten Energie spart?

Das Ganze lohnt sich allerdings erst bei einer bestimmten Geschwindigkeit. Denn je schneller man fährt, umso stärker wächst auch der Luftwiderstand. Der hängt von einer Menge Faktoren ab, am stärksten jedoch von der Geschwindigkeit V². Das bedeutet, wenn man doppelt so schnell fährt, spürt man den vierfachen Luftwiderstand. Er wirkt sich also bei hohen Geschwindigkeiten besonders stark aus. Bei 55 km/h muss ich 90% meiner Energie allein dazu aufwenden, um den Luftwiderstand zu überwinden.

... dass ein Schlauchpilz ein natürlicher Umweltschützer ist und verschmutze Regionen in lebensfreundliche Biotope verwandeln kann?

Giftige Schwermetalle kommen in sauren Bergbauwässern häufig in gelöster Form vor. Das bedeutet, in Molekularform. Winzig kleine Elemente, die sich nicht einfach rausfiltern lassen. Die Untersuchungen einer US-Forscherin haben ergeben, dass der Schlauchpilz Stilbella aciculosa bei der Fortpflanzung Superoxide freisetzt. Das sind chemische Verbindungen, die Auswirkungen auf ein Element haben, das im Boden weit verbreitet ist: Mangan. Dieses oxidiert und wird dadurch chemisch aktiviert. Und die gelösten Schwermetalle reagieren mit dem Mangan. Sie verwandeln sich wieder in feste Stoffe und verlieren so die Gefahr für die Umwelt.

... dass durch eine Duschmatte mit Wärmerückgewinnung teuer erhitztes Warmwasser aus dem Boiler gespart werden kann?

Aus Senftenberg kommt eine Idee zum Warmwassersparen: ein Wärmetauscher für Duschen. Der nutzt das warme Duschwasser, um das kalte Frischwasser vorzuwärmen. Das spart teuer mit Strom erhitztes Warmwasser aus dem Boiler. Der Wärmetauscher ist nicht in der Duschwanne integriert, sondern steckt in einer flexiblen Matte. Die kann kostengünstig und ohne großen Umbau in jeder Dusche nachgerüstet werden.

... dass man in Berlin Elektroautos an Straßenlaternen laden kann?

Ein Erfinderteam aus Berlin bietet womöglich eine Lösung für das Problem der wenigen Ladestationen für E-Mobile. Sie schlagen vor, das E-Mobil dort aufzuladen, wo es längere Zeit steht und wo es sowieso schon Strom gibt: an einer Straßenlaterne. Deshalb rüsten die Berliner Straßenlaternen so um, dass man sie als Ladestation nutzen kann. Dafür haben sie ein intelligentes Ladekabel erfunden. Es registriert, wie viel Strom man aus der Steckdose entnommen hat. Das funktioniert ähnlich wie beim Mobilfunk. Man bekommt ein Mobilstromgerät, dann hat man den Strom immer auf der eigenen Rechnung, egal wo man lädt.

... dass es mittlerweile ein fischfreundliches Wasserwirbelkraftwerk gibt?

Wasserwirbelkraftwerke sind Kleinkraftwerke zur Stromerzeugung. Sie werden an Wehren von kleineren Flüssen eingesetzt. Dabei wird der entstehende Strudel genutzt, um über ein Schaufelrad eine Turbine anzutreiben. Bis 2015 müssen nach einer EU-Verordnung alle solche Bauten am Wasser fischdurchlässig sein. Für die Stromerzeugung in Wasserkraftwerken werden extra Fischtreppen gebaut, um ihr Überleben zu sichern. Um ohne Fischtreppe auszukommen muss sich das Schaufelrad langsamer drehen. Mithilfe einer neu entwickelten Turbine wird trotzdem eine lohnende Energieausbeute erzielt.

... dass ein Elektroauto mit Flusszellen-Antrieb entwickelt wurde, das 350 km/h fahren kann und Saft für 600 Kilometer Strecke an Bord hat?

Die Energie bezieht das Forschungsfahrzeug aus einer Elektrolyte-Flüssigkeit, aus der dank einer chemischen Reaktion in der Flusszelle Strom für die vier Elektromotoren generiert wird. Die erste QUANT e-Sportlimousine, ein Elektroauto mit Flusszellen-Antrieb, hat die Straßenzulassung erhalten.

Die Flussbatterie oder Redox-Flow-Batterie – auch Flüssigbatterie oder Nasszelle genannt – speichert elektrische Energie in Form von flüssigen Elektrolyten. Die Flüssigkeit altert kaum und bleibt in Menge und Regenerations-Fähigkeit ohne Memory-Effekt völlig verschleißfrei. Flusszellen wurden bereits in den 1970er Jahren entwickelt und werden zum Beispiel als Pufferbatterie für Windkraftanlagen verwendet. Zur Entwicklung von Autos mit elektrischem Antrieb wird seit rund 10 Jahren wieder verstärkt an Redox-Flussbatterien geforscht.

... dass noch in diesem Jahr ein neues Elektrofahrzeug in Serienproduktion gehen soll, das es so noch nicht auf dem Markt gibt?

Im Prinzip ist dieses Mobil ein kleiner Lastzug namens TOM. Es besteht aus einer Zugmaschine mit Akku und Elektromotor und einer daran angehängten Plattform, auf der der Fahrer steht. Gefahren wird in entspannter, aufrechter Position. Wie bei einem Mofa regelt man das Tempo über einen Griff am Lenker. Unterwegs kann sich der Fahrer mit TOM sportlich bewegen und wie auf einem Skateboard hin und her schwingen. Eine Federkonstruktion, an der die Hinterräder befestigt sind und die bei jeder Kurve mit lenkt, macht das möglich. "TOM" hat eine Reichweite von ungefähr 25 Kilometern und eine Geschwindigkeit bis zu 30 Stundenkilometern. Mit einem Adapter für Rollstühle wird aus einem normalen Rollstuhl ein Elektrorolli.

... dass alte Zigarettenstummel neue Energie liefern können?

Forscher aus Südkorea haben aus Zigarettenstummeln ganz ohne Chemie Kohlefasern hergestellt. Aus Kohlefasern lassen sich Elektroden für Superkondensatoren herstellen. Die Kippen-Kohlefasern sollen mehr elektrische Energie speichern können als anderes Karbonmaterial und sind außerdem viel billiger.

... dass es Kleinwindkraftanlagen für den Hausgebrauch gibt?

Die bayerische Firma Turbina Energy baut und vertreibt so genannte Kleinwindanlagen für den Hausgebrauch. Diese Anlagen können je nach Standort bis zu 50 Prozent eines Haushaltsbedarfs decken. Sie sind fast geräuschlos und lassen sich im Garten aufstellen oder auf das Dach montieren.

... dass man beim Anlecken einer Briefmarke ungefähr zwei Kalorien zu sich nimmt?

Der Leim auf dem Briefmarkenrücken enthält Zucker, der beim Anlecken auf der Zunge zurückbleibt. Der Nährwert einer deutschen Briefmarke liegt bei etwa zwei Kalorien pro Marke. Das Ablecken einer englischen Briefmarke liefert 5,9 Kalorien.

... dass 99% der Erde heißer als 1000 °C sind?

Direkt unter unseren Füßen schlummert ein gewaltiges, nahezu unerschöpfliches Energiepotential. Die Erdwärme, auch Geothermie genannt, kann man nutzen, um Gebäuden zu heizen, Nahwärmenetze zu speisen und sogar um Strom zu erzeugen. Doch bisher spielte Erdwärme als Energiequelle bei uns kaum eine Rolle. Zu schwierig erschienen die Förderbedingungen, zu unwirtschaftlich die Stromproduktion. Dank neuer Technologien wandelt sich langsam das Bild.

... dass Schlangen beim Klettern sehr viel Energie verschwenden?

Beim Erklettern von Bäumen gehen Schlangen auf Nummer sicher. Sie halten sich im Durchschnitt mit erheblich mehr Kraft fest als nötig wäre, um nicht abzurutschen. Bei der Königsboa (Boa constrictor) ist der Sicherheitspuffer besonders groß: Sie wendet beim Klettern im Durchschnitt das Fünffache der eigentlich benötigten Kraft auf.

... dass das erste Erdwärmekraftwerk 1913 in der Toskana entstand?

Im Italien der Neuzeit begann die Geschichte der aktiven oder kommerziellen Nutzung der Erdwärme. Unter Italien treffen die afrikanische und die eurasische Kontinentalplatte aufeinander. In der Toskana führt das zwar nicht zu Vulkanausbrüchen, aber Magma heizt dort oberflächennahe, unterirdische Wasserreservoire auf. An mehreren Stellen bahnt sich heißer Wasserdampf schon seit Jahrtausenden seinen Weg an die Erdoberfläche. Den nutzte 1913 Graf Piero Ginori Conti in Larderello für das erste Erdwärmekraftwerk der Welt. Wasserdampf trieb Turbinen an und diese erzeugten Strom.

... dass bis zu 350 Kilogramm schwere Steine im Death Valley vom Wind versetzt werden können?

Allerdings kann dieses Phänomen der kalifornischen Wüste nur im Winter stattfinden, wenn die Temperaturen nachts unter Null Grad fallen. Forscher fanden jetzt heraus, dass bei Frost und Eis die Oberfläche der „Racetrack Playa“ so glatt wird, dass der Wind die Steine versetzen kann.

... dass Forscher auf der ISS eine völlig neue Art der Verbrennung beobachtet haben?

In einer hermetisch abgeschlossenen Kammer voller Sensoren und Kameras entzündeten die Forscher auf der Raumstation große Tropfen Heptan via Fernsteuerung vom irdischen Labor aus. Kurz loderten die Tropfen auf, dann wurde es dunkel. Zuerst dachte das Team, die Flammen hätten sich selbst gelöscht, so wie es auf der Erde geschehen würde. Doch die Instrumente zeigten etwas anderes: Das Heptan brannte noch, die Flammen waren für das Auge allerdings unsichtbar. Die geheimnisvolle kalte Verbrennung funktionierte auch, wenn das Gasgemisch in der Kammer jenem in der Erdatmosphäre entsprach.

... dass die gesamte Mond-Oberfläche elektrisch geladen ist?

Die Seite, auf die Sonnenstrahlen treffen, hat eine positive Ladung. Die Mond-Seite, die nicht von der Sonne beschienen wird, ist negativ aufgeladen – genauso wie die schattigen Innenseiten von Kratern. Diese unterschiedlichen Ladungen auf der Mond-Oberfläche bilden ein elektrisches Feld.

... dass Eisbärenfelle ergiebiger als Sonnenkollektoren sind?

Bei einer Temperatur von 0° Celsius wandeln menschengemachte Kollektoren Tageslicht nur zu 40% in Energie um, Eisbärenfelle hingegen nutzen sogar 95% des Tageslichts, um es in Wärmeenergie zu verwandeln. Die effiziente Lichtleitung und Wärmeisolation des Eisbärfells hat inzwischen schon Vorbildcharakter für die Forschung im Bereich Wärmedämmung und Gebäudeisolation.

... dass jedes Mal, wenn die Kühlschranktür geöffnet wird, bis zu 30% der Kaltluft entweichen?

Im Gegenzug strömt feuchte warme Luft hinein. Der Kühlschrank und die Lebensmittel erwärmen sich und der Kühlkompressor muss dies ausgleichen – unter höherem Strombedarf.

... dass der WM-Ball 2014 die stabilsten Flugbahnen aufwies?

Das fanden Forscher mithilfe eines Flugkanals und eines Schießroboters heraus. Sie untersuchten Bälle mit 6, 8, 14 und 32 Feldern. Nach Angaben der Forscher spielt es eine wichtige Rolle, wie lang alle Nähte des Balls zusammengenommen sind. Je länger die Naht, desto mehr verändert sich das Flugverhalten bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten.

... dass man nicht nur aus Zitrusfrüchten Batterien bauen kann, sondern auch aus vielen Gemüsearten?

Jede Batterie hat zwei Metallkontakte, die man Pole nennt. Ein Pol ist positiv (Anode), der andere negativ (Kathode). Zwischen den beiden Polen befindet sich eine elektrisch leitende Flüssigkeit wie Salzlösungen, Säuren oder Laugen, ein sogenanntes Elektrolyt, in diesem Fall die Flüssigkeiten im Obst und Gemüse.

... dass Lebensmittel, die viel Energie liefern, woanders auch viel Energie kosten?

Das Swedish Institute for Food and Biotechnology rechnete zum Beispiel aus, dass ein durchschnittlicher Haushalt seine komplette Kohlendioxidemission um vier bis sechs Prozent senken kann, indem er vom tierischen auf pflanzliches Streichfett wechselt. Kalorienreiche Lebensmittel wie Butter, Eier und Wurst sind starke Ressourcenverschwender, während kalorienarme wie Gemüse, Brot und Margarine die Ressourcen eher schonen.

... dass letztes Jahr rund 18.000 neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt wurden?

Weitere 10 Millionen Tier- und Pflanzenarten – fünfmal mehr als bereits bekannt – warten nach Angaben von Wissenschaftlern weltweit noch auf ihre Entdeckung.

... dass mit der Energie, die während einer Runde Formel 1 durch das Bremsen verloren geht, eine Waschmaschine fünfeinhalb Tage am Stück laufen kann?

Wer vorausschauend fährt muss weniger bremsen. Auch wenn die Ersparnis beim einmaligen Bremsen des eigenen Wagens vielleicht nicht ganz einem 5-tägigen Waschmarathon gleichkommt, kann doch auf Lange Sicht ein hübsches Sümmchen durch eine energiebewusste Fahrweise gespart werden.

... dass Geckos, anders als vermutet, mit Hilfe von elektrostatischen Kräften an glatten Oberflächen haften?

Nicht allein die klebrigen Lamellen mit Millionen winziger Härchen an den Gecko-Füßen lassen die Tiere an glatten Oberflächen haften, sondern nach Ansicht der Forscher wirkt ein Phänomen der Kontaktelektrizität um ein Vielfaches mehr. Die Ladungsunterschiede, die an der Grenzfläche zwischen Gecko-Fuß und Oberfläche auftreten, führen zu einer elektrischen Anziehung beider.

... dass nicht nur Elefanten ihre Körpertemperatur mit Hilfe ihrer Ohren regulieren, sondern auch Hasen und Kaninchen?

Große Tiere können also direkt über ihre Haut nur wenig Wärme an die Umgebung abgeben. Die Natur setzt hier auf eine besondere Lösung: Kühlung über die Ohren. Beim Afrikanischen Elefanten machen sie rund ein Sechstel seiner Körperoberfläche aus und sind durchzogen von einem feinen Adernsystem. Durch das Fächern der Ohren kann der Elefant also seine Körpertemperatur regulieren und kühlt seinen Körper dadurch ab. Das Ohren-Kühl-Prinzip findet sich auch bei Kaninchen und Hasen, sie hören damit nicht nur besser, sondern regulieren ebenfalls mit den Ohren ihre Körpertemperatur.

... dass ein Pinguin sich nur zwei Zentimeter bewegen muss, um die gesamte Kolonie in Bewegung zu versetzen?

Die Pinguine stehen normalerweise zwar in einer kompakten Traube, berühren einander aber nur leicht, um die Wärmeisolierung ihres Federkleids nicht aufzugeben. Rückt ein Individuum der Gruppe in eine Richtung, setzt sich dieser Impuls durch die Pinguintraube hindurch fort. Die vor ihm stehenden Tiere weichen aus, während die nachfolgenden die so entstehende Lücke schließen, um die Wärme der Kolonie nicht zu verlieren. So bleibt der Schutz gegen die Kälte gewahrt und die Gruppe rückt in einer flüssigen Wellenbewegung voran. Dieses System funktioniert sogar unabhängig vom Standort des Pinguins, der die Welle beginnt.

... dass wir dreimal soviel Energie verbrauchen wenn wir seitwärts statt geradeaus gehen?

Wenn Menschen sich seitwärts bewegen wollen, laufen sie fast nie seitlich, höchstens ein oder zwei Schritte: Dann drehen sie sich um und laufen wieder vorwärts. Aber warum? Die energetischen Kosten sind für uns Menschen dann nämlich dreimal so hoch, als wenn wir einfach geradeaus gehen! Mit Hilfe eines mathematischen Modells berechneten das die Wissenschaftler rund um Matthew Handford von der Ohio State University. Das Fazit der Forscher: Wer seitlich läuft, muss ständig stoppen und neu loslaufen, das ist anstrengend, und man ist außerdem langsamer.

... dass es eine Spinne gibt, die sich rollend fortbewegt wenn es schnell gehen muss?

Es ist eine erstaunliche Erfindung von Mutter Natur: In der Sahara hat ein deutscher Forscher eine Spinne entdeckt, die sich rollend fortbewegt - und zwar nicht nur bergab. Siefaltet ihre langen Beine zu einem Rad und beschleunige dann aus eigener Kraft. So entkommt sie Feinden wesentlich schneller.

... dass Wasser unter bestimmten Umständen flüssig, fest und gasförmig zugleich sein kann?

Bei -0,01°C und einem sehr geringen Druck von 6 Millibar können alle drei Aggregatzustände von Wasser gleichzeitig vorkommen.

... dass es einen Solar-Badeanzug gibt, der MP3-Player oder Handys direkt am Pool oder Strand mit Energie versorgen kann?

Der internationale Textilhersteller Triumph hat in Spanien den ersten kommerziellen Solar-Badeanzug der Welt vorgestellt. Dem Hersteller zufolge soll der Einteiler durch die integrierten Solarzellen in der Lage sein, bis zu vier Watt Strom zu erzeugen. Über einen integrierten USB-Stecker kann der Badeanzug schließlich genutzt werden, um Elektrogeräte wie MP3-Player oder Handys direkt am Pool oder Strand mit Energie zu versorgen.

... dass die Energie, die im Hurrikan frei wird, etwa der Hälfte der weltweiten elektrischen Energieproduktion entspricht?

Hurrikane kann man sich wie eine große Wärmekraftmaschine vorstellen; sie gewinnen ihre Wärme aus der feuchtwarmen Luft über den tropischen Ozeanen und geben sie wieder frei durch Kondensation des Wasserdampfes in Wassertropfen der gewaltigen Wolkentürme und in den äußeren Regenbändern. Darüber befindet sich der kalte Abzug in den oberen Luftschichten der Atmosphäre in etwa 12 Kilometern (ca. 8 Meilen) Höhe. Die Energie, die im Hurrikan frei wird (durch Erzeugen von Wolken/Regen) ist dabei 400 mal so groß wie die Energie, die die rotierenden Winde aufrechterhält.

... dass pro Kilogramm transportiertem Lebensmittel bei einem Flugtransport bis zu 17 mal mehr Treibhausgase als bei einem Schiffstransport entstehen?

Mit dem Flugzeug werden vor allem Lebensmittel transportiert, die relativ hochpreisig und schnell verderblich sind. So kommen beispielsweise nur 0,01 Prozent der aus Drittländern nach Deutschland importierten Bananen auf dem Luftweg zu uns, während es bei Papayas über 90 Prozent sind.

... dass Menschen und andere Primaten im Verhältnis zu ihrer Körpergröße nur halb so viel Energie verbrauchen als andere Säugetiere?

Zoologen um Herman Pontzer vom Hunter College in New York haben den Energieverbrauch von 17 Primatenarten genauer untersucht, indem sie die Menge an Kalorien gemessen haben, die die Tiere innerhalb von zehn Tagen verbrannten. Das Ergebnis verblüffte: Menschen, Schimpansen, Paviane und andere Primaten verbrauchen nur halb so viel Energie wie andere Säugetiere im Verhältnis zu ihrer Körpergröße. Dank des geringen Energieverbrauchs altern Menschen auch deutlich langsamer als andere Säugetiere. Sehr drastischer zeigt sich das bei Spitzmäusen, die den höchsten Stoffwechsel aller Säugetiere haben. Sie nehmen täglich 90% ihres Körpergewichts an Nahrung zu sich, ihr Herz schlägt an die 800 Mal pro Minute. Durch das hohe Lebenstempo werden Spitzmäuse allerdings höchstens zwei Jahre alt.

… dass das weltweit erste Elektrizitätswerk für König Ludwig II. von Bayern errichtet wurde?

König Ludwig II. von Bayern – bekannt als der „Märchenkönig“ – ist weithin als Bauherr gigantomanischer Schlösser bekannt wie z.B. Schloss Neuschwanstein bei Füssen. Aber der Regent förderte auch innovative Techniken. So begann in der Venusgrotte von Schloss Linderhof, dem kleinsten der drei Schlösser Ludwigs II., der Siegeszug der Elektrifizierung mit der Errichtung des weltweit ersten Elektrizitätswerks. Die Technologie dafür lieferte Werner von Siemens. Die Venusgrotte war eigens für den König konstruiert und mit Landschaftsgemälden sowie Szenen aus der Wagneroper Tannhäuser ausgemalt worden. Das eigene Elektrizitätswerk versorgte die Beleuchtungsanlage der künstlichen Grotte mit Strom.

… dass es innovative Handschuhe mit eingebauten Blinkern für Fahrradfahrer gibt?

Die neuen Handschuhe namens “Zackees” mit integriertem Blinker reihen sich definitiv in die Liste der sinnvollsten Sport-Trends des Jahres. Die praktischen Handschuhe können während des Joggens oder Fahrradfahrens dazu genutzt werden, anderen Verkehrsteilnehmern das Abbiegen anzuzeigen. Die Batterie der Handschuhe soll laut Hersteller zwischen 3 und 6 Monaten halten und die Handschuhe sollen wasserdicht und waschbar sein. Zudem aktiviert man das Blinken durch das Heben der Hand oder durch das Zusammenballen zur Faust. Eine praktische Erfindung für den Straßenverkehr.

… dass Glucose einen Bio-Akku betreiben kann?

Ein französisches Forscherteam hat erfolgreich den Prototyp einer natürlichen Brennstoffzelle für medizinische Implantate entwickelt, die aus dem Blutzucker Elektrizität erzeugt. So können medizinische Implantate mit einer schier unerschöpflichen Energiequelle mit Strom versorgt werden. Die Biobrennstoffzelle soll in Zukunft die derzeit genutzten konventionellen Batterien von Implantaten überflüssig machen. Denn die Brennstoffzelle im lebenden Organismus wandelt den Zucker, den wir mit der Nahrung aufnehmen, kontinuierlich in elektrische Energie um. Schon seit rund 50 Jahren gibt es die Idee der implantierbaren Brennstoffzelle, welche die körpereigene Energiequelle für den Betrieb von zum Beispiel Herzschrittmachern nutzt. Aber erst die Erfindung der französischen Forscher würde die Stromversorgung medizinischer Geräte im menschlichen Körper revolutionieren.

... dass der Energiegehalt der größten Schokolade der Welt ca. 25.650 kWh entspricht und somit einen 4-Personenhaushalt über fünf Jahre mit Strom versorgen könnte?

In Armenien wurde eine Tafel Schokolade hergestellt, die insgesamt 4.410 kg wiegt und einen Kaloriengehalt von etwa 22.050.000 kcal hat - das entspricht 25.650 kWh. Bei einem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch eines 4-Personenhaushaltes von 5.000 kWh wäre dieser über fünf Jahre gedeckt.

... dass eine 35 m hohe Fichte mit einem Alter von ca. 100 Jahren in ihrem Leben der Atmosphäre etwa 2,6 Tonnen CO2 entzogen hat?

Tag für Tag, wandelt der Baum weiteres CO2 in Holz um und reinigt unsere Atmosphäre vom wichtigen Treibhausgas. Ein Hektar Wald speichert pro Jahr 13 Tonnen CO2.

... dass Mehl explodieren kann?

Der winzige Staub brennt kaum, wenn er in einer Schale liegt. Wenn ich jedoch fest puste, dann fliegt der Staub in die Luft und es entsteht ein kritisches Gemisch. Es kommt zur Verpuffung. Je nach Konzentration des Staubanteils kann sogar eine explosive Mischung entstehen.

Staubexplosionen entstehen nicht nur bei Mehl, sondern grundsätzlich bei allen brennbaren Feinststäuben: von Kakaopulver über Zucker bis hin zu Holz. Sie geschehen weit häufiger als man denkt, denn fast täglich kommt es irgendwo in Europa zu einer Staubexplosion.

... dass die Wärmeleitfähigkeit von Kupfer rund 10 mal so groß ist wie die von Stahl?

Kupfer ist ideal, wenn es darum geht, die Wärme möglichst gleichmäßig zu verteilen. Kein Zufall, dass Kupfer überall in den Profiküchen zu finden ist, bis hin zu den polierten Kupferkesseln in den Sudhäusern von Brauereien.

... dass eine Such-Anfrage bei Google genauso viel Strom verbraucht wie eine Energiesparlampe benötigt, um eine Stunde lang zu leuchten.

Jede einzelne Internet-Suchanfrage über Google erzeuge Energiekosten, mit denen eine 11-Watt-Energie-Sparlampe eine Stunde lang brennen könnte. Andererseits spart die digitale Kommunikation natürlich auch CO2 ein, da sie viele Autofahrten zur Informationsbeschaffung überflüssig macht.

... dass E-Mails mit großem Anhang im Schnitt knapp 50g CO2 auf die Waage bringen?

Spam-Mails kommen auf 0,3g und normale Mails im Schnitt auf 4g CO2. Jeder Schritt, ob nun Online oder Offline, hinterlässt seine Spuren. Besser ist es, auf unnötige E-Mails zu verzichten. Denn wie heißt es so schön: Klasse – statt Masse.

... dass der Mensch es im Ruhezustand auf eine Heizleistung von ca. 100 Watt und bei extremer körperlicher Anstrengung sogar auf 1000 Watt bringt?

In der Tat: Mit Menschen kann man heizen! Denn jeder von uns ist ein kleines Heizkissen, das es im Ruhezustand durchschnittlich auf 80 bis 100 Watt Heizleistung bringt – also die Leistung einer klassischen Glühbirne. Bei extremer körperlicher Anstrengung geht die Abwärmeleistung sogar bis auf 1000 Watt rauf; das ist immerhin so viel wie ein Reiseföhn bringt. Wirklich interessant wird es dann, wenn sich Dutzende oder gar Hunderte von Menschen in einer Wohnung oder in Club und Disco aufhalten.

... dass Autos mit WM-Fahnen am Fenster bis zu einen halben Liter mehr Benzin pro 100 Kilometer verbrauchen?

Das ist zwar kein Geheimnis mehr, aber der Trend geht mittlerweile zur Zweit- / und Drittfahne. Wer Sprit sparen möchte, sollte lieber die ebenso schmückenden Spiegel- oder Tankdeckelfahnen verwenden.

... dass auch Fahren mit geöffnetem Fenster den Spritverbrauch erhöht?

Für Wagen mit Klimaanlage gilt als Faustregel für ökonomisches Fahren: Bei geringer Geschwindigkeit bis ca. 70 Kilometer pro Stunde lieber das Fenster öffnen. Bei höheren Geschwindigkeiten dagegen die Klimaanlage einschalten.

... dass Albert Einstein als Elektriker auf dem Oktoberfest gearbeitet hat?

Im Jahr 1896 befand sich Albert Einstein gerade in der Ausbildung in der gemeinsamen Firma seines Vaters und seines Onkels. Genau diese Firma war dazu beauftragt, das Schottenhamel-Festzelt aufzubauen, so dass Einstein dabei half, die Glühbirnen einzudrehen.

... dass die Menge an Strom, die in Las Vegas in einer einzigen Nacht verbraucht wird, ein amerikanisches Einfamilienhaus 4 Jahre lang mit Strom versorgen kann?

Denn Las Vegas ist bezogen auf seine Größe die Stadt mit dem größten Stromverbrauch weltweit. Aufgrund der unzähligen Casinos, der Leuchtreklame und der Klimaanlagen wird dort so viel Energie verbraucht, dass sogar die Hälfte der Energie zugekauft werden muss. Und das Tag und Nacht – denn Las Vegas Nachtleben ist die Hauptursache für den hohen Stromverbrauch. Jedoch gibt es Maßnahmen gegen die Stromverschwendung. So werden in Hotels zum Beispiel Glühsparlampen eingesetzt und die Gäste gebeten, so wenig Strom wie möglich zu verbrauchen. Außerdem tragen Sonnenkollektoren, die in der nahen Wüstenregion platziert sind, zur Energiegewinnung bei. Der meiste Strom wird aber noch immer in Kohlekraftwerken produziert.

... dass 35 alte Einwegflaschen einen Fleece-Pulli in Größe L ergeben?

PET-Flaschen werden nicht immer zu neuen Flaschen recycelt. Denn die Flaschen, die wir in Deutschland im Supermarkt zurückgeben werden oft an chinesische Textilhersteller weiterverkauft. Dort wird der Kunststoff zu Polyester weiterverarbeitet und zur Anfertigung von Sportkleidung, Unterwäsche und anderer Kleidung genutzt. Denn gebrauchtes Plastik ist vier mal so günstig wie neues.

