LEHREN MIT ENERGIE: MATERIALIEN
UND ANREGUNGEN FÜR SPANNENDEN UNTERRICHT IN DER SCHULE

In der Rubrik Nice 2 know erfahren Sie nützliche und kuriose Fakten rund um das Thema Energie.

Nice 2 know


Entdecken Sie in der Rubrik Nice 2 know überraschende, nützliche und kuriose Fakten rund um das Thema Energie. 14-täglich wird das energetische Kuriositätenkabinett erweitert. Schön zu wissen!


Wussten Sie,

..., dass Gehirnjogging-Spiele die Gedächtnisleistung nicht wie angenommen steigern?

Nach Aussagen der Anbieter von Gehirnjogging-Apps sollen diese Spiele unser Gedächtnis und die allgemeine Gehirnleistung verbessern. Eine neue Studie aus Florida widerlegt diese These nun und stellt fest, dass Gehirnjogging keinen nachweisbaren Effekt auf die Gedächtnisleitung hat. Die Forscher ließen eine Testgruppe Gehirnjogging-Spiele spielen und eine andere normale Kreuzwort- oder Zahlenrätsel lösen. Bei allen Probanden war somit das Arbeitsgedächtnis gefordert. Allerdings hatte das trainierte Arbeitsgedächtnis keinerlei messbare Auswirkung auf die allgemeine Gedächtnisleistung. Wer seine geistigen Fähigkeiten verbessern möchte, sollte lieber Aerobic-Stunden nehmen. Diese haben nämlich einen nachgewiesen positiven Effekt auf unser Gehirn.

..., dass glattes Haar fast doppelt so viele Knoten bildet als lockiges?

Als Knoten gelten Verflechtungen, an denen ein Kamm hängen bleibt. Anhand eines haarigen Experiments erklärte ein Forscher dieses Paradoxon in einem mathematisch-geometrischen Modell. Zunächst bat der Forscher Frisöre die Knoten in den Haaren ihrer Kunden zu zählen und entwickelte anschließend ein geometrisches Modell mit den Ergebnissen der Zählungen. Das überraschende Resultat, dass glattes Haar fast doppelt so viele Knoten aufwies als lockiges, erklärte der Forscher an dem flacheren Winkel, in dem glattes Haar einander kreuzt. Dadurch verhaken sich die Schuppen leichter und es entstehen Knoten.

..., dass Computerprogramme, die anhand von Text-Datensätzen sprechen lernen, Vorurteile übernehmen?

Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch, wie Siege bei bekannten Spielen wie Poker oder Go belegen. Allerdings sind Computerprogramme nur so neutral wie das Material, mit dem sie trainiert werden. Ein aus der Psychologie bekannter Assoziationstest offenbarte nun, dass Computerprogramme, die anhand von Text-Datensätzen Sprache lernen, sämtliche darin enthaltenen Stereotypen übernehmen und so rassistische Vorurteile oder Geschlechter-Klischees zeigen. Wissenschaftler überlegen nun, wie man diese „Verzerrungen“ aus den Datensätzen entfernen kann.

..., dass das Anpiksen von Eiern diese beim Kochen nicht vor dem Kaputtgehen schützt?

Ostern ist zwar schon vorbei, aber der Mythos, dass Eier vor dem Kochen angepikst werden müssen, um nicht kaputt zu gehen, bleibt. Ein großes Eier-Koch-Experiment einer Wissenschaftssendung hat diese Annahme nun widerlegt. Von rund 3.000 Eiern gingen rund 10% kaputt, wenn sie angepikst waren, gegenüber lediglich 12% bei den nicht angepiksten Eiern. Diese Werte unterscheiden sich statistisch gesehen minimal. Gefärbte Eier aus Fabriken werden übrigens auch nicht angepikst.

..., dass Wissenschaftler einen Frosch entdeckten, dessen Schleim Grippeviren abtötet?

Im Hautsekret einer Froschart, die nur im Süden Indiens vorkommt, entdeckten Forscher eine Substanz, die Influenzaviren unschädlich machen kann. Das zumindest belegen Versuche mit Labormäusen, wobei nicht nur die Virenstämme erfolgreich ausgeschaltet wurden, sondern die Tiere auch vor tödlichen Varianten geschützt wurden. Die Forscher betonen jedoch, dass ihre Entdeckung noch weit davon entfernt ist als Grippeschutzmittel auf den Markt zu kommen, da noch zahlreiche Tests notwendig sind.

..., dass frühkindlicher Kontakt mit Hunden vor Allergien und Übergewicht schützen kann?

Hunde und andere Vierbeiner sorgen dafür, dass sich die Darmflora von Babys in den ersten Lebensmonaten verändert. Selbst im Mutterleib profitiert das Immunsystem von den pelzigen Familienmitgliedern. Es reichern sich Mikroben im Darm an, die Forschern zufolge mit einem geringeren Risiko zahlreicher Allergien und Übergewicht in Verbindung zu bringen sind. Für ihre Studie wurden 746 Kinder untersucht und deren Mütter vor und nach der Geburt begleitet. Zu vermuten ist, dass der gesundheitsfördernde Effekt vom Tier durch die Mutter auf das ungeborene Kind übertragen wird. Das Mikrobiom entwickelte sich nämlich auch dann sehr positiv, wenn der Hund oder die Katze kurz vor der Geburt abgegeben wurde.

..., dass Weltraumschrott die Raumfahrt eines Tages unmöglich machen könnte?

Auch wenn sie winzig klein sind, können sie massiven Schaden anrichten, da Weltraumschrott-Teile mit ca. 40.000 km/h im All unterwegs sind. Laut Simulation existieren momentan rund 150 Millionen Weltraumschrott-Partikel im Orbit. Davon sind 750.000 Trümmer zwischen einem und zehn Zentimeter groß und 18.000 Teile sogar über zehn Zentimeter. Im Sommer 2016 traf ein nur 5 Millimeter großer Trümmer den Erdbeobachtungssatelliten „Sentinel 1-A“ und verursachte eine 40 Zentimeter große Delle. Ab einer Größe von rund zehn Zentimetern kann ein Satellit zerstört werden. Laut Astrophysiker Donald J. Kessler könnte es in 100 Jahren bereits zu gefährlich sein, ins All zu fliegen. Forscher haben zwar schon einige Ideen den Schrott durch verschiedene Techniken einzusammeln, doch in die Tat wurden sie bislang nicht umgesetzt.