Energielexikon: Energiethemen verstehen

Was ist die Agenda 21? Wie funktioniert eine Dampfturbine? Wer ist Weltmeister in Sachen Windkraft? Die wichtigsten Fachbegriffe, Fakten und Zusammenhänge aus der Energiewelt stehen kompakt und leicht verständlich erklärt im 3malE-Energielexikon – von A wie Abwärme bis Z wie Zähler.

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Abnahmestelle

Der Punkt, an dem das Netz des lokalen Netzbetreibers endet und die Energie an den Kunden übergeben wird. Bei einem Stromanschluss sind je nach technischer Voraussetzung des Netzkunden verschiedene Spannungsebenen möglich.

Abwärme

Neben elektrischem Strom wird bei der Energieerzeugung auch Wärme frei gesetzt; diese wird Abwärme genannt. Die Abwärme kann zu Heizzwecken an den Verbraucher weiter geleitet werden (siehe auch Blockheizkraftwerk BHKW).

AC

AC ist eine Abkürzung für Wechselstrom (von "alternating current").

Agenda 21

Agenda ist ein lateinischer Begriff und heißt sinngemäß: "Was zu tun ist". Im heute üblichen Sprachgebrauch bedeutet Agenda Terminplan, Tagesordnung, Arbeits- oder Aktionsprogramm. 21 steht für das 21. Jahrhundert. Agenda 21 heißt also: "Was auf dem Weg ins 21. Jahrhundert zu tun ist." Und das ist eine Menge, jedenfalls nach Meinung der Staats- und Regierungschefs, die im Juni 1992 zum Gipfeltreffen in Rio de Janeiro zusammenkamen. Das auf dem Erdgipfel beschlossene Hauptdokument ist die Agenda 21, ein knapp 300 Seiten starkes Aktions- und Handlungsprogramm für nachhaltige Entwicklung in Gemeinwesen, Wirtschaft und Umwelt. Zu den 178 Unterzeichnungsländern gehören Entwicklungsländer und Industrienationen. Auch die Bundesrepublik Deutschland hat sich zu den Zielen der Agenda 21 bekannt. Was sind die Ziele? Weltweit soll damit der Gedanke der Nachhaltigkeit in der Bevölkerung und bei den Entscheidungsträgern verankert werden. Jedes Land, jede Kommune und jeder Bürger ist danach aufgerufen, sich für eine Verbesserung der Lebens- und Umweltbedingungen einzusetzen und die Lebensgrundlagen nachfolgender Generationen zu erhalten. Welche Aufgaben hat die Kommune? Die Beteiligung und Mitwirkung der Kommunen ist bei der Verwirklichung der in der Agenda enthaltenen Ziele ein entscheidender Faktor. Als Politik- und Verwaltungsebene, die dem Bürger am nächsten steht, spielt sie eine wichtige Rolle. Den Handlungsrahmen für eine nachhaltige kommunale Entwicklung bildet die in Kapitel 28 niedergelegte Lokale Agenda. Gefordert wird hier, dass die "Kommunalverwaltung in einen Dialog mit ihren Bürgern, örtlichen Organisationen und der Privatwirtschaft eintreten und eine kommunale Agenda 21 beschließen soll". Die Lokale Agenda 21 ist durch drei Dimensionen gekennzeichnet.

• Erarbeitung eines Handlungsprogramms durch die Gemeinde für eine nachhaltige Entwicklung.
• Initiierung eines Diskussionsprozesses zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren (Kommunalverwaltung, Wirtschaft, Kirchen, Umweltverbände, Vereine, u.a.)
• Systematische Umsetzung in konkrete Handlungsschritte und Projekte.

Aktions-Schwerpunkte
Nach Schätzungen des internationalen Rates für kommunale Umweltinitiation (ICLEI) gab es im Frühjahr 2000 in Deutschland rund 1500 kommunale Initiativen zur Aufstellung einer Lokalen Agenda 21. In diesen Kommunen werden Programme mit unterschiedlichen Schwerpunkten umgesetzt. Klimaschutz und Energie sind die Spitzenreiter der Lokalen Agenda-Themen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Institutes für Urbanistik (difu), an der sich 167 Mitglieder des Deutschen Städtetages beteiligt haben. Das Ziel der geplanten Maßnahmen ist vor allem eine Reduzierung des CO2-Austoßes. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich international verpflichtet, die CO2-Emissionen bis zum Jahre 2005 um 25% zu senken (bezogen auf das Basisjahr 1990) sowie die weiteren Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren.

Ah

Ah ist die Abkürzung für Amperestunde.

Allokation

Zuweisung von Erdgasmengen auf einzelne Transportverträge bzw. Erdgaslieferverträge bei gemeinschaftlicher Messwerterfassung in einer Messanlage.

Ampere

Das Ampere ist die Maßeinheit für die elektrische Stromstärke. Benannt wurde das Ampere nach dem französischen Physiker und Mathematiker André-Marie Ampère (1775-1836).

Amperestunde

Die physikalische Einheit der elektrischen Ladung heißt Amperestunde, berechnet aus Stromstärke x Zeit. Die maximal speicherbare Ladung von Akkus und Batterien beispielsweise wird in Amperestunden angegeben.

Anode

Anode (griech.), positive Elektrode (Pluspol), die in Entladungsröhren und elektrolytischen Systemen die von der Kathode ausgesandten Elektronen absorbiert.

Anschlussleistung

Anschlussleistung (Anschlusswert) ist die Summe der Nennleistungen aller beim Anschlussnehmer vorhandenen Einrichtungen einer bestimmten Verbrauchsart.

Anschlussnehmer

Der Anschlussnehmer ist der Eigentümer der an das Versorgungsnetz über den Netzanschluss angeschlossenen Kundenanlage. Ein Vertrag zwischen Anschlussnehmer und Netzbetreiber regelt die Anbindung der Kundenanlage an das Versorgungsnetz einschließlich der Nutzung des Grundstücks durch den Netzbetreiber.

Anschlussnutzer

Der Netzanschlussnutzer ist der Nutzer des Anschlusses. Das kann der Anschlussnehmer, aber auch der Mieter eines Hauses oder einer Wohnung sein. Ein Anschlussnutzungsvertrag zwischen Netzbetreiber und Anschlussnutzer regelt die Rechte und Pflichten hinsichtlich der Nutzung der Kundenanlage zur Einspeisung und Entnahme von Energie.

Arbeit

Die Arbeit ist die ins Netz eingespeiste oder entnommene Energiemenge. Sie wird üblicherweise in Kilowattstunden (kWh) angegeben und als das Produkt aus Leistung und Zeit berechnet.

Arbeitspreis/Verbrauchspreis

Der Arbeitspreis (auch: Verbrauchspreis) gibt bei leistungsgebundenen Energieträgern (Wärme, Erdgas, Strom) den Preis der Energie an, die tatsächlich verbraucht wurde (z. B. Cent/Kilowattstunde). Wird im Haushalt beispielsweise kein Strom verbraucht, muss auch kein Arbeitspreis bezahlt werden – im Gegensatz zum Leistungspreis, der die Kosten der ständigen Lieferbereitschaft (rund um die Uhr) deckt und der anteilig entsprechend dem Abrechnungszeitraum berechnet wird. Der Arbeitspreis wird auf der Rechnung extra angeführt und beinhaltet die Kosten für Energieerzeugung oder Beschaffung, Transport und Verteilung sowie Mehrwertsteuer, Konzessionsabgabe und Ökosteuer.

Ausspeisepunkt

Der Ort, an dem Erdgas, Strom oder Wärme vom Netzbetreiber an den Kunden übergeben wird. Die Verantwortung für die Weiterverwendung der Energie geht damit auf den Kunden über.

Baukostenzuschuss

Netzbetreiber sind berechtigt, vom Anschlussnehmer/Kunden einen angemessenen Baukostenzuschuss (BKZ) zu verlangen, um die bei wirtschaftlicher Betriebsführung notwendigen Kosten für die Errichtung, Erweiterung und/oder Verstärkung von Verteilungsanlagen teilweise abzudecken.

Baustromanschluss

Eine Baustelle wird vor der Installation des Strom-Hausanschlusses über einen Baustromanschluss und -verteiler mit elektrischer Energie versorgt. Dieser Anschluss muss auf Initiative des Anschlussnehmers/Kunden von einem eingetragenen Elektro-Installateur beim Netzbetreiber beantragt werden. Die gesamte elektrische Anlage für die Stromversorgung der Baustelle erstellt der Fach-Installateur.

cquerel, Alexandre-Edmond

Französischer Physiker. Im Jahr 1839 entdeckte er den photovoltaischen Effekt, wonach bei Bestrahlung einer Silberelektrode in einem Elektrolyt elektrische Spannung auftritt. Dieser photovoltaische Effekt wird insbesondere bei Solarzellen genutzt.

Benutzungsdauer

Benutzungsdauer ist der Quotient aus der elektrischen Arbeit in einer bestimmten Zeitspanne und einer elektrischen Leistung in derselben Zeitspanne (Arbeit (kWh) : Leistung (kW) = Benutzungsstunden (h)).

Betriebsdruck, maximaler

Der höchste Innendruck, der mit Rücksicht auf Werkstoff, Betriebstemperatur und störungsfreien Betrieb zulässig ist.

Bezirksschornsteinfegermeister

Der Bezirksschornsteinfegermeister ist Ansprechpartner in allen Fragen der Abgasabführung, auch im Hinblick auf den Immissionsschutz. Er überprüft neue Heizungsanlagen vor der Inbetriebnahme. Bei bestehenden Anlagen kontrolliert er regelmäßig die Abgaswerte und Abgaswege sowie das Umfeld (z.B. Gewährleistung der Verbrennungsluftversorgung).

BGW

Siehe Bundesverband der dt. Gas- und Wasserwirtschaft.

BHKW

Siehe Blockheizkraftwerk BHKW.

Bifacial-Zelle

Bifacial-Zellen sind eine besondere Form von Solarzellen: Sie können Licht von beiden Seiten verwerten und so zum Beispiel auch das Licht nutzen, das von einer hellen Hauswand zurückgeworfen wird.

Bilanzausgleich

Ausgleich auftretender Differenzen zwischen Ein- und Ausspeisung von Nutzenergien (siehe auch Differenzmengen-Regelung).

Biogas

Biogas entsteht bei der Vergärung von pflanzlichen Stoffen, zum Beispiel auch in Hausmülldeponien. Es muss gereinigt werden und kann dann – meist in Blockheizkraftwerken – zur Energieerzeugung genutzt werden.

Biomasse

Mit Biomasse bezeichnet man organische Stoffe, aus denen sich Energie gewinnen lässt. Dabei wird in zwei Kategorien unterteilt: nachwachsende Rohstoffe (wie Pflanzen und Pflanzenbestandteile oder Gülle) und organischer Abfall (wie Klärschlamm). Die thermische Nutzung von Biomasse ist eine der ältesten Formen der Energiegewinnung. Da bei der Verbrennung von Biomasse genau die Menge an CO2 frei wird, die in diesen Rohstoffen gespeichert wurde, erfolgt eine klimaneutrale Nutzung.

BKZ

Siehe Baukostenzuschuss.

Blockheizkraftwerk (BHKW)

Kraftwerk, das gleichzeitig Elektrizität und Wärme erzeugt (Abkürzung: BHKW). Hierzu werden Primärenergieträger (z. B. Erdgas oder Biomasse) benötigt. Mit Hilfe von Verbrennungsmotoren wird die mechanische Energie in elektrische Energie umgewandelt. Die dabei entstehende Wärme wird für die Wärmeversorgung (Heizung, Warmwasserbereitung usw.) genutzt. Das im BHKW benutzte Prinzip heißt Kraft-Wärme-Kopplung. Überschüssige elektrische Energie kann in das Netz des örtlichen Stromversorgers eingespeist werden. Durch die Verwendung der Wärme am Entstehungsort liegt der Gesamtnutzungsgrad solcher BHKW bei etwa 85% und ist damit um bis zu 10% besser als bei herkömmlichen Heizkraftwerken. BHKW eignen sich besonders für die Wärme- und Stromversorgung von größeren Gebäudekomplexen und von Objekten, die nahe beieinander liegen und auch im Sommer einen hohen Wärmebedarf haben. Inzwischen werden in BHKW-Anlagen nicht nur Verbrennungsmotoren eingesetzt, sondern auch andere Systeme wie Stirling-Motor, Brennstoffzelle oder Mikrogasturbinen. Darüber hinaus ist die Nutzung der Wärme nicht mehr nur auf Heizzwecke beschränkt. BHKW-Anlagen werden auch für die Prozesswärmeerzeugung (Dampf, Heißluft, Thermoöl) oder für die Kälteerzeugung genutzt.