... dass die weltweit erste Webcam Bilder einer Kaffeemaschine zeigte?

Die allererste Webcam war die sogenannte Trojan Room Coffee Pot Camera und zeigte nichts Geringeres als die Kaffeemaschine des Computerlabors der Universität Cambridge. Sie sendete vom 11. November 1991 bis ins Jahr 2001, als die Kaffeemaschine leider kaputt ging. Nachdem sie für ca. 10.000 DM verkauft und repariert wurde, kann man sie sich noch heute per Webcamübertragung anschauen.

... dass die älteste Glühbirne der Welt seit 113 fast ununterbrochen brennt?

In Livermore nahe San Francisco (Kalifornien) leuchtet „die älteste Glühbirne der Welt“ seit mittlerweile fast 113 Jahren. Der Arbeitsplatz der mundgeblasenen Jahrhundert-Glühbirne, die den Markennamen „Centennial Bulb“ trägt, befindet sich über den Löschfahrzeugen der Feuerwache 6 in Livermore und hat sogar eine eigene Facebook-Seite.

... dass Horrorfilme wahre Energiefresser sind?

Laut einer Studie britischer Forscher von der Universität von Westminster machen Horrorfilme nicht nur Angst, sondern auch schlank. Bis zu 200 Kalorien verbrennt der Körper beim Anschauen von Gruselschockern. Das entspricht in etwa einem halbstündigen Spaziergang und liegt daran, dass das Adrenalin den Puls nach oben schnellen lässt.

... dass es Solarkraftwerke gibt, die auch im Dunkeln Energie erzeugen können?

Wer als Kind seine Lupe in die Sonne gehalten hat, kennt den Effekt: Es entstehen so hohe Temperaturen, dass sich Papier entzündet. Solarthermische Kraftwerke nutzen denselben Effekt. Sie bündeln die Sonnenstrahlen mit riesigen gewölbten Spiegeln. Die sogenannten Parabolspiegel konzentrieren die Sonnenstrahlen auf ein Absorberrohr, den „Receiver“. In diesem vakuumisolierten Rohr fließt ein Thermo-Öl, das dank der gebündelten Sonnenenergie bis zu 400 Grad heiß wird. In einem Wärmetauscher bringt das heiße Thermo-Öl Wasser zum Verdampfen – und der Dampf treibt wie in einem konventionellen Kraftwerk eine Turbine an. Der angeschlossene Generator erzeugt schließlich den Strom.

Was solarthermische Kraftwerke so besonders macht, ist der zugeschaltete Wärmespeicher. Dieser macht den Solarstrom auch bei ungünstigem Wetter und in der Nacht verfügbar. Flüssiges Salz dient als Speichermedium, das Produktionsschwankungen ausgleicht und eine Stromerzeugung auch nach Sonnenuntergang möglich macht. Scheint die Sonne, wird das Salz parallel erhitzt und in den Speichertank gefüllt. Bei Bewölkung und nachts gibt das heiße Salz seine Energie wieder ans Thermo-Öl ab. Um die Kapazität von über sieben Stunden Volllastbetrieb zu gewährleisten, sind rund 28.500 Tonnen des speziellen Salzgemisches erforderlich. Dadurch können die Anlagen fast doppelt so viel Strom erzeugen wie ein Solarkraftwerk ohne Speicher. RWE betriebt mit Partner ein solarthermisches Kraftwerk in der spanischen Provinz Granada.

... dass die Waschmaschine der Zukunft ohne Wasser und Tensiden wäscht?

Die französische Designerin Elie Ahovi präsentierte ein Konzept für eine Waschmaschine namens Orbit, die Wäsche ohne einen Tropfen Wasser innerhalb von nur fünf Minuten strahlend sauber waschen soll. Die Trommel, die aus einem supraleitenden Material hergestellt wird und in einem Ring schwebt, wird lediglich mit Wäsche und Trockeneis gefüllt. Wenn der elektrische Widerstand gegen null tendiert, bewegt sich die Trommel innerhalb des Rings. Das gefrorene Kohlendioxid geht vom festen Aggregatzustand in den gasförmigen über und gibt so während der Drehbewegungen der Trommel einen hohen Druck an die Kleidung ab. Der Schmutz wird gelöst und durch ein Röhrchen separiert. Das Kohlendioxid soll unbegrenzt ohne Ersetzen genutzt werden können, und die Batterien sind selbstladend.

... dass der stärkste Laserstrahl der Welt über eine Leistung von etwa 400 Milliarden Glühbirnen verfügt?

Er befindet sich in Las Vegas auf der Spitze des Hotels Luxor, das in Pyramidenform gebaut ist.

... dass Las Vegas im Verhältnis zur Größe, Stromfresser Nummer 1 auf unserem Globus ist?

Die Stadt braucht mehr Strom als manches komplette Land. Grund dafür ist das rege Nachtleben, die immense Lichtwerbung der vielen Kasinos und der Betrieb der Klimaanlagen rund um die Uhr.

... dass die größte Batterie Deutschlands 10 Megawattstunden Strom speichern kann?

Ein Brandenburger Dorf versorgt sich vollständig mit Ökoenergie – und verdient dank einem Großakku bald auch Geld damit. Der zweitgrößte Akku Deutschlands wird gerade in Schwerin gebaut. Er puffert fünf Megawattstunden ab. Mitte 2015 soll er in Betrieb gehen. Auch in Aachen ist ein solcher Großspeicher im Bau; in Herne, NRW, tut jetzt schon ein 90 Tonnen schwerer Akku seinen Dienst, der Solarstrom speichert.

... dass Arbeiterbienen dank gemeinsamen Zitterns ihrer Königin im Winter auch bei Minustemperaturen wohlige 25 Grad bescheren?

In ihrem Stock bilden Bienen eine Wintertraube, in der sie sich gegenseitig vor der Kälte schützen. Dabei sitzt die wichtigste aller Bienen, die Königin, in der Mitte der Traube. Dank des fleißigen Einsatzes ihrer Arbeiterinnen herrscht dort stets eine Temperatur von mindestens 25 Grad. Durch Muskelkontraktionen können Bienen Wärme erzeugen. So überstehen sie selbst Minustemperaturen.

... dass Chinesen 10 Häuser binnen 24 Stunden mit einem einzigen 3D Drucker gebaut haben und zwar umweltfreundlich mit recyceltem Material?

Das chinesische Unternehmen Winsun, mit Hauptsitz in Suzhou, hat einfache Häuser mithilfe eines riesigen 3D Druckers fertiggestellt. Und nicht nur ein Haus an einem Tag, sondern gleich 10 und das für einen extrem niedrigen Preis von knapp 4000 € pro Haus. Zudem sind die Rechtecke aus recyceltem Material hergestellt und tun damit sogar etwas für die Umwelt.  Es ist gut vorstellbar, dass zukünftig auch qualitativ hochwertige Häuser auf diese Weise produziert werden können. Die Frage ist nämlich nicht mehr, wann, sondern eher, wie schnell das Unternehmen und auch viele andere ähnliche Unternehmen auf dieser Welt mit den 3D Druckern vorankommen.

... dass essbare Naturverpackung Plastikverpackungen überflüssig machen könnte?

Wir alle wissen, dass Plastikflaschen und -verpackungen unsere Umwelt stark belasten. Bei sogenannten Wikipearls wird vollständig auf die Produktion von Müll verzichtet. Man  kann sie sich als eine Art essbare Zelle vorstellen, in der sich Getränke oder Nahrungsmittel befinden. Die Zellen können je nach Nahrungsmittel dem Geschmack angepasst und direkt mit dem Getränk oder der Nahrung in einem Ganzen zu sich genommen werden. Für die essbare Naturverpackung werden lediglich Instagel und Glycerin benutzt. Ziel der Erfinder ist es vor allem von der Müllproduktion loszukommen, die durch die Verpackungen in unseren Discountern massenweise entstehen. Noch werden Wikipearls leider lediglich in Restaurants als Delikatesse angeboten.

... dass ein schlauchloser Fahrradreifen nicht nur vor dem ungeliebten ‚Platten’ schützt, sondern ganz nebenbei auch dein Handy auflädt?

Dank einer Smartphone Applikation lässt sich der Reifen individuell einstellen und kommt so dem Fahrgefühl eines gewöhnlichen sehr nah. Der Reifen besteht aus einer Schicht, mit der man die Spannung des Reifens regulieren kann und einer, die sich im Inneren befindet. Diese ist mit kleinen Mini-Sprungfedern an den Speichen befestigt und wandelt so Stöße und die dabei erzeugten Schwingungen in Energie um, die in einem externen Akku gespeichert wird. Via USB Anschluss lässt sich das Smartphone oder ähnliches während der Fahrradtour problemlos aufladen.

... dass Magnete nicht nur Anziehungskraft besitzen, sondern auch die Zukunft der Kühlschränke revolutionieren könnten?

Auch wenn Kühlschränke immer im Laufe der Jahre energieeffizienter wurden, arbeiten sie immer noch mit Chemikalien und verbrauchen Strom. Um beiden Problemen entgegenzutreten arbeiten Forscher bei General Electrics an einer neuen Generation von Kühlschränken, die lediglich mit Magneten funktionieren. Das Prinzip der neuen Kühlung basiert auf dem sogenannten “magnetokalorischen Effekt” und ist relativ einfach zu verstehen. Eine bestimmte Wasser-basierende Flüssigkeit ändert ihre Temperatur, sobald sie mit einem Magnetfeld in Berührung kommt. Dieser Effekt wird dazu genutzt, um dann zum Beispiel Biere oder andere Getränke zu kühlen, bzw. eine neue Kühltechnologie hervorzubringen.

... dass ein gigantischer Riesenstaubsauger in Entwicklung ist, der für Sauberkeit in den Weltmeeren sorgen soll?

Jason Dyson, der vor allem für seine revolutionäre Staubsauger-Technologie berühmt geworden ist, plant nun wohl, eine riesige Version seines Beutelfreien-Staubsaugers zu bauen, um die Weltmeere, Flüsse, Buchten und Küsten vom Dreck der Menschen zu befreien. Das Konzept des Ocean Cleaner sei erstellt und sieht vor, dass der Riesenstaubsauger völlig selbstständig den Müll lokalisiert, aufsaugt, vor Ort trennt und pulverisiert, um ihn dann mit LKWs zu Recycling Stationen zu transportieren.

... dass es ein Auto gibt, das sich selbst reinigen kann?

Schluss mit Putzen! Denn im Moment ist bei der japanischen Automarke Nissan ein Auto in Entwicklung, an dem Regen und Schlamm einfach abperlen. Grund dafür ist eine innovative Nano-Beschichtung, an der dank einer Schutzschicht aus Luft der Schmutz nicht haftet. Doch nicht nur das Auto an sich, sondern auch die Linse der Heckkamera kann sich durch Wasser und Druckluft selbst reinigen. So würde das Auto selbst nach einer Safari durch die Wüste Afrikas in seiner ursprünglichen Farbe erstrahlen – und man hätte immer noch freie Sicht nach hinten. Zwar befindet sich der Nissan Note noch in der Testphase, erste Versuche haben jedoch schon aussichtsreiche Ergebnisse gezeigt.

... dass es ein Windrad gibt, dessen Turbine leichter als Luft ist?

Die amerikanische Firma Altaeros Energies hat ein fliegendes Windkraftwerk angefertigt, mit dem nun auch in bis zu 300 m Höhe Strom erzeugt werden kann. Je weiter man sich nämlich über dem Boden befindet, desto stärker weht der Wind. Das heißt, dieses fliegende Windkraftwerk wäre viel wirkungsvoller als die euch bekannten Windräder.  Die Windkraftanlage besteht aus einem Windrad, welches durch einen großen, mit Helium gefüllten Ring in der Luft schweben kann. Da Helium leichter als Luft ist, muss das Windkraftwerk mit einer Leine gesichert werden. Das Praktische an dieser Leine ist, dass durch sie dann auch direkt der erzeugte Strom fließen kann. Und so könnte man auch abgelegene Regionen mit Strom versorgen, da das Kraftwerk für sich betrieben wird.

... dass mit der Körperwärme der Reisenden des Stockholmer Hauptbahnhofs ein Bürogebäude geheizt wird?

Die staatliche schwedische Immobilienverwaltung Jernhuset hat den Menschen als alternative Energiequelle entdeckt: 250.000 Reisende und Pendler passieren täglich den Stockholmer Hauptbahnhof. Mit ihrer Körperwärme will Jernhuset künftig ein Bürogebäude heizen.
„Alle Menschen produzieren Wärme“, sagte Projektleiter Karl Sundholm am Mittwoch. Statt die Wärme über Fenster nach draußen zu leiten, soll diese nun über das Belüftungssystem nutzbar gemacht werden. Die Heizkosten des in Bahnhofsnähe befindlichen Bürogebäudes würden so um bis zu 20 Prozent verringert. Das Konzept sieht vor, mit der Körperwärme der Bahnhofsbesucher Wasser aufzuwärmen, das dann durch Rohre zu dem geplanten Bürogebäude geleitet wird.

... dass Stroh in Zukunft bald eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung spielen kann?

30 Millionen Tonnen Stroh werden jährlich in Deutschland geerntet – das entspricht etwa 75.000 Rundballen. Deutsche Forscher wollen rund ein Drittel des Getreidestrohs zur Energiegewinnung verwenden. In die Praxis umgesetzt wäre es dann möglich, mehrere Millionen Haushalte mit Strom und Wärme zu versorgen. Wie gut die Gewinnung von Strom aus Stroh funktioniert, zeigt schon unser Nachbarland Dänemark. Dort steht das größte Strohkraftwerk der Welt mit einer Leistung von 40 Megawatt. Im Emsland befindet sich bereits ein erstes Strohheizkraftwerk im Probebetrieb. Mittels modernster Feuerungstechnik und Kraft-Wärme-Kopplung wird hier Stroh in Strom und Wärme umgewandelt.

... dass Deutschland europaweit auf Platz eins liegt wenn es um den Verkauf von E-Bikes geht?

Während das Elektroauto noch immer Schwierigkeiten hat, sich auf dem Markt zu etablieren, nimmt die Beliebtheit des E-Bikes oder Pedelecs mit jedem Jahr weiter zu. 2012 verkauften sich laut des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV) deutschlandweit rund 380.000 Fahrräder – etwa 50.000 mehr als noch im Jahr zuvor. Seit der Markteinführung verkauften sich in Deutschland insgesamt über zwei Millionen Exemplare. Zu den Käufern zählen nicht nur Omas und Opas, sondern ganz im Gegenteil zunehmend auch jüngere Menschen.

... dass das erste Plus-Energie-Hotel in den Alpen sogar die eigene Seilbahn als Solaranlage nutzt?

Das Prinzip eines Plus-Energie-Hauses ist simpel. Auch in diesem Fall produziert das Hotel seine eigene Energie – und zwar mehr, als für den Eigenbedarf benötigt wird. Es ist sozusagen ein kleines Ökostromkraftwerk, das aus zwei Komponenten besteht: der Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen und der Energiespeicherung. Die Nutzung regenerativer Energiequellen wie Abwärme, Erdwärme, und Solarenergie ermöglichen eine autarke Versorgung des Hotels. Lediglich aus Sicherheitsgründen und um überschüssigen Strom einzuspeisen, ist das Hotel an das lokale Elektrizitätswerk angeschlossen. So wird die Stromversorgung auch im Notfall aufrechterhalten.

... dass ein „Wasser-Chip“ zur Entsalzung von Meerwasser erfunden wurde, der vielleicht bald viele Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgen könnte?

Forscher der University of Austin Texas haben in Kooperation mit der deutschen Universität in Marburg einen kleinen Nano-Wasser-Chip entwickelt, der via eines elektrischen Magnetfeldes und einem relativ geringen Energieeinsatz Salzwasser entsalzt und somit vielen Menschen auf dieser Erde Zugang zu sauberem Trinkwasser erlauben könnte. Noch befindet sich der Nano-Chip in Entwicklung doch erste Tests haben bewiesen, dass er funktioniert.

... dass Wissenschaftler in Washington D.C. eine Methode entwickelt haben, den Treibstoff der gesamte Flotte der US Navy aus Meerwasser zu gewinnen?

Die US Navy erzeugt mittels einer relativ einfachen Technik Treibstoff aus Meereswasser und will so alle Schiffe unabhängig von Öllieferungen oder Auftank-Manövern machen. Die Methode sei zwar noch nicht für den großen Betrieb geeignet, dass sie funktioniert wurde aber von den Wissenschaftlern aus dem Naval Research Laboratory offiziell bestätigt.

... dass ein neues Elektro-Skateboard entwickelt wurde, das sich allein durch die Verlagerung des Körpergewichts steuern lässt und ein Surfgefühl auf dem Asphalt ermöglicht?

Auf den ersten Blick handelt es sich nur um ein Blech mit einem Antriebsrad in der Mitte, doch die Raffinessen liegen im Detail des Onewheels: wird das Vorderteil belastet, beschleunigt das Board, Belastung auf das Hinterteil bremst das Onewheel und lädt gleichzeitig die Akkus. Das Fahrgefühl soll dem Snowboarden oder dem Surfen auf dem Ozean ähneln. Der GoKart-Reifen soll eine Art Miniaturausgabe eines Formel 1-Reifens sein und Unebenheiten auf der Straße gut dämpfen.

... dass die US Marine Energie aus dem Weltall zur Erde beamen will, um Soldaten in abgelegenen Gegenden zu versorgen?

Vor knapp hundert Jahren entwickelte der deutsche Physiker Hermann Oberth das Konzept des Kraftwerks im Weltall. Um die Erde kreisend, sollte es aus Sonnenlicht Energie erzeugen. Die Vision des Solarstroms aus dem All hat nun einen neuen Anhänger gefunden: die Forschungsabteilung der US-Marine NRL (Naval Research Laboratory). Die Technologie könnte helfen, ein wichtiges Versorgungsproblem der Marine-Soldaten zu lösen. Ein Sonnenkraftwerk im Orbit könnte auch von der immer weiter gesteigerten Effizienz von Solarzellen profitieren. Die im Orbit gewonnene Energie soll mit Radiowellen oder Mikrowellen zur Erde gebeamt werden, erklärt Jaffe. Diese Techniken hätten eine größere Akzeptanz als Laserstrahlen, die eine sehr hohe Energiedichte pro Fläche aufwiesen. Die Dimension eines Solarparks in einem geostationären Orbit wäre enorm: Jaffe denkt an eine ein Quadratkilometer große Fläche.

... dass ein internationales Architektenbüro einen Solarkiosk entwickelt hat, der Menschen in Afrika nicht nur Licht, sondern auch Beschäftigung, Gesundheit und Kommunikation bringt?

Der Unternehmer Andreas Spieß möchte den Menschen auf dem afrikanischen Kontinent den Zugang zur Elektrizität erleichtern. Elektrisches Licht ermöglicht das Lesen und Lernen auch bei Nacht und fördert das soziale Zusammenleben. Will ein Afrikaner aus der Provinz den Akku seines Mobiltelefons aufladen, dann muss er oft eine Tagesreise unternehmen, um in der nächsten Stadt sein Handy für umgerechnet 50 Cent aufladen zu können. Jetzt geht er zum Solarkiosk um die Ecke um sein Handy aufzuladen. Dort kann man auch Kühlschränke, Drucker, Kopierer und Computer betreiben und nicht zuletzt Fernsehgeräte, denn, so erzählt Spieß, “Fußball zu gucken ist in Afrika sehr beliebt”. Darüber hinaus dient der Kiosk als “Tante-Emma-Laden”. Man kann beispielsweise Kaugummis, Seifen oder Solarlampen kaufen. In Äquatornähe dauert die Nacht das ganze Jahr über etwa 12 Stunden. Mit den Solarlampen können die Menschen dort endlich während der Dunkelheit lesen und müssen dazu nicht mehr die Kerosinlampen mit ihren giftigen Ausscheidungen benutzen. Für seine Idee erhielt Spieß in diesem Jahr den Unternehmerpreis der Carl Duisberg Gesellschaft (CDG). Das Preisgeld will Spieß in den Aufbau weiterer Kioske stecken.

... dass es ein Heizkraftwerk für unterwegs gibt?

In der Natur kochen ist ein großartiges Erlebnis! Nicht überall ist es möglich, ein richtiges Lager- bzw. Kochfeuer zu entzünden. In diesem Fall greift man gerne auf einen Gas- oder Benzinkocher zurück. Wenn man allerdings bedenkt, dass man im Wald mitten in brennbarer Biomasse sitz und auf fossile Brennstoffe zurück greift, ist dies ökologisch nicht nachvollziehbar. Der BioLite Campstove ist ein mit Holz oder vergleichbarer Biomasse (trockene Gräser, Laub, Äste etc.) befeuerter Kocher, der durch einen eingebauten Thermogenerator (TEG) Strom für ein Belüftungssystem erzeugt. Dank dieser Belüftung erreicht der Kocher eine Leistung von bis zu 5,5 kW, weit mehr als die meisten Gas- oder Benzinkocher. Im Prinzip wird im unteren Teil der Brennkammer, der schlecht mit Sauerstoff versorgt wird, Holzgas erzeugt, welches dann im oberen Teil unter Sauerstoffzufuhr verbrannt wird. Diese Art der Verbrennung ist besonders effizient und hat einen hohen Wirkungsgrad. Fast schon nebenbei erzeugt der BioLite Campstove auch eine stabilisierte 5 Volt Spannung. Über eine USB-Buchse können Smartphones, GPS-Geräte, Akkus, DigiCams oder sonstige 5 Volt Verbraucher mit 2-4 Watt (Herstellerangaben) geladen werden.

... dass aus den Müllresten der Ozeane insbesondere der Fischernetzte, die rund 64.000 Tonnen der Gesamtverschmutzung ausmachen, Rohstoffe für neue Produkte entstehen sollen?

Fischernetze, die als Abfall zurückgelassen werden, sind für das Ökosystem extrem kritisch. Die Netze verbleiben Hunderte von Jahren im Ökosystem der Meere. Plastik baut sich nicht so wie natürliche Rohstoffe ab. Es zerfällt allenfalls in immer kleinere Partikel. So kann eine einzige 1L-Trinkflasche in so viele Fragmente zerfallen, dass man weltweit auf jeden Kilometer Strand ein Stückchen davon legen kann. Die gesammelten Fischernetze werden in ECONYL®-Fasern – das sind Garne, die aus 100% regenerierten Wertstoffen bestehen und die Eigenschaft von Nylon aufweisen – umgewandelt, die dann als Rohstoff für neue und ästhetisch ansprechende Produkte wie Strumpfwaren, Badebekleidung, Unterwäsche, Teppiche, usw. dienen werden.

... dass das belgische Projekt We-Watt einen Weg gefunden hat, Arbeit und Bewegung an einem Tisch zu vereinen und dabei noch Strom zu produzieren?

Ein mit drei Plätzen ausgestatteter runder Tisch ist mit Pedalen zur Stromerzeugung ausgestattet. So kann z.B. während dem Schreiben einer E-Mail leicht der Akku geladen werden. Je mehr Leute bzw. je stärker gestrampelt wird, desto mehr Strom wird erzeugt und über LEDs visualisiert.

... dass für ein Rockfestival der Prototyp eines igluförmigen Solarzeltes entwickelt wurde, das sogar über eine Fußbodenheizung verfügt?

Die Solarzellen auf dem Dach sind in drei Segmente aufgeteilt und fächerartig zur Sonne ausgerichtet. Die gewonnene Energie wird in Akkus gespeichert, so dass auch nachts Strom bezogen werden kann. Im Zelt gibt es einen Touchscreen, der den Ladezustand anzeigt und an dem die Temperatur reguliert wird – eine Fußbodenheizung hat das orange Zelt nämlich auch. Mit der kabellosen Ladestation für Kamera, MP3-Player und Handy sowie der WLAN-Verbindung überzeugt es auch Zeltmuffel. Da das Zelt im Rahmen des Glastonbury Rockfestivals 2009 in England entworfen wurde, geht Orange mit der sogenannten
„Glocation“-Funktion besonders auf die Bedürfnisse der Festivalbesucher ein. Um zu vermeiden, dass diese ihr Zelt auf dem riesigen Gelände nicht mehr finden, können sie mit ihm kommunizieren. Schicken sie eine SMS an das Solarzelt, beginnt es zu leuchten und weist ihnen so den Weg.

... dass eine Waschbecken-Toiletten-Kombination nicht nur gut aussehen kann, sondern auch 25% Wasser spart?

W+W (Washbasin + Watercloset) kombiniert Waschbecken und WC optisch, und technisch setzt es dabei jedoch nicht nur auf Design, sondern erlaubt es auch, Wasser zu sparen und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Denn die Kombination aus Waschbecken und WC in einem Korpus ermöglicht die Wiederverwendung des Wassers aus dem Waschbecken für die Toilettenspülung. Um den Wasserverbrauch um bis zu 25% zu reduzieren, wird das aus dem Waschbecken ablaufende Wasser in eine Art Zisterne geleitet, aus der sich die WC-Spülung bedient. Ein automatisches Reinigungssystem soll das Entstehen von Bakterien im Wasser sowie jegliche Geruchsbildung verhindern.

... dass die Millionen Tonnen Herbstlaub, die jährlich in der Müllverbrennung landen, der Werkstoff der Zukunft sein könnte?

Dank der chemischen Zusammensetzung des Herbstlaubs lassen sich Dämmmaterial, Autoverkleidungen, Regale oder sogar Möbel fertigen. Frisches Laub enthält noch zu viel Zucker und Eiweiß und ist dadurch stärker dem Insektenfraß und Pilzbefall ausgesetzt. Das im Herbst anfallende Laub besteht weitgehend nur noch aus Zellstoff und Lignin, den beiden wichtigsten Bestandteilen des Holzes. Das ist lange bekannt, aber offensichtlich hat niemand das Potenzial entdeckt, das diese Zusammensetzung enthält, wie Harald Pohl bei seiner Patentrecherche erstaunt festgestellt hat. Zusammen mit dem Dortmunder Professor für Fertigungstechnik, Ernst Albien, und Architektin Ingrid Bienert haben sie ein Verfahren entwickelt, das Herbstlaub zu einem vielfach verwendbaren Holzersatzstoff macht.

... dass es in mehr als 500 Kilometern unter der Erde riesige Wasservorkommen gibt, die nach Einschätzungen von Experten so viel Wasser enthalten wie alle Ozeane zusammen?

Was Geologen schon lange vermuteten, beweist jetzt ein kleiner Diamant, der in der brasilianischen Stadt Juína entdeckte wurde und nur 0,09 Gramm schwer ist. Er umschließt das Mineral Ringwoodit. Das Mineral wurde bisher nur in Meteoriten gefunden oder im Labor hergestellt. Ringwoodit entsteht im unteren Teil der Übergangszone in 520 bis 660 Kilometern Tiefe unter sehr hohem Druck. Die Übergangszone trennt den oberen und unteren Erdmantel. Aufgrund seiner Struktur kann Ringwoodit Wasser lösen - allerdings nur maximal zwei Prozent seines Gewichtes, wie Forscher durch Experimente herausfanden. Das in Brasilien gefundene Stück enthält über ein Prozent Wasser. "Das ist sehr viel", erklärte Keppler. Das Wasser deutet darauf hin, dass das Mineral in einer feuchten Umgebung entstanden ist. Die Übergangszone könnte nach Einschätzung des Studienautors Pearson so viel Wasser wie alle Ozeane zusammen enthalten.

... dass es US-Ingenieuren gelungen ist einen winzigen Bio-Roboter zu konstruieren, der sich mit Hilfe von Herzmuskeln fortbewegen kann?

Seit Millionen Jahren nutzen einfache Organismen die haarähnlichen Schwänze, um sich in Flüssigkeiten fortzubewegen. Den Ingenieuren gelang es jetzt, das einfache Antriebsprinzip auf sogenannte Biobots zu übertragen. Sie bauten dafür aus einem Kunststoff einen Roboter mit einem Kopf und befestigten daran eine synthetische Flagelle. Um den Schwanz ihrer Konstruktion, die einem Spermium ähnelt, in Bewegung zu versetzen, siedelten sie einige Herzmuskelzellen von Ratten an der Oberfläche an, durch deren Zusammenziehen die Fortbewegung stattfindet.

... dass man durch einen chemischen Trick Pflanzen im Dunkeln zum Wachsen animieren kann?

