SiegelDiese Herausforderungen bringt das Bevölkerungswachstum mit sich

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Die Zahl der auf der Erde lebenden Menschen wächst stetig. An die Auswirkungen dieser Entwicklung hat sich die Weltgemeinschaft angepasst – und wird dies künftig auch weiter tun müssen. Ein Rückblick und Ausblick zum Weltbevölkerungstag am 11. Juli 2022.

Nach Angaben der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) leben aktuell knapp acht Milliarden Menschen auf der Erde – Tendenz steigend. Pro Jahr wächst die Bevölkerung um mehr als 80 Millionen Menschen. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl Deutschlands. Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge könnte bereits im Jahr 2100 die Elf-Milliarden-Marke geknackt werden. Der größte Teil der Weltbevölkerung lebt in Asien – gefolgt von Afrika, Europa sowie Süd- und Nordamerika.

Doch wie hat sich die Bevölkerungsentwicklung im Laufe der Jahrhunderte verändert? Lange Zeit verlief das Wachstum unregelmäßig. Die Bevölkerungszahl stagnierte aufgrund von Seuchen, Kriegen und Naturkatastrophen. Erst im 20. und 21. Jahrhundert nahm das Wachstum rasant zu. Allein seit den 1960er-Jahren stieg die Zahl der auf der Erde lebenden Menschen von drei auf acht Milliarden.

Bis 2050 muss doppelt so viel Nahrung produziert werden wie aktuell

Als im Jahr 1987 die Fünf-Milliarden-Grenze erreicht war, riefen die Vereinten Nationen den Weltbevölkerungstag ins Leben, um auf die mit einem steigenden Wachstum verbundenen Herausforderungen aufmerksam zu machen. 

Ein wichtiger Aspekt ist das Thema Ernährung. Bis 2050 müssen nach Berechnungen der Vereinten Nationen rund doppelt so viele Lebensmittel produziert werden wie aktuell – und das ohne dabei bestehende Naturschutzflächen in Ackerland umzuwandeln. So lautet zumindest das Ziel, um die Klimakrise nicht zu verschärfen. In der Praxis sieht das derzeit jedoch noch anders aus: Im Amazonas-Regenwald werden beispielsweise täglich große Flächen für neue Felder gerodet.

Landwirtschaft liefert heute pro Kopf 400 Kilogramm Getreide

Die Erträge auf den bereits vorhandenen Äckern und Weiden müssen also nochmals deutlich steigen. So wie Mitte des vergangenen Jahrhunderts, als zunehmend neue Technologien in der Landwirtschaft zum Einsatz kamen. Gerade in Entwicklungsländern führte die als „Grüne Revolution“ bezeichnete Modernisierung der Anbaumethoden dazu, dass sich die Ernteerträge bei Weizen, Mais und Reis erheblich verbesserten.

Während die Landwirtschaft damals etwa 200 Kilogramm Getreide pro Kopf produzierte, sind es inzwischen 400 Kilogramm. Das heißt: Obwohl die Bevölkerungszahl im gleichen Zeitraum von drei auf acht Milliarden gestiegen ist, steht – gemessen an diesem Wachstum – deutlich mehr Nahrung zur Verfügung. Und trotzdem leiden in vielen Ländern Menschen unter Hunger.

Jede*r Zweite wohnt in der Stadt

Eine weitere zentrale Frage: Wo ist noch genügend Platz zum Wohnen? Schon jetzt lebt laut Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Prognosen gehen im Jahr 2050 sogar von zwei Drittel aus.

Aber auch dieses Problem ist nicht neu. Europäische Städte hatten schon früh damit zu kämpfen, dass nicht ausreichend Wohnraum zur Verfügung stand. Die Lösung: Es wurde in die Höhe gebaut. Dieser Ansatz hat jedoch längst ausgedient.

Städte werden „verdichtet“

Genauso können dicht besiedelte Städte nicht immer weiter in die Breite wachsen. In Deutschland stößt es beispielsweise häufig auf Kritik, wenn Baugebiete am Rand von Stadtgrenzen ausgewiesen werden, da diese Flächen als Naherholungsgebiete dienen sollen. 

Deshalb setzt sich zunehmend der Trend zum „Verdichten“ durch: Auf bereits erschlossenen, aber noch nicht bebauten Lücken oder Brachflächen entsteht zusätzlicher Wohnraum. In vielen Ballungsräumen kommt dieses Prinzip schon zum Einsatz. Auch die „Aufstockung“ bereits bestehender Gebäude wird als Lösungsansatz diskutiert.

In Europa gehen die Bevölkerungszahlen zurück

Zur Wahrheit über die Bevölkerungsentwicklung gehört aber auch, dass sich das Wachstum seit einigen Jahrzehnten verlangsamt. Seinen Höchststand hatte es zwischen 1965 und 1970 mit einer jährlichen Zunahme von mehr als zwei Prozent. Seitdem ging dieser Wert kontinuierlich zurück. Inzwischen liegt er laut Vereinten Nationen bei knapp über einem Prozent. 

In einigen Ländern waren die Bevölkerungszahlen zuletzt sogar rückläufig – insbesondere in Europa. Die Gründe liegen im demographischen Wandel: Wenn die Sterberate über der Geburtenrate liegt, schrumpft die Einwohnerzahl.   
 

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