Brenngas

Brenngas bezeichnet Gase oder Gasgemische, welche in einem bestimmten Mischungsverhältnis mit Sauerstoff brennbar sind.

Brennstoffzelle

Eine Brennstoffzelle ist eine batterieähnlich aufgebaute Energiequelle. In ihr werden Wasserstoff und Sauerstoff vereinigt, wobei Energie in Form von Wärme und Elektrizität frei gesetzt wird. Wasserstoff und Sauerstoff reagieren direkt miteinander zu Wasser; dabei findet keine Verbrennung statt. Als Abfallprodukt fällt fast ausschließlich Wasser an, so dass kaum Schadstoffe freigesetzt werden.

Brennwert

Der Brennwert (Hs; ehemals Ho) gibt die gesamte Wärmemenge an, welche bei der vollständigen Verbrennung von Brennstoffen frei wird, auch die Wärme, die im Wasserdampf der Abgase gebunden ist. Beim Erdgas wird er in Kilowattstunden (kWh) pro Kubikmeter (m³) angegeben.

Bündelkunden

Seit der Liberalisierung des Strommarkts versuchen vor allem Unternehmen, die verschiedene Standorte in Deutschland oder sogar Europa haben, ihren Verbrauch zu bündeln und sich nur noch von einem Stromversorger beliefern zu lassen.

Bundesverband der dt. Gas- und Wasserwirtschaft

Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) ist die Vertretung der deutschen Gas- und Wasserversorgungsunternehmen in politischen, wirtschaftlichen, technischen und rechtlichen Fragen.

Call

Kaufoption, bei der der Call-Käufer vom Call-Verkäufer gegen vorherige Zahlung einer Prämie am Ende der vereinbarten Laufzeit – also am Verfallstag der Option – die Lieferung von Wertpapieren oder Rohstoffen zu einem vorher vereinbarten Basispreis verlangen kann. Gegenteil: Put.

Cap (Preisdeckel)

Vertragliche Vereinbarung über eine bestimmte Wertobergrenze eines Rohstoffs, zum Beispiel bei einer Gaspreisentwicklung. Ab Überschreiten dieser Grenze zahlt der Verkäufer des Caps dem Käufer den Differenzbetrag.

Collar (Preisband)

Gleichzeitiger Kauf eines Caps und Verkauf eines Floors: Vereinbarung, bei der eine Partei zugleich Käufer eines Caps und Verkäufer eines Floors ist und die andere Partei jeweils die umgekehrten Rollen hat. Durch einen Collar sollen die Kosten des Caps reduziert werden.

Collar (Participating)

Vertragliche Vereinbarung eines Collars, wonach jeweils der Erwerber des Caps oder Floors einen Teil der Differenz selbst trägt, die beim Über- bzw. Unterschreiten des Cap- oder Floor-Satzes entsteht. Dafür verringert sich für den Käufer des Caps die von ihm zu leistende Cap-Prämie. Gleichzeitig gewährt er dem Käufer des Floors für dessen Beteiligung an den Mehrkosten eine entsprechende Reduzierung der Floor-Prämie.

Dampfturbine

Das Arbeitsprinzip der Dampfturbine: Wasser wird in einem Kraftwerkskessel durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe verdampft. Der Dampf wird auf mehrere hundert Grad Celsius erhitzt und unter Druck gesetzt. Bei der sich anschließenden Entspannung des Dampfes wird Energie freigegeben, mit der die Dampfturbine angetrieben wird; über den Generator wird Strom erzeugt.

Datenfernübertragungseinrichtung

Anlage zur Fernübertragung von Abrechnungs- bzw. Betriebsdaten zur zentralen Auswertung.

Derivat

Aus Wertpapieren entstandenes Instrument, dessen Preis von dem Preis eines zugrunde liegenden physischen Rohstoffs abgeleitet ist. Derivate Instrumente sind zum Beispiel Futures, Options, Swaps, Caps, Collars etc. Wichtigste Voraussetzung jedes derivaten Instruments ist ein Referenzpreis (Benchmark). Für Referenzpreise gilt: Die Preisquelle muss allen Marktteilnehmern zugänglich, allgemein akzeptiert (als den „fairen“ Marktpreis reflektierend) und zuverlässig (hinsichtlich Datenqualität, Publikationsfrequenz, Einflussnahme) sein.

Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.

Der DVGW ist zuständig für technisch-wissenschaftliche Fragen der Gas- und Wasserversorgung. Zum Aufgabengebiet gehören die Regelsetzung und Normung sowie Prüfung, Zertifizierung, Forschung und Entwicklung.

Differenzmenge

Differenz zwischen dem gemessenen bzw. zugeordneten Wärmemengenstrom am Einspeisepunkt und dem zeitgleich gemessenen bzw. zugeordneten Wärmemengenstrom am Ausspeisepunkt.

Differenzmengen-Regelung

Regelung über die Ermittlung, den Ausgleich und die Abgeltung von Differenzmengen.

Disposition

Einplanung und Berücksichtigung der vom Transportkunden gemeldeten Mengenströme und Einarbeitung in einen Fahrplan.

Drehstrom

Die Versorgungsnetze bestehen aus einem Drei-Leiter-Drehstromnetz. Es handelt sich um eine sinusförmige Wechselspannung, die im europäischen Verbundnetz mit einer Frequenz von 50 Hz schwingt. Drehstrom oder auch Drei-Phasen-Wechselstrom lässt sich leicht auf verschiedene Betriebsspannungen transformieren.

Druck

Druck (p) berechnet sich als Quotient aus Kraft (senkrecht wirkend) geteilt durch Fläche. Die SI-Einheit Pascal (Pa) wurde nach dem französischen Philosophen, Mathematiker und Physiker Blaise Pascal (1623-1662) benannt.

Durchleitung

Netzdienstleistung, die ein Netzbetreiber für Stromlieferungen an Kunden zur Verfügung stellt. Dafür sind an den Netzbetreiber Durchleitungsentgelte oder Netzentgelte zu entrichten.

DVGW

Siehe Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.

DVGW-Regelwerk

Zentrales Aufgabenfeld des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) ist die Erarbeitung und Herausgabe des DVGW-Regelwerkes, d.h. der anerkannten Regeln der Technik für Planung, Bau und Betrieb von Rohrleitungen und Anlagen (Funktionsnormung) sowie für Bauteile, Materialien und Geräte (Produktnormung) der öffentlichen Versorgung mit Gas und Wasser.

EDU bzw. EVU

EDU (Energiedienstleistungsunternehmen) und EVU (Energieversorgungsunternehmen) sind die Abkürzungen für regionale oder kommunale Energieunternehmen. Sie beliefern Haushalte, Handel, öffentliche Einrichtungen, Gewerbe und Industrie mit Energie.

EEG - Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien

Ist am 1.4.2000 in Kraft getreten und regelt sowohl Abnahme als auch Vergütung von ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnenem Strom. Ziel ist es, den Einsatz erneuerbarer Energien stetig zu fördern.

Einspeisepunkt

Ort, an dem Erdgas, Strom oder Wasser an ein Unternehmen übergeben wird und Besitz sowie Verantwortung vom Transportkunden auf das Unternehmen übergehen.

Elektron

Unter einem Elektron versteht man ein negativ geladenes, stabiles Elementarteilchen. Bewegen sich Elektronen gerichtet durch einen Leiter, so spricht man von einem Stromfluss.

Elektrosmog

Bei der Stromübertragung entstehen magnetische Felder. Über eventuelle negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sind sich die Wissenschaftler uneins.

Emissionen

Emission bezeichnet die Abgabe von Schadstoffen an die Umwelt. Zu diesen Schadstoffen gehört neben Luftschadstoffen und Staub auch Lärm. Staub, Schwefeldioxid (SO2), Kohlendioxid (CO2), Kohlenmonoxid (CO) und Stickoxide (NOx) sind die bekanntesten Luft-Emittenten. Lärm und Erschütterungen zählen auch als Emissionen. Der Gesetzgeber hat Vorschriften erlassen, um die Menge der Emissionen zu begrenzen.

Energie

Als Energie bezeichnet man die in einem System oder Körper gespeicherte Arbeit sowie das Vermögen, Arbeit zu verrichten oder Wärme abzugeben. Arbeit, Energie und Wärmemenge werden als physikalische Größen gleicher Art angesehen und auch in den gleichwertigen Einheiten Joule=Newtonmeter=Wattsekunde ausgedrückt; je nach Zweckmäßigkeit kann die passende Einheit gewählt werden; z.B. Arbeit (Nm), elektrische Energie (Ws) und Wärmemenge (J oder Ws).

Energieinhalt

Energieinhalt der wichtigsten Primärenergieträge: 1 kg Holz = 14,7 Megajoule (MJ) 1 kg Braunkohle = 15,0 MJ 1 kg Steinkohle = 29,8 MJ 1 kg leichtes Heizöl = 42,7 MJ 1 kg Natur-Uran = 500 Gigajoule (GJ) 1 Kubikmeter Erdgas = 31,7 MJ

Energiesparen

Energiesparen bedeutet unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden. Dies kann durch den Austausch von bestehender durch moderne Technik (beispielsweise bei Heizkesseln) oder durch den Einsatz zusätzlicher Technik erreicht werden. Viel Energie geht dadurch verloren, dass durch Wände und Fenster Energie nach außen abgegeben wird. Um dies zu reduzieren, hilft eine optimale Dämmung der Hauswände. Eine weitere Einsparmöglichkeit bietet sich in der Umrüstung auf moderne Erdgastechnik. Hiervon profitiert nicht nur die Umwelt, sondern auch der Geldbeutel: Notwendige Investitionen amortisieren sich meist bereits nach kurzer Zeit über die eingesparten Brennstoffkosten.

Energieträgermix

Die Zusammensetzung der Stromproduzenten aus unterschiedlichen Energieträgern.

Energiewirtschaftsgesetz

Das am 7. Juli 2005 in Kraft getretene Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) setzt Richtlinien der Europäischen Union (EU) in deutsches Recht um. Zweck des Gesetzes ist, die möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Erdgas zu gewährleisten. Um einen wirksamen Wettbewerb zu erreichen, schreibt das Gesetz die organisatorische, informatorische, rechnungsmäßige und gesellschaftsrechtliche Trennung des Strom- und Erdgasversorgungsnetzes von den Vertriebsaktivitäten eines Energieversorgungsunternehmens vor. Die Höhe der Netzentgelte wird von der Bundesnetzagentur genehmigt.

Erdgas

Das Erdgas ist vor ca. 600 Mio. Jahren entstanden. Erdgas ist ein Naturgasgemisch, dessen Hauptbestandteil Methan (CH4) ist. Das günstige Verhältnis von Wasserstoff zu Kohlenstoff begründet die Umweltvorteile gegenüber den anderen fossilen Brennstoffen Öl und Kohle. Die Erdgas-Reserven der Welt sind groß genug, um eine auch weiterhin steigende Nachfrage in allen Verbrauchsregionen der Welt zu decken - Schätzungen gehen von einem Potenzial aus, das bis ins Jahr 2160 reicht.

Erdgas H

H steht für das englische Wort "high" (hoch). Dieses Erdgas hat einen Brennwert von rund 12 kWh/m³ (im Normzustand).

Erdgas L

L steht für das englische Wort "low" (niedrig). Dieses Erdgas hat einen Brennwert von ca. 10 kWh/m³ (Im Normzustand).

Erdgasfahrzeug

Viele namhafte Automobilhersteller – wie Citroën, Fiat, Mercedes-Benz, Opel, Renault, Volvo und VW – fertigen heute Erdgasfahrzeuge in Serie. Die Modellauswahl reicht von Pkw und Van über Transporter bis zum schweren Nutzfahrzeug. Erdgasfahrzeuge rechnen sich aufgrund der geringen Treibstoff- und Verbrauchskosten.

Erdgasfeld

Als Erdgasfeld bezeichnet man die natürlichen Erdgasvorkommen. Das erste Erdgasfeld der Welt wurde im Jahr 1815 in einem Salzschacht in Charleston, West Virginia, entdeckt. In Deutschland entdeckte man das erste Erdgas bei einer Wasserbohrung in Neuengamme bei Hamburg im Jahre 1910. In der Bundesrepublik befinden sich die ergiebigsten Erdgasfelder in der nordwestdeutschen Tiefebene, im Weser- und Emsgebiet. Kleinere Mengen lagern im Oberrheintal und im Alpenvorland. Östlich der Elbe liegen die wichtigsten Fundstätten in der Altmarkregion bei Salzwedel.