Forscher um Tilman Lamparter vom Karlsruher Institut für Technologie berichten, wie sie Pflanzen durch einen chemischen Trick dazu gebracht haben, sich ein Stück weit in Dunkelheit zu entwickeln. Normalerweise sind Pflanzen für ihr Wachstum von der Sonne abhängig. Das Sonnenlicht versorgt sie nicht nur mit Energie, sondern steuert auch viele Entwicklungsschritte vom Keimen über die Blattentwicklung bis hin zur Knospenbildung und dem Blühen. Angestoßen werden diese Prozesse durch spezielle Lichtsensoren in den Zellen. Die Forscher haben dieses Sensorsystem überlistet, indem sie einen Baustein des natürlichen Lichtsensors der Ackerschmalwand, das sogenannte Phytochromobilin, gegen einen synthetischen Stoff austauschten. Das neu eingesetzte 15Ea-Phycocyanobilin (15EaPCB) aktivierte den Lichtsensor und startete damit eine Reaktion, die normalerweise nur bei Licht abläuft.

... dass eine Skibrille entwickelt wurde, die per Knopfdruck innerhalb einer Zehntelsekunde einen Sonnenschutz bietet?

Beim Skifahren braucht man gute Sicht. Bei hohen Geschwindigkeiten kann ein "Blindflug" durch blendende Sonne schnell zum Sturz führen. Nur: Der Wechsel von der regulären zur getönten Skibrille raubt einem den Spaß. Außerdem muss man ständig zwei Brillen mitschleppen. Damit ist jetzt Schluss: Der Helm- und Brillenspezialist Uvex hat mit der Uvision Variotronic eine Skibrille mit schaltbarem Sonnenschutz vorgestellt. Ein Knopfdruck an der Brillenseite dunkelt die Skibrille ab – in weniger als einer Zehntelsekunde, wie der Hersteller verspricht. In der Brille stecken elektromagnetisch gesteuerte Flüssigkristalle. Die Technik ist batteriebetrieben, eine Ladung soll bis zu 200 Nutzungsstunden durchhalten. Eingebaut sind außerdem eine Beschichtung gegen Beschlagen und ein Blaufilter, der den Kontrast bei problematischen Lichtverhältnissen erhöht.

... dass zum ersten Mal eine wiederverwendbare Rakete zur Internationalen Raumstation ISS geschickt wird?

In Cape Canaveral wird erstmals eine Falcon-9-Rakete der Firma SpaceX starten, die teilweise wiederverwendbar ist. Es ist eine Premiere für die private Raumfahrt. Niemals zuvor wurde eine wiederverwendbare Rakete bei einem Flug zur ISS verwendet. Die Technik könnte, sollte alles glattgehen, Raumfahrtmissionen deutlich billiger machen. Aktuell sind Einwegraketen der Standard, was enorme Kosten verursacht. Das sei, sagt Foust, ähnlich, als würde man für jeden einzelnen Transatlantikflug ein neues Flugzeug bauen.

... dass die Inhalte auf CDs und DVDs mit einer neuen Lasertechnik ewig gespeichert werden können?

Optische Speichermedien halten nur wenige Jahrzehnte: Die Daten auf den CDs oder DVDs können dann nicht mehr gelesen werden. Forscher haben nun eine Lösung gefunden, Inhalte ewig zu speichern. Sie verwenden ultra-kurze Laserimpulse, um die Daten auf die Oberfläche des Mediums zu prägen. Diese erzeugen winzigste Gittermuster auf einer Quarz-Scheibe und versehen dabei drei Schichten mit Informationen. Das Verfahren, auf drei Ebenen zu beschreiben, erhöht die thermische und chemische Beständigkeit des Datenträgers: die Forscher haben in Experimenten die Alterung beschleunigt und einen kaum merklichen Verfall des Nanogitters beobachtet. Ihren Hochrechnungen zufolge kann der optische Speicher bei Raumtemperatur nahezu ewig überdauern. Außerdem ermöglicht diese Technik auf einem Träger künftig mehrere Terabytes abzuspeichern – das Tausendfache an Daten wie zuvor.

... dass Schokolade mehr Energie enthält als Dynamit?

Die Energie der beiden Stoffe ist chemisch gebunden und wird erst bei Verbrennung freigesetzt – bei Schokolade in unserem Körper und beim Dynamit in Form einer Explosion. Vergleicht man nun ein Kilogramm der beiden Substanzen, zeigt sich ein überraschendes Ergebnis: Schokolade hat mit 25 Megajoule pro Kilogramm sehr viel mehr Energie gespeichert als Dynamit. Dieses bringt es im Vergleich nur auf 3 Megajoule pro Kilogramm.

... dass Menschen und andere Primaten im Verhältnis zu ihrer Körpergröße nur halb so viel Energie verbrauchen als andere Säugetiere?

Zoologen um Herman Pontzer vom Hunter College in New York haben den Energieverbrauch von 17 Primatenarten genauer untersucht, indem sie die Menge an Kalorien maßen, die die Tiere innerhalb von zehn Tagen verbrannten. Das Ergebnis verblüffte: Menschen, Schimpansen, Paviane und andere Primaten verbrauchen nur halb so viel Energie wie andere Säugetiere im Verhältnis zu ihrer Körpergröße. Dank des geringen Energieverbrauchs altern Menschen auch deutlich langsamer als andere Säugetiere. Sehr drastischer zeigt sich das bei Spitzmäusen, die den höchsten Stoffwechsel aller Säugetiere haben. Sie nehmen täglich 90% ihres Körpergewichts an Nahrung zu sich, ihr Herz schlägt an die 800 Mal pro Minute. Durch das hohe Lebenstempo werden Spitzmäuse allerdings höchstens zwei Jahre alt.

... dass Wissenschaftler aus CO2 Baumaterial herstellen wollen?

Die Wissenschaftler der University of Newcastle in Australien wollen das CO2 in ein nutzbares Produkt verarbeiten, indem sie es direkt an den Schloten der Firmen einfangen und es unter Druck mit Mineralen wie Magnesium- und Calcium-Silicaten kombinieren. Daraus soll dann stabiler Kohlenstoff entstehen, ein festes Material, das zum Beispiel zur Produktion von Ziegelsteinen hergenommen werden kann. Im Labor hat die Methode bereits im kleinen Maßstab funktioniert. Jetzt muss sich zeigen, ob sie sich auch in der Realität behaupten kann.

... dass eine Autobahn in Los Angeles ein 24 Kilometer langes Solardach bekommen soll und 40.000 Haushalte mit Strom versorgen könnte?

Die 24 Kilometer lange Teststrecke, die sich „Solar Serpent“ oder „Solarschlange“ nennt, soll ein Solardach aus 600.000 Solarpaneelen bekommen. Das Fahren in dieser Konstruktion hat aber noch einen zweiten Nutzen, denn das Kohlendioxid, das die Autos als Abgas zurücklassen, wird aufgefangen und in Algentanks geleitet. Dort trägt es zur Entstehung von Biokraftstoffen bei.

... dass sich der bekannte Funkspruch „Houston, we have a problem!“ der Crew der Apollo 13 auf eine Brennstoffzelle bezieht?

Brennstoffzellen waren für die Stromversorgung an Bord des Raumschiffs zuständig. Auf halber Strecke zum Mond explodierte dann plötzlich ein Sauerstofftank. Nur mit viel Glück und Können schafften es die Astronauten, wieder zur Erde zurückzukehren.

... dass der Begriff Quantensprung das genaue Gegenteil dessen beschreibt, was umgangssprachlich darunter verstanden wird?

Gern wird der Begriff Quantensprung benutzt um großen Fortschritt zu beschreiben, doch der aus der Quantenphysik stammende Begriff beschreibt den kleinsten denkbaren Sprung. Denn in der Physik ist ein Quantensprung, sehr grob gesagt, ein auf atomarer Ebene stattfindender, nur indirekt nachweisbarer und extrem schnell ablaufender Übergang eines Teilchen-Systems von einem quantenmechanischen Zustand in einen anderen.

... dass ein Handy-Notruf auch ohne Empfang funktioniert?

Sollte der eigene Telefonanbieter keinen Empfang haben, wird automatisch auf ein anderes Netz umgeschaltet. Laut Notrufverordnung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sind die Telefondienst-Anbieter verpflichtet, diesen Service kostenlos bereitzustellen. Bis 2009 war es sogar möglich einen Notruf auch ohne SIM-Karte zu tätigen. Dies führte allerdings dazu, dass zu viele Fake-Anrufe in den Notrufzentralen eingingen und ernste Fälle erst zeitverzögert bearbeitet werden konnten.

... dass Brände mit Schallwellen gelöscht werden können?

Wasser hat sich seit Jahrtausenden als Löschwasser bewährt, doch richtet es auch große Schäden an. Schallwellen sollen nun die Flammen zum Ersticken bringen, in dem sie die Geschwindigkeit der Luft beschleunigen. Das führt zu einer Ausdünnung der Flammen und des Brandes sowie einer Abkühlung der Temperaturen. Der Brand wird von innen her ausgehungert. Das funktioniert vorerst nur bei kleinen Bränden. Die Technologie könnte zunächst in Flugzeugen oder auf Schiffen zum Einsatz kommen.

... dass ein Netz aus Kohlenstoff das leichteste Material der Welt ist und sich hervorragend für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien eignet?

Aerographit ist 75 mal leichter als Styropor und verkörpert das schwärzeste Schwarz unter der Sonne. Ausgangsmaterial für diesen ultraleichten Stoff ist Zinkoxid. Es wird vergast und bildet ein filigranes Netz, auf dem sich Kohlenstoff ablagert. Die Zinkbestandteile werden entfernt, und übrig bleibt das poröse Netz aus Kohlenstoffröhrchen. Aerographit ist aber nicht nur ultraleicht, sondern auch extrem belastbar und eignet sich zudem als Filter zum Reinigen von Wasser und Luft.

... dass ein Designer eine wasserlose Geschirrspülmaschine entwickelt hat, die mit Kohlendioxid reinigt?

Dazu ist allerdings ein Überdruck von 70 bar nötig, denn erst dann entwickelt Kohlendioxid die Eigenschaft von Wasser. Für die Umsetzung wäre aber eine Überdruckkammer in der Küche nötig. Bisher ist die Kohlendioxid-Spülmaschine nur eine Idee. Ob sich diese Innovation durchsetzt bleibt abzuwarten.

... dass der Einsatz von intelligenten Solarmülltonnen den CO2-Ausstoß um 80% reduzieren kann?

Die intelligente Mülltonne arbeitet mit einer integrierten Presse, die den Müll auf ein Siebtel seines Ausgangsvolumens komprimiert. Den Strom dafür produzieren Solarzellen, die in den Mülleimer integriert sind. So kann die Zahl der Leerungen deutlich reduziert werden. Das schont die Umwelt. Denn das Abholen des Mülls verursacht CO2. Zusätzliche Sensoren melden den Füllstand an eine Zentrale, die dort dann die optimalen Leerintervalle genau festlegt.

... dass US-Forscher elektronische Bauteile entwickelt haben, die nach einiger Zeit rückstandslos verschwinden?

Dadurch könnte der Elektroschrott, der weltweit jährlich 50 Millionen Tonnen verursacht erheblich eingedämmt werden. Allein ein herkömmlicher Computerchip braucht 1000 Jahre um sich aufzulösen. Neben kompostierbarer Unterhaltungselektronik sehen die Forscher vor allem Anwendungen in der Medizin: Für Implantate, die sich auflösen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden.

... dass die Haut der Texanische Krötenechse vor Dehydration schützt und als Vorbild für technische Oberflächen dient?

Im Gegensatz zum Lotuseffekt, der Wasser abperlen lässt, zieht die schuppige Haut von Echsen das Wasser an. In der Echsenhaut liegen feine Kanäle, die Wasser bis zum Maul der Echse transportieren. Forscher des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnologie wollen diese Erkenntnisse nutzen, um die Oberflächen von Bauteilen, wie Lagern, Wellen oder Dichtungsringen effektiver mit Flüssigkeiten, etwa Ölen, Schmierstoffen oder Kühlmitteln zu benetzen. So könnte der Verschleiß von Pumpen oder Motoren verringert werden.

... dass Wissenschaftler der Max Planck Gesellschaft eine aktive kosmische Raffinerie gigantischen Ausmaßes entdeckt haben?

Der berühmten Pferdekopfnebel enthält 200 Mal mehr Erdöl und Erdgas als es Wasser auf der Erde gibt und befindet sich 1300 Lichtjahre von der Erde entfernt, im Sternbild Orion. Mit Hilfe eines 30 Meter großen Radioteleskops untersuchten Forscher die ‚Mähne’ des Nebels und konnten die Grundbausteine von Erdöl und Erdgas nachwiesen. Neben kleinen Kohlenwasserstoffen fanden sie überraschenderweise auch Cyclopropenyl. Dieser besonders reaktive, positiv geladene Kohlenwasserstoff wurde vorher noch nie im Weltall nachgewiesen. Die Existenz des Moleküls deutet aber darauf hin, dass im Pferdekopfnebel chemische Reaktionen ablaufen bei denen Erdöl entsteht. Seine Entfernung macht ihn für uns aber leider vorerst unerreichbar.

... dass eine britische Firma ein fliegendes Wind-Sonnen-Kraftwerk plant, das aus einem Schwarm von tausenden Drohnen besteht und vom Wetter weitgehend unabhängig ist?

Die ferngesteuerten Fluggeräte sollen die Form von riesigen Quadraten mit einer Seitenlänge von 20 Metern haben und mit vier Rotoren ausgestattet sein. In 15 Kilometern Höhe, am Übergang von der Tropo- zur Stratosphäre, wo Sonnenstrahlung und Wind viel weniger stark schwanken, sollen zahlreiche Windturbinen und Solarkollektoren rund um die Uhr „saubere“ Energie erzeugen, denn die Drohnen bewegen sich mit der Sonne mit. Ihre Energie zum Schweben würden die Mini-Kraftwerke selbst herstellen – dann blieben etwa 50 kW Energie pro Drohne, die in Strom umgewandelt werden kann. Insgesamt könnte ein solches Kraftwerk, wie die Firma New Wave Energy UK schätzt, über 200.000 Haushalte mit Strom versorgen.

Die größte Schwierigkeit dabei ist jedoch, wie die Energie zur Erde geschickt werden soll. Das müsste auf jeden Fall drahtlos, in Form von elektromagnetischen Wellen, erfolgen. Spezielle Antennen würden die Wellen dann auffangen und in nutzbaren Strom umwandeln. Doch die Technologie zur drahtlosen Energieübertragung ist noch nicht sehr ausgereift.

... dass aus der Reishülse, einem reinen Abfallprodukt, Silizium gewonnen werden kann, das ideal für Lithium-Ionen-Akkus wäre?

Die Weltbevölkerung konsumiert 13.400 Kilogramm Reis pro Sekunde, das sind 424 Millionen Tonnen pro Jahr. Jang Wook Choi und sein Forscherteam des Korea Advanced Institute of Science and Technology haben nun herausgefunden, dass aus dem Abfallprodukt Reishülse Silizium gewonnen werden kann, das sich durch eine ultrafeine, schwammige Struktur auszeichnet – ideal für Lithium-Ionen-Akkus.

Diese neue Struktur kann im Akku viel ändern. Chemisch hergestelltes Silizium bringt zwar bereits viele Vorteile mit sich, allerdings gibt es ein entscheidendes Problem: Es dehnt sich beim Auf- und Entladen auf das Dreifache aus und schrumpft dann wieder auf die Ursprungsgröße. Das macht das Material bei jedem Ladezyklus poröser, bis es schließlich zu Pulver zerfällt und die Akkus unbrauchbar sind. Die Reisspelzen-Akkus sind bei gleichem Gewicht rund viermal länger haltbar und zehnmal leistungsstärker als bisherige Lithium-Ionen-Akkus. Würde es den Forschern aus Südkorea gelingen, die Akkus technisch möglich zu machen, würde die mobile Elektronik davon mehr als profitieren: Smartphones, Notebooks und MP3-Player wären langlebiger, die Zukunft des Elektroautos wäre gesichert – zudem wären die Akkus ein Recyclingprodukt aus dem Abfall eines Grundnahrungsmittels.

... dass die Konflikte im Büro oder zu Hause wenn es um die Raumtemperatur geht, mit einem persönlichen Thermostaten am Handgelenk ein Ende finden könnten?

Einigen ist es immer zu kalt, andere laufen selbst bei Minusgraden noch im T-Shirt herum. Besonders im Büro kann das schnell zu Konflikten führen. Die Lösung des Problems: Eine Art Thermostat-Armband, das jeden Körper einzeln je nach Bedarf kühlt oder erwärmt. Vier Studenten des MIT (Massachusetts Institute of Technologie) haben herausgefunden, dass eine Erhöhung der Temperatur irgendeines Körperteils bereits um 0,1 Grad Celsius pro Sekunde den ganzen Körper um einige Grad wärmer erscheinen lässt. Gleiches gilt für eine Abkühlung. Aus diesem Grund haben die Erfinder ein Armband mit einer Wärmesenke aus einer Kupferlegierung entwickelt, das durch warme und kalte Impulse – erzeugt durch eine Lithium Polymer Batterie – das Handgelenk um bis zu 0,4 Grad pro Sekunde erwärmt oder abkühlt. Ein automatisches Kontrollsystem berechnet dabei die Dauer und Intensität der Impulse. Ergebnis: Der ganze Körper fühlt sich um einige Grad wärmer oder kälter an. Der Träger des Armbands kann also seine Wohlfühltemperatur selbst einstellen. Ein weiterer Vorteil des Armbands: Dadurch, dass jeder Einzelne statt eines ganzen Gebäudes temperiert wird, kann der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden. Laut Angaben der Erfinder kann bereits eine Reduzierung der Zimmertemperatur um ein Grad Celsius 100 Kilowatt-Stunden pro Monat sparen. Dass das bitter nötig ist, zeigt ein Blick in die Statistik: Noch machen Kühlung und Erwärmung 16,5 Prozent allen Energieverbrauchs in den USA aus. Das Thermostat-Armband könnte das ändern.

... dass in Südkorea bald der erste unsichtbare Wolkenkratzer gebaut wird?

450 Meter hoch soll er sein und „Infinity Tower“ heißen. Ein unsichtbarer Wolkenkratzer, das hört sich zunächst schwer vorstellbar an. Dabei ist die Technik dahinter gar nicht kompliziert: 18 wetterfeste Kameras sind rund um den Tower angebracht und jede Kamera sendet permanent Live-Bilder an hunderte ihr direkt gegenüberliegende LED-Bildschirme. Das Gebäude ist also nicht wirklich unsichtbar, sondern vermittelt nur die Illusion, da es mit dem Himmel verschmilzt. Auf ähnliche Weise wurden bereits Autos zum Verschwinden gebracht. Ist ein Wolkenkratzer erst einmal mit hunderten LED-Bildschirmen ausgestattet, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. So kann der Tower als eine einzige riesige Werbetafel oder Großbildleinwand bei besonderen Events genutzt werden. Man stelle sich nur einmal ein Fußballweltmeisterschaftsspiel auf einem über 400 Meter hohen Bildschirm vor (wobei man in der Breite Abstriche machen müsste).

... dass ein Wissenschaftler eine Klimaanlage zum Anziehen entwickelt hat?

Entwickelt hat der Physiker Wilhelm Stork vom Karlsruher Institut für Technologie eine Klimajacke für Menschen, die durch ihre Berufskleidung unter erschwerten Bedingungen arbeiten müssen. Doch nicht nur Polizisten, Minenarbeiter oder Feuerwehrmänner, auch Herz-Kreislauf-Patienten oder Kinder können von der Klimajacke profitieren. Die Jacke funktioniert ähnlich einer individuellen Klimaanlage und wird wie eine Sicherheitsweste über der Kleidung getragen. So ähnlich sieht sie auch aus, ist jedoch mit ihren 700 Gramm wesentlich leichter. Handgroße Ventilatoren bewegen Luft durch eingearbeitete Luftkanäle, die den Körper kühlen. Die Ventilatoren sind an blauen Kästchen auf Hüfthöhe an der Jacke angebracht und ähneln den Lüftern eines Laptops. Sie saugen Luft an, die durch Öffnungen an der Schulter in die Kanäle strömt. Das geschieht automatisch, je nach körperlicher Anstrengung und Temperatur – geregelt über einen Mikroprozessor.

... dass die NASA mit dem Lasso auf Asteroidenfang gehen will?

Unglaublich aber wahr: Die NASA plant in naher Zukunft einen Asteroiden einzufangen und ihn für Untersuchungszwecke an den Mond zu „binden“. Sie plant mit einer Art überdimensionalem Lasso einen etwa sieben bis zehn Meter großen Asteroiden zuerst einzufangen und dann in die Umlaufbahn des Mondes zu befördern, wo er – den Mond umkreisend – von Astronauten untersucht werden kann. Frühestens 2021 soll es soweit sein, aber bei der Suche nach einem passenden Himmelskörper haben Wissenschaftler bereits jetzt aus einer Liste von 14 möglichen die drei besten herausgesucht.

... dass Offshore-Windturbinen nicht nur raue Seeluft in Energie verwandeln, sondern auch spektakulären Wohnraum bieten können?

Ein bulgarisches Architekten-Team will die Vision vom bewohnbaren Windrad verwirklichen – inmitten des Ozeans. Die Ideen für eine Luxuswohnung ganz oben am Windrad sind noch wenig alltagstauglich, dafür überschlagen sich die Architekten bei ihren Wohnideen mit Detailreichtum. Der Wohnraum für das Wartungspersonal befindet sich auf mehr als 100 Meter über dem Meeresspiegel, in der sogenannten Gondel des Windrades. Die Gondel ist der drehbare Bestandteil, der die Turbine mit dem Turm verbindet und im Normalfall nur Generator, Messinstrumente, Bremse und Getriebe beheimatet – in Zukunft aber auch Loft-Wohnungen. Eine solche Gondel ist etwa 15 Meter hoch und 20 Meter lang – da hätte neben der Technik bequem eine kleine Nobelunterkunft Platz. So phantastisch das Konzept auch klingen mag, ganz neu ist die Idee nicht. Techniker von Offshore-Anlagen übernachten schon jetzt in Windparks auf offener See – in Wohnschiffen oder -containern ähnlich den Wohnplattformen von Ölbohrinseln. Oftmals sind die aber eher provisorisch und nur für Notfälle eingerichtet.

... dass im westfälischen Lünen das erste öffentliche Schwimmbad Europas im Passivhausstandard steht?

Es verbraucht nur halb so viel Wasser und Heizenergie wie ein herkömmliches Schwimmbad. Wegen der großen Wasseroberfläche gehen aus einem 25­Meter-Becken täglich 700 Liter Wasser – fünf volle Badewannen – in die Luft über und verschwinden durch die Lüftung ins Freie. Permanent muss nachgefüllt und das frische Wasser auf Badetemperatur gebracht werden. Ein Sechstel der Heizenergie eines Bads, fand Gerd Koch von den Stadtwerken Lünen heraus, geht auf das Konto der Verdunstung.

Die wiederum hängt von der Luftfeuchtigkeit ab: Je höher der Wasseranteil in der Luft, desto weniger zusätzliches Wasser nimmt sie auf. 45 Prozent relative Luftfeuchtigkeit sind in Hallenbädern üblich. Werden sie überschritten, so lautet eine alte Weisheit, wird es unangenehm schwül. Koch recherchierte. Einen Beweis für die Zahl 45 konnte er nicht finden, stattdessen diese Angabe: Bis 75 Prozent Luftfeuchtigkeit sind kein Problem. Das würde, so rechnete der Ingenieur aus, die Verdunstungsrate um zwei Drittel senken. Andererseits führt eine so hohe Luftfeuchtigkeit normalerweise dazu, dass sich Wasser an den kalten Fensterscheiben niederschlägt. In den Ecken bildet sich dann Schimmel. Mit einem Passivhaus, überlegte Koch, könnte man das verhindern. Solche Häuser sind nach Süden ausgerichtet, um Sonnenenergie zu nutzen, sie haben dick gedämmte Wände und Böden sowie Lüftungen mit Wärmetauscher. Und dreifach verglaste Fenster, an denen sich weniger Kondenswasser bildet.

... dass die Verwaltung der holländischen Stadt Eindhoven das Prinzip des Kreisverkehrs neu gedacht hat und ein hängender Radfahrer-Kreisel für Entzerrung auf den Straßen sorgt?

Denn rund um Eindhoven mit seinen 250000 Einwohnern wird ein Viertel aller Fahrstrecken mit dem Rad zurückgelegt. Seit Juni vorigen Jahres können Radler die Autobahn A2 sicher und ampelfrei kreuzen, ohne Autofahrer dabei auszubremsen.

Die ringförmige Überführung ist mit Stahlseilen an einer zentralen Säule aufgehängt, die Zu- und Abfahrt aus jeder Richtung über flach ansteigende Rampen hindernisfrei möglich. Die filigran schwebende Konstruktion ist so fixiert, dass sie auch bei stürmischen Winden nicht ins Schaukeln gerät. Der Radler-Kreisel ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Städte das abgasfreie und gesunde Radfahren nachhaltig fördern. Kopenhagen etwa hat breite, die ganze Stadt durchziehende Radwege, und in Münster werden an Kreuzungen jetzt Spiegel aufgehängt, damit Lkw-Fahrer Radler im toten Winkel nicht mehr übersehen.

... dass mitten in Wien das weltweit erste Hotel mit Null-Energie-Bilanz steht, das seine Zimmer mit Lavendel isoliert?

Der neue Trakt mit 38 Zimmern erzeugt übers Jahr gerechnet tatsächlich mindestens genau so viel Energie, wie er verbraucht: durch konsequente Absenkung und Vermeidung des Verbrauchs; durch die möglichst umfassende Nutzung der Energie; durch ihre Erzeugung im und am Haus selbst. Spar- und LED-Lampen sind Standard, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Für Laien auf den ersten Blick weniger schlüssig ist der Nutzen des 200 Quadratmeter großen Lavendelfeldes auf dem Flachdach des Hoftraktes. Doch Wiens größtes innerstädtisches Lavendelfeld trägt dazu bei, die darunterliegenden Zimmer zu isolieren; eine Klimaanlage erübrigt sich dort. Das Hotel stellt seinen Gästen sogar einen besonderen Rabatt in Aussicht: Wer mit Bahn oder Rad anreist, spart zehn Prozent.

... dass Bambus nicht nur als Baumaterial, Nahrung und Heizmittel dient, sondern auch den Fahrradmarkt erobert?

Das verholzende Gras ist umweltfreundlicher als Aluminium oder Stahl und zudem äußerst stabil. Ein Fahrrad aus Bambus fängt Erschütterungen elastisch ab, das Fahrgefühl ist wesentlich sanfter.

In Epoxidharz getränkte Naturfasern halten die Rahmenelemente dauerhaft zusammen. Ent­wickelt hat diese Technik der Kalifornier Craig Calfee. Das erste Bambusrad baute er 1995, später grün­dete er die Initiative Bamboosero. Sie hilft Menschen in Entwicklungsländern, Werkstätten für Bambusräder aufzubauen und kümmert sich um den Vertrieb – mittlerweile auf den Philippinen, in Ghana, Sambia und Neuseeland. Auch in Deutschland werden seit einiger Zeit Fahrräder mit Bambusrahmen angeboten, zum Beispiel von einer Studenteninitiative der TU Berlin. Es gibt günstige Räder, wer will kann aber auch gut 4000 Euro für ein Prestigemodell anlegen.

... dass der Anstrich von Hausdächern mit einem neuen blauen Pigment helfen kann, Häuser im Sommer kühl zu halten und so auf eine Klimaanlage zu verzichten?

Vor kurzem gelang es Forschern der Universität von Oregon, ein neuartiges blaues Pigment herzustellen. Weitere Untersuchungen ergaben, dass dieses Blau Hitze überraschend gut reflektiert. Das Pigment würde sich hervorragend als Anstrich für Hausdächer und für Autolackierungen eignen: Bei großer Hitze spart man sich die Klimaanlage und verbraucht weniger Energie. Das Pigment besteht aus gängigen Zutaten wie Yttrium, Mangan und Indiumoxid und ist extrem licht- und strahlungsbeständig. Schon haben erste Baufirmen und Autohersteller Interesse an weiteren Varianten des Pigments bekundet. Die Farbe Weiß ist zwar nach wie vor unschlagbar, wenn es darum geht, Sonnenstrahlen zu reflektieren, sie ist aber auch schwerer sauber zu halten. „Außerdem“, sagt Mas Subramanian, einer der an der Entwicklung beteiligten Chemiker, „sieht blau doch auch viel schicker aus.“

... dass der Luftschwall an Kaufhauseingängen eine Menge Heizungskosten einsparen und auch das Raumklima verbessern kann?

