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Chancen für die digitale Transformation an Schulen

Agenda 2030 | 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung:

Die öffentlichen Bildungsausgaben in Deutschland sind auch in 2025 gestiegen, rund die Hälfte der Ausgaben floss in Schulen. Investitionen in bessere Internetverbindungen, Smartboards und Tablets sind wichtiger denn je – andernfalls droht Deutschland im internationalen Vergleich zurückzufallen. Eine Einordnung zum Welttag der Bildung am 24. Januar.

Die Bildungsausgaben Deutschlands in 2025 lagen im Dezember bei rund 198 Milliarden Euro, mit einem Anstieg um etwa 7 % gegenüber dem Vorjahr. Dazu zählen Mittel der öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden. Knapp die Hälfte dieser Ausgaben entfiel auf den Schulbereich, was die fortlaufenden Prioritäten im Bildungswesen widerspiegelt. 

Geht es nach Bildungsgewerkschaften und Expert*innen, braucht es allerdings deutlich mehr finanzielle Mittel, um das reformbedürftige System zu erneuern und zukunftsfähig aufzustellen, denn häufig prägen Probleme wie fehlende Lehrkräfte oder veraltete Schulgebäude und Klassenräume den Alltag der Bildungseinrichtungen. Ganz zu schweigen vom stockenden Ausbau der Digitalisierung.
 

DigitalPakt Schule 2.0

Im Dezember 2025 verständigten sich Bund und Länder im Rahmen der Bildungsministerkonferenz auf den „DigitalPakt Schule 2.0“, der einen Nachfolger für den im Mai 2024 ausgelaufenen ersten DigitalPakt darstellt. Der neue Pakt sieht insgesamt rund 5 Milliarden Euro für die Digitalisierung der Schulen vor – jeweils zur Hälfte von Bund und Ländern finanziert. Darüber hinaus sollen im Unterschied zum Vorgänger auch Gelder für Software, Lernmedien und die Fortbildung der Lehrkräfte bereitgestellt werden. 

Expert*innen, darunter der Digitalverband Bitkom, begrüßten die Einigung und betonten, dass der Digitalpakt 2.0 endlich Planungssicherheit für Schulen schafft und neben Hardware auch die „weichen“ Faktoren wie digitale Lehr- und Lernmittel berücksichtigt – Voraussetzung für eine nachhaltige Transformation. 

Estland gilt als Paradebeispiel für die Digitalisierung des Schulsystems

Bildungsexpert*innen befürchten, dass Schulen ohne diese finanzielle Unterstützung den Ausbau der Digitalisierung stoppen müssen und erheblich zurückgeworfen werden. Schon jetzt zeigt sich im europaweiten Vergleich, dass Deutschland hinsichtlich digitaler Lernangebote Ländern wie Frankreich, Dänemark oder Österreich hinterherhinkt.

Als Vorreiter bei Online-Bildungsangeboten in Europa gilt Estland. Das knapp 50.000 Quadratkilometer große Land an der Ostsee legte den Grundstein dafür schon vor der Jahrtausendwende, als die Regierung die Computer- und Netzwerkinfrastruktur ausbauen ließ. In Estland ist der Zugang zu Internet sogar seit 2000 in den Grundrechten festgehalten. Zudem gibt es fast im ganzen Land freies WLAN.

Diese Entwicklung kam auch den Schulen zugute: bereits 1999 hatten alle estnischen Bildungseinrichtungen einen Internetzugang. Viele Abläufe im Schulalltag wurden seither digitalisiert. Lehrkräfte nutzen beispielsweise seit etwa 20 Jahren ein digitales Verwaltungssystem, in dem sie Noten eintragen, Aufgaben verteilen, Lehrmaterialien ordnen und Fehltage von Schüler*innen festhalten können. Der Wechsel von Präsenz- zu Online-Unterricht aufgrund der Corona-Pandemie brachte deshalb keine großen Umstellungen mit sich. 

Angebote für den Unterricht:

Nachhaltig durchs Jahr

Wer die 3malE-Kalenderseiten auf einer Reise durchs Jahr durchblättert, kann monatlich spannende Infos rund um Umwelt- und Klimaschutz entdecken.

Tagesschau | Digitalisierung in Estland: Start-up-Unterricht in der Schule

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