Erdgashydrat

Feste schneeförmige Verbindung zwischen Erdgas und Wasser, welche bei hohem Druck bis zu einer Temperatur von 20°C stabil ist. Riesige Erdgashydratvorkommen liegen in Sibirien und Alaska.

Erdgasleitungssystem

System aus Erdgastransportleitungen, Verteilungsleitungen, Bezugsanlagen, Mess-, Steuer- und Regelanlagen, Druckabsicherungseinrichtungen, allen relevanten Fernübertragungseinrichtungen und der dazugehörigen Netzleitstelle.

Erdgassteuer

Steuern und Abgaben machen heute im Schnitt etwa 30 Prozent des Erdgas-Endkundenpreises aus. 30 Cent von jedem Euro Ihrer Erdgasrechnung zahlen Sie für Mehrwertsteuer, Erdgas- und Ökosteuer, die Konzessionsabgabe sowie eine anteilige Förderabgabe.

Erdgasübernahmestation

In Erdgasübernahmestationen wird Erdgas aus überregionalen Pipelines mit hohem Druck übernommen. Zur Einspeisung in die regionalen Netze wird das Gas "entspannt", d.h. der Druck wird verringert.

Erdgasversorgung

Für Deutschland ist die Ergasversorgung ein relativ junger Wirtschaftszweig. Als in den Niederlanden Mitte der 60er Jahre große Lagerstätten entdeckt und erschlossen wurden, standen auch für den deutschen Markt größere Erdgasmengen zur Verfügung.

Erdgasverteilungsleitung

Das Leitungsnetz zum Verteilen des Erdgases besteht in der Regel aus Polyethylen (PE)-Rohren. Die Verteilungsleitungen schließen sich ans Transportnetz an und enden beim Hausanschluss.

Erdöl

Das "flüssige Gold" dominiert als Primärenergieträger weltweit die Energieversorgung. Erdöl ist ein Gemisch flüssiger Kohlenwasserstoffe und enthält zwischen 80 und 90 Prozent Kohlenstoff, 10 bis 14 Prozent Wasserstoff, bis zu drei Prozent Sauerstoff und bis zu fünf Prozent Schwefel sowie weitere Spurenelemente.

Erdwärme

Im Inneren der Erde herrschen Temperaturen bis über 6000°C. An manchen Stellen – besonders solchen, an denen die Erdkruste relativ dünn ist – dringt ein Teil dieser Wärme an die Erdoberfläche. Diese Erdwärme kann sowohl zum Beheizen von Gebäuden als auch zur Gewinnung elektrischer Energie benutzt werden; so wird zum Beispiel in Island sämtlicher Strom aus Erdwärme und Wasserkraft gewonnen.

Erneuerbare Energien

Energieträger, die nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehen. Dazu gehören beispielsweise Sonne, Wind und Wasser, Biomasse und Erdwärme.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt den Anschluss, die vorrangige Aufnahme und die Vergütungssätze von Strom aus erneuerbaren Energien und Grubengas. Zweck des Gesetzes ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung deutlich zu erhöhen. Erneuerbare Energien sind Wasserkraft einschließlich der Wellen-, Gezeiten-, Salzgradienten- und Strömungsenergie, Windenergie, solare Strahlungsenergie, Geothermie, Energie aus Biomasse einschließlich Biogas, Deponiegas- und Klärgas sowie aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie.

Erntefaktor

Für den Bau von Energieerzeugungsanlagen wird Energie benötigt. Mit dem Erntefaktor wird angegeben, wie oft eine Anlage die zu ihrer Herstellung benötigte Energiemenge während ihrer Lebensdauer wieder erzeugt.

EU-Energielabel

Haushaltsgroßgeräte müssen seit 1998 mit dem EU-Label ausgezeichnet werden. Auf dem europaweit einheitlichen Etikett finden sich in kompakter Form die wichtigsten technischen Daten - u. a. Strom- und Wasserverbrauch. Die Angaben ermöglichen es, auf einen Blick verschiedene Geräte innerhalb einer Gerätegruppe zu vergleichen und helfen dem Verbraucher, ein energieeffizientes Gerät zu finden. Für Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspülmaschinen und Waschmaschinen gilt seit 20. Dezember 2010 ein überarbeitetes EU-Label. Das neue EU-Label für Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Geschirrspüler und Fernsehgeräte kann seit dem 30. November bzw. 20. Dezember 2010 auf freiwilliger Basis verwendet werden. Verpflichtend wird die Kennzeichnung mit dem neuen Label dann ab dem 30. November 2011 (Kühl- und Gefriergeräte, Fernsehgeräte) bzw. 20. Dezember 2011 (Waschmaschinen, Geschirrspüler).

Fahrplanlieferung

Großkunden erstellen entsprechend ihrer zu erwartenden Energieabnahme im monatlichen, wöchentlichen oder täglichen Rhythmus einen Fahrplan, welcher beim Versorger angemeldet wird. Der Energielieferant hat somit die Möglichkeit, sich auf die bestellte Energiemenge einzustellen und entsprechend zu disponieren.

Fernschaltung

Diese Dienstleistung gewährleistet die Laststeuerung von elektrischen Geräten, deren Stromverbrauch zu Sonderstrompreisen abgerechnet wird.

Fernwärme

Mit Fernwärme wird Wärme bezeichnet, die in einem zentralen Heizkraftwerk oder einem dezentralen Blockheizkraftwerk erzeugt und dann mittels Warmwasser- oder Dampfrohrsystemen an einzelne Haushalte geleitet wird.

Fernwärmeauskopplung

Nutzung von Fernwärme unter Auskopplung von Dampf aus dem Gas- und Dampfprozess einer Stromerzeugungsanlage.

Fernwärmenetz

Das Fernwärmenetz ist das System aus Dampf- oder Warmwasserleitungen zur Verteilung der Fernwärme an die Haushalte.

Fernwirkanlage

Technische Einrichtung zur Übertragung der zur Fernschaltung notwendigen Signale und Daten.

Fernwirktechnik

Mit Hilfe von Fernwirktechnik werden räumlich entfernte Anlagen, Betriebsmittel oder Prozesse der Strom-, Erdgas- und Wasserversorgung sowie der Abwasserreinigung überwacht und gesteuert. Das Übermitteln der Informationen erfolgt über Fernwirkstationen mittels signalumformender Verfahren möglichst unter Echtzeitbedingungen.

Fluorid

Fluoride sind Salze des überall in der Natur vorkommenden Elementes Fluor (z. B. Ammoniumfluorid, Kaliumfluorid). Fluorid ist im menschlichen Organismus ein lebenswichtiges Spurenelement (Knochen, Zähne). In manchen Ländern (aus rechtlichen Gründen nicht in der Bundesrepublik Deutschland) werden zur Kariesvorbeugung Fluoride dem Trinkwasser zugesetzt.

forum schule

forum schule ist die Bildungsinitiative der Lechwerke AG. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Kultusministers Dr. Ludwig Spaenle. Seit 2005 greift forum schule unter dem Motto „Lernen – Erleben – Wissen“ altersstufengerecht, handlungs- und projektorientiert vielfältige Fragen rund um die Zukunftsthemen Energie und Energieeffizienz auf.

Fotovoltaik

Dieses Wort bezeichnet die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie mittels Solarzellen. Die Fotovoltaik-Anlagen sind meistens auf Privathäusern installiert, so dass tausende von Hausbesitzern zu Stromproduzenten werden.

Fotovoltaik-Netzparallelanlagen

Fotovoltaik-Netzparallelanlagen sind Fotovoltaik-Anlagen, die an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sind. Die erzeugte Energie wird in dieses Netz eingespeist. Für die eingespeiste Energie wird eine Mindestvergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz gezahlt.

Frequenz

Die physikalische Einheit Hertz (Hz) gibt die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde an. Die Elektrizitätsversorgung des öffentlichen Netzes arbeitet mit sinusförmigen Strömen und Spannungen. Unabhängig von den Spannungsebenen Niederspannung, Mittelspannung sowie Hoch- und Höchstspannung sind die gesamten Versorgungsebenen als 1-Phasen- bzw. 3-Phasen-Wechselstromnetze aufgebaut, die mit 50 Hz schwingen (3-Phasen-Wechselstromnetze heißen auch Drehstromnetze).

Gas-Druckregel- und Messanlage

Solche Anlagen bestehen im Wesentlichen aus Gas-Druckregelgeräten, Sicherheits-, Absperr- und Überwachungseinrichtungen, Formstücken, Rohren und – falls erforderlich – Flüssigkeitsabscheidern, Staubabscheidern, Odoriereinrichtungen, Einrichtungen zur Verhinderung von Hydratbildung und Vereisung sowie Einrichtungen zur Messung des Gasflusses. In den Transportleitungen wird das Gas mit einem höherem Druck übertragen, der in den Gas-Druckregel- und Messanlagen für die Ortsnetze reduziert wird.

Gas-Otto-Motor

Ein Gas-Otto-Motor ist eine mögliche Antriebsart in einem BHKW. Im Prinzip funktioniert er wie ein normaler Otto-Motor. Der Unterschied liegt in der Verwendung eines Gasmischers anstelle eines Vergasers. Der Schadstoffausstoß ist sehr gering.

Gas- und Dampfturbinenanlage

Gas- und Dampfturbinenanlagen sind Anlagen zur Stromerzeugung. Bei diesen wird in einem Kessel Dampf erzeugt, aus dem in einer nachgeschalteten Dampfturbine elektrischer Strom erzeugt wird.

Gasbeschaffenheit

Die technischen Regeln für die Gasbeschaffenheit legen die Anforderungen an Brenngase der öffentlichen Gasversorgung fest und stellen Rahmenbedingungen für die Gaslieferung, die Abrechnung, den Betrieb von Gasanlagen und -geräten sowie die Basis für deren Entwicklung, Normung und Prüfung dar. Die abrechnungs- und anwendungstechnischen Anforderungen werden durch die brenntechnischen Kenngrößen sowie chemischen und physikalischen Eigenschaften des Erdgases bestimmt. Erdgas für die öffentliche Gasversorgung wird je nach Methangehalt in die beiden Gruppen Typ L und H unterteilt. Typ H hat einen höheren Methangehalt.

Gasdichte, relativ

Das Verhältnis der Dichte des trockenen Erdgases bezogen auf die Dichte von trockener Luft.

Gasturbine

Eine Gasturbine ist einer der möglichen Antriebe in einem BHKW. Der Aufbau ähnelt dem von Strahltriebwerken, wie sie beispielsweise in der Luftfahrttechnik eingesetzt werden: Luft wird durch Laufräder in einen Kompressor hineingesogen und dann mit einem Druck von 20 bis 30 bar in eine Brennkammer gepresst. In die Brennkammer wird zusätzlich Gas geführt, welches sich dort entzündet. Die entstehenden Verbrennungsgase erhöhen den Druck innerhalb der Brennkammer noch weiter, wodurch Luft und Verbrennungsgase schneller weiter strömen. Hinter der Brennkammer folgen Laufräder, mit denen Generatoren betrieben werden und somit elektrische Energie erzeugt wird. Von der gesamten nutzbaren Energie sind 35% mechanische und 65% Wärmeenergie. Turbinen werden meist dort eingesetzt, wo viel Wärme und weniger Strom benötigt wird: Zum Beispiel in größeren Freibädern, in denen viel Wärmeenergie zum Heizen des Wassers und verhältnismäßig wenig Strom für den Betrieb der Filterpumpen gebraucht wird.

Gasversorgungsunternehmen

GVU ist die Abkürzung für regionale oder kommunale Gasversorgungsunternehmen. Sie beliefern Haushalte, Handel, öffentliche Einrichtungen, Gewerbe und Industrie mit Gas. In Hannover entstand 1826 das erste Gaswerk auf dem europäischen Kontinent, ein Jahr später das zweite in Berlin.

Generator

Der Generator ist der Stromerzeuger in allen fossil befeuerten Dampfkraftwerken, in Gasturbinenkraftwerken und in Kernkraftwerken. Beim Generator handelt es sich um einen rotierenden Magneten (angetrieben durch die Turbine), der den Wechselstrom erzeugt.

Geothermie

Siehe Erdwärme.

Gewerbekunde

Jeder Kunde, der für einen Gewerbebetrieb einen separaten Strom- oder Erdgasvertrag abgeschlossen hat.