Ein unsichtbarer Türluftschleier verhindert, dass durch die geöffnete Tür kalte Luft von draußen in den Raum strömt. Ein Türluftschleier unterbindet den Luftaustausch durch einen Gegendruck, der sowohl den Strom der Warmluft als auch der Kaltluft im Eingangsbereich abstoppt. „Es gibt unterschiedliche Systeme, die diesen Effekt erzeugen, das Grundprinzip ist aber immer das gleiche", sagt Faruk Al-Sibai vom Lehrstuhl für Wärme- und Stoffübertragung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen: Luft wird angesaugt und dann durch Öffnungen wieder gerichtet ausgeblasen. Dadurch entsteht eine Art Luftwalze, die zwischen Aus- und Ansaugöffnung zirkuliert. Sie stemmt sich dem unerwünschten Luftaustausch entgegen. Die Begrenzung der Luftzirkulation schützt dabei den Raum zusätzlich noch vor Zugluft. „Ein Luftschleier wird übrigens nicht nur zum Warmhalten von Räumen genutzt, das Prinzip der Lufttrennung lässt sich auch für viele weitere Anwendungen einsetzen", betont Al-Sibai. Im Sommer kann eine Luftwand beispielsweise den klimatisierten Raum vor dem Einfall von Hitze schützen und damit ebenfalls Energiekosten einsparen. Ähnliches gilt für Kühltheken im Lebensmittelhandel: Hier schirmt ebenfalls manchmal ein Luftschleier die gekühlten Lebensmittel von der warmen Raumluft ab. Sogar die Ausbreitung von Gestank lässt sich durch entsprechende Anlagen begrenzen. Beispielsweise besitzen manche Hallen zur Mülllagerung am Eingang eine Luftbarriere, die verhindert, dass der Mief durch die Nachbarschaft zieht.

... dass ein Ingenieur an der Universität Darmstadt dem zunehmenden Fluglärm mit Hilfe von Konstruktionsmerkmalen der Eulenflügeln entgegensteuern will?

Alle wollen fliegen, aber der zunehmende Fluglärm nervt. Thomas Bachmann, ein Ingenieur an der Universität Darmstadt, sucht nach Abhilfe. Sein Vorbild sind Schleiereulen, Meister des lautlosen Fliegens. Bachmanns Ziel: Einige Konstruktionsmerkmale der Eulenflügel auf die Tragflächen von Flugzeugen zu übertragen. Schleiereulen fliegen sehr langsam, mit wenigen Schlägen ihrer Schwingen. Das gelingt ihnen, weil eine starke Wölbung ihrer Flügel viel Auftrieb erzeugt. Feine Haken an der Flügelvorderseite sorgen zudem für Mikroturbulenzen, die das Gleiten in der Luft erleichtern. Flauschige Fransen an den Enden der Federn fungieren als zusätzliche Geräuschdämpfer.

... dass sogenannte Plus-Energiehäuser mehr Energie produzieren als sie verbrauchen?

Solarzellen dienen der Stromerzeugung, für Wärme sorgen Sonnenkollektoren, Wärmerückgewinnungs- und Erdwärmeüberträger. Ein großes, nach Süden ausgerichtetes Photovoltaik-Dach, eine großflächige Außenwand mit hocheffizienter Dichtung und Dämmung, ohne Fenster und Türen im Norden sowie großzügige Solarglasfenster im Süden unterstützen die aktive und passive Nutzung der Sonnenenergie. Zusammen mit der Wärmeschutz-Isolierverglasung sowie Lüftung mit hoher Wärmerückgewinnung und der Möglichkeit, die Energie zu speichern, produziert das Haus sauberen Strom, finanziert sich dadurch und garantiert ein monatliches Energieeinkommen durch die Einspeisung von Solarstrom ins öffentliche Netz.

Umgesetzt wurde das Konzept zunächst in einer Solarsiedlung bei Freiburg: 50 Plus-Energiehäuser, dazu ein Gewerbebau mit weiteren neun Penthäusern auf dem Dach, sparen pro Jahr ganze 200.000 Liter Öl und erzeugen 420.000 kWh Sonnenstrom. Die Solarsiedlung wird komplett CO2-neutral betrieben und erzeugt keinerlei Altlasten für kommende Generationen.

... dass ein neuartiges Fluggerät die Schwimmbewegungen einer Qualle nachahmt und so Vortrieb erzeugt?

New Yorker Wissenschaftler haben ein Fluggerät entwickelt, das die Schwimmbewegungen einer Qualle nachahmt. Indem sich vier kreisförmig angeordnete Schwingen öffnen und schließen, steigt die federleichte Konstruktion auf und schwebt durch die Luft. Es sei der erste Ornithopter – ein Fluggerät, das durch Bewegung der Tragflächen Vortrieb erzeugt –, der ohne Regelung und aerodynamische Stabilisierung etwa durch Segelflächen auskomme, berichten Leif Ristroph und Stephen Childress von der Universität New York im „Journal of the Royal Society Interface“.

... dass mit der Körperwärme der Reisenden des Stockholmer Hauptbahnhofs ein Bürogebäude geheizt wird?

Die staatliche schwedische Immobilienverwaltung Jernhuset hat den Menschen als alternative Energiequelle entdeckt: 250.000 Reisende und Pendler passieren täglich den Stockholmer Hauptbahnhof. Mit ihrer Körperwärme will Jernhuset künftig ein Bürogebäude heizen.
„Alle Menschen produzieren Wärme“, sagte Projektleiter Karl Sundholm am Mittwoch. Statt die Wärme über Fenster nach draußen zu leiten, soll diese nun über das Belüftungssystem nutzbar gemacht werden. Die Heizkosten des in Bahnhofsnähe befindlichen Bürogebäudes würden so um bis zu 20 Prozent verringert. Das Konzept sieht vor, mit der Körperwärme der Bahnhofsbesucher Wasser aufzuwärmen, das dann durch Rohre zu dem geplanten Bürogebäude geleitet wird.

... dass die typische V-Formation von Zugvögeln noch ausgeklügelter und energieeffizienter ist, als gedacht?

Die Tiere stimmen ihren Flugrhythmus exakt aufeinander ab, um Aufwinde zu nutzen und Energie zu sparen. Ein Praxistest mit Waldrappen offenbart die erstaunliche Effizienz der Vögel. Dass die V-Formation von Vorteil ist, erscheint logisch. Bis zu 20 Prozent Energieersparnis sind Modellen zufolge drin, wenn die Tiere Aufwinde nutzen, die der Vogel schräg vor ihnen erzeugt. Doch bewiesen war das bisher nicht. Und es gab Gegenstimmen: Die dafür nötige Genauigkeit sei schwer zu erreichen. Kostet sie am Ende mehr, als die Energieeinsparung durch das Nutzen des Aufwindes einbringt? Ein Team um Steven Portugal von der University of London hat nun die Frage mit einem Experiment beantwortet. Sie statteten eine Gruppe junger Waldrappen mit extra für diesen Zweck entwickelten Messgeräten aus. Per GPS ermittelten sie die Position jedes Vogels bis auf 30 Zentimeter genau, mit einem Beschleunigungssensor überwachten sie seinen Flügelschlag.

... dass jährlich 150.000 Tonnen Bargeldmüll entstehen und Forscher deshalb eine „Geldwäsche“ fordern?

Mehr als 600 Millionen Euro wird es die EZB 2014 kosten, neue Geldscheine zu drucken und sämtliche kaputten, angerissenen, faulen und fettlappigen Banknoten durch druckfrische Scheine zu ersetzen. Alleine in Deutschland lässt die Bundesbank eine Milliarde Scheine im Jahr vernichten. Die 150 Milliarden neuen Dollar-, Euro-, Yuan- und andere Scheine, die jährlich in die Welt strömen, werden auch für die Umwelt zunehmend zum Problem. 150.000 Tonnen "Bargeldmüll" fallen jährlich an, die entsorgt werden müssen. Eine radikale Lösung lautet: Geldwäsche. Das glaubt zumindest der Physiker Nabil Lawandy, der an der Brown University im US-Bundesstaat Rhode Island unterrichtet, und er hat die Sache gründlich getestet. Denn was läge näher, so fragte sich Lawandy, als all die schmierigen Scheine nicht zu zerhäckseln, sondern vom Schmutz zu befreien, also zu waschen. Im "Geldwasch-Prototyp" der Wissenschaftler habe die Reinigung von amerikanischem Dollar, britischem Pfund und chinesischem Yuan schon gut funktioniert, schreiben sie: Die gewaschenen Hunderterbündel konnten die Techniker selbst mit fortschrittlichen Analysetechniken nicht mehr von frischen Noten unterscheiden - und die Sicherheitsmerkmale seien erhalten geblieben.

... dass ein Holzlaptop entwickelt wurde, das 30 Prozent Treibhausgase eingespart, 75 Prozent weniger Wasser verbraucht, sich reparieren und zu 70 Prozent recyceln lässt?

Paul Maher, der Inhaber des irischen Computerherstellers MicroPro und der Berliner Fraunhofer-Forscher Karsten Schischke entwickelten zusammen einen nachhaltigen Laptop in einem Gehäuse aus Holz und nannten ihn „Iameco D4R“ (sprich: „I am eco“, „Ich bin öko“). Wo andere Computer zum Beispiel einen surrenden Lüfter haben, der zusätzlich Strom verbraucht, um die Wärme des Rechners abzuführen, haben die „Iameco“-Modelle Kupferlochbleche mit blumenförmiger Aussparung auf der Unterseite. Zudem muss für die Lüfter konventioneller Computer normalerweise ein Stück der vorher aufwendig hergestellten Leiterplatte wieder ausgestanzt werden. Über Sparideen dieser Art freut sich der Öko-Entwickler. Denn an solche Details denkt in der IT-Industrie sonst niemand. Es braucht schon Tüftler wie Maher und Schischke, damit das eigentlich Naheliegende gemacht wird.

... dass eine Diplombiologin und Designerin Kleidung aus weggeworfener Milch herstellt?

Die Naturfasern sind weich wie Seide, temperaturregulierend, antibakteriell, antiallergisch, kompostierbar, hitzebeständig und vor allem nachhaltig produziert. Um ein Kilo Fasern zu gewinnen, benötigt Anke Domaske nur zwei Liter Wasser. Zum Vergleich: Bei der Herstellung von einem Kilo Baumwolle werden 12.000 Liter Wasser verbraucht. Den Rohstoff für ihr Produkt holt sie sich von der Müllhalde der Wohlstandsgesellschaft: Zwei Millionen Tonnen Milch werden jährlich allein in Deutschland weggekippt. Domaskes Vision: Irgendwann will sie all diese Milch „einsammeln“, um daraus Qmilk-Fasern zu gewinnen. Und das geht so: Wenn Rohmilch sauer wird, setzt sich Molke ab, auf der sich weiße Flocken bilden. Das ist das Milchprotein Kasein, das abgeschöpft, getrocknet und zu Pulver verarbeitet wird. Eine Art Nudelmaschine knetet dieses Proteinmehl mit Wasser und anderen natürlichen Zutaten zu einem Teig, der schließlich durch eine Lochplatte gepresst wird. „Unten kommen hauchdünne Fasern raus, die auf Spulen gewickelt und dann versponnen werden. Oder ein dicker Strang, aus dem wir Granulat für die Kunststoffindustrie herstellen“, erklärt Domaske. „Wir produzieren bei nur 80 Grad und ganz ohne Abfälle.“ Zu dieser Erfindung angeregt wurde sie durch ihren Stiefvater, der vor drei Jahren an Leukämie erkrankte und allergisch auf Textilien reagierte. Sie setzte sich in den Kopf, für ihn Kleider aus unbehandelten Naturstoffen zu machen, aus Fasern, die man essen kann – was sie auch gern demonstriert: Sie steckt sich ein weißes Büschel in den Mund und zerkaut es. „Schmeckt nach nichts“, sagt sie.

... dass deutsche Forscher mit ihrem Projekt ‚Raincars’ die Scheibenwischer von Autos als mobile Regenmesser nutzen wollen?

Nimmt man viele solcher Daten zusammen, lässt sich daraus ein viel genaueres Bild der lokalen Regenstärke gewinnen, als mit den weit auseinander stehenden meteorologischen Messstationen. In einem speziellen Regensimulator haben die Wissenschaftler jetzt überprüft, ob das System funktioniert - mit Erfolg.Die Ergebnisse zeigten: Die Wisch-Frequenz spiegelt die Regenmengen tatsächlich gut wider - allerdings nur bei den Scheibenwischern, die ihre Geschwindigkeit automatisch per Sensor anpassen.

... dass das Kilogramm neu definiert werden muss, da die Basiseinheit in den letzten 100 Jahren sein Gewicht verändert hat?

Das Kilogramm ist ein Zylinder aus Iridium und Platin, dessen Ur-Typ in einem Pariser Museum ruht. Und dieser Zylinder hat in den letzten 100 Jahren seine Beschaffenheit und damit auch sein Gewicht verändert. 50 Mikrogramm an Masse hat das Ur-Kilogramm verloren. Das weiß man durch Vergleiche mit seinen Schwesterstücken, die überall auf der Welt verteilt sind. Physiker Dr. Peter Becker glaubt, dass bei der primitiven Schmelze vor 100 Jahren Wasserstoff eingeschlossen wurde, der nun langsam entweicht. Eine Tatsache, die der Normalbürger an der Waage der Fleischabteilung im Supermarkt kaum bemerkt. Doch weil das Kilogramm so wichtig für viele Messungen ist, sind Forscher bemüht eine Alternative zum Pariser Gegenstand zu finden und das Kilogramm neu zu definieren.

... dass mit jedem Verarbeitungsschritt von Lebensmitteln die Menge an verwertbaren Kalorien steigt?

Ein rohes Rinderfilet enthält beispielsweise etwa 130 Kilokalorien, zu feinem Tartar zerkleinert aber schon etwa 149 Kilokalorien und als Steak gebraten 156 Kilokalorien je 100 Gramm. Diese Kalorienangaben geben aber nur die maximal verwertbare Energiemenge des Rinderfilets an. Wie viele dieser maximal verwertbaren Kalorien dann tatsächlich auch umgesetzt werden, hängt von individuellen Unterschieden ab.

... dass ein kleines Unternehmen aus New York Trockenschimmel als Dämmmaterial für ein Haus-Prototyp einsetzen will?

Das kleine Unternehmen Ecovative aus New York hat sich ein ungewöhnliches Dämmmaterial für einen Prototypen eines Tiny House ausgesucht: Es verwendet eine Pilzkultur, salopp gesagt: Trockenschimmel. Pilze an der Hauswand? Eigentlich will ja jeder Hausbesitzer genau das Gegenteil. Schließlich entsteht im Fall von schlechter Dämmung und im Mix mit Feuchtigkeit Schimmel an der Wand. Diesmal aber werden Pilze gezielt als Dämmmaterial gezüchtet. Dafür verwenden die Macher Reste aus der Landwirtschaft, etwa Maisblätter oder Stängel, geben eine Pilzkultur dazu und lassen die Zucht dann eine Woche in Ruhe. Es entsteht ein spinnfadenartiges Geflecht, das man vielleicht aus eigener Erfahrung kennt, wenn mal wieder im Kühlschrank der Orangensaft verschimmelt ist. Dann liegt obenauf eine Schicht weißer Fäden. Diese Pilzzucht wiederum trocknen die Macher, damit sie nicht weiter wächst und hart wird. Und fertig soll die neue Pilz-Isolation sein. Feuerfest, chemiefrei und recycelbar, werben die Erfinder.

... dass alle Nervenbahnen des Gehirns zusammengenommen rund 5,8 Millionen Kilometer lang sind?

Das entspricht 145 Umrundungen der Erde. Unser Gehirn wiegt 1,2 bis 1,5 Kilogramm, besteht aus bis zu einer Billion Nervenzellen, von denen jede bis zu 10000 Synapsen – also Verbindungen zu anderen Nervenzellen – aufweist. Nervenzellen sind längliche Gebilde, die Reize – seien es Berührungen oder Gedanken – innerhalb des Körpers weiterleiten. Sie sind zwischen einem Mikrometer (tausendstel Millimeter) und einem Meter lang.

... dass die Anzahl der mindestens benötigten Drehungen, um einen Zauberwürfel auch aus der denkbar kompliziertesten Ausgangsposition in die Grundstellung zurückzubringen, ‚Gottes Zahl’ genannt wird?

1980 erfand der Ungar Ernö Rubik ein simpel erscheinendes Geduldsspiel: den „Zauberwürfel“. Auch Mathematiker stellten sich die Frage: wie viele Drehungen sind wohl mindestens nötig, um den Würfel auch aus der denkbar kompliziertesten Ausgangsposition in die Grundstellung zurückzubringen? 30 Jahre haben Fachleute an des Rätsels Lösung herumgerechnet. „Gottes Zahl“, wie sie das gesuchte Ergebnis nannten, wollte sich einfach nicht offenbaren. Doch jetzt haben drei US-Mathematiker und der Darmstädter Mathelehrer Herbert Kociemba mithilfe von Großrechnern Gottes Zahl ermittelt. Sie lautet: 20. Also lässt sich jede erdenkliche Position theoretisch in 20 Zügen lösen. Das Problem bei der Berechnung lag vor allem darin, dass die Zahl der möglichen Ausgangskombinationen bei 43 Trillionen liegt (eine 43 mit 18 Nullen). 43 Trillionen Rubik-Würfel übereinander gestapelt ergäben einen Turm von 200 Lichtjahren Höhe! Selbst der schnellste Großrechner bräuchte ewig, um eine solche Zahl von Ausgangslagen durchzuprobieren. Darum haben die vier Forscher durch algebraische Methoden jeweils knapp 20 Milliarden Stellungen zu einem Problem zusammengefasst und so die Zahl der Aufgaben auf etwas mehr als zwei Milliarden reduziert. Dann bündelten sie zueinander symmetrische Aufgaben erneut, um auf 56 Millionen Fälle zu kommen. Diese haben sie dann durchgerechnet. Insgesamt waren dafür 35 Jahre Rechenzeit nötig – verteilt auf mehrere Computer, die die Firma Google zur Verfügung gestellt hatte.

... dass als Ursache der kurzen Eiszeit in Amerika die ungewöhnliche Position des polaren Jetstreams, eines gewaltigen Starkwindbandes, gilt?

Normalerweise weht es über der Arktis, nun aber ist eine seiner riesigen Schleifen bis über die US-Südstaaten ausgebüchst. In den vergangen Tagen verschob sich damit der Kältepol der Nordhalbkugel kurzerhand von der Arktis nach Amerika.

... dass auf der CES Elektronikmesse derzeit der Traum aller Zeitungsausträger präsentiert wird? Moderne E-Bikes im nostalgischen Design der 40er und 50er Jahre.

Im Vorderrad des „Faraday“ ist ein 250 Watt-Nabenmotor eingebaut. Die Reichweite des E-Bikes beträgt bei voll geladenen Akkus rund 24 Kilometer. Überall befinden sich verspielte kleine Details, wie eine von Hand gefertigte Ledertasche. Die Frontablage kann leicht entfernt werden, sodass das Rad auch im Freizeiteinsatz eine gute Figur macht. Das Fahrrad wird in den Größen S, M und L ausgeliefert, um Fahrern unterschiedlicher Statur gerecht zu werden. Für 3.500 US-Dollar (umgerechnet über 2.570 Euro) ist das E-Bike allerdings nicht gerade ein Schnäppchen.

... dass in Sydney neue fliegende Drohnen von sich reden machen, die Lehrbuch-Bestellungen entgegen nehmen und die Bücher binnen weniger Minuten nach Hause fliegen?

Mit der neuen australischen Drohne könnte ein Startschuss gesetzt worden sein für die Post der Zukunft – unbemannte und automatisch fliegende Drohnen. Die Flugdrohnen nehmen Pakete selbstständig entgegen und liefern selbstständig aus. Alles vollautomatisiert und kosteneffizient. Vor allem in Städten sind solche Lösungen definitiv eine Alternative zu klassischen Liefermethoden.

... dass es innovative Handschuhe mit eingebauten Blinkern für Fahrradfahrer und Sportler gibt?

Die neuen Handschuhe namens “Zackees” mit integriertem Blinker reihen sich definitiv in die Liste der sinnvollsten Sport-Trends des Jahres. Die praktischen Handschuhe können während des Joggens oder Fahrradfahrens dazu genutzt werden, anderen Verkehrsteilnehmern das Abbiegen anzuzeigen. Die Batterie der Handschuhe soll laut Hersteller zwischen 3 und 6 Monaten halten und die Handschuhe sollen wasserdicht und waschbar sein. Zudem aktiviert man das Blinken durch das Heben der Hand oder durch das Zusammenballen zur Faust. Eine praktische Erfindung für den Straßenverkehr.

... dass US-Forscher Weltraumtransporte mit einem solarbetriebenen Katapult beschleunigen wollen, die ihre Ziele viel schneller als mit Raketen und ohne den Einsatz von teurem Treibstoff erreichen?

Die Weltraumschleuder »MXER« soll Satelliten auf eine höhere Umlaufbahn schießen und Nutzlasten auf den Weg bringen – eines Tages vielleicht sogar Astronauten zum Mond befördern. Das Weltraumkatapult wird derzeit als Mini-Modell an der Tennessee Technological University getestet. Eine Demo-Version soll in ein paar Jahren durchs All kreiseln, dabei kleinere Satelliten beschleunigen und in ihren Orbit befördern. Größere Schleudermissionen, etwa bis zum Mond oder sogar zum Mars, dürfte es erst in 20 bis 40 Jahren geben.

... dass nur 2 Tonnen des auf dem Mond reichlich vorhandene Edelgases Helium-3 den jährlichen Energiebedarf Russlands decken könnte?

Der Mond gerät verstärkt ins Visier der Supermächte: Derzeit wird der Mond zum ersten Mal von der Kruste bis zum Kern untersucht. Mit dieser "Durchleuchtungs"-Mission wird ein Jahrtausendprojekt vorbereitet – Bergbau auf dem Mond. Die beiden US-Sonden Grail-A und Grail-B sollen verborgene Rohstoffe aufspüren: Titan, Aluminium, Kupfer – und vor allem Helium-3.

... dass britische Ingenieure einen elektrischen Rennwagen entwickeln, der mit 850 PS in der Königsklasse mithalten könnte?

Der Lola-Drayson B12/69EV ist kein normales Elektroauto: 850 PS sollen den Rennwagen auf 320 km/h beschleunigen. Der erste Schritt zum Geschwindigkeitsrausch: die Hauptbatterie muss von unnötigen Aufgaben wie der Beleuchtung befreit werden. Dazu bauten die Entwickler eine zweite Batterie ein. Diese ist in die Verkleidung des Rennwagens integriert und nimmt somit keinen zusätzlichen Platz weg. Die Batterie besteht aus Carbonfasern, die mit einer chemischen Lösung gefüllt sind und Energie speichern können. Der Vorteil dieser zusätzlichen Batterien ist, dass sie in jede beliebige Form gepresst und so überall am Wagen angebracht werden können. Federung und Bremse des Elektroautos gewinnen verbrauchte Energie zurück, und dank kabelloser Aufladung braucht der Rennwagen keine Boxenstopps.

... dass das kleinste Elektroauto der Welt aus nur einem Molekül besteht und eine Milliarde mal kleiner als ein VW-Golf ist?

Emissionsfrei, geräuschlos und mit Vierradantrieb: Forscher haben ein molekulares Elektro-Auto entwickelt. Nach jeder halben Radumdrehung braucht das kleine Gefährt eine neue Tankfüllung. Das Nano-Gefährt kann sich als erstes Molekül aus eigener Kraft gradlinig über eine Oberfläche bewegen. Dazu braucht es Strom, den es mit Hilfe eines Rastertunnelmikroskops bekommt. Die molekularen Räder des Vehikels können sich nur in eine Richtung drehen. „Es gibt keinen Rückwärtsgang“, bringt es der Forscher Karl-Heinz Ernst auf den Punkt. Das winzige Auto soll Vorbild für ähnliche Nano-Maschinen sein. Diese sollen Arbeiten auf kleinster Ebene verrichten können. Bis es soweit ist, will das Team Moleküle entwickeln, die sich mit Licht antreiben lassen.

... dass zwei zehn Meter lange herkömmliche Lichterketten, die über sechs Wochen jeden Tag zwölf Stunden leuchten, Stromkosten von rund 30 Euro verursachen?

Der Verbrauch eines entsprechenden LED-Modells schlägt dagegen nur mit sechs Euro an Kosten zu Buche. Leuchtdioden sind mit Abstand am sparsamsten. Sie verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Energie als herkömmlicher Lichterschmuck.

... dass Pinguine einen Verkehrsstau imitieren, um sich im eisigen Winter kuschelig warm zu halten?

Ein einzelner Kaiserpinguin müsse sich nur zwei Zentimeter in eine beliebige Richtung bewegen, um einen in nächste Nähe stehenden Pinguin sofort darauf reagieren zu lassen. Alle dreißig bis sechzig Sekunden bewegen sich die Pinguine in einer Kolonie so ein kleines bisschen voran. Dieser Effekt ähnelt dem typischen Verhalten in Verkehrsstaus auf Autobahnen. Im Gegensatz dazu ist die Pinguin-Rush-Hour völlig CO2-neutral und dient lediglich dazu, möglichst dicht beieinander zu bleiben und sich in der Antarktis warm zu halten. So können sich Kolonien tausender Pinguine koordiniert und anschmiegsam miteinander auf engstem Raum kuschelig fortbewegen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Alfred Wegener Instituts – Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven, für welche die Forscher ein mathematisches Modell anwandten, welches zuvor entwickelt wurde, um Verkehrsstaus zu analysieren.

... dass Origami, die Kunst des Papierfaltens, schon seit Langem in der Weltraumfahrt genutzt wird?

Um Transportkosten von Satelliten und anderen Geräten ins Weltall zu minimieren, müssen diese kompakt sein und auf der Träger-Rakete so wenig Platz wie möglich einnehmen. Um High-Tech, vor allem Solarpanele und Satellitenschüsseln, platzsparend in den Raketen unterzubringen eignet sich die Kunst des Papierfaltens ideal. Satelliten werden in Form von kleinen Würfeln auf einer Rakete platziert und sobald diese im Weltall sind, verwandelt sich der Würfel zu einem riesigen Satelliten. Ein Video von der Bringham Young University in Kooperation mit der NASA zeigt wie Origamis die Weltraumfahrt bereichern.

... dass sich die Stromkosten für die Rekord-Weihnachtsbeleuchtung eines Privathaushaltes in der Adventszeit umgerechnet auf 1.700€ belaufen?

Mit 502.165 Lämpchen hat sich eine Familie im australischen Canberra den Weltrekord der üppigsten Weihnachtsbeleuchtung zurückgeholt. David und Janean Richard hatten sich 2011 schon einmal mit 331.038 Lichtern den Eintrag im Guinness-Buch gesichert, mussten den Titel aber im Folgejahr an Konkurrenten in Lagrangeville im US-Bundesstaat New York abgeben. Richards schloss nicht aus, sein weihnachtliches Kunstwerk in künftigen Jahren weiter auszubauen. Dann brauche er allerdings einen Generator. Die Stromkosten für die aktuelle Beleuchtung belaufen sich in den vier Wochen bis Weihnachten auf umgerechnet 1700 Euro. Sie werden von einem lokalen Energieversorger gesponsert.

... dass sich durch Bio-Engineering Schuhe über Nacht selbst reparieren könnten?

Bio-Engineering erlaubt das Erstellen von künstlichen, lebendigen Formen. Ein Anwendungsbereich, dem Wissenschaftler ein blühendes Zeitalter vorhersagen, sind Materialien, die sich selbst heilen können. In Zukunft könnten sich so zum Beispiel Schuhe, die tagsüber getragen wurden, über Nacht selbstständig reparieren.

... dass es eine Thermotasse gibt, die den Kaffee über mehrere Stunden auf perfekter Trinktemperatur hält?

Viele der auf dem Markt zu kaufenden Thermoskannen, vor allem die handlichen Thermotassen für ca. 500 ml halten den Kaffee für mehrere Minuten auf perfekter Trinktemperatur, doch entweder ist er zu heiß oder dann wieder zu kalt. Eine neue Thermotasse mit dem Namen “Temperfect” löst dieses Problem indem es den Inhalt über mehrere Stunden auf perfekter Trinktemperatur hält. Der Trick hinter der neuen Erfindung ist dabei recht einfach. Wo herkömmliche Thermoskannen innen doppelt beschichtet sind, um die Wärme des Inhalts nicht ausweichen zu lassen, hat Temperfect drei Schichten. Die dritte Schicht agiert dabei selbstständig und clever. Sobald der heiße Inhalt in die Thermotasse gefüllt wird, absorbiert die dritte Schicht die Wärme und kühlt den Kaffee binnen kurzer Zeit auf Trinktemperatur. Die überschüssige Hitze wird in der dritten Schicht gespeichert und über Stunden hinweg und Stück für Stück dem Inhalt wieder zugeführt.

... dass 438 Kernreaktoren 38.000.000 Jahre mit voller Kraft laufen müssten, um die Energiemenge umzusetzen, die die Sonne sekündlich in ihrem Kern umsetzt?

Die Sonne ist somit der uneingeschränkte Star unter den Energielieferanten auf der Erde, obwohl nur ein Bruchteil der Energie der Sonne auf der Erde ankommt.

... dass ein Design Student einen solarbetriebenen 3D-Drucker entwickelt hat, der aus Wüstensand Glasflaschen und –behälter produzieren kann?

Design Student Markus Kayser hatte ein Ziel: Er wollte eine Maschine bauen, die die Sonnen-Energie nicht nur zum Laden von anderen Geräten nutzt, sondern etwas eigenständig produzieren kann. In Kairo hat der Student sein SolarSinter Projekt aufgebaut, um aus der Sandwüste mit Hilfe von Sonnenenergie Glasbehälter zu erstellen. Binnen 8 Wochen und mit einem Budget von 3500 Dollar hat Kayser es geschafft, den SolarSinter erfolgreich zu testen. Die Maschine hat mehrere Objekte aus dem Ägyptischen Sand gebrannt.

Der Drucker funktioniert im Grundprinzip sehr einfach. Eine Linse wird dazu genutzt um Sonnenlicht zu bündeln und auf den Sand zu lenken. Der Sand wird erhitzt und verfestigt. So kann man punktuell und Schritt für Schritt Formen durch die Hitze aus dem Sand brennen.

... dass man sparsamer duscht, wenn der Wasser- und Energieverbrauch während des Duschvorgangs direkt angezeigt wird?

Wer direkt während des Duschens angezeigt bekommt, wie viel Wasser und Energie da gerade über den Körper perlt, ist automatisch sparsamer: Forscher der ETH Zürich und er Universität Lausanne hatten gemeinsam mit dem Elektrizitätswerk Zürich 700 Haushalte mit einer Verbrauchsanzeige ausgestattet. Ermittelt wurde dabei auch die Temperatur des Wassers.

Nach zwei Monaten und 46.000 Duschvorgängen war klar: Schon die Anzeige des Verbrauchs führte dazu, dass die Studienteilnehmer ihren Energie- und Wasserverbrauch mit 23 Prozent fast um ein Viertel senkten. Gespart wurde dabei vor allem an Zeit: In Ein-Personen-Halten sank die Duschdauer um 20 Prozent, in Mehr-Personen-Haushalten um 24 Prozent. Außerdem drehten mehr Probanden dann auch mal die Dusche zu – beispielsweise beim Einseifen.

... dass in Frankreich viele Behördenfassaden und Schaufenster nachts dunkel sein müssen, um Energie und Geld zu sparen?

Seit Juli muss in Frankreich um ein Uhr nachts bei Unternehmen, in Schaufenstern und an öffentlichen Fassaden der Stecker gezogen werden, ansonsten droht eine Strafe von bis zu 750 Euro. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone hat der Stromverschwendung den Kampf angesagt.

Das Verbot gilt für alle öffentlichen Gebäude, also etwa für Rathäuser, Bahnhöfe oder Schulen. Geschäfte müssen ab ein Uhr die Werbung und die Schaufenster-Beleuchtung abschalten. Läden, die länger geöffnet haben, müssen das Licht eine Stunde nach Schließung löschen. Die Weihnachtsbeleuchtung soll von dem Verbot nicht betroffen sein.

... dass zwei Ingenieure aus Hamburg an einem System arbeiten, dass Fahrwerke bei Flugzeugen überflüssig macht und somit Treibstoff und Geld spart?

Die Umwelt- und Kostenziele, die sich die Luftfahrtindustrie gesetzt hat, um möglichst treibstoffsparend zu fliegen, seien allein durch die Weiterentwicklung der herkömmlichen Technik nicht zu erreichen, sagt Jan Binnebesel, Absolvent der Technischen Universität Hamburg-Harburg. Dazu seien zusätzlich radikale neue Technologien notwendig. Ein Ansatz ist und bleibt die Gewichtsersparnis. Binnebesel: "Das Fahrwerk und dessen Hydraulik sind nutzlose Massen während des Reiseflugs. Schlitten mit Fahrwerken, die auf die unterschiedlichen Flugzeugtypen abgestimmt sind und an den Flughäfen bereitstehen, könnten das Flugzeugfahrwerk ersetzen." In gut zwei Jahrzehnten könnte nach Auffassung der Ingenieure ein Landevorgang so aussehen: Ein Flugzeug nähert sich der Landebahn. Dort steht ein Fahrwerk mit einem für den Flugzeugtyp passenden Schlitten. Dieser beschleunigt auf die Geschwindigkeit des Fliegers, richtet sich nach dessen Position aus, nimmt die Maschine auf und bremst sie ab. Zusammen rollen sie zur Parkposition und später wieder zur Startbahn. Dort beschleunigen Schlitten und Flugzeug gemeinsam bis zur Abhebegeschwindigkeit, bei der sich das Tandem wieder trennt.

... dass Wissenschaftler der Harvard University in den USA Fensterscheiben entwickelt haben, die sich selbständig kühlen und sich gleichzeitig zur Wärmegewinnung einsetzen lassen?

Das Prinzip der selbstkühlenden Fenster basiert auf einem integrierten Kühlwasser-System. Hauchdünne Venen ziehen sich durch die Fensterscheibe und sobald es draußen heiß wird, wird Wasser durch die dünnen Kanäle gepumpt. Dieses nimmt die Wärme der aufgeheizten Fenster auf und transportiert sie ab. Das Kühlsystem soll es ermöglichen Fenster ohne nennenswerten Energieaufwand bis zu 8 Grad abzukühlen. Das abtransportierte Wasser, das sich automatisch erwärmt, kann später als Warmwasser genutzt werden. Wenn man darüber nachdenkt, wie viel Fläche Fensterscheiben es in Gebäuden, vor allem in gläsernen Hochhäusern gibt, sieht man das Potential von Glas für die Energiegewinnung.

... dass auf dem Genfer Autosalon 2014 ein Concept Car vorgestellt wird, das aus Bio-Materialien hergestellt wird und mit Kraftstoff auf Holzbasis fährt?

Verschiedene Teile des Concept Cars „Biofore Concept Car“ aus Finnland werden aus erneuerbaren, biobasierten Materialien der Firma UPM hergestellt, zum Beispiel thermisch formbares Birkenfurniersperrholz. Die Verwendung solcher Bio-Materialien soll die Gesamtumweltleistung des Autos beträchtlich verbessern, ohne Kompromisse bei der Qualität oder der Sicherheit eingehen zu müssen. Angetrieben wird das Concept Car, welches mit einem futuristischen Design begeistern soll, von “UPM BioVerno”, einem erneuerbaren Dieselkraftstoff auf Holzbasis. Holzbasierte Biokraftstoffe sind Teil einer strategischen Ausrichtung auf eine nachhaltige Zukunft. Treibhausgas-Emissionen von Biokraftstoffen sind erheblich geringer als die fossiler Kraftstoffe.

... dass das stärkste Elektro-Motorrad der Welt in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 spurtet?

Wer Elektro-Motorräder bisher noch langweilig fand, wird sich vielleicht vom “Wattman” umstimmen lassen: Das spektakuläre Bike aus der französischen Motorrad-Schmiede Voxan wird von 200 Pferdestärken angetrieben und beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 3,4 Sekunden. Laut Hersteller ist das Geschoss das stärkste E-Motorrad der Welt.

... dass ein Regenmantel erfunden wurde, der Regenwasser auffängt und es in Trinkwasser verwandelt?

Eine praktische Erfindung ist der“Raincatch”-Regenmantel, denn der Name ist Programm. Der Regenmantel der Zukunft denkt mit. Er fängt Regenwasser auf, das am Regenmantel herunterperlt und verwandelt es, über Filter in sauberes Trinkwasser. Über einen strohalmartigen Schlauch kann man das gefilterte Wasser zu sich nehmen. Einfach und genial.

... dass die New Yorker Gulli-Deckel schon bald als Ladestationen für Elektroautos dienen sollen?

Viele Straßen sind übersät von ihnen, in New York und anderswo, eine sonderlich große Rolle spielen sie für die meisten Verkehrsteilnehmer bislang aber nicht, die Kanaldeckel. Ginge es nach dem New Yorker Startup Hevo, so sollen Gullis eine ganz neue Aufgabe bekommen, nämlich als Ladestation für Elektroautos.

Die Ladestationen sollen einfach an der Unterseite eines Kanaldeckels angebracht werden, die Stromzuleitungen kommen durch den Kanal. Der Strom wird dann per Induktion, also über ein unsichtbares Magnetfeld, in die Akkus der Autos übertragen.

... dass in der Nähe von Stuttgart der erste Superenergiesparmarkt der Zukunft errichtet wurde, der 1/3 Energie spart?

Die Energiesparfiliale des Discounters Aldi Süd in Rastatt soll für Kälteerzeugung, Heizung, Lüftung, Klimatisierung und Beleuchtung nur zwei Drittel der gewöhnlich erforderlichen Primärenergie benötigen. Eine eigens entwickelte, an Erdsonden gekoppelte Kälteverbundanlage mit Kohlendioxid als Kältemittel sorgt nicht nur für gekühlte Lebensmittel, sondern auch für einen wohltemperierten Innenraum. Das im Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE entwickelte Energiekonzept wird abgerundet durch eine gut gedämmte Gebäudehülle, Tageslichtnutzung und eine effiziente Lüftung.

... dass sich ehemalige Zechen für eine umweltfreundliche Wärmeversorgung nutzen lassen?

Im Ruhrgebiet wird auch über 2019 hinaus ein Rohstoff mit Energiepotenzial gefördert. Das bis zu 50°C warme Grubenwasser muss aus Sicherheitsgründen weiterhin aus ehemaligen Zechen nach oben gepumpt werden. Die Stadtwerke Bochum zeigen nun in einem Pilotprojekt, wie das Grubenwasser geothermisch genutzt werden kann.

... dass eine innovative Maschine aus Schweden Schweiß in Trinkwasser umwandeln kann?

Die Schweiß-in-Trinkwasser Maschine wird in Zusammenarbeit mit Deportivo PR und UNICEF entwickelt und funktioniert fast wie eine Waschmaschine. Verschwitzte Kleidung wird in eine Tonne gesteckt, diese so lange gedreht bis der Schweiß aus der Kleidung raus ist. Dann nur noch durch ein paar spezielle Filter, die Dreck und Salz aus dem Wasser entfernen und schon kommt Trinkwasser am anderen Ende heraus. Eine kluge Erfindung von der Astronauten im Weltall aber auch Menschen in Entwicklungsländern profitieren könnten, denn die Maschine ist relativ einfach zu transportieren und kann in wenigen Minuten Trikots einer ganzen Fußballmannschaft trocknen und das Wasser aus ihnen entziehen. Auf dem Gothia Cup Fußball Turnier in Göteburg wurde die innovative Maschine, die Schweiß in Trinkwasser verwandelt, schon mit Erfolg vorgestellt und mit Begeisterung aufgenommen.

... dass ein Wasserfiltersystem konzipiert wurde, das ohne Filter und Elektrizität 5 Liter Trinkwasser am Tag bereiten kann?

Eliodomestico versteht sich als Open Source Öko-Kocher, der mit Sonnenenergie betrieben wird. So will man das Wasser destillieren und in trinkbares Wasser verwandeln. Mit dieser Technik will man unter anderem den Menschen in den Entwicklungsländern das dringend benötigte unbedenkliche Trinkwasser zur Verfügung stellen können. Eliodomestico kann täglich bis zu bis zu 5 Liter unbedenklichen Trinkwassers bereiten.

... dass Solarzellen nicht nur schwarz oder dunkelblau sein müssen?

Das Einerlei hat eine Ende: Künftig müssen Solarzellen nicht mehr schwarz oder dunkelblau sein, sondern können alle möglichen Farben annehmen. Möglich wird dies durch eine spezielle Beschichtung, die mehr Licht in die Zelle leitet, aber auch bunt eingefärbt werden kann. Dadurch könnten künftig sowohl farbige Solarzellen hergestellt werden, als auch großflächige Werbetafeln, die ihren eigenen Strom erzeugen.

... dass amerikanische Forscher eine funktionierende Batterie aus Holz entwickelt haben?

Ein Forschungsteam der Universität in Maryland, Amerika, hat eine wiederaufladbare Batterie aus Holz entwickelt. Sie besteht aus dünnen Holzfasern, welche mit Zinn ummantelt sind und enthält Natriumlösung, welche als Elektrolyt dient. Bisher hat die umweltfreundliche Holzbatterie mehr als 400 Ladezyklen ohne Schaden überstanden. Nicholas Weadock und Liangbing Hu haben sich entschieden, Holzfasern der Gelbkiefer, welche sowohl flexibel als auch widerstandsfähig sind, zu nutzen. Sie sind 1000 Mal dünner als ein Blatt Papier und werden zu dünnen Plättchen verwoben. Danach werden sie mit einer dünnen Schicht Zinn ummantelt. Diese Schicht ermöglicht den Stromfluss. Im Gegensatz zu herkömmlichen Batterien wurde zudem das Lithium mit Natrium ersetzt.

... dass ein Teenager eine Taschenlampe entwickelt hat, die mit Körperwärme betrieben wird?

Die neue Taschenlampe “Hollow Flashlight” ist zwar keine Revolution aber ein weiterer Schritt in eine Zukunft die von cleveren und effizienten Lösungen bestimmt sein dürfte. Entwickelt und ausgezeichnet wurde die neue Taschenlampe über Körperwärme von der erst 15-jährigen Ann Makosinski aus Kanada. Die Taschenlampe nutzt einen einfachen Thermogenerator als Energiequelle.

... dass eine 18-Jährige ein Gerät erfunden hat, welches Handyakkus in 30 Sekunden vollständig aufladen kann?

Der schwache Akku ihres Smartphones hat die 18-jährige Amerikanerin Eesha Khare angespornt ein Gerät zu erfinden, welches den Akku in nur wenigen Sekunden vollständig auflädt. Der kleine Superkondensator ermöglicht überdurchschnittlich schnelle Energieübertragung, ein Smartphone kann beispielsweise in 20 – 30 Sekunden aufgeladen werden. Mit ihrer Erfindung hat Eesha Khare den mit 50.000 US-Dollar dotierten zweiten Platz beim “Intel International Science and Engineering Fair” gemacht. Der Energiespeicher kann eine beträchtliche Menge Energie auf einem sehr kleinen Raum halten. Da der Superkondensator so klein ist, kann er sogar direkt in den Smartphone-Akku oder andere Akkus integriert werden. Im Gegensatz zu anderen Akkus kann Eesha Khares Erfindung bis zu 100.000 Mal aufgeladen werden. Als Vergleich: der iPhone-Akku verliert nach ca. 400 Ladezyklen schon ein Fünftel seiner Leistung.

... dass ein schwimmendes Schwimmbad im East River das stark verschmutze Flusswasser reinigen soll?

Der +Pool ist ein Schwimmbad in Plus-Form, welcher im East River vor New York City treiben soll. Zum Füllen soll gefiltertes Wasser vom Fluss verwendet werden. Ziel dieses Projektes ist es, die Flüsse von New York Schritt für Schritt zu filtern und so zu reinigen. Die Unternehmen dahinter, Family and PlayLab, präsentierten das Projekt schon im Juli 2011 und nun soll es endlich in die Realität umgesetzt werden.

... dass drei Auszubildende Power-Hanteln entwickelt haben, die beim Joggen Strom erzeugen?

Den Körper trainieren, dabei Strom erzeugen, die Umwelt schützen und Geld sparen: Bei der „Power-Hantel“ wird beim Walken nicht nur der Oberkörper trainiert, sondern durch die Armbewegung Strom erzeugt und gespeichert. Durch eine USB-Buchse lässt sich die erzeugte Energie einfach und vielfältig abgreifen. Die clevere Erfindung der stromerzeugenden Power-Hantel wird auf der IENA, der internationalen Fachmesse für Ideen, Erfindungen und Neuheiten in Nürnberg präsentiert.

... dass für die Expo 2015 in Mailand ein solarbetriebener Infopoint für Fußgängerzonen entwickelt wurde?

Ein Modul ist mit Touchscreens und USB Ports ausgestattet und hier können Passanten ihre Handys, ipods, Laptops etc. aufzuladen. Mittels Touchscreens könnte man sich beispielsweise über die Stadt, die Kultur oder Veranstaltungen informieren. Die zweite Komponente in Form eines Kreuzes dient als Bank beziehungsweise Raststation für ermüdete Passanten. Beide Module enthalten Solarpanele, welche für die Energieversorgung zuständig und mit den Touchscreens, LED Lampen und Aufladestationen verbunden sind. Durch das Design kann es auch als Schutz vor Regen oder Hitze genutzt werden, während man sich gleichzeitig am Touchscreen informiert.

... dass es einen Behälter gibt, der durch Sonnenenergie aus dreckigem Wasser sauberes und gesundes Trinkwasser machen kann?

Sauberes und gesundes Trinkwasser ist eines der Hauptbedürfnisse des Menschen, genau das Grundbedürfnis, was Petra Wadstrom dazu bewegt hat ihren Erfindungsgeist in Schwung zu bringen. Sie ist die Erfinderin des leicht zu bedienenden, solarangetriebenen Wasser Destilator.
Der Solvatan (schwedisch, übersetzt: SonnenWasser) macht aus dreckigem Wasser, sauberes und gesundes Trinkwasser.

... dass Windkrafträder, die von den Jet-Turbinen eines Passagier-Flugzeuges inspiriert wurden, das 3-4 fache der Energie normaler Windräder in gleicher Größe erzeugen?

Eine radikale Neuheit in der Erzeugung von Windenergie stellt das Unternehmen “Ogin” her. Dabei handelt es sich um Windräder, die von Jet-Turbinen eines Passagier-Flugzeugs inspiriert wurden. Mit Erfolg, denn die neuen Windräder aus den USA sind um Längen effizienter als gewöhnliche. Die neuen Windräder aus den USA sollen 2014 richtig ins Rotieren kommen. In diesem Jahr wurden 10 davon produziert, im kommenden Jahr sollen es schon 850 werden. Die Jet-Turbinen Windräder haben das Potential, die Marktlandschaft für Windenergie nachhaltig zu verändern.

... dass hauchdünne Folien die Kraft von Meereswellen in elektrische Energie umwandeln können?

Unendliche Speicher dank der Kraft der Ozeane. Energie umgibt uns im Überfluss und beinahe wöchentlich fällt Forschern rund um den Globus eine neue Methode ein, sie wirtschaftlich zu nutzen. Zum Beispiel, um sauberen Strom zu erzeugen. In Deutschland haben sich zwei Industrie-Ikonen – Bosch und Wacker Chemie – mit den renommierten Technischen Universitäten (TU) Hamburg-Harburg und Darmstadt zusammengetan und eine hauchdünne Folie von 0,05 Millimeter Dicke entwickelt, die die Kraft von Meereswellen in elektrische Energie umwandeln kann.

Die Folie ist wie ein dreilagiges, quadratisches Sandwich aufgebaut: die äußeren Schichten bestehen aus extrem elastischem und sehr gut isolierendem Silikon, dazwischen liegen zwei elektrisch leitende Schichten. Um in nennenswerten Mengen Strom zu gewinnen, so der Plan, werden tausende der Folien zu einem Stapel verbunden und am Meeresboden verankert. Ein Seil und eine Feder verbinden sie mit einer Boje, die auf dem Wasser schwimmt. Hebt eine Welle die Boje an, wird das Elastomer gestaucht und die äußeren Schichten unter eine leichte elektrische Spannung gesetzt. Im Wellental dehnt sich das Silikon und vergrößert so den Abstand zwischen der positiv und der negativ geladenen Schicht. Dabei addieren sich die elektrischen Ströme der Einzelschichten. Folge: Die elektrische Spannung steigt und wird eingesammelt.

Wellengang ist wesentlich beständiger als Wind und lässt sich daher ziemlich zuverlässig prognostizieren. Die Effizienz des Wellengenerators ist ziemlich hoch. Nach den Messungen der Forscher wandelt er 50 Prozent der mechanischen in elektrische Energie um.

... dass Karlsruher Forscher aus Stroh Sprit machen wollen?

Allein mit dem Stroh aus Weizen, Roggen, Gerste und anderen Getreidearten, das in Deutschland anfällt und sich nicht als Viehfutter oder Ackerdünger eignet, ließen sich mehr als vier Millionen Autos jährlich antreiben.
In einem turnhallengroßen Raum in Eggenstein steht ein Häcksler, der das Stroh zerkleinert, und ein Reaktor, in dem es unter Luftabschluss bei einer Temperatur von rund 500 Grad Celsius in eine ölige Flüssigkeit umgewandelt wird. Gebaut haben die Anlage Forscher des Karlsruher Institutes für Technologie (KIT). Die unspektakuläre Schnellpyrolyseanlage, wie sie genannt wird, ist die erste von vier Stufen eines Bioliq genannten Prozesses zur Herstellung von Benzin, Diesel, Kerosin und Wasserstoff aus Pflanzenabfällen.

... dass Industrie-Abwärme als Stromquelle genutzt werden soll?

Die Abwärme bei industriellen Prozessen bietet hier ein gigantisches Potenzial, das es zu nutzen gilt. Rund 40 Prozent der Wärmeenergie gehen bei der Herstellung von Baustoffen in Zementwerken verloren. 30 Prozent sind es in der Eisen- und Stahlindustrie. Nur in Ausnahmefällen lässt sich die Abwärme zum Heizen und zur Warmwasserbereitung nutzen. Das Münchner Startup Ocean Energy will das nun radikal ändern und aus industrieller Abwärme Strom im großen Stil erzeugen. Allein in Deutschland lässt sich ein Abwärmepotenzial von rund 100 Milliarden Kilowattstunden nutzen, hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg vor drei Jahren ermittelt. Diese Menge entspricht etwa 20 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Da es bei jeder Energieumwandlung aber Verluste gibt, kann nur ein Teil davon tatsächlich genutzt werden – dennoch ist das Potenzial der Technologie gigantisch.

... dass “Rapidcool” jedes Getränk innerhalb von Sekunden auf Eiskälte kühlen kann?

Rapidcool ist ein Projekt, welches von der Europäischen Union ins Leben gerufen wurde und seither stark gefördert wird, denn das System spart enorme Summen an Energie ein. Rapidcool kühlt jedes Kaltgetränk innerhalb von Sekunden auf Eiskälte und soll dafür sorgen dass die Kühlschränke von Coca Cola und Co. in Supermärkten, Läden und Kiosks, die Unmengen an Strom verschwenden, für immer aus diesen verschwinden. Rapidcool ist im wahrsten Sinne des Wortes ein echt cooles Projekt. Das Rapidcool System befindet sich schon in der fortgeschrittenen Prototyp-Phase und könnte schon bald zum Einsatz kommen. Das Unternehmen verspricht eine Energieersparnis von 54-80 % für Läden, Supermärkte und Kiosks.

... dass Flugzeuge, die mit einem transparente Solarfilm überzogen werden, Strom von der Sonne absorbieren könnten?

So sollen Flugzeuge in Zukunft Energie in der Luft aus der Sonne gewinnen und so Platz und Gewicht von schweren Energiespeichern sparen. Die Vorteile eines transparenten Solar-Films liegen auf der Hand. Er ist transparent, hoch flexibel und einfach anzubringen. Darüber hinaus lässt er sich überall quasi unsichtbar fürs menschliche Auge anbringen und erhält somit das Design und die Funktion einzelner Objekte. Ein weiterer Punkt ist, dass der Film extrem leicht ist und somit vor allem im Bereich Transport viel Gewicht sparen und trotzdem die Vorteile der Sonnenenergie nutzen kann. Zu guter Letzt reagieren die transparenten Solar-Filme von New Energy Technologies nicht nur auf Sonnenlicht, sondern auch auf normales Schreibtisch-Licht. All diese Eigenschaften zusammen genommen wurde mit dem Solar-Film ein extrem potentielles Produkt im Bereich Energiegewinnung erschaffen, das man an vielen Stellen einsetzen kann – zu Hause, an Autos, an Fenstern, oder eben an Flugzeugen.

... dass ein amerikanisches Unternehmen eine Methode entwickelt hat, Smartphones, Tablets und andere Geräte via Ultraschall kabellos zu laden?

Die Entwickler des Unternehmens uBeam nutzen zum Laden der mobilen Geräte durch die Luft einzig und allein Ultraschallwellen und erreichen Spannungen wie die eines USB Ports. Damit könnten USB Ports schon bald der Vergangenheit angehören.

... dass sich Fensterscheiben in Kraftwerke verwandeln lassen könnten?

Eine neue entwickelte Technologie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) könnte die Zukunft alternativer Energieerzeugung revolutionieren. Die Technologie ist eine Photovoltaikzelle auf Basis organischer Moleküle. Diese Photovoltaikzelle soll die Energie infraroten Lichts nutzen, dabei aber das sichtbare Licht durchlassen. Als Beschichtung auf einer Seite normalen Fensterglases aufgetragen, würden damit alle Fenster eines Wohnhauses oder Gewerbeobjektes zu kleinen Kraftwerken. Die damit erzeugte Energie könnte ausreichen, um die jeweiligen Haushalte und Gewerbeobjekte mit Energie für Licht und Elektrogeräte zu versorgen. Durch Entwicklungen, wie den optimierten Druckluftkraftwerken, könnte die über Tag erzeugte Energie sowie die zu viel bereitgestellte Energie für die Nachtstunden zwischengespeichert werden.

... dass Brücken zur Erzeugung alternativer Energien bestens geeignet sind?

Jeder der schon einmal über eine hochgelegene Brücke mit dem Auto fuhr, der weiß es. Man muss kräftig gegenlenken, denn das Auto wird von starken Winden hin und her gedrückt. Bisher wurde davor eher gewarnt, doch jetzt soll diese Energie auch genutzt werden. Ein italienisches Designer Trio kombinierte in die Straßenoberflächen eingelassene Sonnenkollektoren mit in der Brücken-Unterkonstruktion integrierten Windkraftanlagen. Brücken in Höhenlagen könnten von starker Sonneneinstrahlung und frischen Winden profitieren, die hier aufgrund natürlicher Gegebenheiten vorherrschen. So ist es kaum verständlich, warum solche Projekte nicht bereits real existieren. Die italienischen Designer Francesco Colarossi, Luisa Saracino und Giovanna Saracino könnten mit ihrem Beitrag zum Wettbewerb Solar Park Works – Solar Highway einen Stein ins Rollen bringen, der für die Zukunft einiges erwarten lässt.

... dass der erste Solar-Wäschetrockner der Welt die Sonnenenergie direkt, also ohne Umwandlung in Strom, zum maschinellen Wäschetrocknen nutzt?

Der weltweite erste Solartrockner nutzt die Sonnenenergie direkt, ohne die Umwandlung der Energie in Strom. Basis hierfür ist eine Solarthermie-Anlage auf dem Hausdach, die über einen Schichtenspeicher die Heizungsanlage des Hauses mit warmem Wasser versorgt. Der Solartrockner ist mit diesem Schichtenspeicher über vier Leitungen verbunden und nutzt solarerwärmtes Wasser jetzt bis zu 80 Prozent energieeffizienter zum Wäschetrocknen.

... dass es eine Hausfassade gibt, die Smog frisst?

Ein Haus in Mexiko City neutralisiert die Feinstaubbelastung von 1.000 Autos pro Tag. Möglich macht das eine innovative Fassade aus Stahl und Kunststoff, die die giftigen Stoffe regelrecht auffrisst. Die Entwicklung stammt von dem jungen Berliner Startup „elegant embellishments“ der beiden Architekten Allison Dring und Daniel Schwaag. Das Wundermittel dahinter heißt: Titandioxid. Titandioxid kann giftigen Feinstaub neutralisieren. Damit das funktioniert, braucht es aber unbedingt die UV-Strahlen der Sonne. Durch die Lichtstrahlen angeregt, baut Titandioxid giftige Abgase ab. Eine wichtige Rolle spielt außerdem das Design der Fassade. Die einzelnen Module bilden keine glatte Oberfläche und bremsen so den Wind und damit die Geschwindigkeit der Nano-Partikel, die um die Fassade wirbeln. So kann der chemische Reinigungsprozess überhaupt erst in Gang kommen. Denn die Fassade muss die giftigen Feinstaubverbindungen zumindest für kurze Zeit binden, um sie aufbrechen und umzuwandeln zu können. Die runde Form der Module sorgt zusätzlich für eine möglichst große Oberfläche, auf die die UV-Strahlen aus verschiedenen Richtungen treffen können.

... dass kugelförmige Solarzellen Sonnenlicht aus allen Richtungen nutzen können und damit sehr viel effizienter sind als herkömmliche Solarzellen?