Gezeitenkraftwerk

Gezeitenkraftwerke sind Wasserkraftwerke, die die Bewegungsenergie von Ebbe und Flut benutzen. Diese gehören zu den regenerativen Energien. Leider gibt es weltweit nur wenige günstige Bauplätze. Ein Gezeitenkraftwerk steht zum Beispiel in der Mündung der Rance bei St. Malo in Frankreich.

GIS

GIS (Geografisches Informationssystem) ist der Sammelbegriff für Datenverarbeitungssysteme, die grafikgestützte, raumbezogene Daten erfassen, aufbereiten, verwalten und präsentieren.

Gleichrichter

Gerät zum Umwandeln von Wechselstrom in Gleichstrom.

Gleichstrom

Beim Gleichstrom handelt es sich um Strom, dessen Polarität – im Gegensatz zum Wechselstrom – gleichbleibend ist. Konstanter Gleichstrom lässt sich durch elektrochemische Elemente gewinnen. Benötigt wird Gleichstrom unter anderem zur Versorgung elektronischer Schaltungen und Geräte.

Graue Energie

Als graue Energie oder kumulierter Energieaufwand wird die Energiemenge bezeichnet, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produktes benötigt wird.

Grundlast

Grundbedarf an Strom, der unabhängig von allen Lastschwankungen besteht. Diese gleichbleibende Grundlast wird von Kraftwerken gedeckt, die rund um die Uhr in Betrieb sind, Tag und Nacht, im Sommer wie im Winter. Wenn sie abgeschaltet werden, um Wartungs- und Reparaturarbeiten auszuführen, ist für Ersatz gesorgt. Solche Grundlast-Kraftwerke sind Braunkohlekraftwerke, die Kernkraftwerke sowie – mit einem wesentlich bescheideneren Beitrag – die Laufwasserkraftwerke an großen Flüssen. Man unterscheidet außerdem Mittellast und Spitzenlast.

Grundpreis/Verrechnungspreis

Er umfasst die Kosten für Energiebereitstellung, Miete des Zählers sowie Abrechnung. Der Grundpreis bzw. Verrechnungspreis ist ein fester Preis, weil er nicht vom Verbrauch abhängt. Zusammen mit dem Arbeitspreis ergibt er den Strom- bzw. Erdgaspreis.

GuD-Anlage

Siehe Kombikraftwerk.

GVU

siehe Gasversorgungsunternehmen

Hausanschluss

Der Hausanschluss verbindet die öffentlichen Wasser-, Strom-, Gas- und Wärmenetze mit dem anzuschließenden Haus. Beim Strom besteht der Hausanschluss im Allgemeinen aus der Verbindung des Niederspannungsnetzes mit der Kundenanlage. Er beginnt an der Abzweigstelle des Niederspannungsnetzes und endet mit der Hausanschlusssicherung (abweichende Regelungen sind möglich). Größere Anlagen können aus dem Mittelspannungsnetz versorgt werden. Je nach Einspeisung kann somit die Energie- und Eigentumsübergabestelle sich im Bereich des Mittelspannungsnetzes oder Niederspannungsnetzes befinden.

Heizkraftwerk

Kraftwerk, das sowohl thermische als auch elektrische Energie erzeugt. Durch Erzeugung von Strom und Wärme benötigen Heizkraftwerke deutlich weniger Brennstoff für die gleiche Wärme- und Strommenge als bei der getrennten Erzeugung. Es wird also Energie eingespart und der Schadstoffausstoß sinkt. Heizkraftwerke haben einen relativ hohen Wirkungsgrad.

Heizwert

Der Heizwert von Brennstoffen bezieht sich auf die Wärme, welche bei vollständiger Verbrennung frei wird, ohne die im Wasserdampf der Abgase enthaltene Wärmemenge zu berücksichtigen.

Hochspannung

Elektrische Spannung über 1.000 Volt (1 kV) erfordert besondere Maßnahmen bei der Isolation und beim Schutz gegen Berührung. Hochspannung wird zum Beispiel für den Betrieb von Leuchtstoffröhren mit Edelgasfüllung (bis 6 kV), bei Elektrofiltern und bei elektrostatischen Lackieranlagen verwendet.

Hochspannungsnetz

Das Hochspannungsnetz wird heute in Deutschland weitestgehend mit einer Spannung von 110 000 Volt (110 kV) betrieben. Die Leitungen dieses Netzes übertragen elektrische Energie zu den Umspannwerken der Verteilnetzbetreiber (VNB), aber auch zu großen Industriebetrieben.

Höchstleistung

Höchstleistung ist die größte Leistung, die während einer bestimmten Zeitspanne aufgetreten ist, z.B. Jahres-Höchstleistung, Monats-Höchstleistung, Tages-Höchstleistung.

Höchstspannungsnetz

Das Höchstspannungsnetz ist für weiträumige Verbindungen zuständig. Es gehört zum Europäischen Verbundnetz und übernimmt sowohl den Energieaustausch mit dem Ausland als auch den Transport zu nachgelagerten Verteilnetzbetreibern (VNB). Höchst- und Hochspannungsnetze werden auch als Übertragungsnetze bezeichnet.

Immissionen

Mit Immissionen bezeichnet man die Einwirkung von Lärm und Schadstoffen in eine Umgebung, zum Beispiel als Luft- oder Wasserverschmutzung. Immissionen werden zumeist in Gramm je Kubikmeter bzw. als Lärm in Dezibel angegeben. Grenzwerte schreibt das Bundesimmissionsschutzgesetz vor.

Inselbetrieb

Stromerzeugungsanlagen, die ohne Verbindung zum öffentlichen Netz betrieben werden. Die Anlagen besitzen eigenständige Einrichtungen, um die notwendige Versorgungsspannung – z. B. 400 Volt und Frequenz von 50 Hz – zu erzeugen. Solche Einrichtungen sind dringend notwendig in Krankenhäusern und Kliniken.

Jahresbenutzungsdauer

Die Jahresbenutzungsdauer gibt an, für wie viele Stunden im Jahr ein Kunde Elektrizität bezogen hätte, wenn konstant die Maximalleistung abgenommen worden wäre. Berechnet wird sie als Quotient aus der verbrauchten Jahresarbeit und der maximalen elektrischen Leistung. Im Idealfall – also bei absolut konstantem Verbrauch ohne Unterbrechung – beträgt die Jahresbenutzungsdauer 365d x 24h/d = 8.760h.

Jahreshöchstleistung

Die Jahreshöchstleistung ist der höchste innerhalb eines Abrechnungszeitraums gemessene Mittelwert der Wirkleistung. Basis für die Mittelwertbildung ist beim Erdgas eine Stunde, bei Elektrizität eine Viertelstunde.

Joule

Joule (J) ist die verbindliche Maßeinheit für Energie und hat die Kalorie abgelöst.

Joule, James Prescott

1818-1889, englischer Physiker und Brauereibesitzer. Joule (J) ist die verbindliche Maßeinheit für Energie und hat die Kalorie abgelöst. Siehe auch Arbeit.

Kathode

Kathode (griech.), die negative Elektrode (Minuspol), die in Entladungsröhren und elektrolytischen Systemen Elektronen aussendet (siehe auch Anode).

Kelvin

Einheit zur Angabe von Temperatur.

Kernernergie

Kernenergie ist die Bindungsenergie eines Atomkerns, die durch Kernreaktionen freigesetzt wird. Diese ist jedoch nur zum Teil technisch nutzbar. Es gibt zwei verschiedene Atomkernprozesse, die für die technische Verwertung interessant sind: die Kernfusion und die Kernspaltung.

Kernfusion

Bei der Kernfusion werden im Gegensatz zur Kernspaltung Atome verschmolzen. Dabei wird Energie freigesetzt. Fusionsreaktoren werden weltweit erforscht. Wann und ob es zu einer wirtschaftlichen Nutzung der Kernfusion kommt, ist ungewiss.

Kernkraftwerk

Ein Kernkraftwerk ist ein Kraftwerk, bei dem die bei Kernspaltung freigesetzte Energie in Wärme und dann mit Turbine und Generator in elektrische Energie umgewandelt wird. Überwiegend dienen Kernkraftwerke der Stromversorgung.

Kernspaltung

Bei der Kernspaltung, im Wesentlichen von Uran-Atomen, wird Energie freigesetzt. Die Kernspaltung wird weltweit in mehreren hundert Kernkraftwerken kommerziell genutzt.

Kilowattstunde

Einheit der Energie. Der Verbrauch an elektrischer Energie im Haushalt und in der Industrie wird in kWh gemessen. Ist zum Beispiel ein Bügeleisen mit einem Anschlusswert von 1.000 Watt eine Stunde lang in Betrieb, verbraucht es 1 kWh (1 kWh = 3,6 x 106 Joule).

Kohle

Es wird unterschieden zwischen Braunkohle und Steinkohle. Braunkohle hat einen niedrigeren Kohlenstoffgehalt als Steinkohle, ihr Energieinhalt ist etwa halb so groß.

Kohlekraftwerk

Kohlekraftwerke sind die weltweit am meisten gebauten Stromerzeugungsanlagen. Ihr Wirkungsgrad wurde in den vergangenen Jahren stark verbessert und liegt heute bei mindestens 40 Prozent. Durch Rauchgasreinigungsanlagen werden die Luftschadstoffe weitestgehend zurückgehalten.

Kohlendioxid

Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht das als Treibhausgas geltende Kohlendioxid (CO2). Es kann mit herkömmlichen Methoden nicht aus den Rauchgasen abgeschieden werden. Die Reduktion ist nur möglich durch höhere Wirkungsgrade bei der Energieerzeugung, durch Energiesparen und die Nutzung erneuerbarer Energien.

Kombikraftwerk

Werden zur Stromerzeugung in einem Kraftwerk eine Gasturbine und eine Dampfturbine gleichzeitig eingesetzt, dann spricht man von Kombikraftwerken oder GuD-Anlagen (Gas- und Dampfturbinen-Anlage). Kombikraftwerke kommen bei der Stromerzeugung auf Wirkungsgrade von mehr als 50 Prozent.

Konzessionsabgabe

Gebühr, die Städte und Gemeinden von den Energieversorgern für die Nutzung ihrer Wege verlangen.

Konzessionsabgaben

Entgelte an die Gemeinden für die Erlaubnis, öffentliche Verkehrswege für die Verlegung und den Betrieb von Versorgungsleitungen zu benutzen.

Konzessionsverträge

Konzessionsverträge werden zwischen Kommunen und Energieversorgungs- unternehmen geschlossen. Sie sichern das Recht zur Benutzung öffentlicher Straßen, Wege und Plätze für die Verlegung von Leitungen sowie den Netzbetrieb. Für die Übertragung dieser Wegerechte erhält die Gemeinde die Konzessionsabgabe. Konzessionsverträge haben eine maximale Laufzeit von 20 Jahren.

Kraft

Kraft ist die Ursache für die Beschleunigung eines Körpers. Sie stellt sich dar als das Produkt aus Masse und Beschleunigung. Gemessen wird Kraft in der SI-Einheit Newton, die nach dem englischen Physiker, Mathematiker und Astronom Isaac Newton (1643-1727) benannt wurde. Die Abkürzung F für Kraft kommt vom lateinischen "fortitudo" (Stärke).

Kraft-Wärme-Kopplung

Mit Kraft-Wärme-Kopplung wird eine Methode bezeichnet, bei der gleichzeitig elektrische Energie und Wärme in Heizkraftwerken gewonnen wird. Dabei wird als Ziel gesetzt, nur dann elektrische Energie zu erzeugen, wenn auch die dabei entstehende Wärme genutzt wird und umgekehrt. Im Idealfall entspricht also das Bedarfsverhältnis an Wärme und Strom dem Erzeugungsverhältnis.

Kraft-Wärme-Kopplung

Mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird eine Methode bezeichnet, bei der gleichzeitig elektrische Energie und Wärme in Heizkraftwerken gewonnen wird. Dabei wird als Ziel gesetzt, nur dann elektrische Energie zu erzeugen, wenn auch die dabei entstehende Wärme genutzt wird und umgekehrt. Im Idealfall entspricht also das Bedarfsverhältnis an Wärme und Strom dem Erzeugungsverhältnis.