Die von einem japanischen Unternehmen entwickelten Sphelar Solarzellen sind kugelförmig und in der Lage Sonnenlichteinstrahlungen aus allen Richtungen nutzen zu können. Anders als bei den bisherigen Solarzellen, die nur aus einer Richtung einfallendes Sonnenlicht nutzen können, sind die revolutionären Sphelar Solarzellen in der Lage, deutlich effizienter zu arbeiten. Während herkömmliche Solarpanels zwar in der Herstellung leichter zu fertigen sind, lässt sich durch die Kugelform bei den sphärischen Mikropartikel-Solarzellen eine verbesserte Effizienz erreichen. So lassen sich zusätzliche Gestelle und Motoren vermeiden, mit derer Hilfe man bislang herkömmliche Solarzellen dem Sonnenstandpunkt folgen ließ. Durch das besondere Design der Sphelar Solarzellen soll sich auch indirekte Sonneneinstrahlung nutzen lassen. Das japanische Unternehmen Kyosemi spricht bei den revolutionären Solarzellen von einem Wirkungsgrad bei der Energieumwandlung, der bei fast 20 Prozent liege.

... dass es Elektro-Kosmetik gibt, mit der man Smartphones steuern kann?

Eine neuartige leitfähige Schminke die man kurzerhand in die Kategorie “Elektro-Kosmetik” einordnen kann, erlaubt es vor allem weiblichen Nutzern zum Beispiel mit einem Wimpernschlag oder via RFID-Fingernägeln das Smartphones zu bedienen, oder andere Kommandos an Computer oder Maschinen zu senden. Interaktive Kosmetik ist definitiv ein Trend den man sich im Mode-Bereich vormerken sollte, denn diese wird garantiert in naher Zukunft öfter einmal für staunende Gesichter sorgen.

... dass ein Unternehmen aus New York ein Elektrorad entwickelt hat, das quasi in jedes Fahrrad eingebaut werden kann und somit das Fahren stark erleichtert?

Das Unternehmen FlyKly hat vor kurzem eine Kickstarter Kampagne gestartet und bietet ein innovatives “Smart Wheel” an, welches man in quasi jedes Fahrrad einbauen kann. Das Besondere: In dem Smart-Wheel ist neben einem Akku und Elektro-Motor auch ein Schlossmechanismus eingebaut. Alles in einem Rad. Damit erfindet Smart Wheel das Rad tatsächlich neu, wortwörtlich. Das Sicherheitsschloss für das E-Bike wird per Smartphone App gesteuert. Über die App lässt sich zum Beispiel auch der aktuelle Ladezustand des Akkus abrufen. Das macht das Fahrradfahren natürlich auch noch angenehm einfacher.

... dass in Südkorea zwei Elektrobusse im Einsatz sind, deren Akkus beim Halten an der Haltestelle kabellos geladen werden?

Das sogenannte Online Electric Vehicle (OLEV) besitzt eine Batterie, die nur über ein Drittel der Kapazität eines regulären Elektrobusses verfügen soll. Die maximale Leistung der Motoren liegt bei 100 kW.

Das Besondere an der Technologie: Im Gegensatz zu anderen Elektrobussen müssen keine Oberleitungen installiert werden und auch die Notwendigkeit einer großen Batterie entfällt. Um das Fahrzeug beim Halten schnell wieder zu Laden, muss die Haltestelle jedoch umgebaut werden. Unter dem Asphalt werden Kabel verlegt, die ein elektromagnetisches Feld erzeugen.

... dass U-Bahntunnel nicht nur zum U-Bahn fahren gut sind, sondern die Erdwärme-Energie aus den Schächten zur Klimatisierung von Wohnungen und Büros genutzt werden könnte?

In deutschen Städten werden zahlreiche unterirdische Schächte zum Betrieb der U-Bahn angelegt. Beim Neubau könnten diese mit geringen Zusatzkosten so ausgestattet werden, dass sie als erneuerbare Energiequelle dienen. Damit wäre es möglich, umliegende Gebäude mit Wohnungen oder Büros sowohl zu heizen als auch zu kühlen. U-Bahn-Tunnel eignen sich besonders gut für Geothermie, da sie große, erdberührende Flächen besitzen und die Luft, die durch den Tunnel strömt, Energie abgibt.

... dass schwimmende Windräder Strom im Überfluss liefern könnten?

Auf hoher See wehen die stärksten Böen. Im Meer flexibel verankerte Plattformen werden mit Windrädern bestückt und sollen die Energie aus den Stürmen nutzen. Erste Anlagen sind bald einsatzbereit. Eine schwimmende Plattform besteht aus sechs Knotenpunkten, die mit massiven Streben verbunden sind. Darauf werden mehr als 30 Windräder platziert. Damit die im Durchmesser fast einen halben Kilometer große Plattform nicht durch die See treibt, ist sie mit Granit- oder Betonpfeilern verbunden, die am Meeresboden verankert sind.

Die Plattform sitzt zudem auf einem Drehkopf, damit sie sich am Wind ausrichten kann. Das erhöht nicht nur die Ausbeute an Windenergie, es bewahrt auch vor Schäden durch zu starke Winde. Letztlich sollen die auf der Plattform montierten Rotoren mehr als 50 Megawatt Strom produzieren.

... dass man mit Eis heizen kann?

Eis intelligent gefroren und wieder geschmolzen kann tatsächlich einer der zukunftsträchtigsten Energiespeicher überhaupt sein. Zumindest ein bisher unterschätzter. Jetzt entsteht in Düsseldorf eine der größten Referenzen für die innovative und umweltfreundliche Lösung. Das Grundprinzip: Energie, die beim Gefrieren von Wasser entsteht, wird mithilfe einer Wärmepumpe zum Heizen genutzt.

... dass Blattläuse Sonnenlicht in Energie umwandeln können?

Während die Pflanzen für die Energieumwandlung den grünen Farbstoff Chlorophyll verwenden, spielen bei Blattläusen scheinbar Carotinoide diese Schlüsselrolle. Diese in grünen, orangen bis gelben Pigmenten enthaltene Substanz verwenden mehrere Insektenarten als Antioxidantien für das Immunsystem, wobei sie stets aus Pflanzennahrung aufgenommen wird. Bei Blattläusen ist das anders: Sie produzieren Carotinoide dank eines speziellen Gens selbst und modulieren damit ihre Farbgebung und somit auch die Sichtbarkeit für Fressfeinde.

... dass ein Berg als Energiespeicher dienen könnte?

Die Zukunft der erneuerbaren Energien wird sich, aufgrund ihrer schwankenden Verfügbarkeit, in der Speichertechnologie entscheiden. Professor Eduard Heindl (Hochschule Furtwangen) entwickelt ein revolutionäres Energiespeicherkonzept: das Speichern mittels riesiger Granitberge. Das Prinzip ist einfach und revolutionär. Ein Felsblock wird mit der überschüssigen Energie, die bei viel Wind oder bei viel Sonne zur Verfügung steht, mit einer Wasserturbine und 200 bar Wasserdruck angehoben. Wird Energie bei schwankender Verfügbarkeit benötigt, gibt der Berg die Energie wieder ab, indem er auf sein ursprüngliches Niveau herabgelassen wird. Dabei wird die Lageenergie des Berges mittels Erdanziehung genutzt, denn der Felsblock speichert die Lageenergie. Gibt es zu wenig Strom in Netz, dann wird der Druck abgebaut und die Turbine produziert mit dem frei werdenden Wasser wieder Strom.

... dass die lebendige Fassade eines innovativen Hauses in Hamburg Wärme und Energie produziert?

Das sogenannte BIQ-Haus (BIQ: Bio-Intelligenzquotient) in Hamburg-Wilhelmsburg sieht nicht nur ungewöhnlich aus, sondern ist auch eines der innovativsten Bauprojekte der Internationalen Bauausstellung (IBA) und eine Weltneuheit. An zwei Seiten des Gebäudes befinden sich mit Wasser gefüllte Glaselemente, in denen Algen gezüchtet werden. Sie produzieren Energie. Es ist das weltweit erste Gebäude mit einer sogenannten Bioreaktorfassade. Plattenförmige, mit Wasser und Algen gefüllte Glaselemente sind an der Südwest- und Südostseite vor der Fassade angebracht. Durch die Sonneneinstrahlung entsteht darin solarthermische Energie. Die Mikroalgen produzieren aus Sonnenlicht und Kohlendioxid durch Photosynthese Biomasse. Die Wärme wird über einen Wärmetauscher direkt zum Heizen genutzt. Die Biomasse wird abgeschöpft. Aus ihr wird in einer Biogasanlage weitere Energie produziert.

... dass Haie nicht nur zu den schnellsten und elegantesten Schwimmern gehören, sondern sich auch äußerst energiesparend fortbewegen?

Die besondere Oberflächenstruktur ihrer Haut macht es möglich. Ein weiterer positiver Effekt der spitzen, beweglichen Hautschuppen: Es können sich keine Fremdorganismen wie Seepockenlarven oder Muscheln anheften. Auch das senkt Reibungsverluste im Wasser. Ein neu entwickelter Bootsanstrich, der die Haihautoberfläche nachbildet, ist bereits auf dem Markt.

... dass Pinguine im Verhältnis zu ihrem effizienten Energieverbrauch mit einem Liter Benzin 1.500 Kilometer weit kommen würden?

Die extreme Kälte und das knappe Nahrungsangebot erfordern einen sehr effizienten Umgang mit den Energieressourcen ihrer Körper. Gerade einmal ein Kilogramm Krill (Kleinkrebse) verbrennt ein Adelie-Pinguin auf einer Strecke von 100 Kilometern.

... dass die Körperform eines Pinguins einen zehnmal kleineren Widerstand erzeugt als das Profil eines Sportwagens, was sich auch in einem entsprechend niedrigen Energieverbrauch niederschlägt?

Der Grund für die energiesparende Fortbewegung des Pinguins ist seine enorm strömungsgünstige, spindelartige Körperform. Mithilfe von Strömungsversuchen im Wasserkanal haben Forscher für Pinguine Widerstandsbeiwerte (cw-Werte) von unter 0,04 ermittelt.

... dass Entenfüße einen eingebauten Wärmetauscher haben, dessen Mechanismus sich der Mensch zu nutze macht um Energie zu sparen?

Mit ganz ähnlich gebauten Wärmetauschern entnimmt man zum Beispiel der Abluft oder dem Abwasser eines Hauses die Restwärme und nutzt diese mit Wärmepumpen wieder zum Heizen.

... dass Schiffe schneller fahren und weniger Treibstoff verbrauchen, wenn ihr Bug dem Kopf des Delphins nachgebaut wird?

Das Paradebeispiel hierfür sind sicherlich die großen Öltanker. Wenn der Delphin schwimmt, teilen Schnabel und Stirn das Wasser so, dass hohe Geschwindigkeiten auch mit wenig Energieaufwand möglich sind. Seine Schnauze diente als Modell für den birnenförmigen Bugaufsatz bei Schiffen. Die Treibstoffersparnis der Schiffe ist so hoch, dass sogar noch bei älteren Schiffen diese „Nase“ vielfach nachgerüstet wurde.

... dass Forscher im Meeresschwamm ein optimales Baumuster für neuartige Glasfaserkabel entdeckt haben?

Der Meeresschwamm besitzt Skelettnadeln aus Silikaten, die zu Gitterstrukturen verschmelzen und sein Skelett stabilisieren. Es kann sogar zu Knoten gebunden werden ohne zu brechen. Nun haben Forscher in dem Meeresschwamm ein optimales Baumuster für neuartige Glasfaserkabel entdeckt. Denn bei herkömmlichen Kabeln ist die Gefahr des Abbrechens einzelner Verbindungen der größte Schwachpunkt. Die Schwämme leben und wachsen zudem in einer kühlen Umwelt und sind somit energiesparend.

... dass man mit dem Energiegehalt eines Liters Cola umgerechnet eine 25 Watt Glühbirne 20 Stunden leuchten lassen könnte?

In einem Liter Cola stecken 430 kcal. Das sind umgerechnet ca. 0,5 kWh oder 500 Wh. Damit würde eine 25 Watt Glühbirne 20 Stunden leuchten.

... dass in Ägypten Plantagen entstehen sollen, die dem vorhandenen CO2 in luftigen Höhen an den Kragen gehen?

Mit Elektromobilität, Energiesparmaßnahmen oder Emissionshandel versucht man dem Ungeheuer CO2 zu Leibe zu rücken, indem Emissionen reduziert werden. Was aber ist mit dem Kohlenstoffdioxid, das sich bereits in luftigen Höhen tummelt?

„Carbon Farming“ heißt übersetzt so viel wie CO2 -Landwirtschaft. Mit diesem neuen Modell wollen Forscher der Universität Hohenheim in Stuttgart Kohlendioxid in Pflanzen binden und damit der Atmosphäre entziehen. Die Pflanze als CO2 -Speicher – Jatropha soll es richten.

Pflanzen sind von Natur aus prädestiniert für diese Aufgabe: Bäume nehmen über ihre Blätter CO2 auf und speichern es wie in einem Tresor. Allerdings scheint es vor allem in Europa allmählich zu einer Übersättigung der Wälder zu kommen, da der natürliche Speicher bald vollständig belegt ist. Das Ziel der Forscher ist es deshalb, die CO2 -Aufnahmefähigkeit wieder zu steigern. Sie wollen Farmen in trockenen Gebieten beispielsweise in Ägypten anlegen. So schont man jene Flächen, die für den Anbau von Nahrungsmitteln benötigt werden. Die Hauptrolle übernimmt die Energiepflanze Jatropha Curcas.

... dass neue intelligente LED-Leuchten Autoscheinwerfer in neuem Licht erstrahlen lassen? Per Computer werden 25 LEDs pro Scheinwerfer gesteuert und können so etwa eine Milliarde Lichtkonfigurationen darstellen.

Ein Beispiel: Kommt dem Fahrer ein anderes Auto entgegen, informiert die integrierte Kamera den Computer. Dieser schaltet das Licht dann so, dass der Verkehrsteilnehmer im Gegenverkehr vom Lichtkegel ausgeschlossen und nicht geblendet wird. Gleichzeitig bleiben die anderen Straßenabschnitte optimal beleuchtet. Dadurch erhöht sich zusätzlich die Sicherheit im Straßenverkehr. Eine Funktion, die die bisherigen Abblendfunktionen in den Schatten stellt.

... dass auf der internationalen Luftfrachtmesse auf dem Flughafen Le Bourget bei Paris, im Juni das erste Elektroflugzeug präsentiert wurde?

Das Mini-Flugzeug ist nur ein erster Schritt in der Entwicklung praxistauglicher Elektroantriebe. Bis dahin ist es noch ein langer Weg, denn: Mit großen Passagierflugzeugen, wie sie bei den Airlines in Betrieb sind, hat der Prototyp noch recht wenig zu tun. Vielmehr handelt es sich um ein kleineres Modell, das Platz für genau zwei Mitreisende bietet. Der Antrieb ist ein sogenannter serieller Hybrid-Antrieb, bei dem der Propeller nicht direkt mit dem Kraftstoffmotor verbunden ist, sondern nur mit dem Generator. Der Verbrennungsmotor erzeugt lediglich die elektrische Energie, die dann in möglichst leichten und gleichzeitig hocheffizienten Batterien gespeichert wird, um bei Bedarf zur Verfügung zu stehen.

... dass Straßenlaternen zukünftig als Stromtankstellen für Elektroautos dienen könnten? Ausgestattet mit Systemsteckdosen, die über die Wartungsklappe integriert werden, könnte hier ein Zugriff auf das öffentliche Stromnetz erfolgen.

Ein mobiler Stromzähler soll dabei als Lösung für eine kostengünstige E-Mobility-Infrastruktur eingesetzt werden. Die Elektronik zum Messen und Zählen des abgezapften Stroms hingegen ist in einem intelligenten Ladekabel enthalten, das der Verbraucher selbst dabei hat. Dieses entriegelt den Ladepunkt, autorisiert den Ladevorgang, erfasst die Messdaten und leitet die Transaktion ein. Ein mobiles Smart Metering also. So kann der Nutzer sein Auto beispielsweise mit einer Laterne neben seinem Parkplatz verbinden und den Akku ähnlich wie bei einem Handy aufladen. Die Bezahlung erfolgt über eine monatliche Abrechnung durch den eigenen Stromanbieter.

... dass niederländische Forscher einen Windstromgenerator entwickelt haben, der mittels elektrisch geladener Wassertropfen Energie erzeugt?

Dazu wird ein drei Meter hoher Rahmen aufgestellt, in dem zahlreiche Rohre waagerecht übereinander verlaufen. Diese Rohre sind mit Drüsen versehen, die regelmäßig positiv geladene Wassertropfen absondern. Weht nun Wind durch das Gerüst, entsteht elektrischer Strom, der auch ins Stromnetz eingespeist werden kann. Getestet wird das Vorhaben derzeit an der Technischen Universität in Delft.

... dass US-Wissenschaftlern horizontale Windturbinen entwickelt haben, die wie Schneebesen aussehen?

Die zehn Meter hohen Turbinen beanspruchen deutlich weniger Platz als normale Windräder und sorgen trotzdem für einen hohen Ertrag an Energie. Das Prinzip ist simpel: Immer zwei Turbinen werden im Abstand von fünf Metern so zueinander aufgestellt, so dass sie entgegengesetzt rotieren. Daraus entsteht ein Sog, von dem beide Anlagen profitieren. Undenkbar bei großen Windanlagen.

... dass 20 Prozent weniger Energie benötigt wird, wenn zum Kuchenbacken auf das Vorheizen verzichtet wird?

Die meisten Sparmaßnahmen haben wenig mit Verzicht zu tun. Es genügt, die Energie besser zu nutzen und echte Stromfresser zu eliminieren.

... dass wenn sich die Heizenergie in Deutschland jedes Jahr um ein Fünftel reduzieren würde, ein Zug, mit der nicht verfeuerten Stein- oder Braunkohle als Ladung, auf 23.000 Kilometer Länge wachsen würde?

Wer sein Haus dämmen will und dazu Förderkredite beantragt, der zeigt Politikern und Nachbarschaft: Wir sind bereit, nachhaltiger zu leben und zu wohnen.

... dass es Blüten mit eingebauter Heizung gibt? Die Blüten des Gefleckten Aronstabeiniger können ihre Temperatur offenbar besser regulieren als so manches Tier.

Wie sich zeigte, stehen die Blüten mit einer Wärmeleistung von 0,16 Watt pro Gramm kaum den Rekordhaltern im Tierreich nach ­ den Insekten und den Vögeln.

... dass Zahnräder keine Erfindung des Menschen sind, sondern schon lange vor dem Menschen von der Natur entwickelt wurden?

Zahnräder, das galt bislang als gewiss, lassen sich nur technisch erzeugen. Kein Biologe konnte sich vorstellen, dass auch die Natur derart komplexe Gebilde hervorbringt. Jetzt entdeckten britische Forscher jedoch eine Zikade, die im Verlauf der Evolution tatsächlich Zahnräder entwickelte – und zwar lange bevor der Mensch sie erfand. Sie sitzen an den Hinterbeinen des Insekts und synchronisieren dessen Bewegungen beim Sprung.

... dass mit der Energie eines Brötchens (150 Kilokalorien) – umgewandelt in Strom – eine Energiesparlampe 16 Stunden brennen würde?

In einem trockenen Brötchen steckt – chemisch gespeichert – eine ganze Menge Energie. In Form von Wärme lässt sich mit 150 Kilokalorien übrigens auch etwa ein Kilogramm Stahl schmelzen.

... dass einige Pflanzen mit Hilfe von elektrischen Impulsen auf Umgebungsreize reagieren können?

Bekanntestes Beispiel ist hier sicher die Mimose, im Besonderen die Art "Mimosa pudica". Auf Erschütterung, Berührung oder Verbrennung erfolgt immer dieselbe Reaktion. Die kleinen Fiederblättchen des Blattes klappen nach oben und das gesamte Blatt nach unten. Es folgt Nachbarblatt auf Nachbarblatt, bis schließlich alle Blätter nach unten hängen. Das Signal des Reizes bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von circa einem Zentimeter pro Sekunde durch den Spross der Mimose.

... dass auf einer Autobahn in Frankreich vorbei fahrende LKW Strom erzeugen sollen, der für den Betrieb von Verkehrsschildern, Kameras oder Wetterstationen an der Route eingespeist wird?

Jeder weiß, wie schnell und heftig der Fahrtwind eines vorbeifahrenden LKW sein kann. An einer französischen Autobahn soll dieser jetzt in Energie umgesetzt werden - mit Hilfe von Spezial-Windrädern, die durch Fahrtwind angetrieben werden.

... dass Wissenschaftler mit Lenkdrachen die Windkraft revolutionieren wollen?

"KitePower" heißt das Prinzip und seit kurzem gibt es in den Niederlanden einen Prototyp, der zeigen soll, dass das Höhenkraftwerk funktionieren kann. Ein Unternehmen im niederländischen Den Haag, das aus dem Projekt von Wubbo Ockels hervorgegangen ist, will 2013 ein Drachenkraftwerk mit einem Megawatt Leistung auf den Markt bringen.

... dass sich hinter den Begriffen „Wellendrache“ und „Seeschlange“ zwei Techniken verbergen, die zur Stromgewinnung aus dem Meer getestet werden?

Bei "Wellendrache" schwappen Wellen auf hoher See über Rampen in ein höher gelegenes Reservoir. Aus diesem Reservoir fließt das Wasser zurück ins Meer und treibt dabei Turbinen an. Bei "Seeschlange" handelt es sich um mehrere Stahlrohre, die über bewegliche Gelenke miteinander verbunden sind. Diese Stahlrohrschlange liegt auf der Wasseroberfläche, passt sich den Wellenbewegungen an und wandelt die Bewegung in Elektrizität um.

... dass ein Zusammenbruch der Stromversorgung auf einer Baleareninsel im Jahre 2005 die Idee geboren hat, das Event „Genuss ohne Strom“ ins Leben zu rufen, welches am 11. und 12. Oktober in Düsseldorf stattfinden soll?

Die teilnehmenden Gastronomien verpflichten sich dabei ein ganzes Wochenende lang dazu, nur Gerichte anzubieten, die ohne Strom zubereitet werden können. Elektronisches Licht gibt es auch nicht, Kerzen und Co. werden für eine ganz besondere Stimmung sorgen. Da die Kühlschränke ausbleiben, kommen die Getränke vielleicht aus Eiswannen, vielleicht aus Sektkübeln. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

.. dass es einen Solar-Badeanzug gibt, der Handy und Co. auflädt?

Der Badeanzug ist zwar nicht besonders modisch, aber dafür sind die Solarzellen wasserfest. Er wird angeblich nicht durchsichtig und die Trägerin soll auch keinen Stromschlag bekommen.

... dass Studentinnen aus Siegen eine Energiespar-App entwickelten, bei der man nicht nur Energie und Geld sparen, sondern auch gleichzeitig neue Leute kennen lernen kann?

Durch einen gemeinsamen Fernsehabend oder eine gemeinsame Autofahrt soll zukünftig Energie gespart werden. Die Idee ist, die Lieblingsserie oder den Lieblingsfilm nicht mehr alleine zu schauen. Schließlich verbraucht ein Fernseher weniger Energie als mehrere, die zugleich laufen. Auch die Fahrt zum Konzert, Getränkemarkt oder zur Uni soll energiebewusster werden. Der Nutzer der App erstellt sich ein Profil, um Angebote einzustellen oder daran teilzunehmen. Ein Energiesparstatus gibt Auskunft darüber, wie viel Energie vom Nutzer bereits gespart wurde. Jeden Monat soll unter allen Usern ein Energiesparkönig ermittelt werden.

... dass 1.000 Suchanfragen im Internet dem Co2-Ausstoß von einem Kilometer Autofahrt entsprechen?

Eine einzige Suchanfrage im Internet beispielsweise führt zu einem CO2-Ausstoß von 0,2 Gramm. Das alleine ist nicht viel, pro Tag erreichen Google allerdings fast vier Milliarden Suchanfragen.

... dass der Brennwert einer Pizza mit 860 kcal ca. einer Kilowattstunde (kWh) entspricht? Damit könnte eine Energiesparlampe 90 Std. brennen.

Alternativ könnte man mit einer Kilowattstunde Strom ca. sieben Stunden lang fernsehen oder sich 60 Minuten lang mit einem 1000 Watt-Föhn die Haare trocknen.

... dass eine Kilowattstunde Strom ausreicht, damit sich ca. 2.500 Männer rasieren können – das entspricht in etwa der gesamten männlichen Bevölkerung der Nordseeinsel Norderney.

Natürlich können diese Werte je nach verwendetem Gerät etwas variieren, einen guten Anhaltspunkt bieten sie jedoch allemal.

... dass Albatrosse ihre Langstreckenflüge von bis zu 15.000 Kilometern allein durch den Antrieb des Windes zurück legen können und dabei kaum Energie verbrauchen?

Solche Rekorde stellen die Vögel mit Hilfe einer ausgefeilten Gleitflugtechnik auf. Im Flug drehen sich die Vögel nah über der Wasseroberfläche mit aufgespannten Flügeln in den Wind und werden vom Gegenwind aufgetrieben - ähnlich eines startenden Flugzeugs. Anschließend fliegen sie einen Bogen und gleiten mit Rückenwind zurück Richtung Wasseroberfläche.

... dass der Elefantenrüsselfisch durch permanente Abgabe von Stromstößen seine Beute orten und mit Artgenossen kommunizieren kann?

Aber der Fisch kann noch mehr: Ein Teil seiner Rezeptoren sind unterschiedlich sensibel, wodurch der Fisch zwischen lebenden und nicht-lebenden Objekten unterscheiden kann. Auf diese Weise kann er zum Beispiel auch noch tief im Sand vergrabene Würmer aufspüren.

... dass die unheimlichen Leuchterscheinungen, die sogenannten Elmsfeuer, die meist auf dem Meer zu beobachten sind, kontinuierliche schwache Blitze sind?

Während oder kurz vor einem Gewitter ist die Luft stark elektrisch aufgeladen, und diese Spannung erzeugt in der Nähe von spitzen Gegenständen hohe elektrische Feldstärken. Wenn die Spannung groß genug ist, fließt zwischen der geladenen Luft und der Spitze Strom. Die Luft wird ionisiert, und ein flammen-ähnlicher, blassblau flackernder Lichtschein entsteht. Die Lichterscheinung kann eine Länge von bis zu fünfzig Zentimetern erreichen und länger als eine Minute anhalten.

... dass sich Urin hervorragend zur Energiegewinnung eignet? Nach Berechnungen eines Forschers produziert ein Erwachsener pro Jahr genug Harnstoff, um ein Auto rund 2700 km weit fahren zu lassen.

Besonders geeignet sei Urin für die Autoindustrie – so der Forscher Shanwen Tao, der an der Uni Heriot-Watt im schottischen Edinburgh an der Entwicklung von Brennstoffzellen mit Harnstoff-Antrieb arbeitet.

... dass es Schuhe gibt, die mechanische Energie, die beim Laufen erzeugt wird, in elektrische umwandeln und per drahtloser Übertragung für das Aufladen von iPhone, MP3-Player und Konsorten genutzt werden können?

Möglich wird dies durch den Einsatz von speziellen Einlagen aus flüssigem Metall, über die die Wärmenergie aufgenommen und für die Stromgewinnung genutzt werden kann. Laut den Entwicklern lassen sich auf diese Weise bis zu 20 Watt Ausgangsleistung erzeugen, was für die meisten Geräte ausreichen sollte.

... dass es amerikanischen Forschern gelungen ist ein Piezo-Gummi zu erzeugen, das allein durch Körperbewegungen wie Atmen Strom liefern könnte?

So könnten kleine Geräte wie Herzschrittmacher allein durch die Atembewegung des Brustkorbs angetrieben werden. Weil das neue Material nicht nur Strom erzeugt, wenn es gebeugt wird, sondern auch mit Streckung reagiert, wenn man ihm Strom zuführt, wären auch andere Anwendungen möglich, wie beispielsweise mikrochirurgische Geräte.

... dass die Designer Hyun-Joong Kim und Kwang-Seok Jeong eine Sonnenbrille entwickelt haben, die Handy, MP3-Player oder sonstiges technisches Spielzeug aufladen kann?

Sie funktioniert nach einem mittlerweile wirklich altbekannten Prinzip – nur eben im tragbaren Kleinformat: Die Linsen haben gefärbte Solarzellen integriert, welche die Sonnenenergie in Strom umwandeln und an die angesteckten Geräte weitergeben.

... dass es einen Schaukelstuhl gibt, der durch sein sanftes Hin- und Herwippen Energie erzeugt, die zum Laden eines iPhone oder iPad genutzt werden kann?

60 Minuten Schaukeln ergibt beispielsweise umgesetzt 35 Prozent Akku-Ladung beim iPad 3. Um diese eigenständige Energiegewinnung noch etwas zu verschönern, kann man das technische Spielzeug natürlich dank entsprechender Halterung gleichzeitig benutzen und mit in der Rückenlehne integrierten Lautsprechern auch noch der richtigen Musik zum wohl entspanntesten Aufladen der Welt lauschen.

... dass ein 4-Personenhaushalt ca. 180 € im Jahr sparen könnte, wenn zum Zähneputzen ein Becher anstelle von fließendem Wasser benutzt wird?