Kraftwerk

Kraftwerke dienen der Erzeugung elektrischer Energie, die auf unterschiedlichen Wegen gewonnen wird: Heutzutage wird die meiste Elektrizität aus mechanischer (also Bewegungs-) Energie gewonnen. Am häufigsten werden Dampfturbinen benutzt, die Dampf (gewonnen aus der Verbrennung von Primärenergieträgern) verwenden, um damit eine Drehbewegung zu erzeugen. Diese kann auf Generatoren übertragen werden, die dann durch Induktion Elektrizität erzeugen. Andere Verfahren, die ebenfalls mechanische Energie nutzen, sind direkter: So nutzen Windturbinen und Turbinen in Staudämmen direkt die mechanische Energie des Windes bzw. des Wassers. Andere Verfahren kommen ganz ohne mechanische Energie aus, wie zum Beispiel Solarzellen, bei denen Sonnenlicht direkt in Elektrizität umgewandelt wird oder auch chemische Formen der Energieerzeugung wie Batterien oder Brennstoffzellen.

KWK

Siehe Kraft-Wärme-Kopplung.

KWKG - Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz

Dient der Erhaltung, Modernisierung und dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. Ziel: die jährlichen Kohlendioxid-Emissionen nachhaltig zu vermindern.

Lastführung

Darunter ist die Beeinflussung der Leistungsinanspruchnahme von angeschlossenen Verbrauchern zu verstehen. Lastspitzen werden im Zuge des Lastmanagements identifiziert, d.h. den Lastspitzen werden die Betriebsabläufe des jeweiligen Kunden gegenübergestellt. Dabei wird überprüft, ob es z.B. möglich ist, Lasten zu verlagern oder eine (computerunterstützte) Lastüberwachung zu installieren.

Lastgang

Der Leistungsbedarf eines Industrie- oder Gewerbebetriebes kann über einen längeren Zeitraum gemessen werden. Daraus ergibt sich der Lastgang, der sich aus Daten über die Lastspitzen sowie über deren Zeitpunkt, Häufigkeit und Dauer zusammensetzt.

Lastganganalyse

Zur Ermittlung des Lastganges wird eine Lastganganalyse erstellt. Das Lastmanagement beinhaltet alle Maßnahmen, den elektrischen Leistungsbedarf (kW) mit dem Ziel anzupassen, die Stromkosten ohne negative Auswirkungen auf die Produktion zu senken.

Lastkurve

Die Lastkurve zeigt den Verlauf des Stromverbrauchs über die 24 Stunden eines Tages. Dabei gibt es eine Grundlast, eine Mittellast, und eine Spitzenlast.

Lastprofil bzw. Lastkurve

Ein Lastprofil ist eine Kurve, die den zeitlichen Verlauf des Leistungsverbrauchs eines Kunden wiedergibt. Der Stromverbrauch schwankt im Laufe der 24 Stunden eines Tages erheblich.

Laufwasserkraftwerk

Laufwasserkraftwerke nutzen die Kraft fließender Gewässer zur Stromerzeugung.

Leistung

Die elektrische Leistung ist das Produkt aus Spannung und Stromstärke. Das Produkt aus Leistung und Zeit definiert den physikalischen Begriff der Arbeit. Angegeben wird Leistung in der SI-Einheit Watt (W), die auf den englischen Feinmechaniker James Watt (1736-1819) zurück geht. Watt verbesserte die von Thomas Newcomen schon 1702 verwendete Dampfmaschine.

Leistungsfaktor

Leistungsfaktor ist der Quotient aus Wirkleistung und Scheinleistung. Der Leistungsfaktor ist ein Maß dafür, in welchem Umfang neben Wirkleistung auch Blindleistung beansprucht wird.

Leistungsmessung

Die Leistungsmessung ist erforderlich bei Energie-Sonderverträgen, bei denen die tatsächlich in Anspruch genommene Leistung berechnet wird – anstelle eines festen oder nach Anschlusswerten berechneten Bereitstellungspreises. Dazu werden statt der sonst üblichen Drehstrom-, Wechselstrom- oder Gaszähler dafür vorgesehene Maximum- bzw. Leistungszähler installiert.

Leistungspreis

Elektrische Leistung bereitstellen heißt, Kraftwerke und Netze so zu bauen und zu betreiben, dass der Kunde zu jeder Zeit den von ihm benötigten Strom beziehen kann. Diese Leistungsbereitstellung verursacht einen Großteil der Kosten. Mit dem Leistungspreis wurde ein Preiselement eingeführt, das sich an der Inanspruchnahme der Kraftwerke und Netze durch den Kunden orientiert. Dabei wird die Belastung des Stromnetzes durch die eingesetzten Verbraucher (z. B. Geräte) des Stromabnehmers berücksichtigt, da es eine große Rolle spielt, ob diese Geräte alle gleichzeitig laufen oder einzeln nacheinander betrieben werden. Um diesen Leistungspreis exakt zu ermitteln, ist grundsätzlich ein Messgerät nötig, das die beanspruchte Leistung misst (siehe Leistungszähler).

Leistungsspitzen

Zeitpunkt des maximalen Leistungsbezugs, z.B. wenn alle Anlagen und Maschinen eines Betriebes laufen.

Leistungszähler

Besonderer Zähler zur Leistungsmessung, die zur Abrechnung einiger Tarifarten erforderlich ist. Der Leistungszähler misst neben dem Energieverbrauch (siehe Stromzähler) auch die benötigte Leistung in Leistungswerten (Lw). Der ermittelte Leistungswert geht als Leistungspreis in die Jahresverbrauchs-Abrechnung ein.

Leifähigkeit

Die Leitfähigkeit des Wassers ist ein Maß für die Gesamtkonzentration an gelösten Salzen in der Lösung. Sie wird in der Regel in Mikrosiemens pro cm³ angegeben.

Lechwerke

Die Lechwerke AG (LEW) gehört zur RWE-Gruppe. LEW ist als regionaler Energieversorger für rund 500.000 Kunden in Bayern und Teilen Baden-Württembergs tätig. Die LEW-Gruppe beschäftigt mehr als 1.700 Mitarbeiter, ist mit 35 Wasserkraftwerken einer der führenden Erzeuger von umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft in Bayern und bietet Dienstleistungen im Bereich der Telekommunikation an. Mehr Informationen unter www.lew.de.

LEW-Kundenforen

Hier melden Sie Ihren Zählerstand, erledigen Ihre Umzugsformalitäten schnell und unbürokratisch und ändern Ihre Stammdaten (Höhe der Abschlagszahlung, Namensänderung, Erteilung von Einzugsermächtigung etc.). In den LEW Kundenforen erhalten Sie zu vielen Themen Service-Broschüren. Ihre Fragen zu den verschiedenen Themengebieten von Ablesung über Auszug bis Zählerwesen beantworten Ihnen die LEW Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch gerne unter www.lew.de/CLP/Kontakt/Kontakt.asp.

LEW-Kundenmagazin

Das LEW Kundenmagazin erscheint vier Mal jährlich und enthält wichtige Informationen zum Thema Energie und darüber hinaus viel Wissenswertes und Unterhaltsames. Sollten Sie das Kundenmagazin nicht erhalten, können Sie es unter www.lew.de bestellen.

Liberalisierung

In der Vergangenheit war es so, dass Strom- und Gasversorger ein klar abgegrenztes Versorgungsgebiet hatten: Alle dort ansässigen Haushalte und Betriebe mussten ihre Energie von den jeweiligen Unternehmen beziehen. Durch ein neues Energiewirtschaftsgesetz in Deutschland und durch europäische Richtlinien gibt es diesen Gebietsschutz nicht mehr. Jeder Kunde kann seinen Versorger frei wählen. Durch die Liberalisierung sind die Strompreise insbesondere für die Industrie stark gesunken; auch bei den Gaspreisen wird mit einer Reduzierung gerechnet.

Lieferung und Bezug

Lieferung ist die Einspeisung von Elektrizität in die Kundenanlage, Bezug ist die Entnahme von Elektrizität aus dem Netz des EVU. Lieferung und Bezug können auch zwischen verschiedenen EVU oder zwischen EVU und Stromproduzenten erfolgen.

Lumen

Lumen (lat.: Licht, Leuchte) ist die Maßeinheit für Lichtstrom.

Marktpreis

Angebot und Nachfrage bestimmen auch auf dem Energiemarkt den Preis. Dabei geht es nicht nur um Deutschland: Bevölkerungsreiche Länder wie Indien und China (zusammen 2,5 Milliarden Menschen) brauchen immer mehr Öl, Kohle und Erdgas. Damit wächst die Nachfrage rasant an – und die Preise steigen. Deutschland ist überwiegend auf den Import von Energie angewiesen.

Maßeinheiten

1 kg Steinkohleneinheit (SKE) entspricht 0,7 kg Öleinheit 1 kg SKE entspricht 8,14 Kilowattstunden 1 kg SKE entspricht 29,3076 Megajoule (MJ) 1 Megajoule (MJ) sind 1 Million Joule 1 Gigajoule sind 1 Milliarde Joule 1 Terajoule sind 1 Billion Joule 1 Petajoule sind 1 Billiarde Joule 1 Exajoule sind 1 Trillion Joule

Maximaler Betriebsdruck

Der höchste Innendruck, der mit Rücksicht auf Werkstoff, Betriebstemperatur und störungsfreien Betrieb zulässig ist.

Maximumüberwachung

Technische Einrichtungen, die vollautomatisch den Lastgang eines Betriebes bzw. eines Stromversorgungsunternehmens überwachen. In Abhängigkeit der im Vorfeld gesetzten Prioritäten kann die Maximumüberwachungsanlage stromintensive Verbraucher vom Netz abschalten oder regeln bzw. Stromerzeugungsanlagen einschalten. Maximumüberwachungsanlagen dienen der Reduzierung von Stromspitzen in lastintensiven Zeiten.

Mengenumwerter

Zusatzeinrichtung zu einem Gaszähler, die den gemessenen Volumenstrom vom Betriebszustand in den Normzustand umrechnet.

Mess-, Steuer- und Regelanlagen

Einrichtungen im Erdgasleitungssystem zum Messen des Volumenstroms und ggf. zum Regeln von Qualität, Druck oder Durchfluss des ein- oder ausgespeisten Erdgases.

Mess- und Schaltpreis

Der Mess- und Schaltpreis ist der Preis für den Zähler, die Tarifschaltung und die Abrechnung des Stromverbrauchs bei einem Stromvertrag mit HT-/NT-Tarifschaltung.

Messdifferenzen

Differenz zwischen der Erdgasmenge, die pro Zeiteinheit durch eine Messanlage fließt und derjenigen, die in den Messdatenregistriereinrichtungen der gleichen Messanlage ermittelt und registriert wird.

Messperiode

Messperiode ist eine sich ständig wiederholende Zeitspanne (z.B. 1/4 Stunde oder 96 Stunden), in der die jeweils bezogene elektrische Arbeit erfasst wird, um hieraus die in der jeweiligen Messperiode in Anspruch genommene mittlere Leistung bzw. die Leistungswerte festzuhalten. Die Wiederholung der Messperiode erfolgt entweder in einem Zeittakt entsprechend der vollen Messperiode (z.B. bei den im 15-Minuten-Takt aufeinander folgenden 1/4-Stunden-Meßperioden) oder, bei längeren Messperioden, in einem kürzeren Zeittakt mit sich überlappenden Messperioden (z.B. 60-Minuten-Takt bei der "gleitenden" Feststellung der 96-Stunden-Leistung).

Methanzahl

Der Begriff Methanzahl beschreibt eine Eigenschaft von gasförmigen Kraftstoffen. Hohe Methanzahlen bedeuten geringere Zündwilligkeiten. Bei höherer Zündwilligkeit (also niedriger Methanzahl) steigt die Gefahr der Selbstentzündung und die Klopfgefahr im Motor, analog zur Oktanzahl bei Benzin. Die Höhe der Methanzahl hängt nicht alleine von der Höhe des Methangehaltes, sondern auch von der gesamten Gaszusammensetzung ab.

Mischstrom

Gleichstrom mit überlagertem Wechselstromanteil und sich dadurch periodisch ändernden Echtzeitwerten der Spannung.

Mittellast

Die Lastkurve des deutschen Stromverbrauchs zeigt die Mittellast in den Zeiten zwischen 6 Uhr morgens und 24 Uhr. In dieser Zeit wird über die Grundlast hinaus zusätzlicher Strom verbraucht. Zur Mittellastabdeckung werden bevorzugt Steinkohlenkraftwerke eingesetzt (siehe auch Lastkurve).

Mittelspannung

Mittelspannung dient zur Energieübertragung im regionalen Bereich und auch zur Einspeisung größerer Sondervertragskunden. Der Spannungsbereich liegt zwischen 1.000 Volt und 60.000 Volt (1 kV bis 60 kV). Gebräuchlich sind 10 kV, 20 kV und 30 kV.