Wer beim Zähneputzen sich mit einem Becher Wasser begnügt, statt das Wasser laufen zu lassen, spart pro Person 7.200 Liter Wasser im Jahr, in der Familie 28.800 Liter.

... dass sich der Kraftstoffverbrauch um 2 Liter auf 100 km erhöht wenn die Klimaanlage mit voller Kühlleistung fährt?

Deshalb ist der richtige Umgang mit dem Kühlaggregat wichtig: Stand das Auto in der prallen Sonne, sollte es vor dem Losfahren gut durchlüftet werden. Auf den ersten Fahrt-Kilometern dann die Klimaanlage in der Funktion „Umluft“ mit höchster Kühlleistung betreiben, anschließend die Temperaturregelung auf etwa 20 bis 22 Grad einstellen.

Übrigens: Auf keinen Fall sollten Sie aus Gründen des Spritsparen auf die Klimatisierung im Auto verzichten. Denn ein „kühler Kopf“ fährt sicherer, dies haben mehrere Untersuchungen erwiesen.

... dass wenn das Internet, mit all seinen Rechenzentren und Telekommunikationsnetzwerken, ein eigenes Land wäre, es auf Platz fünf der energiehungrigsten Staaten stünde?

Nach Schätzungen von Greenpeace entstehen 1,5 bis 2 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs aus der Nutzung des Internets. Jedes Jahr wächst dieser Wert um ein gutes Zehntel. Von 2005 bis 2010 stieg der Energieverbrauch sogar um mehr als die Hälfte an. Nach Berechnungen von Forschern der TU Dresden könnte unser Surfen im Netz im Jahr 2030 schon so viel Strom verbrauchen wie die gesamte Weltbevölkerung im Jahr 2011 verbraucht hat.

... dass sich zwei Berliner Hip Hopper den Strom für ihr Musikvideo selbst „erstrampeln“?

Strampeln für Strom – das haben sich zwei Berliner Hip Hopper gedacht, die das nach eigenen Angaben erste klimafreundliche Musikvideo gedreht haben. Mellow Mark und Pyro Merz heißen die Sänger, die den errechneten CO2-Verbrauch von zwei Tonnen pro Dreh halbieren wollten. Zum Einsatz kamen beispielsweise zwei Erdgasbusse. Musiker und Crew reisten nach Möglichkeit per Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zum Set. Der Clou: Für die Stromerzeugung wurde selbst in die Pedale getreten. Am Set standen präparierte Fahrräder, so dass die Tritte in die Pedale in Energie umgewandelt werden konnten. Die Hälfte der benötigen Kilowattstunde Strom wurde so erstrampelt, Schüttellampen sorgten für mehr Licht am Set.

... dass ein Mikrofon ganz leicht mit Hilfe eines Joghurtbechers gebaut werden kann?

Zwar werden ein paar mehr Gegenstände gebraucht, als nur der Joghurtbecher, allerdings handelt es sich überwiegend um Haushaltsgegenstände. Zur Anleitung kommt ihr hier:

http://www.geo.de/GEOlino/kreativ/basteln/basteltipp-mikrofon-selber-basteln-wer-spricht-denn-da-51476.html

... dass Usain Bolt 81,6 Kilojoule während seines Weltrekordlaufs verbrauchte? Damit könnte man eine 60-Watt-Glühbirne 22 Minuten lang brennen lassen.

Von dieser Energie flossen aber nur acht Prozent in die Körperbewegung. Der Rest, satte 92,2 Prozent der Gesamtenergie, wurde gebraucht, um den Luftwiderstand zu überwinden.

... dass die abgegebene Energiemenge eines einzelnen Blitzes trotz der Spitzenwerte von 100 Millionen Volt und 100 000 Ampere relativ gering ist?

Physikalisch lässt sich die Energie berechnen, indem man Strom, Spannung und Zeit miteinander multipliziert. Strom und Spannung sind zwar groß, die Zeitspanne ist aber extrem klein. Die Hauptentladung dauert nur etwa zehn Millionstel Sekunden

... dass elektrostatisch geladene Haare abstehen, weil sie alle positiv geladen sind und sich soweit wie möglich voneinander entfernen wollen?

Haare sind sehr leicht und flexibel. Dadurch fällt es ihnen leicht sich neu auszurichten. Durch das Aufrichten bei gleicher Ladung können die Haare einen maximalen Abstand zueinander einnehmen und eine lustige Frisur entsteht.

... dass die Zugabe von nur 4 % Salz in destilliertes Wasser die Leitfähigkeit auf das 1000-Fache erhöht?

Reines (also destilliertes oder demineralisiertes) Wasser hat eine äußerst geringe Leitfähigkeit (ca. ein Milliardstel im Vergleich zu Metallen, jedoch immer noch ca. 1000-mal leitfähiger als ein Isolierstoff). Werden dem Wasser Salze, Säuren oder Basen hinzugefügt, die in wässriger Lösung freibewegliche Ionen freisetzen, steigt die Leitfähigkeit an.

... dass die Energiemenge, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produktes benötigt wird, Graue Energie genannt wird?

Dabei werden auch alle Vorprodukte bis zur Rohstoffgewinnung berücksichtigt und der Energieeinsatz aller angewandten Produktionsprozesse addiert.

... dass Usian Bolt während seines Weltrekordlaufs im Jahr 2009 eine Spitzenleistung von 2620 Watt erreichte?

Das entspricht 3,5 PS und wurde 0,89 Sekunden nach dem Start abgerufen, als Bolt gerade mal die Hälfte seiner Endgeschwindigkeit erreicht hatte.

... dass sich der Strompreis für private Haushalte in Deutschland seit 1970 verdreifacht hat?

Die Strompreise sind im Laufe der letzten 35 Jahre von etwa 6 Cent/kWh auf etwa 18 Cent/kWh gestiegen. Ein großer Teil der Differenz ist durch die Inflationsrate zu erklären. Zusätzlich haben sich allerdings auch die Steuern und Abgaben erhöht. Weitere Komponenten, aus denen sich der Strompreis zusammensetzt, sind die Stromerzeugungskosten, Kosten für die Netznutzung sowie Konzessionsabgaben.

... dass der Strombedarf der ganzen Welt gedeckt werden kann, wenn 3% der Saharafläche mit solarthermischen Kraftwerken bebaut würden?

Mit 4.300 Sonnenstunden im Jahr ist die Sahara das sonnenreichste Gebiet der Erde. Durch den Einsatz von thermischen Speichern kann mit dieser Technik sogar nachts Strom produziert werden.

... dass Wärmepumpen nach dem gleichen Prinzip funktionieren, wie der Wärmeaustausch in Entenfüßen?

Entenfüße haben ein sogenanntes „Wundernetz“. Feine Blutgefäße liegen sehr dicht beieinander. Das ca. 40 °C warme Blut strömt darin Richtung Füße. Es fließt dabei sehr nah an den Venen vorbei, die das abgekühlte Blut wieder zum Körper zurück transportieren. Dabei erwärmt das warme Blut das kalte. Wie bei einem Wärmetauscher bzw. einer Wärmepumpe.

... dass von Elektrogeräten Strahlung ausgeht, die den Körper des Menschen beeinflussen können?

Egal, ob Handy, Telefon, Verlängerungskabel oder Kaffeemaschine. Alle elektrischen Geräte geben elektromagnetische Strahlen ab. Diese können direkt Einfluss auf die Gehirnströme haben. Nach einem längeren Gespräch mit dem Handy könnte es sein, dass die Reaktionsfähigkeit eingeschränkt ist. Auch Müdigkeit, und Konzentrationsstörungen können eine Folge sein. Das liegt daran, dass die Blutkörperchen durch die elektromagnetische Strahlung beeinflusst werden und so nicht mehr ihre Aufgaben erfüllen können; das heißt, dass sie weniger Sauerstoff binden. Bei zu wenig Sauerstoff wird der Körper schlapp und die genannten Konsequenzen treten ein.

... dass sich sogar aus Schlamm Strom gewinnen lässt?

In einem Klärwerk wird ein Teil des Bakterienschlamms in Gas umgewandelt. Dieses wird in einem Blockheizkraftwerk verbrannt. Dabei werden Strom und Wärme erzeugt. So viel, dass im Winter alle Gebäude auf dem Gelände der Kläranlage beheizt werden können. Es gibt auch eine Maschine, die die Wärme in Kälte umwandeln kann, so dass im Sommer die Gebäude gekühlt werden können. Die Kläranlage sorgt somit selbst für den eigens verwendeten Strom.

... dass ein Siebtklässler eine Methode erfunden hat, um aus Straßenschwellen Strom zu erzeugen?

Ein Siebtklässler der Darmstädter Lichtenbergschule hatte folgende Idee: mit Straßenschwellen Strom erzeugen. „E-Schwelle“ nennt er seine Erfindung. Hierbei soll Energie entstehen, wenn ein Auto über eine Straßenschwelle fährt. Diese Schwellen findet man zum Beispiel in verkehrsberuhigten Zonen. Hier bremsen sie schnell fahrende PKW ab.

Für seinen Prototypen hat der Schüler extra im Internet eine kleine Straßenschwelle besorgt, an der Unterseite einen Metallbolzen befestigt und daran wiederum mehrere Magneten. Bei einem Druck auf die Schwelle bewegt sich diese nach unten und der magnetisierte Metallbolzen in eine Kupferspule. Hierbei entsteht Strom. Federn an beiden Seiten der Schwelle sorgen dafür, dass sie wieder nach oben schnellt, sobald das Auto darüber gefahren ist.

Zwar erzeugt die E-Schwelle nur verhältnismäßig wenig Strom, aber offenbar reicht er zum Betrieb kleiner beleuchteter Anzeigetafeln oder an viel befahrenen Straßen sogar zum Betrieb einer Ampel.

... dass man eventuell schon bald allein mit der Kombination aus Sonnenlicht und Kopfhörern ein Smartphone laden kann?

Man kombiniert einfach zwei Dinge, die man sowieso immer dabei hat und fügt noch einen Hauch Ökologie hinzu.

Die Onbeat Solar Headphones sind Kopfhörer, deren Bügel mit flexiblen Solarzellen bestückt sind. Kleine Lithium-Ionen-Akkus in den Kopfhörermuscheln sollen die so gewonnene Energie speichern, um dann damit ein Smartphone laden zu können.

... dass Gehirnjogging ein echter Kalorienkiller ist?

Kalorienkiller Gehirnjogging? Klar, denn auch alle mit einem Schreibtischjob können jede Menge Kalorien verbrennen. Gehirnjogging ist der neue Modebegriff für den Denksport. Und dass das Wort Sport darin vorkommt, ist gar nicht mal so falsch, denn auch Denken ist ein echter Kalorienkiller! Wissenschaftler begründen dies durch die Alarmbereitschaft, in den der Körper durch angestrengtes Denken versetzt wird.

... dass sich das Training im Fitnessstudio nicht nur lohnt, um fit zu bleiben, sondern auch so manches Gerät mit Strom versorgt?

Im Fitnessclub Green Gym Berlin laden die Mitglieder bereits seit 2009 beim Training auf den Fahrradergometern und Crosstrainern die Akkus ihrer Handys dank Muskelkraft auf. Das gleiche Konzept verfolgt der California Fitness Club in Hongkong, bei dem Stepper und Crosstrainer an die Stromleitung des Hauses angeschlossen sind und zur Energieerzeugung für die Elektronik der Trainingsgeräte, die Beleuchtung und Musik im Club dienen. Auch für zu Hause gibt es mittlerweile solche technisch aufgerüsteten Fitnessgeräte.
Durch federnde Bodenplatten in der französischen Stadt Toulouse erzeugen Passanten ebenfalls Strom. Über Plexiglasscheiben, die durch jeden Schritt nach unten gedrückt werden, entstehen Schwingungen, die zu Strom werden und die Straßenbeleuchtung unterhalten. 
Weitere Ideen gibt es viele: durch Bewegung gekühlte Armeerucksäcke für Arzneimittel oder hauchdünne Silikonchips, die durch Verbiegen Strom erzeugen, und so an der Lunge platziert Herzschrittmachern die nötige Energie bringen.

... dass Regen nicht nur nass ist?

Zwei französische Physiker konstruierten ein Regenkraftwerk aus 10 cm langen piezoelektrischen Modulen. Fällt ein Regentropfen auf ein solches Bauteil, wird es in Schwingung versetzt und erzeugt durch diese Bewegung elektrischen Strom.

... dass alte Heizungspumpen heimliche Stromfresser sind?

Sie verbrauchen mehr als Kühlschrank und Waschmaschine zusammen. Wenn eine alte, überdimensionierte Pumpe durch eine moderne Pumpe ersetzt wird, reduziert sich der Stromverbrauch um mehr als 80%. Das kann pro Jahr bis zu 120€ ausmachen.

... dass die kleinste Solaranlage der Welt im MiniaturWunderland Hamburg zu besichtigen ist?

2011 hat BP Solar (Hamburg) die kleinste Photovoltaik-Freiflächenanlage der Welt eingeweiht. Sie steht im MiniaturWunderland Hamburg und ist Teil des nachgebauten Hamburger Flughafens - dem größten Modellflughafen der Welt. Mehr als 300 Arbeitsstunden investierten die Modellbauer, um die Freiflächenanlage in 100-facher Verkleinerung nachzubauen, so BP Solar. Voraussichtlich Anfang Mai dieses Jahres wird der rund 3,5 Millionen teure Modellflughafen inklusive Solaranlage vor den Augen der internationalen Presse- und Medienwelt offiziell eröffnet.Insgesamt sechs Jahre und acht Monate habe die gesamte Entwicklungs- und Bauphase des Hamburger Modellflughafens mit all seinen Gebäuden, Rollfeldern sowie Start- und Landebahnen bis dahin in Anspruch genommen.

... dass 75% des Energieverbrauchs eines gewöhnlichen Haushalts in den USA von ungenutzten Geräten verbraucht wird?

Damit verbrauchen die Geräte im Standby mehr Energie, als alle Solarzellen in Amerika zusammen erzeugen.

... dass mehr als 22% des weltweiten Erdgasverbrauchs und mehr als 21% des Erdölverbrauchs von den USA genutzt werden?

Russland verbraucht 15% des Erdgases und liegt auf Platz 2. Im Vergleich: Deutschland und Großbritannien erreichen zusammen nur 3,6%. China macht mit 10,9% den zweitgrößten Verbraucher von Erdöl aus. Deutschland verbraucht im weltweiten Vergleich nur rund 2,7% des Erdöls zur Energiegewinnung.

... dass auch in Nahrungsmitteln Energie steckt?

Diese Energie wird in Kalorien oder Kilojoules angegeben. Eine Kalorie entspricht etwa 4,1868 Joule. Der tägliche Energiebedarf eines Menschen liegt, abhängig von Geschlecht und Alter, bei 2000 bis 3000 Kilokalorien.

... dass sich der Energieverbrauch eines Menschen im Ruhezustand bei Hitze erhöht?

Der Körper verbraucht nicht nur Energie um sich “warm zu halten”, sondern auch wenn er sich bewegt. Dann produziert er Wärmeenergie. Bei Hitze steigt unsere Herzfrequenz schneller an, der Puls rast eher in die Höhe und wir müssen auch unsere Körpertemperatur regulieren – nur eben nach unten.

... dass es bei einigen Tiere nicht nur den Winterschlaf gibt um Energie zu sparen, sondern auch einen Sommerschlaf?

Ziel des Sommerschlafs ist es, während der heißen und nahrungsarmen Zeit Energie zu sparen. Zu diesem Zweck fahren die Sommerschläfer, wie z.B. Weinbergschnecken, genau wie die winterschlafenden Tiere, ihren Stoffwechsel herunter.

... dass durch das Recyceln einer Glasflasche genug Energie gespart wird, um damit eine 100 Watt Glühbirne vier Stunden brennen lassen zu können?

Glas lässt sich zu 100% ohne Qualitätsverlust recyceln. Eine Glasflasche besteht im Schnitt zu 60% aus Altglas; bei einigen Farben sind es sogar bis zu 90%. Pro 10% Scherbeneinsatz werden bei der Glasherstellung 3% Schmelzenergie gespart.

... dass vermutet wird, dass der weltweite Energieverbrauch bis 2030 um mehr als 55% ansteigen wird?

Fossile Energieträger werden 2030 mehr als 4/5 des Weltenergieverbrauchs decken. Erdöl wird weiterhin wichtigster Primärenergieträger sein und 35% zur Verbrauchsdeckung beitragen. Die energiebedingten Emissionen steigen weltweit um über 60 %, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden!

... dass von dem weltweit größten Stromausfall am 14. August 2004 rund 50 Millionen Menschen betroffen waren?

Der Stromversorgen First Energy hat die im nördlichen Teil des Bundesstaats Ohio aufgetretenen Störungen nicht rechtzeitig erkannt, keine angemessenen Gegenmaßnahmen ergriffen und die Auswirkungen auf andere Netze falsch beurteilt. Dadurch kam es zu dem Stromausfall, der sich über den Nordosten der USA bis nach Ontario in Kanada erstreckte.

... dass die Beantwortung von 100 Suchanfragen bei Google soviel Energie kostet, wie eine 60 Watt Glühbirne braucht um 28 Minuten zu brennen?

Der Energieverbrauch durch eine einzige Suchanfrage beträgt 4 Watt und könnte eine 11-Watt-Energiesparlampe sogar eine ganze Stunde lang brennen lassen. Pro Suchanfrage werden außerdem 2 Gramm CO2 ausgestoßen. Bei geschätzten eine Milliarde Suchanfragen pro Tag liegt der Energieverbrauch dafür bei 12,5 Millionen Watt.

... dass nur zehn Länder zusammen 2/3 des weltweit verbrauchten Erdöls und Erdgases produzieren?

Fast zwei Drittel der Erdölreserven befinden sich in den Ländern des Nahen Ostens, während Europa und Nordamerika ca. drei Viertel des Erdöls verbrauchen.

... dass die Vereinigten Staaten fast 1/3 der weltweiten Atomenergie produzieren?

Sie produzieren mehr als jedes andere Land der Welt. Der zweitgrößte Produzent ist Frankreich, wo ¾ des Strombedarfs durch Atomenergie gedeckt wird.

... dass etwa 30% der in Gebäuden genutzten Energie uneffizient oder unnötig verbraucht werden?

Ursache sind zum Beispiel eine schlechte Gebäudeisolierung und im Standby laufende oder ineffiziente technische Geräte. Heizenergie wird unnötig verbraucht, wenn ein Fenster zum Lüften auf Kipp gestellt wird anstatt es ein paar Mal am Tag zum Stoßlüften komplett zu öffnen.

... dass es zu jeder Zeit 1800 Gewitter über der Erdatmosphäre gibt?

Insgesamt blitzt es dabei 300.000 Mal (170 Blitze pro Gewitter). Auf einen Tag hochgerechnet finden 44.000 Gewitter statt. In einem ganzen Jahr sind es 16 Mio. Gewitter und 2,5 Mrd. Blitze!

... dass man 95% Energie spart, wenn man Aluminium Dosen recycelt und daraus neue herstellt, anstatt Dosen aus neuem Material zu produzieren?

Der Energiebedarf für das Wiedereinschmelzen einer Aluminiumdose beträgt nur 5% dessen, was bei einer Primärerzeugung notwendig wäre. Zudem werden Ressourcen geschont und Emissionen sowie der Herstellungsaufwand verringert.

... dass man durch das Recyceln einer einzigen Aluminiumdose genug Energie gewinnt, um einen Fernseher drei Stunden laufen zu lassen?

Auch einen Laptop könnte man mit der gesparten Energie drei Stunden lang betreiben. 1 kg recyceltes Aluminium spart zudem 10 kg Treibhausgas. Der Stoff kann zu 100% und ohne Qualitätsverlust recycelt werden und innerhalb von 60 Tagen wieder als neue Dose auf dem Markt erscheinen. Die Recyclingrate in Europa liegt bei durchschnittlich 60%.

... dass China von allen Ländern auf der Welt die meiste Energie im Jahr verbraucht?

Erst seit 2009 steht China mit einem Anteil von 21% des weltweiten Energieverbrauchs auf dem ersten Platz der Liste und hat die USA auf den zweiten Platz verdrängt. Danach folgen Russland, Indien und Japan. Deutschland steht mit nur 2,5% auf Platz 7.

... dass Klimaanlagen 98% mehr Energie verbrauchen als Ventilatoren?

Man kann aber auch die jährlichen Kosten einer Klimaanlage um 40% senken, wenn gleichzeitig ein Deckenventilator installiert wird. Ganz ohne Hilfsmittel kann man die Wohnung kühl halten, indem man in den frühen Morgen- und späten Abendstunden stoßlüftet und die Fenster und Rolläden den Rest des Tages geschlossen hält. So wird die Hitze von draußen ausgesperrt.

dass ein Formel-1-Wagen soviel Abtrieb erzeugt, dass er theoretisch an der Decke fahren könnte?

Formel-1-Wagen entwickeln mehr Anpressdruck als ihr eigenes Gewicht. Bei 240 km/h erreicht ein Formel-1-Rennwagen 16 kN Abtrieb (bei einem -Wert von 0,93), somit das 2,6-fache seines Gewichts von 620 kg (Fahrzeug inklusive Fahrer). Der Wagen könnte damit „an der Decke fahren“.

dass ein modernes Handy mehr Rechenleistung bringt, als der Computer, mit dem Apollo 11 auf dem Mond gelandet ist?

"Auch wenn diese Dinge schwer zu vergleichen sind, so kann man doch mit Sicherheit sagen, dass ein typisches Mobiltelefon mehr Rechenleistung hat als der Apollo Guidance Computer", sagt der Amerikaner Dag Spicer. Er ist Experte für jene Computer, die in den sechziger Jahren für das Apollo-Mondlandungsprogramm entwickelt wurden.

dass das Feuerzeug vor dem Streichholz erfunden wurde?

Das Feuerzeug wurde 1823 erfunden - aber schon vorher gab es Gerätschaften, mit denen man Feuer machen konnte. 
Auch Holzspäne mit Wachs oder anderen Materialien gab es schon sehr früh, aber erst 1826 wurde das Streichholz, so wie wir es kennen, erfunden.


dass Forscher eine Art Batterie entwickelt haben, die den unterschiedlichen Salzgehalt in Fluss- und Meerwasser zur Stromerzeugung nutzt.

Das Funktionsprinzip: In kontinuierlichen Zyklen wechselt sich eine Aufladephase, in der das System von Flusswasser durchströmt wird, mit einer Entladephase ab, in der Salzwasser durch die Batterie strömt. Dank des unterschiedlichen Salzgehalts kann dabei während des Entladens mehr Energie gewonnen werden, als beim Aufladen hineingesteckt wird.

dass zwei Discobesitzer in Rotterdam und London 2008 die Clubs „Watt“ und „Surya“ eröffneten, in denen die Partygäste den Strom für die Fußbodenbeleuchtung selbst erzeugen?

„Energy-Harvesting“ nennt sich das zu Grunde liegende Konzept. Ingenieure wollen dabei Elektrizität aus alltäglichen Quellen gewinnen, sie also „abernten“. Neben mechanischer Bewegung setzen sie auf Vibrationen, Temperatur- oder Druckunterschiede. So nutzen sie Energie, die sonst einfach verpuffen würde.

dass in Dresden das vierte und mit Abstand modernste Achterbahn-Restaurant der Welt entsteht?

Bestellt wird im Raumschiff-Restaurant per Tablet. Die Bestellung wird per W-Lan in die Küche gefunkt. Dort arbeiten die Köche mit High-Tech-Herden, auf denen man das Essen schnell zubereiten kann. Die fertigen Portionen gehen per Lift in den Turm inmitten des Restaurants. Von dort werden die Menus auf zehn Bahnen - über neun Spiralen und einen Looping - zu den Tischen geschickt. Das Schienensystem der Achterbahn ist fast einen Kilometer lang. Die während der Reise wirkenden Zentrifugalkräfte sorgen dafür, dass die Speisen in den Töpfen so beim Gast ankommen, wie sie in der Küche auf den Weg gebracht wurden.

dass die höchste Geschwindigkeit, die von Tröpfchen beim Niesen aufgenommen wurde, 165 km/h ist?

Die Töpfchen sind also schnell wie ein Schnellzug. Die Geschwindigkeit beim Niesen ist bei Heuschnupfen und Erkältungsschnupfen genau gleich. Beim Husten werden störende Teile sogar mit bis zu 1000 km/h aus der Lunge geschleudert!

dass Ideen wie: Jacken mit eingebautem Handy, Sportkleidung, die warnt wenn die Herzfrequenz zu hoch wird oder Tapeten mit Leuchtmustern vielleicht bald Alltag sein könnten?

Koreanische Wissenschaftler ein Verfahren entwickelt haben, durch das sie Papier- und Textilfasern mit Aluminium leitfähig machen können. Eine in doppeltem Sinne tragbare Elektronik eröffnet nicht nur neue Möglichkeiten für Spaß und Spiel, sie könnte in vielen Bereichen nützlich sein. So könnten Körperfunktionen überwacht werden, ohne dass gefährdete und chronisch kranke Patienten mit Kabeln am Körper herumlaufen müssen. Der Strampelanzug könnte bei einem Atemstillstand des Babys Alarm geben. "Intelligente" Schutzbekleidung könnte die Position von Einsatzkräften ständig per Funk weitergeben. Textile oder papierne Elektronik eignet sich aber auch für neuartige großflächige Raumgestaltungselemente und Sicherheitsausstattungen in Gebäuden.

dass ein menschliches Gehirn im Wachzustand genug Energie produzieren kann, um eine Glühbirne von 10 bis 23 Watt leuchten zu lassen?

Das Gehirn ist eines der aktivsten Organe des Körpers. Es verbraucht einen großen Teil der Glucose allein, um Energie herzustellen und ersetzt seine Proteine alle 3 Wochen.

dass das Schneeglöckchen ein kleines Bio-Heizkraftwerk ist und zwischen 8 und 10 Grad Wärme produzieren kann, so dass Rund um die Blätter und Wurzeln der Schnee schmilzt?

Das Schneeglöckchen produziert mit Hilfe der Zwiebel "Biowärme" von etwa 8 bis 10 Grad und schmilzt damit den leichten Schnee um Stengel und Blätter weg. Das Schneeglöckchen ist sozusagen ein kleines Bio-Heizkraftwerk und ganz nebenbei hat diese "Schneeschmelze" auch noch die Funktion der Bewässerung.

dass Bodenpilze den Weltrekord bei der Beschleunigung halten?

Bodenpilze sind klein, klebrig, leben im Dung und ihre Sporen sind, wenn es um die Beschleunigung geht, die schnellsten der Natur. Sie beträgt zwischen zwei bis 25 Meter pro Sekunde was einer Beschleunigung von 20.000 bis 180.000 g entspricht. Im Vergleich zur Beschleunigung der Sporen sind die anderen Lebewesen ausgesprochen langsam: Eine springende Antilope beschleunigt mit der 1,6-fachen Erdbeschleunigung - gemessen in "g". Flöhe beschleunigen beim Sprung auf 200 g und Quallen schießen ihre Nesselfäden mit immerhin 40.000 g hinaus.

dass das erste von Menschenhand hergestellte Gerät, das die Schallgeschwindigkeit durchbricht, die Lederpeitsche war?

Das Ende einer Peitsche kann, bei korrektem Schlag, auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt werden, was den „Peitschenknall“ hervorruft. Der Knall resultiert aus der Bildung einer Schlaufe, welche sich mit steigender Geschwindigkeit auf das Peitschenende zu bewegt und dabei, beim Öffnen am Ende der Schnur, die Schallgeschwindigkeit überschreitet.

dass jede recycelte Aluminiumdose 3 Stunden Strom für den Laptop an Energie einspart?

Alle Getränkedosen, ob aus Stahl oder Aluminium können komplett wiederverwertet werden! Alte Dosen können wieder in neue Dosen recycelt werden. Das macht die Dose zur am meisten recyclebaren Getränkeverpackung der Welt! Seit es dem Menschen gelungen ist, Metalle zu erzeugen, wurden diese auf Grund ihres Wertes gesammelt und wieder eingeschmolzen. Die Wiederverwertung von Metallen ist daher eine der ältesten Maßnahmen, um Rohstoffe zu sparen und wieder einzusetzen! Durch den Recyclingprozess kann die Dose auch als Fahrrad, Brille oder Alufelge ein zweites, drittes, viertes... ewiges Produktleben führen!

dass der Google-Konzern pro Jahr rund 2,6 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht? Das ist so viel wie eine Stadt mit 200.000 Haushalten.

Google verabschiedet sich von einem Geheimnis: Der Stromverbrauch der Datenzentren des Konzerns liegt bei 260 Millionen Watt, berichtet die "New York Times" - genug, um eine ganze Großstadt zu versorgen. Dank seiner Angebote ließe sich aber auch viel Energie sparen, sagt der US-Internetgigant.

dass heißes Wasser schneller gefriert als kaltes?