Mittelspannungsnetz

Die Mittelspannungsnetze dienen zur Verteilung des Stroms innerhalb von Städten und zwischen den Städten und Dörfern einer Region.

Momentanleistung

Momentanleistung ist der Augenblickswert der elektrischen Leistung.

Müllverbrennung

Müll ist eine Art „nachwachsender“ Brennstoff, da nicht alle Inhaltsstoffe wieder verwertet werden können und der Restmüll nicht beliebig deponiert werden darf. In Müllverbrennungsanlagen wird meist Fernwärme erzeugt, sehr oft im Kraft-Wärme-Kopplungsprozess.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein energiepolitischer Begriff, der für den schonenden Umgang mit fossilen und damit erschöpfbaren Energieträgern steht und dafür den Einsatz regenerativer Energieträger fördert. Der Hintergedanke ist der, dass verbrauchte erschöpfbare Energieträger späteren Generationen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Nachtspeicherheizung

Nachtspeicherheizungen erzeugen mit verbilligtem Nachtstrom Wärme, speichern diese in zumeist keramischen Materialien und geben sie über den Tag verteilt wieder ab. Moderne Speicherheizungen erfordern eine so genannte Tagnachladung, die zumeist in den frühen Nachmittagsstunden stattfindet.

Nachtstrom

Kraftwerke arbeiten am wirtschaftlichsten, wenn sie immer mit gleicher Leistung betrieben werden. Da in den Nächten weniger Strom verbraucht wird, muss die Kraftwerksleistung gedrosselt werden. Um dies zu vermeiden, bieten Stromversorgungsunternehmen in der Nacht billige Tarife an. Die Verbraucher sollen so angeregt werden, die Stromnutzung vom Tag auf die Nacht zu verschieben. Ziel ist es, den Strom-Verbrauch über 24 Stunden hinweg möglichst gleichmäßig zu verteilen.

Nennleistung

Nennleistung ist diejenige elektrische Leistung, für die eine elektrische Erzeugungs- oder Verbrauchseinrichtung ausgelegt ist.

Netz

Gesamtheit der miteinander verbundenen Anlageteile zur Übertragung und Verteilung von Energie. Das Netz kann u.a. nach Aufgaben, Betriebsweise, Energieart und nach Besitzverhältnissen benannt werden. Netzführung: Einsatz der Betriebsmittel für Übertragung und Verteilung mit dem Ziel, die Versorgung zuverlässig, sicher und so kostengünstig wie möglich zu gewährleisten.

Netzbetreiber

Ein Unternehmen, das Versorgungsnetze besitzt und betreibt.

Netzeinspeisung

Netzeinspeisung bezeichnet das Einspeisen von Strom und Erdgas in das jeweilige allgemeine Versorgungsnetz. Wird Strom aus erneuerbaren Energien eingespeist, müssen Netzbetreiber diese nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergüten.

Netzentgelte

Händler und Lieferanten nutzen für die Belieferung ihrer Kunden die vorhandenen Strom- und Gasnetze der Netzbetreiber. Die Netzbetreiber müssen allen Anbietern den Netzzugang gemäß Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) diskriminierungsfrei gewähren. Für diese Dienstleistung darf der Netzbetreiber Entgelte verlangen. Das EnWG regelt den Zugang zu den Energieversorgungsnetzen und die Grundsätze für die Bildung von Netzentgelten, die von der Bundesnetzagentur geprüft und genehmigt werden.

Netzleitstelle

Die Netzleitstelle dient der zentralen Netz- und Lastführung von Versorgungssystemen, um die Verfügbarkeit der Netze und damit die Sicherheit der Versorgung zu gewährleisten. Überwacht und gesteuert werden Anlagen der Sparten Strom, Erdgas, Wasser und Abwasser.

Netznutzung

Händler und Lieferanten nutzen für die Energiebelieferung ihrer Kunden die vorhandenen Strom- und Gasnetze der Netzbetreiber. Die Netzbetreiber müssen den Netzzugang gemäß Energiewirtschaftsgesetz diskriminierungsfrei gewähren. Für diese Dienstleistung darf der Netzbetreiber Entgelte verlangen.

Netzparallelbetrieb

Darunter versteht man das Betreiben von Eigenstromerzeugungsanlagen parallel zur öffentlichen Stromversorgung. Im Falle einer Versorgungsunterbrechung seitens des Netzbetreibers muss sichergestellt sein, dass sich die Stromerzeugungsanlage sofort und eigenständig vom Netz trennt, damit eine Rückspeisung der Erzeugungsanlage in das öffentliche Netz ausgeschlossen ist.

Niederspannung

Das ist geerdete elektrische Spannung zwischen 42 Volt und 500 Volt. Niedrigere Spannungen werden als Kleinspannung bezeichnet. Haushalte und kleinere Gebäude werden in der Regel mit Niederspannung über einen 4-Leiter-Drehstromanschluss mit 230/400 Volt versorgt.

Niedertarif

Zu Zeiten niedrigen Stromverbrauchs (21 bis 6 Uhr) bieten die Stromversorger günstige Tarife an; siehe auch Nachtstrom.

Niedrigenergiehaus

Kriterien für ein Niedrigenergiehaus sind: sehr gute Wärmedämmung der Außenwände, Fenster, Dachflächen, Kellerwände und Kellerdecken, Reduzierung von Wärmebrücken und Dichtheit.

Nitrat

Nitrat (NO3-) kommt im Boden als Produkt biologischer Prozesse vor. Pflanzen nehmen Stickstoff in Form von Nitrat oder Ammonium als Nährstoff auf und entziehen ihn so dem Boden. Die eigentliche Gefahr von Nitrat liegt bei einer möglichen Reduktion zu Nitrit (NO2-), im Organismus oder in nitrathaltigen Lebensmitteln bei längerer Lagerung.

Nitrit

Nitrit (NO2-) ist Bestandteil des Stickstoffkreislaufes im Boden und kommt als Zwischenprodukt bei der Oxidation zu Nitrat (NO3-) oder Reduktion von Nitrat vor. Die Umsetzung erfolgt meistens in wenigen Stunden.

Notstromaggregat

Technische Einrichtung, die im Falle des Spannungsausfalls die komplette oder teilweise Aufrechterhaltung der Stromversorgung realisiert. Notstromanlagen gibt es in den verschiedensten Bautypen, z.B. Batterieanlagen für die Realisierung einer Notbeleuchtungsanlage, als unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) für Telefonanlagen, Computersysteme u.ä. Für die Abdeckung größerer Versorgungsbereiche werden in der Regel dieselbetriebene Generatoren eingesetzt.

Odorierung

Dem von Natur aus geruchlosen Erdgas werden stark riechende Duftstoffe beigemischt, damit etwaige Leckagen im Leitungssystem schnell wahrgenommen werden können.

Offshore-Förderung

Gewinnung von Energie aus Lagerstätten auf oder unter dem Meer.

Ohm

Die physikalische Einheit des elektrischen Widerstands heißt Ohm. Ein Ohm ist gleich dem elektrischen Widerstand eines von elektromotorischen Kräften freien Leiters, in dem die Spannung von 1 Volt einen Strom von 1 Ampere hervorruft. Benannt wurde die Einheit nach dem deutschen Physiker Georg Simon Ohm (1789-1854).

Onshore-Förderung

Gewinnung von Energie aus Lagerstätten an Land.

Passivhaus

Besitzt kein konventionelles Heizsystem und wird meist nur über die Lüftungsanlage beheizt. Ein Passivhaus zeichnet sich durch optimierte Wärmedämmung, kompakte Bauweise, passive und aktive Nutzung der Solarenergie sowie ein Lüftungssystem aus. Und hat deshalb einen stark reduzierten Energieverbrauch. Das Passivhaus ist eine konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses. Im Vergleich dazu benötigt ein Passivhaus 80 Prozent weniger Heizenergie, im Vergleich zu einem konventionellen Gebäude über 90 Prozent weniger.

pH-Wert

Der pH-Wert sagt aus, ob eine wässrige Lösung (z.B. Wasser) sauer, neutral oder alkalisch ist. Ist der pH-Wert kleiner als 7, so ist die Lösung sauer. Ist der pH-Wert gleich 7, so ist die Lösung neutral. Ist der pH-Wert größer als 7, so ist die Lösung alkalisch (basisch).

Phasenverschiebung

Innerhalb einer Phase können die Höchstwerte von Spannung und Stromstärke zeitlich differieren. Spulen bewirken dabei eine Verzögerung und Kondensatoren ein Vorauseilen des Stroms gegenüber der Spannung.

Photovoltaik

Fällt Sonnenlicht auf die Grenzschicht zwischen zwei Halbleitern, entsteht Spannung: Man spricht vom photovoltaischen Effekt, erzielt in den aus Silizium bestehenden Solarzellen. Es gibt verschiedene Arten von Solarzellen; der durchschnittliche Wirkungsgrad liegt bei 15 Prozent. Photovoltaisch erzeugter Strom ist noch sehr teuer und in Deutschland ohne finanzielle Förderung nicht wettbewerbsfähig.

Portfoliomanagement

Darunter wird die Optimierung des Energieeinkaufs verstanden. Es gibt Portfoliomanager, die diese Dienstleistung vor allem Industriebetrieben und kleineren Stadtwerken anbieten.

PowerSafer

Eine zusätzliche Schaltbox, die zum Beispiel bei einem Fernseher zwischen Netzanschluss und Steckdose gesteckt wird. Der PowerSafer minimiert die im Stand-by-Modus entstehenden Kosten. Er schaltet jegliche Stromzufuhr zum Fernseher ab, empfängt aber weiterhin Signale von IR-Fernbedienungen (dafür benötigt er nur eine minimale Menge Strom). Sobald er ein IR-Signal auffängt, schaltet er die Stromzufuhr zum Fernseher frei, wodurch der Fernseher in den normalen Stand-by-Modus wechselt. Ein weiterer Druck auf die Fernbedienung schaltet den Fernseher an. Den PowerSafer erhalten Sie direkt beim Anbieter unter www.powersafer.de – ab einem Preis von ca. 20 EUR. Im Handel sind die PowerSafer-Produkte unter anderem bei Conrad, EDEKA, Electronic Partners, Expert, OBI und RTL Shop erhältlich.

Preisgleitklausel (Preisformel)

Preisabsicherung unter Berechnung einer mathematischen Funktion. Beispielsweise beim Gaspreis zur Absicherung des Arbeitspreises: Gaspreis in Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) = Steigungsmaß x Heizölpreis + Niveaukonstante.

Primäre Energieträger

Primäre Energieträger sind direkt in der Natur vorkommende Rohstoffe wie Stein- und Braunkohle, Erdöl, Erdgas, Uran, Sonne, Wind oder Wasser.

Pumpspeicherkraftwerk

Ein Pumpspeicherkraftwerk ist, wie auch das Gezeitenkraftwerk, ein Wasserkraftwerk. Bei einem Pumpspeicherkraftwerk wird in Zeiten, in denen genügend preisgünstigere Energie zur Verfügung steht, Wasser in ein höher gelegenes Staubecken gepumpt, damit im Bedarfsfall eine höhere Nachfrage nach Strom bedient werden kann, indem das Wasser aus dem Staubecken abgelassen wird und zum Antrieb der Generatoren genutzt wird.

Radioaktivität

Radioaktive Strahlen entstehen bei der Atomumwandlung und schaden in Überdosis dem menschlichen Organismus. Es gibt deshalb scharfe gesetzliche Bestimmungen für den Umgang mit Radioaktivität.

Rauchgasreinigung

Rauchgasreinigungsanlagen arbeiten vor allem in Kohle- und Müllkraftwerken. Ihr Betrieb verursacht etwa ein Viertel der Investitionskosten und rund die Hälfte der Betriebskosten eines Müllkraftwerks. Es gibt eine Reihe verschiedener Verfahren (Waschverfahren, trockene Verfahren, katalytische Verfahren), die oft kombiniert eingesetzt werden.

Reaktorsicherheit

Maßnahmen, die in Kernkraftwerken getroffen werden, um in einem etwaigen Störfall die Freisetzung von Radioaktivität zu vermeiden bzw. um Schäden minimal zu halten. Dabei wird unterschieden zwischen innerer Sicherheit, bei der physikalische Effekte ausgenutzt werden, und äußerer Sicherheit, zu der bauliche und organisatorische Maßnahmen gehören.