Kühlt man gleiche Ausgangsmengen warmen und kalten Wassers in gleichen Gefäßen unter demselben Druck und denselben Umgebungsbedingungen unter eine Temperatur ab, die dem Gefrierpunkt von Wasser bei diesem Druck entspricht (0 °C bzw. 273,15 K bei einem Druck von 101,325 kPa), so kann man in einem bestimmten Bereich von Abkühlungsgeschwindigkeiten beobachten, dass das zu Versuchsbeginn wärmere Wasser zu einem früheren Zeitpunkt gefriert (kristallisiert) als das ursprünglich kühlere Wasser. Dieses paradoxe Phänomen wird als Mpemba-Effekt bezeichnet.

dass Bambus in 24 Std. über einen Meter wachsen kann?

Bambus kann bis zu einem Meter innerhalb 24 Stunden wachsen. Wo immer Bambus statt Holz verwendet wird, schont man die deutlich langsamer wachsende Ressource Wald. Bambus produziert viermal mehr Holz als z.B. Eiche. Bambus erzeugt erheblich mehr Sauerstoff als Bäume, begünstigt somit das natürliche Ökosystem und verhindert auch die durch Rodung entstehende Bodenerosion, weil er sich durch unterirdische Triebe, ein dichtes Netzwerk, vermehrt und verbreitet.

dass eine Gruppe deutscher Forscher die pfiffige Idee hatte, mithilfe von Lenkdrachen die starken Winde in 500m Höhe zu nutzen und sogenannte Kyte-Kraftwerke zu erfinden.

Gegenüber konventioneller Windparktechnik mit Rotoren bieten Kite-Kraftwerke eine Reihe von Vorteilen: Die Windgeschwindigkeit steigt mit zunehmender Höhe rapide an. In Bodennähe tendiert sie gegen Null. In 100 Metern Höhe liegt sie bei rund 15 Meter pro Sekunde, in 500 Metern beträgt sie schon über 20 Meter pro Sekunde. "Die Energieausbeute eines Kites ist deutlich größer als die eines Windrads, dessen Blattspitzen sich derzeit in Höhen bis ca. 200 Metern drehen.

dass Forscher allein durch ihre Hirnströme einen Miniatur-Helikopter steuern können?

Die über eine Elektrodenkappe abgeleiteten Hirnströme des steuernden Menschen verraten dem Fluggerät, ob es nach links, rechts, oben oder unten fliegen soll. Entwickelt haben diese Technik US-amerikanische Forscher, die nach Methoden suchen, mit denen Gelähmte und Körperbehinderte künftig Prothesen oder Assistenzroboter kontrollieren können.

dass es Forschern gelungen ist, eine fast zellgenaue digitale Rekonstruktion unseres Gehirns zu erstellen?

Einen so genauen Einblick in das Gehirn gab es noch nie: Forscher haben jetzt ein 3D-Modell unseres Denkorgans erstellt, das noch Strukturen bis auf 20 Mikrometer genau zeigt - das entspricht der Größe einer einzelnen Nervenzelle. Das Hirnmodell „BigBrain" ist 50 Mal genauer als bisherige und gewährt damit tiefe Einblicke in die menschliche Schaltzentrale. Erstmals ist es nun möglich, die komplizierte Struktur des Gehirns in allen drei Ebenen des Raums auf mikroskopischer Ebene zu sehen und zu verstehen. Immerhin fünf Jahre und die Arbeit etlicher Supercomputer wurden für diese Herkulesaufgabe benötigt.

dass neue Solarzellen erfunden wurden, die dünner als Spinnenseide sind?

Eine ultradünne und hochflexible Solarzelle könnte künftig winzige Flugroboter antreiben und selbst feinste Kleidungsstücke zu Energielieferanten machen. Denn die von einem internationalen Forscherteam entwickelten Energiefolien sind nur zwei Mikrometer dick und damit dünner als ein Faden Spinnenseide. Zudem lassen sie sich wie ein Stück Frischhaltefolie wiederholt zerknittern ohne Schaden zu nehmen.

dass wir mithilfe neu entwickelter Software und den Mikrophonen unseres Smartphones künftig möglicherweise die Fähigkeit der Echoortung nutzen können?

Die Software erkennt Größe und Form eines Raums allein am Schall - und mit simpler Technik. Fledermäuse, Delfine und einige Vögel erfassen ihre Umwelt durch Echoortung. Möglicherweise können auch wir künftig diese Fähigkeit nutzen - mit Hilfe einer neuentwickelten Software und einfachen Mikrophonen - beispielsweise denen unserer Smartphones. Forscher aus der Schweiz und den USA haben eine solche Technik jetzt getestet. Nur mit einer handvoll Mikrophone gelang es ihnen, die Form und Größe eines einfachen Raums allein aus den Lautechos zu rekonstruieren. Das Gleiche funktionierte sogar in der komplexen Geometrie einer gotischen Kathedrale, wie sie im Fachmagzin "Proceedings of the National Academy of Sciences" berichten.

dass französische Wissenschaftler einen Kaktus in ein kleines Kraftwerk verwandelt haben, der den ersten ökologisch hundertprozentig reinen Strom liefert?

Der Kaktus liefert Strom dank zweier implantierter, mit Enzymen präparierter Elektroden. Die französischen Wissenschaftler zapften den Kaktus dazu an einer Stelle an, die Lebensader der allermeisten Pflanzen ist – an seinem Grün. Das Grün jeder Pflanze ist zu einem chemischen Kraftakt fähig, der Fotosynthese. Bei der Fotosynthese verwandelt eine Pflanze Sonnenlicht in chemische Energie. Das kann nur in Blättern geschehen, die Blattgrün enthalten, das Chlorophyll. Es nimmt das Sonnenlicht auf und löst mit deren Energie die chemische Reaktionsreihe aus, die Kohlendioxid (CO2) und Wasser (H2O) in Glucose und Sauerstoff verwandelt. Die Wissenschaftler in Paris haben es jetzt geschafft, aus diesen beiden Stoffen Strom zu gewinnen – direkt am Kaktus und ohne ihn dabei zu verletzen.

dass es Bakterien mit Stromkabeln gibt?

Dänische Wissenschaftler haben äußerst ungewöhnliche Zellen im Boden der Ostsee entdeckt. Die Bakterien bilden lange Fäden, über die sie Elektronen leiten. Die Organismen besitzen isolierte Kabelkanäle auf ihrer Außenhaut und genormte Steckverbindungen; mindestens 5.000 individuelle Zellen sind in dünnen Fäden mit gemeinsamer Hülle zusammengestöpselt.

dass es ein Elektroauto war, das 1899 den Rekord aufstellte, schneller als 100 km/h zu fahren?

Rekordauto "Jamais Contente": 1899 fuhr der belgische Rennfahrer und Konstrukteur Camille Jenatzy mit einem torpedoförmigen Gefährt, das von einem Elektromotor angetrieben wurde, als erster Mensch schneller als 100 km/h. Genau sollen es 105,88 km/h gewesen sein. Die Rekordfahrt fand in Achères in der Nähe von Paris statt; dem Auto hatte Jenatzy den Namen "Jamais Contente" (niemals zufrieden) gegeben.

dass amerikanische Forscher an einem Akku aus der Spraydose arbeiten, der auf jede glatte Oberfläche gesprüht werden kann und somit überall dort einsetzbar ist, wo man ihn braucht?

Forscher haben eine verblüffende Erfindung gemacht, die für die Zukunft eine erstaunliche Lösung bereit halten könnte: Zunächst haben sie alle Bestandteile einer Batterie in flüssigen Zustand gebracht und diesen in Spraydosen gepackt! Eine heute gebräuchliche Lithium-Ionen Batterie besteht im Wesentlichen aus fünf unterschiedlichen Komponenten: unter anderem Carbon- und Lithiumverbindungen, Seperatoren und als Stromableiter Kupfer und Aluminium. Den Forschern der Rice University in Texas ist es also nun gelungen, diese Komponenten in Spraydosen zu packen. Berechtigte Frage: Wozu? Ganz einfach: Damit wir unsere Batterie in Zukunft dahin sprühen, wo wir sie brauchen.

dass eine Katze auf der Jagd nach einer Maus in der albanischen Hauptstadt Tirana einen 72-stündigen Stromausfall verursachte?

Die Mäusejagd im Mai 2008 geriet auf Abwege und endete unentschieden, als beide Tiere ein Hochspannungskabel berührten und so den Blackout auslösten.

dass RWE jedem Kind, das 9 Monate nach einem zweitägigen Stromausfall im Münsterland auf die Welt kam, 300€ schenkte?

Die 300€ entsprachen etwa dem Strompreis für ein halbes Jahr. Die Aktion sollte eine Entschädigung für das „Münsterländer Schneechaos“ sein, aufgrund dessen im November 2005 für 48 Stunden der Strom in der Region ausfiel. Neun Monate später gab es angeblich statt den üblichen 50 Geburten im Monat 65 Geburten.

dass sich das Wort ‚Elektrizität’ aus dem griechischen Wort für Bernstein ableitet?

Eine der ersten Erfahrungen mit Elektrizität machte der Grieche Thales von Milet. Er fand heraus, dass Bernstein (ein versteinertes Baumharz), wenn man ihn kräftig reibt, leichte Stoffe anzieht. Aus dem griechischen Wort für Bernstein – Elektron – leitet sich das Wort Elektrizität ab.

dass die bedeutendsten Erdölreserven der Welt in Form von Ölsand im Norden von Kanada zu finden sind?

Wissenschaftler schätzen, dass die Ölvorräte der Erde noch etwa 40 Jahre reichen. Dabei meinen sie allerdings nur das flüssige Erdöl, das man aus dem Boden pumpen kann. Es gibt auch andere Möglichkeiten, an Öl zu kommen. In Kanada wurden riesige Vorräte an Ölsand entdeckt. Dieses Gemisch aus Sand und Öl sieht aus wie Teer, ist sehr klebrig und fließt unter normalen Temperaturen nicht.

dass es eine Methode gibt, mit der allein durch das Sitzen eines Menschen auf einem Stuhl Strom gewonnen werden kann?

Ein Team der französischen Ingenieurhochschule ISEN entwickelte einen Stuhl mit Aluminiumoberfläche über der ein spezieller Stoff aus Nanoröhren gespannt ist. Sitzt ein Mensch auf dem Stuhl entsteht zum einen ein Temperaturunterschied und damit eine Potenzialdifferenz (Seebeck-Effekt), zum anderen entsteht Druck durch das Gewicht des Körpers. 20% dieser mechanischen Energie können in Strom umgewandelt werden. Auf diesem Weg könnten 100 Studenten in einem Hörsaal etwa 380 Watt produzieren.

dass man mit einer gewöhnlichen Plastikflasche einen Raum beleuchten kann wie mit einer 55 Watt Glühbirne?

Dafür muss eine 1,5 Liter PET-Flasche mit Wasser gefüllt und in eine Öffnung im Dach wasserdicht eingeklebt werden. Dabei steht die Flasche zur Hälfte nach oben heraus. Das Wasser in der Flasche diffundiert das Tageslicht und erhellt bereits Räume auf den Philippinen, in der Schweiz, in Peru und Kolumbien.

dass es einen Tisch gibt, der den Akku eines darauf liegenden Handys auflädt?

Dieser Tisch benutzt die sogenannte A4WP-Technik und hat ein Lade-Pad unter der Tischplatte integriert. Legt man ein A4WP-fähiges Handy auf den Tisch, wird der Akku durch die Tischplatte hindurch aufgeladen. Das funktioniert sogar mit mehreren Geräten gleichzeitig.

dass bei der Umwandlung und dem Transport von Licht in einer Glühlampe 98 bis 99 Prozent der Primärenergie in Form von Wärme verloren gehen?

Deshalb hat sich schon so manch einer an der Glühlampe verbrannt. Nur ein bis zwei Prozent der Primärenergie – das ist die im Brennstoff gespeicherte Energie – kommen bei der Glühlampe als Licht an.

dass die Sonne theoretisch täglich den weltweiten Energiebedarf für etwa acht Jahre deckt?

… und in einem Jahr das mehr als 10.000-fache des Energiebedarfs der Menschheit.

dass einige Fische in schlammigen und trüben Gewässern nicht mit den Augen sondern mit Strom sehen?

Der Große Nilhecht, der in Afrika zu Hause ist, hat beispielsweise im Schwanz eine Art Batterie eingebaut, die schwache elektrische Ströme aussendet. So ist der Fisch ständig von einem elektrischen Feld umgeben. Hindernisse haben eine andere elektrische Leitfähigkeit als das Wasser. Sie verändern das elektrische Feld. Das registrieren die Sinnesorgane in der Haut am Kopf des Nilhechtes. So merkt der Fisch, was sich in seiner Nähe abspielt und kann jeden Feind, jedes Hindernis, aber auch seine Beute orten.

dass 200 Kilometer nördlich von San Diego das einzige Kuhfladen-Kraftwerk der Welt steht? Hier verbrennt man täglich 800 Tonnen Dung.

Durch das Feuer wird Wasser erhitzt. Der entstehende Dampf treibt eine Turbine an; die erzeugt Strom. Der wird ins öffentliche Stromnetz von San Diego und Los Angeles eingespeist und versorgt etwa 20000 Einwohner. Dadurch werden pro Jahr fast 50 Millionen Liter Heizöl gespart. Die übriggebliebene Asche wird im Straßenbau und in der Plastikindustrie genutzt. Der Dampf verwandelt sich ganz von selbst in Wasser zurück. Das ist nun so sauber, daß man es als Trinkwasser nutzt.

dass das Wasser schmelzenden Eises in einem Gefäß auf dem Gefrierpunkt bleibt bis das letzte Stück Eis geschmolzen ist?

Nehmt einen kleinen Topf und füllt ihn mit Eisstücken. Stellt ihn auf die Heizung! Das Wasser wird um keinen Bruchteil wärmer als null Grad, bis das letzte Eisstückchen verschwunden ist. Daher kommt es, dass Getränke mit viel Eis so ungesund sein können. Die bleiben auf dem Gefrierpunkt, bis das letzte Stückchen Eis aufgetaut ist.

dass du eine Katze 9,2 Milliarden mal streicheln müsstest, um eine 75 Watt-Birne eine Minute lang brennen zu lassen.

Wenn Du eine Katze streichelst, entsteht Strom. Das merkst Du manchmal, wenn es beim Streicheln knistert. Das sind elektrische Funken. Der Strom ist aber sehr schwach.

dass in deutschen Privathaushalten und Büros pro Jahr mindestens 20 Milliarden Kilowattstunden allein dem Standby-Betrieb zum Opfer fallen?

Dies sind rund 4,4 Prozent des Gesamtstromverbrauchs in Deutschland. Dafür müssen zwei Großkraftwerke rund um die Uhr arbeiten.

dass die erste Sätze, die am 26. Oktober 1861 von Philipp Reis am Telefon gesagt wurden „Die Sonne ist von Kupfer“ und „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat“ waren?

Die beiden Sätze hatten absichtlich kuriose Bedeutungen, um den Verdacht eines Betrugs zu widerlegen. Reis setzte mit seinem Apparat einen Meilenstein auf dem Weg zu Handy & Co. Den Ruhm für diese Leistung strich jedoch ein anderer ein, der Schotte Alexander Graham Bell. Er stellte für seine Weiterentwicklung des Apparats 1876 einen Patentantrag – eine Chance, die Reis verpasst hatte, weil er die Kosten für die Registrierung nicht aufbringen konnte.

dass Vögel sich nachts in einen Standby-Modus versetzen können um Energie zu sparen, indem sie ihre Körpertemperatur von normalerweise 40 °C auf bis zu 18 °C absenken?

Viele Vögel können ihre Körpertemperatur in einem besonderen Schlafzustand (Torpor) stark absenken, obwohl sie gleichwarm sind. Nachts kann der Energieverbrauch durch eine geringere Temperaturdifferenz gegenüber der Umgebung auf diese Weise stark reduziert werden.

dass das @-Zeichen keine Erfindung des Internet-Zeitalters ist, sondern viel mehr aus dem Mittelalter stammt?

Es stellt die Abkürzung der beiden Buchstaben "ad" dar, was als Wort übersetzt so viel heißt wie "zu etwas hin". Dementsprechend wurde das @-Zeichen bereits im Mittelalter erfunden.

dass das Atomium in Brüssel ein 165-Milliarden-facher Vergrößerung einer Elementarzelle der Kristallstruktur von Eisen darstellt?

Das Atomium ist ein Gebäude in Brüssel, das zur „Expo '58“ errichtet wurde. Die Expo '58 war die erste Weltausstellung nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Ingenieur André Waterkeyn hatte das Atomium als Symbol für das Atomzeitalter und die friedliche Nutzung der Kernenergie entworfen.

dass das Hirn ein regelrechter Energiefresser ist?

Obwohl es beim Menschen nur zwei Prozent des Körpergewichts ausmacht, ist es für 20 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich. Denkprozesse im Gehirn nehmen allerdings sehr viel weniger Platz in Anspruch, als dies bisher vermutet wurde. Das fanden deutsche und englische Forscher heraus.

dass man beim Spielen mit Kindern in einer Stunde genauso viele Kalorien verbraucht wie beim Skilanglaufen?

Frauen 293 und Männer 375. Die Werte beziehen sich auf einen Mann mit 75 kg und eine Frau mit 65 kg Körpergewicht. Energieverbrauch in kcal/Stunde.

dass im Mai 2012 alle Photovoltaikanlagen in Deutschland rechnerisch so viel Strom wie 20 Großkraftwerke lieferten?

Bei der Produktion von Sonnenstrom wurde in Deutschland ein neuer Rekord erzielt. Neben den günstigen Witterungsbedingungen haben auch Ausbau und Förderung alternativer Energien daran großen Anteil.

dass Forscher ein Schwarzes Loch entdeckt haben, das im Jahr zwei Billionen Mal mehr Energie als unsere Sonne abstrahlt?

Astronomen haben den bislang energiereichsten Materiestrom eines Schwarzen Lochs entdeckt. Der sogenannte Quasar im Sternbild Löwe schleudert jedes Jahr die Masse von rund 400 Sonnen ins All, und zwar mit knapp 30 Millionen Kilometern pro Stunde. In diesem Materiestrom vereint sich zwei Billionen Mal mehr Energie als unsere Sonne abstrahlt.

dass die größte Talsperre der Welt gemessen an der Leistung des Wasserkraftwerkes 18.200 MW der Drei-Schluchten-Damm in China ist?

Er kann theoretisch im Jahr 84 Terawattstunden (TWh) erzeugen. Das Staudamm-Bauwerk ist allerdings nicht von herausragender Größe.

dass der erste Nachtflug eines Solarflugzeuges über 26 Std. dauerte?

Dabei stellte der Prototyp von Solar Impuls auch einen Höhenrekord unter den Solarflugzeugen auf.

dass das schnellste elektroangetriebene Auto eine Geschwindigkeit von 487,433 km/h erreichte?

Das schnellste von Elektromotoren angetriebene Auto ist der Venturi Buckeye Bullet 2.5 streamliner, er erreichte am 24. August 2010 eine Geschwindigkeit von 495,140 km/h.

dass das schnellste mit Wasserstoff angetriebene Auto mittels Brennstoffzelle eine Geschwindigkeit von 487,433 km/h erreichte?

Das schnellste mit Wasserstoff angetriebene Auto mittels Brennstoffzelle ist der Buckeye Bullet 2.0 streamliner, er erreichte am 25. September 2009 eine Geschwindigkeit von 487,433 km/h.

dass der photovoltaische Effekt bereits 1839 von Alexandre Edmond Becquerel entdeckt wurde?

Er stellte fest dass in einem Elektrolyten bei Sonneneinstrahlung die Spannung an den getauchten Elektroden anstieg.

dass es dem englischen Ingenieur und Umweltaktivist Martin Bacon gelungen ist, einen funktionierenden Kaffee-Antrieb zu entwickeln?

Statt mit dem sonst üblichen Holz, füttert Martin seinen Antrieb mit Kaffee-Pellets, dem Abfallprodukt beim Kaffee machen. Diese Pellets werden in der Vergasungsanlage in einem Kohlefeuer erhitzt, wobei Wasserstoff und Kohlenmonoxid entstehen. Anschließend wird das Gas abgekühlt und gefiltert, bevor der Wasserstoff verbrennt und den unmodifizierten Benzinmotor antreibt.

dass der Guinnes-Rekordhalter Manfred Nüschler 100 Rasierapparate durch eine Minute auf dem Rollenrad betreiben konnte?

Auf dem Stromvelo durch die Schallmauer: Manfred Nüschler erzeugte die Energie für 100 Rasierapparate auf dem Velogenerator (500-1000 Watt) in einer Schweizer TV-Sendung.

dass die Durchschnittsleistung eines Tour de France-Fahrers bei ca. 300 Watt über sechs Stunden liegt?

Die SRM-Daten bestätigen die phänomenale Leistung. Jérémys Durchschnittsleistung lag bei fast 300 Watt (4,3 W/kg) über mehr als sechs Stunden. Das war ungefähr die gleiche Durchschnittsleistung wie auf der vierten Etappe, als er nach 160 km in der Fluchtgruppe erst vier Kilometer vor dem Ziel eingeholt wurde.
Fast sechs Stunden in einer kleinen Gruppe bedeuteten auch einen Kalorienverbrauch von 6.500 kcal!

dass der Diamant nicht nur das härteste Material ist, sondern auch eine außerordentliche Wärmeleitfähigkeit besitzt?

Die Wärmeleitfähigkeit eines Diamanten ist 4 mal höher als die des Kupfers. Ein Diamant auf den Lippen entzieht dem Körper Wärme und fühlt sich kalt an – eine äußerst ungewöhnliche Eigenschaft kristallener Stoffe.

dass Teflon eben so wenig Reibung besitzt wie nasses Eis auf nassem Eis?

Darüber hinaus zeichnet sich das Polymer durch extreme chemische und thermische Stabilität aus, wodurch es u.a. für besonders hochwertige Dichtungen und Schläuche verwendet werden kann.

dass bei einem Zitteraal die etwa 5.000 bis 6.000 Elektrozyten gemeinsam eine Spannung von bis zu 500 Volt bei einem Strom von 0,83 Ampere und somit eine Leistung von 415 Watt erzeugen können?

Der größte Teil seines Körpers ist mit elektrischen Organen besetzt, eigentlich umgebildete Muskeln, die hohe Spannungen freisetzen können. Jedes dieser Organe besteht aus einer großen Zahl stromerzeugender Elemente, von denen jedes nur eine geringe Spannung erzeugt. Dies ist wie in einer Batterie realisiert, in der die Platten in Reihe (Reihenschaltung) geschaltet werden.

dass das Himalaya-Königreich Bhutan erst 1999 als letztes Land der Welt das Fernsehen einführte?

Ein Auslöser für die Einführung des Fernsehens in das kleine, und sehr traditionsbewusste, Himalaya-Königreich war sicherlich die Verstimmung vieler Bürger, die Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich nicht selbst verfolgen zu können.

dass die langsame Lebensweise der Faultiere keinem ausgeprägten Hang zum Faulenzertum geschuldet, sondern ein cleveres Energiesparkonzept ist?

Faultiere sind der Prototyp des Energiesparers unter den Säugetieren, sagt John Nyakatura von der Universität Jena. Das spiegelt sich auch in Bewegungsapparat und -ablauf wider, wie der Zoologe festgestellt hat: Kräftige Sehnen halten Arme und Beine der Tiere in einer gebeugten Position. So hängen sie letztlich passiv am Ast und hangeln sich auch in dieser Haltung vorwärts. Mehr Kraft wenden sie nur auf, wenn sie den Arm nach Nahrung ausstrecken.

dass der Ottomotor nicht vom deutschen Erfinder Nicolaus August Otto erfunden wurde sondern vom österreichischen Uhrmacher Christian Reithmann?

Bereits 1860 (drei Jahre vor Otto) erhielt Reithmann Patente für seinen Viertaktmotor.

Es kam später zu Patentstreitigkeiten und Gerichtsverfahren mit der Gasmotorenfabrik Deutz (1872 von Otto und Eugen Langen gegründet) die von Reithmann gewonnen wurde. Nicolaus August Otto, der Schöpfer des Verbrennungsmotors, bot Deutz Reithmann nach dem Prozess 25.000 Goldmark und eine Rente auf Lebenszeit an, damit sich Otto weiterhin im Deutschen Reich Erfinder des Viertaktmotors nennen konnte.

dass der Leuchtmechanismus bei Glühwürmchen einen Wirkungsgrad von bis zu 95% hat?

Die dabei freigesetzte Energie wird fast nur in Form von Licht und nur zu einem geringen Teil als Wärme abgegeben. Bisher hat keine künstlich hergestellte Lichtquelle einen so hohen Wirkungsgrad erreicht.

Der Leuchtmechanismus ist auch in der Forschung von großer Bedeutung. In Anbetracht der kleinen Größe der Leuchtorgane, ist die Menge des nach Außen gelangenden Lichts verhältnismäßig hoch. Dies ist auf die äußere Beschaffenheit der Leuchtorgane zurückzuführen. Forschern gelang es in einer länderübergreifenden Studie, die Lichtausbeute von herkömmlichen Galliumnitrid-LEDs um bis zu 55 % zu steigern, indem sie die Leuchtdioden mit einer ähnlich beschaffenen Außenschicht bestückten.

dass beim sogenannten Meeresleuchten nicht das Meerwasser selbst leuchtet sondern die im Seewasser befindlichen Kleinstlebewesen, die nach Berührungsreiz mehr oder weniger lange andauernde Lichtsignale aussenden?

Dass das Leuchten durch Berührungsreize ausgelöst wird, lässt sich am Strand beobachten. Wenn in der Brandung Meeresleuchten zu beobachten ist, kann man es auch im Sand des Strandes hervorrufen, in dem man mit den Händen oder Füßen über den Sand streicht. Die Organismen, die man dabei berührt, werden als kleine leuchtende Punkte sichtbar.

dass ein Forscherteam der University of South Carolina T-Shirts in tragbare Stromspeicher verwandelt?

Daraus könnte mal ein kleidsamer Akku für’s Handy entstehen.

Das Baumwollmaterial wird unter Entzug von Sauerstoff in großer Hitze in Spezialöfen gebacken. Danach, so ergaben erste Tests, ließe es sich als Superkondensator nutzen – in ferner Zukunft könnte daraus einmal der tragbare Stromspeicher fürs Handy entstehen.

dass das Prinzip der Brennstoffzelle bereits 1839 von dem englischen Physiker W. Grove entdeckt wurde?

Ihr erster Einsatz fand jedoch über 100 Jahre später statt.

Heute gehören die Brennstoffzellen zur Standardausrüstung des Space Shuttle. Ihr Abfallprodukt - H2O - wird zur Wasserversorgung der Besatzung verwendet.

dass nach Angaben des Fachverbandes Biogas e.V. der Dung von vier Kühen ausreicht, um einen Haushalt ein ganzes Jahr mit Strom zu versorgen?

Das Energiepotential beträgt ca. 3.500 kWh. Damit könnte ein Pkw 4.480 Kilometer weit fahren.

dass in einem Gefängnis Santa Rita do Sapucaí ein Programm angeboten wird, bei dem es für Stromerzeugung durch Fahrradfahren Strafnachlass gibt?

Drei Achtstundentage auf dem Standrad im Gefängnishof bedeuten automatisch einen Tag weniger Haft.

Die Fahrräder im Gefängnis von Santa Rita do Sapucaí speisen Energie in Autobatterien. Diese Elektrizität, umgewandelt in 110 Volt, speichert wiederum eine Sammelbatterie. Allabendlich an die Stadtpromenade gebracht, lässt der Akku dort die Laternen leuchten.

dass die Orientalische Hornisse ein eingebautes Solarkraftwerk in ihrem Panzer trägt?

Wofür die Hornisse den Strom braucht, ist noch unklar. Möglicherweise beeinflusst die Umwandlung der Sonnenenergie den Stoffwechsel des Tieres.

dass mit einer gefahrenen Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h doppelt so viel Benzin verbraucht wird wie mit 170 km/h?

Außerdem lässt sich Treibstoff sparen, indem man unterwegs rechtzeitig hoch schaltet und auf das Rasen verzichtet.

dass Heron von Alexandria bereits im ersten Jahrhundert nach Christus die Dampfmaschine erfand?

Dampf als Antriebskraft blieb aber bis ins späte 17. Jahrhundert ungenutzt.

Mit der Aeolipile (Heronsball), einer mit Feuer betriebenen, wasserdampfgefüllten, in einer Halterung drehbaren Hohlkugel mit tangentialem Dampfauslass, liefert Heron die erste bekannte und dokumentierte Wärmekraftmaschine der Geschichte, auch wenn sie nicht als solche verstanden und genutzt wurde, sondern anscheinend nur Kuriosum war. Erst rund anderthalb Jahrtausende später trat in Frankreich und England die Dampfmaschine ans Licht.

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