Regenerative Energien

Siehe Erneuerbare Energien.

Regionalversorger

Regional tätige Energieversorgungsunternehmen, die die Mittel- und Niederspannungsnetze innerhalb einer Region betreiben. Sie beliefern sowohl private und gewerbliche Endkunden als auch Industriebetriebe und Stadtwerke mit Strom. Einige Regionalversorger bieten darüber hinaus auch Gas und Wasser an.

Regulierungsbehörde

In fast allen Ländern mit liberalisierten Energiemärkten wurde eine Regulierungsbehörde eingerichtet, die über einen fairen Wettbewerb wacht. In Deutschland wurde darauf verzichtet: Es gibt auf freiwilliger Basis die Verbändevereinbarung Strom und die Verbändevereinbarung Gas, beide haben allerdings keinen Rechtscharakter.

Reserve

Alle Erdgas-, Öl- und Kohlevorräte, die schon heute unter bestimmten Voraussetzungen sicher gefördert werden können.

Ressource

Unter Ressource versteht man den natürlichen Bestand einer Sache, die ständig benötigt wird. In der Gaswirtschaft bezeichnet man damit alle Gasmengen, die durch Probebohrungen nachgewiesen sind. Mindestens die Hälfte davon ist nach dem heutigen Stand der Technik wirtschaftlich nutzbar.

Sanitär-Heizung-Klima-Handwerk

Die Verlegung von Gasleitungen innerhalb des Gebäudes und der Anschluss von Gasgeräten ist die Aufgabe des Sanitär-Heizung-Klima (SHK)-Handwerks. Dabei dürfen die Arbeiten nur von Betrieben durchgeführt werden, die eine entsprechende Vereinbarung mit dem örtlichen Gasversorger abgeschlossen haben.

Saurer Regen

Der Begriff kam in den 80er Jahren auf, als der „saure Regen“ für das Waldsterben verantwortlich gemacht wurde. Saurer Regen entsteht dadurch, dass in der Luft enthaltenes Schwefeldioxid vom Regen ausgewaschen wird und im Boden das biologische Gleichgewicht verändert.

Schaltanlage

Der Teil einer Station, in dem elektrische Leitungen und andere elektrische Betriebsmittel wahlweise miteinander verbunden oder voneinander getrennt werden können. Eine Schaltanlage kann entsprechend ihrer Bauweise näher gekennzeichnet werden. Beispiele: Freiluftschaltanlage, fabrikfertige Schaltanlage, SF6-isolierte Schaltanlage.

Schaltstation

Station, die eine Schaltanlage, jedoch keine Transformatoren zur Netzeinspeisung enthält.

Scheinleistung

Gesamtleistung eines elektrischen Verbrauchers in einem 1-Phasen- oder 3-Phasen-Wechselstromsystem bestehend aus Wirkleistung und Blindleistung.

Sekundärenergie

Primärenergieträger müssen für den Verbraucher meist in Sekundärenergieträger umgewandelt werden: beispielsweise Kohle in Strom und Erdöl in Benzin.

SHK

Siehe Sanitär-Heizung-Klima-Handwerk.

Siemens

Die physikalische Einheit des Leitwerts wird in Siemens angegeben. Definiert ist das Siemens als der elektrische Leitwert eines Leiters mit dem elektrischen Widerstand 1 Ohm. 1S = 1/1 Ohm.

Single-Buyer-System

Beim Single-Buyer-System behält es sich der Netzbetreiber vor, die Stromdurchleitung durch sein Netz mit dem belieferten Endkunden auszuhandeln. Das Single-Buyer-System ist die gesetzlich mögliche Alternative zum Third-Party-Access.

SKE

Siehe Steinkohleeinheit.

Solararchitektur

Die Solararchitektur entwirft Gebäude so, dass sie aus der natürlichen Umgebung möglichst viel Energie aufnehmen und gleichzeitig auch von Kühleffekten profitieren können. Man spricht in diesem Zusammenhang von "Niedrig- und Nullenergiehäusern".

Solarkraftwerk

Es wird unterschieden in photovoltaische und solarthermische Kraftwerke zur Stromerzeugung. Bei der Photovoltaik wird das Sonnenlicht direkt in Strom verwandelt; bei der Solarthermie wird Dampf erzeugt und wie in herkömmlichen Kraftwerken über Turbine und Generator Strom produziert.

Solarzellen

Solarzellen sind Zellen, die Lichtenergie in elektrische Energie umwandeln. Als Grundmaterial für Solarzellen dient hauptsächlich Silizium. Solarmodule, die für den Bau von Photovoltaik-Anlagen benötigt werden, bestehen aus hintereinander geschalteten Solarzellen. Je nach Anwendungszweck werden einzelne Module parallel oder in Reihe geschaltet. Solarzellen erreichen heute einen Wirkungsgrad bis zu 23 Prozent.

Sondervertragskunden

Als Sondervertragskunden im Gegensatz zu Tarifkunden gelten Kunden mit hohem Stromverbrauch und damit verbunden mit individuell ausgehandelten Preisen.

Sonnenenergie

Es wird zwischen zwei Technologien unterschieden: Photovoltaik zur Erzeugung von Strom und Sonnenkollektoren zur Erzeugung von Wärme.

Sonnenkollektor

Sonnenkollektoren sind Anlagen, die Sonnenenergie absorbieren. Die dabei entwickelte Wärme wird zur Wärmebereitung genutzt.

Spannung

Elektrische Spannung entsteht durch die Trennung von positiven und negativen Ladungsträgern. Haben zwei Punkte eine unterschiedliche elektrische Ladung, so besteht zwischen diesen eine Spannung. Die Spannungsdifferenz zwischen den beiden Punkten strebt danach, sich auszugleichen. Die Spannung ist die Ursache für den elektrischen Strom. Maßeinheit für die Spannung ist das Volt (V), benannt nach dem italienischen Physiker Alessandro Volta (1745-1827).

Spannungsregelung

Halten der Netzspannung innerhalb eines vorgegebenen Sollwertbereiches.

Speicherkraftwerk

Wie bei den Pumpspeicherkraftwerken handelt es sich bei den Speicherkraftwerken um Wasserkraftwerke. Natürliche Gewässer werden gestaut und treiben bei Bedarf tiefer gelegene Turbinen an. Das Wasser fließt in Rohren vom Stausee zum Kraftwerk: Je größer der Höhenunterschied, desto mehr Energie kann genutzt werden.

Spitzenlast

Die Spitzenlastzeiten des Stromverbrauchs liegen zwischen 7 Uhr und 12 Uhr und zwischen 16 Uhr und 20 Uhr. Zur Spitzenlastabdeckung werden Gasturbinenkraftwerke und Speicherkraftwerke eingesetzt.

Station

Der Teil eines elektrischen Netzes, der an einem bestimmten Ort hauptsächlich die Enden der Übertragungs- oder Verteilungsleitungen, Schaltanlagen, Gebäude und möglicherweise Transformatoren umfasst. Eine Station enthält im Allgemeinen Einrichtungen für Zwecke der Netzsicherheit und -führung (z.B. Schutzeinrichtungen). Die Station kann entsprechend der Art des Netzes, der Spannungsebene, der Zweckbestimmung, der Bauweise näher gekennzeichnet werden. Beispiel: Verteilungsstation, 20-kV-Station, Maststation.

Steinkohleeinheit

Die Steinkohleeinheit dient als Grundlage für Vergleiche und Bemessungen von verschiedenen Energiemengen und -vorräten. Die Berechnungsbasis bildet die Steinkohle mit einem Heizwert von 8,14 kWh/kg (1 kg SKE entspricht 8,14 kWh).

Steinkohleneinheit (SKE)

SKE ist in Deutschland eine gebräuchliche Maßeinheit, die sich am Energiegehalt der Steinkohle orientiert; international wird stattdessen heute schon oft die Öleinheit (OE) benutzt.

Strahlennetz

Netz, dessen Leitungen von einem Einspeisepunkt strahlenförmig ausgehen, d.h. nur von einem Ende gespeist werden.

Strom

Besteht eine Spannungsdifferenz zwischen zwei Punkten, streben die elektrischen Ladungsträger danach, ihre Ladungsdifferenz auszugleichen. Der dadurch entstehende Fluss von Ladungsträgern wird elektrischer Strom genannt.

Stromaußenhandel

Deutschland ist das größte Transitland für Strom in Europa. Im Jahr 2005 wurden 53,4 Milliarden Kilowattstunden Strom importiert und 61,9 Milliarden Kilowattstunden exportiert.

Strombörse

An der Leipziger Strombörse EEX sind Tag für Tag 128 Teilnehmer aus 15 europäischen Ländern sowie den USA aktiv. Dazu zählen mehrheitlich Banken, Händler oder Industrieunternehmen mit völlig unterschiedlichen Interessen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass kein Teilnehmer das Geschehen auf dem Parkett – und damit die Preise – zu seinen Gunsten beeinflussen kann. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überprüft dies und hat es verschiedentlich bestätigt. Die EEX unterliegt weiter den gleichen Sicherheits- und Aufsichtsregeln wie die Frankfurter Wertpapierbörse.

Stromkennzeichnung

Die Stromunternehmen sind seit dem 15. Dezember 2005 verpflichtet, ihren Kunden auf der Rechnung aufzulisten, welchen Energiemix sie anbieten. Das sorgt für noch mehr Transparenz und gibt den Kunden die Möglichkeit, sich ihren Anbieter auch danach auszusuchen, welchen Energiemix er anbietet. Es gibt auch Produkte, die ausschließlich auf regenerativen Energien basieren. LEW bietet hierzu einen besonderen Tarif an.

Stromnetz (Freileitung, Kabel)

Bezeichnet das Verbundnetz, das die Verbraucher mit elektrischer Energie versorgt. Ob Stahlgitter-, Stahlrohr-, Beton- oder Holzmasten: Die LEW-Freileitungen ruhen nicht nur auf sicheren Fundamenten, sondern auch auf der Basis richtiger Berechnung, genauer Vermessung und sicherer Montage mit modernen Maschinen.

Strompreisentwicklung

Der Strompreis ohne Steuern und Abgaben liegt heute mehr als 7 Prozent unter dem Wert von 1998. Dass die Stromrechnung trotzdem höher ist als damals, liegt an den Steuern und Abgaben, die auf den verbrauchten Strom erhoben werden müssen. Sie liegen mittlerweile bei rund 40 Prozent; 1998 waren es nur 25 Prozent. Der gesamte Netto-Stromverbrauch in Deutschland im Jahr 2005 betrug 536,8 Milliarden kWh. Jede vierte Kilowattstunde Strom verbrauchen in Deutschland die privaten Haushalte.

Stromstärke

Mit der Stromstärke wird angegeben, wie viele Ladungen pro Zeiteinheiten durch einen Leiter fließen. Maßeinheit für die Stromstärke ist das Ampere.

Stromverbrauchsmessgerät

Damit kann der Verbrauch jedes Gerätes ermittelt werden, das über eine Steckdose mit Strom versorgt wird. Das Stromverbrauchsmessgerät wird einfach an den Fernseher, den PC oder ein anderes elektrisches Gerät angeschlossen und zeigt automatisch an, wie viel Strom in einer bestimmten Zeit verbraucht wird.

Stromwandler

Ist der Leistungsbezug an einer Abnahmestelle größer als 50 kW, so ist für die Strommessung der Einbau eines Stromwandlersatzes technisch notwendig. Der Stromwandler übernimmt sowohl die Wandlung als auch die Messung der elektrischen Ströme.

Stromzähler

Jede Wohnung, jeder Betrieb verfügt heute über Stromzähler. Es gibt verschiedene Zählerarten: Drehstrom-, Wechselstrom- und Leistungszähler. Der Stromzähler ist die Messeinrichtung zur Ermittlung des Verbrauchs an elektrischer Energie. Ermittelt wird der Energieverbrauch in der Einheit Kilowattstunde (kWh). Abhängig von der angewandten Tarifart für die Abrechnung unterscheidet man Eintarif- und Doppeltarifzähler. Im Privatkundenbereich wird meist der Eintarifzähler (ET) angewendet. Der Zähler besitzt ein Rollenzählwerk, an dem der Verbrauch abgelesen wird. In Sonderfällen ist die Ermittlung eines zweiten Messwerts mit einem Doppeltarifzähler erforderlich – zum Beispiel bei der Verwendung von Nachtspeicherheizgeräten (10-Stunden-Heizungen) und der Schwachlastregelung (Mondscheintarif). Diese Zähler besitzen im Vergleich zum Eintarifzähler zwei Rollenzählwerke. Man unterscheidet den so genannten Hochtarif (HT) und den Niedertarif (NT). Da für den Hoch- und Niedertarif unterschiedliche Preise je Kilowattstunde verrechnet werden, ist die getrennte Messung bei diesen Tarifmodellen erforderlich, um die Anteile des Stromverbrauchs während der Hochtarifzeit und Niedertarifzeit einzeln erfassen zu können.

Tarifkunden

Der normale Haushaltskunde sowie kleinere Gewerbebetriebe zählen zu den Tarifkunden, für die sich die Stromversorger bisher die Tarife von den Behörden genehmigen lassen mussten. Tarifkunden zahlen die höchsten Strompreise und versuchen neuerdings ihre Preise durch Bündelung zu reduzieren.

Telekommunikationslinien

Telekommunikationslinien sind unter- oder oberirdisch geführte Telekommunikations-Kabelanlagen einschließlich ihrer zugehörigen Schalt- und Verzweigungseinrichtungen.

Telekommunikationsnetz

Das Telekommunikationsnetz umfasst die Gesamtheit von Übertragungssystemen, Vermittlungseinrichtungen und anderweitigen Ressourcen, um Sprache, Daten, Bilder und Signale zu übermitteln.

Thermografie

Mit Hilfe der Thermografie kann Wärmestrahlung auf einem Film oder einem Bildschirm sichtbar gemacht werden. Dies wird unter anderem dazu benutzt, Schwachstellen in Gebäudedämmungen zuerkennen.

Third-Party-Access (TPA)

Beim Third-Party-Access handelt es sich um den verhandelten Netzzugang (siehe auch Verbändevereinbarung Strom/Gas).

Transportentfernung

Die Entfernung, die sich entlang der vertraglichen Transportstrecke zwischen Ein- und Ausspeisepunkt ergibt. Sie dient als Grundlage für die Ermittlung der Entgelte für die Nutzung des Erdgasnetzes.

Transportkapazität

Die vom Transportkunden zu bestellende und vom Netzbetreiber vorzuhaltende maximale, innerhalb der jeweiligen Vertragslaufzeit nutzbare Stundenleistung in kWh/h.

Transportstrecke

Die Strecke entlang einer Erdgastransportleitung. Sie wird im Transportvertrag festgelegt.

Treibhauseffekt

Auf die Erde fallende Sonnenstrahlen geben normalerweise nur einen Teil ihrer Energie ab und werden dann wieder auf den Weg ins All geschickt. Durch Kohlendioxid in der Atmosphäre wird dieser Rückweg zum Teil versperrt. Die Folge: Die Erdoberfläche heizt sich auf – man spricht vom Treibhauseffekt.

Umspannanlagen

Siehe Umspannwerk.

Umspannstation

Station im Ortsnetz mit Transformatoren zur Versorgung des Niederspannungsnetzes.

Umspannwerk

Umspannwerke sind Knotenpunkte der Energieverteilung. Sie haben die Aufgabe, elektrische Energie in die für die Weiterverteilung benötigten Verteilnetzspannungen umzuwandeln. Die Umwandlung erfolgt über Leistungstransformatoren, die auch als Umspanner bezeichnet werden. Im Gegensatz zur Umspannstation werden hier in der Regel Spannungen von 380, 220 oder 110 kV auf ein niedrigeres Niveau von z.B. 20 kV gebracht.

Unbundling

Organisatorische, buchhalterische, informatorische und gesellschaftsrechtliche Trennung des Netzbetriebes vom Energievertrieb.

Verbändevereinbarung Gas

Die Unternehmen der Gaswirtschaft und Industrieverbände haben in einer „Verbändevereinbarung Gas“ die Spielregeln für den Wettbewerb festgelegt.

Verbändevereinbarung Strom

Die Unternehmen der Elektrizitätswirtschaft und Industrieverbände haben in einer „Verbändevereinbarung Strom“ die Spielregeln des Wettbewerbs festgelegt.

Verbundnetz

Netz, das aus zusammengeschalteten Höchstspannungsnetzen besteht. Es dient der Störungsaushilfe, der Unterstützung in außergewöhnlichen Versorgungssituationen und dem vereinbarten Austausch von elektrischer Energie.

Verbundunternehmen

Verbundunternehmen sind die Energieversorgungsunternehmen, die die deutschen Hoch- und Höchstspannungsnetze (Übertragungsnetze) betreiben. Sie regeln auf der obersten Ebene die Netzstabilität. Ihre Stromkunden sind vor allem Regionalverteiler und Stadtwerke, teilweise auch Industriebetriebe sowie gewerbliche und private Endkunden.

Vermaschtes Netz

Netz, dessen Leitungen an zahlreichen Knotenpunkten zusammengeschlossen sind und geschlossene Maschen bilden.

Versorgungssicherheit - Investition ins Netz

Energieversorger sind Wirtschaftsunternehmen, die Gewinne erwirtschaften. Denn nur Gewinne ermöglichen es, die gewaltigen Investitionen der kommenden Jahrzehnte zu finanzieren. Etwa ein Drittel der Erzeugungskapazität muss ersetzt bzw. neu errichtet werden. Das Leitungsnetz muss gewartet und erweitert werden, um zum Beispiel an den Küsten aus Windenergie vermehrt produzierten Strom in die Ballungsgebiete – also in die Regionen mit hohem Verbrauch – transportieren zu können.

Versorgungszuverlässigkeit

Fähigkeit eines Netzes, seine Versorgungsaufgabe unter vorgegebenen Bedingungen während einer bestimmten Zeitspanne zu erfüllen.

Verteilungsleitungsnetz, regional

Dient vornehmlich dem Transport und der Verteilung des Erdgases und des Stroms von einem Einspeisepunkt an mehrere Ausspeisepunkte (Ortsnetz).

Verteilungsnetz

Dieses Netz dient vornehmlich der Verteilung von Strom und Erdgas in den Ortsnetzen zu den Hausanschlussleitungen.

Volt

Volt ist die Maßeinheit für die Spannung. Namensgeber ist der italienische Physiker Alessandro Volta.

Vorhalteleistung

Ist die für den Kunden max. vorzuhaltenden elektrische Anschlussleistung seiner Abnahmestelle.

Wärme

Wärme ist die Bewegungsenergie von Molekülen und Atomen eines Stoffes. Wärme ist somit eine Energieform.

Wärmekraftwerk

Unter diesen Begriff fallen alle Kraftwerke, in denen durch Verbrennung oder Kernspaltung Wärme entsteht. Diese Wärme wird genutzt, um Wasser in Dampf zu verwandeln, der eine Turbine antreibt.

Wärmepumpe

Die Wärmepumpe ist ein besonders umweltfreundliches Heizsystem. Unter der Ausnutzung von Umgebungswärme entstehen aus einem kWh Strom bis zu 4 kWh Wärme. Im Prinzip funktioniert sie wie ein umgekehrter Kühlschrank.

Wasserhärte

Sie bezeichnet die Härte des Wassers, also den Gehalt des Wassers an Erdalkaliionen (Calcium- und Magnesiumionen). Bei der Wasserhärte wird unterschieden zwischen der durch Calcium- und Magnesiumsalze der Kohlensäure hervorgerufenen Karbonathärte und der durch die anderen Calcium- und Magnesiumsalze hervorgerufenen Nicht-Karbonathärte. Die Summe dieser beiden ergibt die in Millimol je Liter (mmol/l) oder Grad deutscher Härte (ºdH) ausgedrückte Gesamthärte, die gemäß dem so genannten Waschmittelgesetz in vier Härtebereiche eingeteilt werden kann: 1 (weich; 0 bis 1,3 mmol/l; 0 bis 7 ºdH), 2 (mittelhart; 1,4 bis 2,5 mmol/l; 7 bis 14 ºdH), 3 (hart; 2,6 bis 3,8 mmol/l; 14 bis 21 ºdH) und 4 (sehr hart; über 3,8 mmol/l; über 21 ºdH).

Wasserkraft

Wasserkraft ist eine bedeutende regenerative Energiequelle. Die im Wasser gespeicherte Sonnenenergie wird auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen gewonnen: Gezeitenkraftwerke nutzen die Wasserströmungen von Ebbe und Flut, Wellenkraftwerke wandeln die Energie von Wellen in elektrischen Strom um. Pumpspeicherkraftwerke speichern kurzzeitig Wasser, damit in Zeiten von Energiebedarf darauf zurückgegriffen werden kann. In Zukunft sind Gradientenkraftwerke zu erwarten, die die im Ozean gespeicherte Sonnenwärme nutzen.

Watt

Watt ist die Maßeinheit für Leistung.

Wechselrichter

Der Wechselrichter ist ein Gerät, das Gleichstrom zu Wechselstrom umformt.

Wechselstrom

Bei Wechselstrom handelt es sich um Strom, dessen Richtung (Polarität) sich periodisch ändert. Die Energieversorgung erfolgt mit Wechselstrom. Wechselstrom wird auch AC (von "alternating current") abgekürzt.

Widerstand

Fließt elektrischer Strom durch ein bestimmtes Material, so wird ihm ein Widerstand entgegengesetzt. Dieser ist unter anderem von der Art des Materials abhängig. Die Einheit, in der Widerstände angegeben werden, ist das Ohm, das nach dem deutschen Physiker Georg Simon Ohm (1787-1854) benannt wurde.

Windkraft

Auch wenn der Wind nicht immer weht – er gehört zu den erneuerbaren Energien, die gesetzlich gefördert werden. Deutschland ist Windenergie-Weltmeister: Nirgendwo auf der Welt sind so viele Windkraftwerke installiert wie bei uns.

Windkraftanlagen, Windenergieparks

Windkraftanlagen erzeugen elektrische Energie aus der Kraft des Windes. Wie auch das Sonnenlicht zählt die Windkraft zu den erneuerbaren Energien.

Wirkleistung

Mit der Wirkleistung wird das Verhältnis der eingesetzten zur nutzbaren Energie bezeichnet.

Wirkungsgrad

Bezeichnet bei einer Energieumwandlung das Verhältnis der nutzbringend gewonnenen Energie zur aufgewendeten Energie. So erreicht zum Beispiel eine Energiesparlampe gegenüber einer Glühlampe eine ca. fünfmal höhere Lichtausbeute.

Wobbe-Index

Der Wobbe-Index kennzeichnet das brenntechnische Verhalten eines Erdgases und errechnet sich aus dem Verhältnis von Brennwert zur Quadratwurzel der relativen Gasdichte.

Zähler

Zähler sind Geräte, die den Verbrauch von Erdgas, Wasser, Wärme oder Elektrizität messen. Für verschiedene Anwendungszwecke gibt es unterschiedliche Zähler: zum Beispiel Wechselstromzähler, die unter anderem bei Treppenhausbeleuchtungen eingesetzt werden, oder Drehstromzähler für Haushalt und Gewerbe, aber auch Lastgangzähler, die die elektrische Energie in Form von Leistungsmittelwerten erfassen und diese bei Bedarf per Datenfernübertragung bereitstellen.

Zählerfernübertragung

Neue Messeinrichtungen bieten die Möglichkeit, Daten in vielfältiger Weise zu speichern, z. B. Wirkarbeit, Blindarbeit und die gemessene Leistung im Viertelstundentakt bzw. in individuell vorgegebenen Zeiträumen. Die Datensammlung kann über einen großen Zeitraum, z. B. einen Monat, erfolgen. Dies hat zur Folge, dass die heutigen Zähler ohne ein manuelles Ablesen in der Lage sind, die entsprechenden Lastprofile der Kundenabnahmestelle unter Angabe von Datum und Uhrzeit aufzuzeichnen. Um einen schnellen Zugriff auf die Daten zu realisieren, werden die Zähler per Fernübertragung über Telefonleitungen, eine Steuerleitung oder Funksysteme und andere Einrichtungen "ausgelesen".

Zusammensetzung des Strompreises für Haushalte

Steuern und Abgaben machen etwa 39 Prozent des Strompreises aus (Mehrwertsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe, Abgaben nach dem Erneuerbare-Energien- und dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz). Netzentgelt, Messung und Energiedatenmanagement ergeben zusammen 36 Prozent. Großhandelspreis, Vertrieb und Kundenservice 25 Prozent.

Zusatzleistung

Zusatzleistung ist diejenige elektrische Leistung, die einem Kunden mit einer eigenen Stromerzeugungsanlage zur Verfügung gestellt wird, wenn der Leistungsbedarf über die Leistung der Eigenanlage hinausgeht.